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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.02.2026

Urlaub in Portugal

Das letzte Kind hat Fell
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Angelika und Hans sind nach Portugal gezogen, um dort ihren Ruhestand zu genießen. Als ihnen ein Hund über den Weg läuft, der anscheinend niemandem gehört, nehmen sie ihn kurzerhand mit nach Hause. Als ...

Angelika und Hans sind nach Portugal gezogen, um dort ihren Ruhestand zu genießen. Als ihnen ein Hund über den Weg läuft, der anscheinend niemandem gehört, nehmen sie ihn kurzerhand mit nach Hause. Als Tochter Sandra mit Enkel Finn zu Besuch kommen, ist die Ruhe vorbei. Sandra ist LKW-Fahrerin und ohne Partner und Finn auf der Suche nach seinem Platz im Leben. Beide fühlen sich in Portugal ganz wohl. Die Familie erlebt einige turbulente Tage zusammen. Zu Beginn fand ich die Geschichte etwas langweilig, weil es sich lange gezogen hat, bis Sandra und Finn mit dem Auto in Portugal angekommen sind. Die Handlung ist nicht sonderlich tiefgehend, aber liebevoll und unterhaltsam aufgebaut. Es gibt einige humorvolle Szenen. Es ist eine Geschichte die man zum entschleunigen lesen kann, die aber auch lebensrelevante Themen anspricht. Am Ende läuft alles ziemlich glatt, mir ein bisschen zu glatt. Die Geschichte strahlt viel Harmonie aus. Eine leichte, sommerliche Lektüre.

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Veröffentlicht am 02.02.2026

Überwachung

Wellengrab (Ein Fabian-Risk-Krimi 7)
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Die Geschichte fängt sehr entspannt an, Fabian trifft sich auf seinem Segelboot mit seiner Tochter Matilda. Von dort können sie beobachten, wie plötzlich die ganze Küstenseite Schwedens im Dunkeln liegt. ...

Die Geschichte fängt sehr entspannt an, Fabian trifft sich auf seinem Segelboot mit seiner Tochter Matilda. Von dort können sie beobachten, wie plötzlich die ganze Küstenseite Schwedens im Dunkeln liegt. Nichtsahnend wird er im Kommissariat jedoch dann mit verschiedenen Vorfällen konfrontiert, bei denen schnell klar wird, dass sie zusammenhängen müssen und der Blackout kein Zufall war. Als es dann immer mehr entführte Kinder gibt, müssen sich die Kommissare ranhalten. Der Autor hat einen sehr komplexen Plot entwickelt. Es wird von mehreren Seiten in viele Richtungen ermittelt, wobei es immer wieder unerwartete Wendungen gibt. Mir hat gut gefallen, dass nicht nur Fabian ermittelt, sondern dass es hier nur in Teamarbeit ging. Man kann den verschiedenen Handlungssträngen sehr gut folgen. Mir persönlich war es etwas zu ausführlich bzw. zu viel reingepackt. Spannung war von Anfang bis Ende vorhanden, was bei so einem dicken Wälzer nicht einfach ist. In Zeiten von Digitalisierung sind die Szenarien in der Geschichte durchaus vorstellbar und vielleicht schon in Anwendung, so gut kenne ich mich damit nicht aus. Das Buch ist für spannende Lesestunden sehr gut geeignet.

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Veröffentlicht am 28.01.2026

Familienkrise

Alle glücklich
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Kira Mohn gibt in ihrem Buch "Alle glücklich" Einblick in eine bodenständige Familie, bestehend aus den Eltern, sowie Sohn und Tochter. Aus wechselnden Blickwinkeln geht es reihum in der Familie und jeder ...

Kira Mohn gibt in ihrem Buch "Alle glücklich" Einblick in eine bodenständige Familie, bestehend aus den Eltern, sowie Sohn und Tochter. Aus wechselnden Blickwinkeln geht es reihum in der Familie und jeder beschreibt, wie er sich fühlt und was gerade so bei ihm los ist. Mutter Nina hat zwei Jobs und muss zusätzlich die Familie versorgen. Vater Alexander ist Arzt in einem Krankenhaus und selten daheim. Sohn Ben ist Student und in einer kompletten Sinnkrise. Seine Schwester Emilia ist noch Schülerin und frisch verliebt. Nach außen geben sie eine glückliche Familie ab, doch im Innern brodelt es gewaltig. Der Familienalltag wird sehr gut beschrieben, mit Ängsten und Sorgen, die jeder bestimmt kennt. Es wird nebeneinander her gelebt und wenig geredet. Am Ende schaukeln sich die Situationen sehr hoch und ich musste mich mit dem Ende erst mal anfreunden. Für mich endete es etwas abrupt. Man kann dem Geschehen jedoch durchweg sehr leicht folgen, man weiß immer, um wen es gerade geht. Durch die Perspektivwechsel kam keine Langeweile auf. Die Autorin hat interessante familiäre Themen angesprochen, mit denen viele Leser auch was anfangen können. Ein toller Einblick in das Leben einer klassischen Familie.

