Profilbild von Lesemone

Lesemone

Lesejury Star
offline

Lesemone ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Lesemone über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.04.2026

Schrecklich nette Familie

Verlorene Schäfchen
0

Schon der erste Satz auf der Rückseite des Buches, stimmt den Leser darauf ein, was ihn bei dieser Geschichte erwartet: Jede Familie ist auf ihre Art verrückt. Auf Familie Flynn trifft das besonders zu. ...

Schon der erste Satz auf der Rückseite des Buches, stimmt den Leser darauf ein, was ihn bei dieser Geschichte erwartet: Jede Familie ist auf ihre Art verrückt. Auf Familie Flynn trifft das besonders zu. Jedes Familienmitglied geht seinen eigenen Weg und fabriziert damit Probleme und Chaos. Mit viel Ironie erzählt die Autorin aus dem Alltag der Familie. Ich fand vieles sehr überdreht und bei mir kam der Erzählstil nicht ganz so gut an. Meinen Humor hat die Autorin nicht so ganz getroffen. Ob im prüden Amerika solche Szenen wirklich vorkommen? Man darf die Geschichte nicht ganz so ernst nehmen, glaub ich zumindest mal. Erzählt wird aus der Sicht der einzelnen Familienmitglieder und die haben einiges auf dem Kerbholz. Ich habe mich lange Zeit gefragt, welchen Sinn diese Geschichte hat. Am Ende ergeben sich ein paar sinnvolle Ansätze, aber insgesamt war es für mich zu viel Belangloses, das aneinandergereiht und völlig überspitzt erzählt wird. Das Ende war ziemlich drüber, so dass ich an der Glaubhaftigkeit gezweifelt habe. Ein Buch, welches man zwischendurch mal lesen kann, aber nichts, was mir in Erinnerung bleibt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.04.2026

Giftmord

Noch fünf Tage
0

Lis überlebt erst mal als einzige den Giftanschlag an der Familie ihres Arbeitgebers. Doch leider kam sie mit dem Gift auch in Berührung und ihr wird gesagt, dass sie nur noch fünf Tage leben wird. Sie ...

Lis überlebt erst mal als einzige den Giftanschlag an der Familie ihres Arbeitgebers. Doch leider kam sie mit dem Gift auch in Berührung und ihr wird gesagt, dass sie nur noch fünf Tage leben wird. Sie will die Zeit nutzen, um aufzuklären, wer hinter dem Anschlag steckt. Vom Krankenhausbett aus, beginnt sie zu ermitteln. Dies gestaltet sich so, dass sie viel aus ihrer Vergangenheit erzählt und Erinnerungen wach werden lässt. Zwischendrin erfährt man dann immer, wie es ihr gerade geht. Sie bekommt eine Pflegerin zur Seite gestellt und hat die schwere Aufgabe, ihrer Tochter sagen zu müssen, dass sie nicht mehr lange lebt. Mir war das für einen Thriller viel zu langweilig. Es passiert lange Zeit gar nix und dann am Ende kommt die Auflösung mit voller Wucht. Ich fand das alles total konstruiert und für mich absolut nicht glaubwürdig. Ich bin mit Lis als Person leider gar nicht warm geworden. Sie handelt nicht nachvollziehbar und sehr rational. In ihrer Situation hätte ich mir mehr Emotionen gewünscht. Für mich war die Geschichte eher ein Roman und eine Charakterstudie, als ein Thriller. Mich hat das Buch leider nicht so wirklich überzeugt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.04.2026

Ehemalige Liebe

Du musst mich vergessen
0

Carrie und Johan waren ein Tag lang verheiratet, dann wurde er in Thailand von der Polizei abgeführt. Carrie sah ihn nie wieder. Sie hat sich mittlerweile ein neues Leben aufgebaut, hat einen neuen Mann ...

Carrie und Johan waren ein Tag lang verheiratet, dann wurde er in Thailand von der Polizei abgeführt. Carrie sah ihn nie wieder. Sie hat sich mittlerweile ein neues Leben aufgebaut, hat einen neuen Mann und zwei Kinder. Beruflich will sie nun endlich auch wieder durchstarten. Doch dann stolpert sie im Internet über einen Beitrag, in dem sie Johan wiedererkennt. Er ist schon länger auf freiem Fuß, lebt in Schweden und hat sich bis heute nie bei ihr gemeldet. Das lässt ihr keine Ruhe, sie muss herausfinden, was damals wirklich passiert ist.

