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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.09.2020

Fees Fazit: Top! Kaufen! Behalten! Umsetzen!

Das Minimalismus-Projekt
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In dem Buch gibt es „52 praktische Ideen für weniger Haben und mehr Sein.“ Es wird überall gemistet, nicht nur die Wohnung, sondern auch „in“ einem und das „komplette Umfeld“.

Ich finde es super, dass ...

In dem Buch gibt es „52 praktische Ideen für weniger Haben und mehr Sein.“ Es wird überall gemistet, nicht nur die Wohnung, sondern auch „in“ einem und das „komplette Umfeld“.

Ich finde es super, dass hier alles beleuchtet wird und muss feststellen, dass ich dann doch noch ein paar Baustellen mehr habe, als ich dachte. Es liegt nicht nur daran, dass man zu viele Sachen hat, sondern auch, dass man einfach zu viel Abfall hat und ich keine Ahnung habe, wie ich das ändern kann, zumindest nicht hier. Wenn ich auf dem Land wohne habe ich deutlich weniger Abfall. Ich hab mir in den letzten Tagen darüber sehr viele Gedanken gemacht.

Mir gefallen zum Beispiel total die One-Pot-Gerichte, wo man höchstens zwei Herdplatten benötigt. Und fast alles in einem Topf oder Pfanne machen kann. Man muss dann deutlich weniger spülen. Ich selber kannte bzw. machte regelmäßig schon 3 Gerichte, mit den Rezepten und Umfeld hab ich noch mehr Gerichte kennen gelernt.

Den Tipp Kosmetik selber machen, mit 3 Zutaten finde ich super und werde ihn auch ganz sicher umsetzen.

Die meisten Leute werden die „Mathom-Box“ lieben. Die hab ich schon sehr lange. Aber bei mir heißt die nur: Das-kommt-weg-Kiste. Mathom Box klingt natürlich viel schöner.

Das Buch ist rundum gelungen und ist auf jeden Fall ein Behalti und ich werde es noch sehr oft in die Hand nehmen und wieder ein neues Thema „in Angriff nehmen“.

Vor allem das mit dem Packen ist extrem schwierig für mich. Weil ich hab immer zu viel dabei. Auf dem Blog bzw. auf der Homepage des Autors www.einfachbewusst.de , gibt es eine Packliste fürs Wandern.

Mein – Lesezeichenfees – Fazit:
Das Buch liegt gleich griffbereit neben den wichtigsten anderen Büchern. Ein absolutes Behalti. Das ist sicher ein 10-Jahres-Projek. Sehr empfehlenswert.

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Veröffentlicht am 13.09.2020

Serienband Nummer drei: Alsterschwan

Alsterschwan
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Zum Buch:
Die Jugendlichen Fynn, Fenja und Yannik werden vermisst. Da taucht Fynn bei einer Halloweenparty auf und stirbt dort, nicht ohne ein paar Worte loszuwerden, die ihm wichtig sind. Die Hamburger ...


Zum Buch:
Die Jugendlichen Fynn, Fenja und Yannik werden vermisst. Da taucht Fynn bei einer Halloweenparty auf und stirbt dort, nicht ohne ein paar Worte loszuwerden, die ihm wichtig sind. Die Hamburger Kommissarinnen Stella Brandes und Banu Kurtoglu haben erst mal keine Ahnung, was das zu bedeuten hat. Auch ist es schwierig einen gemeinsamen Nenner zu finden, warum gerade diese drei Jugendlichen entführt wurden.

Meine Meinung:

Das Cover gefällt mir sehr gut. Es passt auch gut im Zusammenhang mit der Geschichte und vermittelt noch mehr Lokalkolorit für Hamburg, als man im Buch findet. Ich finde es ist ein sehr gelungenes Cover und auch der Rückentext passt wunderbar. Witzigerweise wollte ich das Buch wegen des Covers haben, aber dass Gmeiner, einer meiner Krimi-Lieblingsverlage, dafür verantwortlich ist, habe ich erst bemerkt, als ich das Buch in meinen Händen hielt. Das ist schon mal eine 1 mit Sternchen.

Der Krimi wurde mit sehr vielen Mosaiksteinchen zusammengesetzt. Auch der Brief, von Karl, der bei dem schrecklichen Attentat in Paris am 13. November 2015 ums Leben kommt, bringt immer wieder und immer mehr Licht in die Geschichte und passt zu dem, was die Kommissarinnen und ihr Team ermitteln.

