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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.02.2026

🧵 Mord nach Schnittmuster – ein kreativer, witziger Krimi mit kleinen Schwächen

Mord nach Schnittmuster
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Von Birgit Körner – erschienen im Emons Verlag

Schon das Cover macht Lust aufs Lesen: Es ist witzig, kreativ und gleichzeitig schön krimihaft gestaltet – genau mein Geschmack. Besonders gefallen hat mir ...

Von Birgit Körner – erschienen im Emons Verlag

Schon das Cover macht Lust aufs Lesen: Es ist witzig, kreativ und gleichzeitig schön krimihaft gestaltet – genau mein Geschmack. Besonders gefallen hat mir auch das genähte Lesezeichen, eine wirklich tolle und liebevolle Idee. Die 28 Näh-Hacks sind ein zusätzliches Highlight und machen das Buch zu etwas Besonderem, gerade für alle, die gerne nähen.

Die Geschichte selbst ist unterhaltsam, humorvoll und lebendig erzählt. Die Schauplätze in Esslingen werden ständig aufgegriffen, was der Handlung viel Atmosphäre verleiht. Auch das Thema Influencer ist gut umgesetzt und modern eingebaut. Vor allem Stine hat mir als Figur zunächst sehr gut gefallen – sie wirkt sympathisch, lebendig und authentisch.

Der Krimi ist insgesamt abwechslungsreich und witzig, allerdings stellenweise etwas durchwachsen. Besonders schade fand ich, dass der Kommissar sehr viele private Probleme mit in die Handlung bringt. Das nimmt der eigentlichen Krimispannung etwas Tempo und Fokus. Hier hätte ich mir gewünscht, dass der kriminalistische Teil stärker im Vordergrund bleibt.

Trotz dieser Kritikpunkte hat mich das Buch sehr gut unterhalten. Die Mischung aus Humor, Kreativität, Nähen, modernen Themen und Krimi ist originell und macht Spaß zu lesen.

Fazit:
Ein origineller, charmanter Krimi mit tollen Extras, lebendigen Figuren und viel Witz. Kleine Schwächen in der Spannung trüben den Gesamteindruck nur geringfügig. Deshalb vergebe ich sehr gerne 5 Sterne ⭐⭐⭐⭐⭐.

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Veröffentlicht am 21.02.2026

Spannende Idee, aber zu viel Privatleben – eine durchwachsene Lektüre

Schattenmädchen
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Schattenmädchen – Ein Fall für Frederika Strom beginnt vielversprechend: Das Cover ist wunderschön gestaltet, hat allerdings inhaltlich kaum etwas mit der Geschichte zu tun. Schade, denn es weckt Erwartungen, ...


Schattenmädchen – Ein Fall für Frederika Strom beginnt vielversprechend: Das Cover ist wunderschön gestaltet, hat allerdings inhaltlich kaum etwas mit der Geschichte zu tun. Schade, denn es weckt Erwartungen, die das Buch so nicht erfüllen kann.

Besonders erschreckend – und zugleich spannend – ist die Tatsache, dass die Grundidee auf wahren Begebenheiten basiert, die sich offenbar an einer Universität in Schweden zugetragen haben. Dieses Thema hätte enormes Potenzial geboten, um eine dichte, beklemmende Atmosphäre zu schaffen. Leider wird diese Chance nur teilweise genutzt.

Statt konsequent Spannung aufzubauen, verliert sich die Handlung immer wieder in den privaten Problemen von Frederika und Henry. Deren Beziehungs- und Alltagsdramen nehmen zu viel Raum ein und bremsen den eigentlichen Krimiplot deutlich aus. Dadurch versiegt die Spannung mehrfach, was den Lesefluss erheblich stört. Vor allem bei knapp 450 Seiten, die für diesen Krimi deutlich zu viel sind, wirkt die Geschichte stellenweise sehr langatmig.

Der Schreibstil ist solide und angenehm zu lesen, weshalb ich trotz der Schwächen bis zum Ende durchgehalten habe. Auch die Auflösung konnte mich noch einmal überraschen: Auf den Mörder wäre ich nicht gekommen. Zwar hatte ich viele Vermutungen, doch letztlich kam alles ganz anders – ein klarer Pluspunkt. Leider gab es insgesamt nur ein kurzes echtes Highlight, das die Spannung wirklich spürbar anziehen ließ.

Was mir ebenfalls gefehlt hat, war der typische Schwedenflair. Für einen in Schweden angesiedelten Krimi blieb die Atmosphäre insgesamt zu blass und hätte deutlich intensiver ausfallen können.

Fazit: 3 von 5 Sternen ⭐⭐⭐☆☆

Begründung für die Sterneabwertung:

zu viele Längen

überbetontes Privatleben der Hauptfiguren

zu geringe Spannungskurve

fehlender Schwedenflair

unnötig große Seitenzahl

Eine interessante Grundidee und eine überraschende Auflösung retten das Buch letztlich vor einer schlechteren Bewertung – mehr aber leider auch nicht.

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Veröffentlicht am 19.02.2026

Gemütlicher Cosy Crime mit Charme – 4 Sterne

Mord & Breakfast
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Mord und Breakfast von Anne Gordon

Zunächst hatte ich ein wenig Schwierigkeiten, in das Buch hineinzufinden, da der Anfang eher ruhig und stellenweise etwas langweilig wirkt. Statt eines klassischen ...


Mord und Breakfast von Anne Gordon

Zunächst hatte ich ein wenig Schwierigkeiten, in das Buch hineinzufinden, da der Anfang eher ruhig und stellenweise etwas langweilig wirkt. Statt eines klassischen Krimis steht zunächst die Atmosphäre im Vordergrund, wodurch das Buch mehr wie ein unterhaltsamer Roman als wie ein spannender Kriminalfall wirkt.

Mit der Zeit entfaltet sich jedoch der besondere Charme der Geschichte. Vor allem die liebevoll gestalteten Charaktere aus dem schottischen Küstenort Seagull Bay machen das Buch sehr lesenswert. Besonders Cheddar, der lustige Hund, sorgt immer wieder für humorvolle Momente. Auch die Idee, die Figuren gleich zu Beginn übersichtlich vorzustellen, gefällt mir sehr gut und erleichtert den Einstieg.

Insgesamt ist Mord und Breakfast ein vergnüglicher, atmosphärisch gut geschriebener Roman, der weniger durch Spannung als durch Humor, Charme und lebendige Figuren überzeugt. Wer einen gemütlichen Cosy Crime mit Wohlfühlfaktor sucht, ist hier genau richtig.

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Veröffentlicht am 16.02.2026

Charmanter Elsass-Krimi mit vorhersehbarer Wendung

Elsässer Intrigen
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„Elsässer Intrigen“ von Jean Jacques Laurent überzeugt schon beim ersten Blick: Das farbenfrohe Cover mit den typischen Fachwerkhäusern ist ein echter Hingucker und fängt die Atmosphäre der Region wunderbar ...


„Elsässer Intrigen“ von Jean Jacques Laurent überzeugt schon beim ersten Blick: Das farbenfrohe Cover mit den typischen Fachwerkhäusern ist ein echter Hingucker und fängt die Atmosphäre der Region wunderbar ein. Allein dadurch sammelt das Buch für mich direkt Pluspunkte.

Inhaltlich geht es dieses Mal für Jules Gabin nach Colmar – befördert und mit neuen Kollegen konfrontiert, die fast spannender sind als der Kriminalfall selbst. Denn einer von ihnen ist in die Ereignisse verwickelt … nur welcher? Leider war mir das recht schnell klar, was der Spannung ein wenig den Wind aus den Segeln genommen hat. Zudem war es dann ein ziemliches hin und her. Vielleicht denke ich einfach ähnlich wie der Autor, denn die Auflösung lag für mich früh auf der Hand.

Trotzdem hat mich der Roman gut unterhalten. Die Serie hat für mich einen besonderen Charme: das Essen, die Atmosphäre, die Figuren und das ganze Drumherum machen einfach Spaß. Auch wenn der Fall selbst nicht der stärkste war, bleibt das Gesamtpaket stimmig und lesenswert.

4 Feensternchen

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Veröffentlicht am 16.02.2026

Spannender Elsass-Krimi mit kleinen Schwächen

Elsässer Verfehlungen
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„Elsässer Verfehlungen“ aus dem Piper Verlag punktet schon optisch: Das bunte Cover mit den farbenfrohen Fachwerkhäusern am Fluss ist ein echter Hingucker und vermittelt sofort die richtige Stimmung für ...


„Elsässer Verfehlungen“ aus dem Piper Verlag punktet schon optisch: Das bunte Cover mit den farbenfrohen Fachwerkhäusern am Fluss ist ein echter Hingucker und vermittelt sofort die richtige Stimmung für einen Regionalkrimi.

Der Einstieg hingegen wirkt etwas holprig. Die beiden Frauenfiguren – die Ex und die aktuelle Partnerin des Protagonisten – fand ich eher seltsam und unnötig kompliziert, was den Lesefluss zu Beginn etwas bremst.

Sobald der eigentliche Kriminalfall an Fahrt gewinnt, zeigt das Buch jedoch seine Stärken. Die Ermittler sind sympathisch, die Atmosphäre stimmig, und der Flammkuchenwettbewerb bringt eine charmante, regionale Note ins Geschehen. Die Spannung ist solide, allerdings habe ich recht früh durchschaut, worauf die Handlung hinausläuft. Dadurch wirkte das Ende für mich leider wenig überraschend und etwas enttäuschend.

Insgesamt ein unterhaltsamer Krimi mit schönem Setting und guten Figuren, aber erzählerischen Schwächen am Anfang und einem vorhersehbaren Finale. 4 Feensternchen

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