Bisher fand ich die Bücher der Autorin immer sehr fesselnd und sie hat ein Händchen dafür gehabt, Liebesgeschichten mit verworrenen Ausgangssituationen glaubhaft aufzuschlüsseln. Dieses Mal hat mich die Geschichte leider gar nicht packen können. Ich fand weder die Charaktere sonderlich sympathisch, noch fand ich die Geschichte glaubhaft. Auf mich wirkte das alles viel zu konstruiert. Wer da damals alles so seine Finger im Spiel gehabt haben soll, das war für mich überhaupt nicht glaubhaft dargestellt. Der extrem ausführliche Schreibstil hat mich zu Beginn schon gestört, da im Rückblick zu viele Einzelheiten erzählt werden, die nicht wichtig für den Verlauf sind. Ich empfand sie eher als unnötige Seitenfüller. Mich konnte Carrie als Person nicht überzeugen und auch ihre Liebesgeschichte hat mich leider nicht berührt. Vielleicht gefällt anderen die Geschichte besser.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.03.2026

Strandzeit

Summer Tides
0

Scarlett flüchtet vor ihrem Freund von London nach Cornwall. In St. Ives will sie ein Strandkiosk betreiben und neu anfangen. Mir hat gut gefallen, wie nett Scarlett von den Menschen in St. Ives aufgenommen ...

Scarlett flüchtet vor ihrem Freund von London nach Cornwall. In St. Ives will sie ein Strandkiosk betreiben und neu anfangen. Mir hat gut gefallen, wie nett Scarlett von den Menschen in St. Ives aufgenommen wurde. Sie greifen ihr alle unter die Arme und unterstützen sie. Die Autorin beschreibt auch die Gegend toll, man kann sich die schönen Strände bildlich vorstellen. Diese Art von Geschichten sind teilweise recht vorhersehbar. Aber unterwegs passieren die unterschiedlichsten Dinge, so dass man gut unterhalten wird. Sehr lustig fand ich Jonahs Familie und die abgedruckten Auszüge aus dem Familienchat. Die Annäherung zwischen Scarlett und Jonah geht langsam vonstatten. Stellenweise war mir Scarlett etwas zu naiv dargestellt. Insgesamt ist es jedoch eine leicht zu lesende Sommergeschichte, die den Auftakt zu einer längeren Reihe bilden soll, in der es immer um einen anderen Bewohner aus St. Ives gehen wird. Da die Charaktere alle schon in diesem Band äußerst sympathisch waren, würde ich die Reihe gerne weiterlesen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.03.2026

Neuer Blickwinkel

Statt aus dem Fenster zu schauen
0

Sophie ist beruflich und privat überfordert und flüchtet sich in die ostdeutsche Provinz. Dort hat sie aus einer Laune heraus eine Bauruine gekauft und meint, mit ein bisschen Do-it-yourself wird das schon. ...

Sophie ist beruflich und privat überfordert und flüchtet sich in die ostdeutsche Provinz. Dort hat sie aus einer Laune heraus eine Bauruine gekauft und meint, mit ein bisschen Do-it-yourself wird das schon. Vor Ort muss sie sich den Folgen ihres Kaufs stellen und das Beste aus der Situation machen. Mich hat sehr begeistert, wie sich Sophie entwickelt hat. Es war amüsant mitzuerleben, wie sich eine Städterin auf dem einsamen Land anfängt durchzuschlagen. Man kann mitverfolgen, wie sie sich nach dem ersten Schock aufrappelt, die Dinge in die Hand nimmt und kräftig anpackt. Die Autorin hat einen sehr einfühlsamen und beschreibenden Schreibstil, so dass man sich die Handlung gut vorstellen konnte. Die Geschichte ist ein gutes Beispiel, wie man aus dem Hamsterrad ausbrechen kann. Obwohl es kaum Charaktere in dem Buch gibt, war es nie langweilig weiterzulesen. Man kann sich in der Geschichte mit Sophie treiben lassen, einen tollen Sommer auf dem Land erleben und einem jungen Menschen dabei beobachten, wie er die Weichen für sein zukünftiges Leben neu stellt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere