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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.05.2026

Spannender Paderbornkrimi mit starkem Ermittler und kleinen Längen

Paderquellen ─ Bär ermittelt
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Mit „Paderquellen – Bär ermittelt“ liefert Dirk Möller einen atmosphärischen Paderbornkrimi rund um Naturschutz, Bürgerproteste und ein verborgenes kriminelles Netzwerk. Als der bekannte Aktivist Tobias ...


Mit „Paderquellen – Bär ermittelt“ liefert Dirk Möller einen atmosphärischen Paderbornkrimi rund um Naturschutz, Bürgerproteste und ein verborgenes kriminelles Netzwerk. Als der bekannte Aktivist Tobias Keller während des Libori-Festes tot an den Paderquellen aufgefunden wird, übernimmt der neue Ermittler Max Bär gemeinsam mit einer jungen Kommissarin den Fall. Schnell wird klar, dass hinter dem Mord mehr steckt als nur der Streit um den Nationalpark im Eggegebirge.

Der Krimi hat mir insgesamt sehr gut gefallen und war über weite Strecken richtig spannend. Besonders Max Bär ist ein interessanter Ermittler: verschlossen, unbequem und hartnäckig. Er verbeißt sich in den Fall und gibt nicht auf, auch wenn er damit aneckt. Die Dynamik mit der jungen Kollegin funktioniert ebenfalls gut.

Positiv fand ich außerdem das Lokalkolorit. Einige Orte in Paderborn habe ich direkt wiedererkannt, was dem Ganzen zusätzliche Atmosphäre verleiht. Der Schreibstil liest sich angenehm und flüssig.

Ein kleines Problem hatte das Buch für mich allerdings im Mittelteil. So etwa ab Seite 200 zieht sich die Handlung etwas und verliert kurzzeitig an Spannung. Dafür gibt es später wieder ein wirklich starkes, seitenlanges Highlight, das mich komplett gepackt hat.

Das Ende kam mir dann allerdings etwas zu abrupt. Statt eines sehr kurzen Epilogs hätte ich mir noch ein paar zusätzliche Seiten gewünscht, um manche Entwicklungen runder abzuschließen.

Trotz kleiner Schwächen ein lesenswerter Regionalkrimi mit einem starken Ermittler und spannendem Thema. 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 14.05.2026

Bayerischer Cosy‑Crime mit Witz, Tempo und einem echten Knaller am Schluss

Knödelmord im Sperrbezirk
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Knödelmord im Sperrbezirk von Coco Eberhardt ist ein herrlich verrückter Bayern‑Cosy‑Crime, der sofort Spaß macht. Der Schreibstil ist flott, humorvoll und voller Charme – genau die richtige Mischung ...


Knödelmord im Sperrbezirk von Coco Eberhardt ist ein herrlich verrückter Bayern‑Cosy‑Crime, der sofort Spaß macht. Der Schreibstil ist flott, humorvoll und voller Charme – genau die richtige Mischung aus Leichtigkeit, Spannung und schrägen Einfällen. Immer wieder passieren total abgefahrene Dinge, die perfekt in dieses überdrehte Setting passen und den Roman angenehm locker halten.

Besonders gelungen sind die authentischen, coolen Charaktere. Sie wirken lebendig, haben Ecken und Kanten und tragen viel zum Humor und zur Atmosphäre bei. Man merkt, dass hier jemand mit Freude an Charakterentwicklung schreibt. Selbst Nebenfiguren bleiben im Kopf.

Das Bayern‑Flair ist ein echtes Highlight: Dialekt, Atmosphäre, Schauplätze – alles wirkt lebendig, ohne übertrieben zu sein. Dazu kommt ein Cover, das nicht nur schön aussieht, sondern auch perfekt zum Buch passt und den Ton der Geschichte wunderbar einfängt.

Der Kriminalfall läuft angenehm nebenher und taucht immer wieder auf, ohne den humorvollen Grundton zu stören. Die Kommissarin Dünnbiert ist zwar offiziell zuständig, hat aber erstaunlich wenig zu tun – was dem Buch eher einen zusätzlichen humorvollen Touch verleiht. Und am Ende wartet noch ein richtiger Hammer, der die Geschichte mit Schwung abschließt.

Lesezeichenfees Fazit:
Ein witziger, atmosphärischer und sehr unterhaltsamer Bayern‑Cosy‑Crime mit coolen Figuren, viel Lokalkolorit und einem Finale, das man so nicht kommen sieht. Perfekt für alle, die leichte Krimis mit Humor mögen.

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Veröffentlicht am 30.04.2026

Titel: Italienisches Flair und nette Ideen – aber weniger witzig und am Ende zu glatt

Dolce vita für Fortgeschrittene
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„Dolce vita für Fortgeschrittene“ begleitet Laura zwischen deutschem Alltag und italienischer Lebensfreude. Die vielen italienischen Ausdrücke, die direkt auf der Seite erklärt werden, sind ein echtes ...

„Dolce vita für Fortgeschrittene“ begleitet Laura zwischen deutschem Alltag und italienischer Lebensfreude. Die vielen italienischen Ausdrücke, die direkt auf der Seite erklärt werden, sind ein echtes Plus und bringen authentisches Flair in die Geschichte. Der Schreibstil ist angenehm und leicht, sodass man gut durch das Buch kommt.