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Veröffentlicht am 26.01.2026

Industriearbeiter

Glimmende Himmel
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In der Fortsetzung des ersten Bandes befindet sich June nun in Bradford, wo sie in einer Spinnerei arbeitet. Mit dem verdienten Geld will sie ihren Vater unterstützen, der mit ihrer Schwester an der Küste ...

In der Fortsetzung des ersten Bandes befindet sich June nun in Bradford, wo sie in einer Spinnerei arbeitet. Mit dem verdienten Geld will sie ihren Vater unterstützen, der mit ihrer Schwester an der Küste verweilt, damit sie wieder gesund wird. Die Lebensumstände in der Stadt sind für die ganzen Arbeiterfamilien furchtbar und oftmals geht es um Leben und Tod. June versucht zu helfen, wo sie kann, denn in ihrer Heimat hat ihr ihre Tante vieles über Naturheilmittel beigebracht. In der Spinnerei läuft sie Franky über den Weg, der von den Craven Dales verschwand, als seine Frau starb. Man spürt eine Anziehung zwischen den beiden. Jedoch bleibt vieles unausgesprochen und Franky kann sich June gegenüber nicht öffnen. Die Verhältnisse in der Industriestadt wurden gut dargestellt, aber das Geschehen geht kaum vorwärts. Ohne die Vorkenntnisse des ersten Bandes, hätte ich vieles nicht verstanden. Die Geschichte plätschert so vor sich hin. Am Ende blieb alles sehr vage und ich vermute mal, dass es einen weiteren Band geben wird, denn sonst macht dieser Band überhaupt keinen Sinn. Ich fand diesen Teil um einiges schwächer als den ersten Band.

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Veröffentlicht am 22.01.2026

Mäßig spannend

Das Signal
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Viola verliert nach einem Unfall ein Bein und ist erstmal an den Rollstuhl gefesselt. Ihr Mann Adam besorgt ihr eine Pflegerin und lässt sie nicht mehr aus dem Haus. Erst denkt Viola, dass ihr Mann halt ...

Viola verliert nach einem Unfall ein Bein und ist erstmal an den Rollstuhl gefesselt. Ihr Mann Adam besorgt ihr eine Pflegerin und lässt sie nicht mehr aus dem Haus. Erst denkt Viola, dass ihr Mann halt sehr fürsorglich ist und nur ihr Bestes will. Doch schnell merkt sie, dass es immer mehr Ungereimtheiten gibt. Sie kommt auf die Idee, heimlich Tracker zu bestellen, die sie geschickt anbringt, um ihr Umfeld zu kontrollieren. Ihr wird klar, dass Adam ihr selten die Wahrheit erzählt. Doch was hat er zu verbergen und um was geht es wirklich?

Die Ausgangslage fand ich sehr spannend. Viola sind die Hände gebunden, weil sie ohne fremde Hilfe nichts machen kann. Sie hat erstmal alles hingenommen, was Adam ihr aufgetischt hat, kam aber schnell ins grübeln. Dadurch soll natürlich Spannung aufgebaut werden. Es wird dann Schritt für Schritt erzählt, wie Viola vorgeht und was sie herausfindet. Das hat sich sehr gezogen und irgendwann fand ich es recht ermüdend und langweilig, wie sie jeden Tag die Tracker gecheckt hat. Erst im letzten Drittel der Geschichte kommt die Autorin mal auf den Punkt, um was es hier wirklich geht. Insgesamt fand ich die Geschichte etwas arg an den Haaren herbeigezogen. Für einen Thriller war das zu langweilig, kein Nervenkitzel, keine Stelle, wo man den Atem anhalten muss. Die Auflösung hat es bei mir dann auch nicht mehr rausreißen können. Es ist eine interessante Geschichte, aber mir fehlte ganz klar die Spannung darin.

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