Inhaltlich bleibt der Roman jedoch eher im Bereich „nett“. Der Humor ist deutlich zurückhaltender, als man es bei dieser Art Geschichte erwarten würde, und viele Situationen wirken vertraut. Wirklich Neues oder Überraschendes gibt es nicht. Auch das Ende fällt sehr harmonisch aus – sympathisch, aber fast schon zu glatt. Es wirkt ein wenig wie „alles löst sich plötzlich perfekt auf“, wo man sich eigentlich etwas mehr Lockerheit, Witz oder eine unerwartete Wendung gewünscht hätte.

Trotzdem ist das Buch angenehm zu lesen und bietet eine leichte, entspannte Geschichte mit italienischem Touch.

Fazit: Ein netter Roman mit charmanten Sprachdetails, aber weniger humorvoll und überraschend als erwartet. Das Ende ist etwas zu perfekt geraten. Für mich 3,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 27.04.2026

Mit dem Rad durch Hamburg – wunderschöne Touren, tolle Bilder, echtes Hamburg‑Feeling

Mit dem Rad durch Hamburg
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Wie immer gibt’s von mir 5 Sterne für ein weiteres großartiges Buch von Tanja Breukelchen. Die 12 Radtouren sind super beschrieben, klar strukturiert, wunderschön bebildert und mit sehr hilfreichen Karten ...

Wie immer gibt’s von mir 5 Sterne für ein weiteres großartiges Buch von Tanja Breukelchen. Die 12 Radtouren sind super beschrieben, klar strukturiert, wunderschön bebildert und mit sehr hilfreichen Karten versehen. Jede Tour wirkt durchdacht und macht sofort Lust, loszufahren.

Dieses Mal fällt es mir wirklich schwer, eine Lieblingstour zu wählen:
Die Hafenrundfahrt ist genauso klasse wie die Friedhofstour (was für eine coole Idee!). Hafencity ist spannend, die Kulturrunde mit dem Heidi‑Kabel‑Denkmal hat Charme, und die Bächetour rund um Außenalster und Eilbekkanal gefällt mir ebenfalls richtig gut. „Immer der Elbe entlang“ ist natürlich ein Highlight – allein schon wegen Övelgönne, das mich jedes Mal aufs Neue fasziniert.

Auch die Parks‑ und Gärten‑Tour, die kulinarische Runde (mjammi!), die Moor‑Tour im Norden mit dem Kupferteich und die Viertel zum Verlieben haben ihren ganz eigenen Reiz. Und „Hamburgs Vergangenheit“ sowie „Vom Bächlein zum majestätischen Fluss“ fand ich ebenfalls sehr spannend – gerade, weil ich dazu schon einiges gelesen habe.

Kurz gesagt: Dieses Buch bietet Hamburg‑Feeling pur, selbst wenn man gerade nicht in der Stadt ist. Man kann wunderbar in den Texten und den tollen Bildern schwelgen.

Lesezeichenfees Fazit:
Ein wunderschönes, inspirierendes Tourenbuch voller Charme und Entdeckungen. Absolute Empfehlung – 5 Sterne!

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Veröffentlicht am 27.04.2026

Gewohnt spannend – mit tollen Charakteren, aber etwas weniger Detailtiefe als sonst

Liestaler Lügen
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„Liestaler Lügen“ von Ina Haller ist ein weiterer spannender Krimi aus dem Emons Verlag, der mich von Beginn an gut abgeholt hat. Die Geschichte bietet mehrere starke Momente und typische Highlights, wie ...

„Liestaler Lügen“ von Ina Haller ist ein weiterer spannender Krimi aus dem Emons Verlag, der mich von Beginn an gut abgeholt hat. Die Geschichte bietet mehrere starke Momente und typische Highlights, wie man sie aus der Reihe kennt. Besonders gefallen haben mir wieder die Charaktere, die lebendig, glaubwürdig und sympathisch wirken. Auch der typisch schweizerische Schreibstil ist für mich ein echtes Plus – ruhig, präzise und atmosphärisch, mit diesem besonderen regionalen Tonfall, der die Handlung trägt.
Im Vergleich zu anderen Bänden wirkt die Geschichte diesmal jedoch etwas weniger detailliert beschrieben. An einer Stelle hatte ich sogar das Gefühl, dass ein eigentlich starkes Highlight zu abrupt endet, fast so, als wäre die Szene schneller abgeschlossen als gewohnt. Das nimmt dem Moment ein wenig Tiefe, ohne die Spannung insgesamt zu mindern.
Sehr schön finde ich die Extras am Ende des Buches: zwei passende Rezepte und eine kleine Übersetzungshilfe für schweizerische Begriffe. „bünzlig“ – also „spießig“ – kannte ich vorher nicht, aber sonst hatte ich keinerlei Verständnisprobleme.
Lesezeichenfees Fazit
Ein sehr guter, atmosphärischer Krimi mit starken Figuren und viel Schweizer Flair. Etwas weniger Detailtiefe als sonst, aber insgesamt absolut lesenswert. 4,5 Sterne.

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