Auch hier zeigt es sich, dass nicht immer alles Geschichte ist, wenn es vergangen ist. Vieles zieht sich in die Gegenwart und bei so schrecklichem wie illegalen Medikamententests an Jugendlichen ist es besonders schlimm.

Sehr betroffen macht einen Fynns Geschichte, der nichts, aber auch gar nichts damit zu tun hat. Er ist „nur“ adoptiert und muss wegen eines fatalen „Irrtums“ sterben.
Gerade jetzt in Coronazeiten finde ich dieses Buch sehr passend. Die Themen „Medikamententests“ und „Impfstoffe“ werden hier sehr gut beschrieben und sind einfach hochaktuell und sehr brisant. Genauso brisant wie das Attentat in Paris. Und auch das in New York, wo jeder noch wusste, wo er war und spätestens nach dem 2. Flugzeugcrash klar war, dass da etwas ganz bös schief ging, auf dieser Welt. Trotz allem fand ich das ganze sehr gut beschrieben, eher sachlich, denn sonst wäre man nicht nur sehr betroffen, dann würde man Alpträume bekommen, wie bei Shining von Stephen King.

Gerade weil die Autorin so detailliert darauf einging hatte der Krimi „Längen“. Sie beschrieb das alles wirklich gut, so dass man sich eine Verfilmung tatsächlich vorstellen könnte. Das Buch hat jedenfalls das Potenzial dazu.

Das Highlight war eigentlich ziemlich banal aber nicht weniger wirkungsvoll und dann kam dann noch die letzte Spannung auf. Mehr möchte ich nicht dazu verraten.

Alsterschwan (was für ein herrlicher Titel) ist inzwischen der dritte Band mit den Hamburger Kommissarinnen Stella Brandes und Banu Kurtoglu, nach Falkenberg und Elbleichen.

Mein – Lesezeichenfees – Fazit:
Ein sehr hochaktuelles, brisantes Thema, das gut in unsere Zeit passt und zu den Gmeiner Krimis. Mit dem tollen Cover ergibt das einen perfekten Rundumschlag.

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Veröffentlicht am 09.09.2020

Einfach insgesamt zu blass

Lady Arrington und die tödliche Melodie
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Lady Arrington hat eine Schreibblockade. Ihr Lektor drängt, wegen des Abgabetermins. Da überlegt sie sich, ob sie ihren Gutschein für die Kreuzfahrt nicht einlösen soll. In Teil 1 L.A. und der tote Kavalier ...

Lady Arrington hat eine Schreibblockade. Ihr Lektor drängt, wegen des Abgabetermins. Da überlegt sie sich, ob sie ihren Gutschein für die Kreuzfahrt nicht einlösen soll. In Teil 1 L.A. und der tote Kavalier hat sie schon mal einen Mordfall gelöst, auf dem Kreuzfahrtschiff, daher bekam sie einen Gutschein. Als sie aufs Schiff geht, fällt ihr der Pianist auf, der jedes Mal, wenn sie ihn hört, eine seltsam grausam verstümmelte Musik spielt.

Meine Meinung:
Von Anfang an hatte ich ein Problem mit dem Schreibstil. Es ist nicht so, dass man es nicht lesen könnte, aber es ist eine Mischung von aristokratisch und Agatha Christie. Daher hatte ich Schwierigkeiten, denn für mich war der Schreibstil nicht flüssig und ich stolperte öfters beim Lesen. Es wurde auch ständig auf Band 1 aufmerksam gemacht und ich fand das jetzt nicht der Brüller.

Die Protagonisten waren sehr interessant. Aber ich fand sie etwas blass. Der Kapitän, der sich wohl sehr genervt fühlte von Lady Arrington ist ihr in Band 2 zu schnell und zu sehr zugeneigt, fand ich. Und der Gegenspieler, der Arzt war einfach dämlich. Fett und einfach nur nervig. Einige andere Protas waren mir auch zu blass. Und oft fand ich, dass ich eine Vermutung hatte, aber dass Lady Arrington viel zu spät auf die Idee kam, in diese Richtung zu ermitteln. Das fand ich sehr schade, dadurch wurde der Krimi unnötig mit Längen gespickt. Der Mörder wurde dann einfach auch nur aus den Fingern gezogen. Unerwartet. Nun ja.

Der Flair des Kreuzfahrtschiffes kam auch nicht wirklich rüber und auch nicht von Norwegen. Die Landausflüge blieben genauso blass, wie die meisten Protas. Ich fand das irgendwie schade und hab mir mehr vorgestellt.

Rückwirkend betrachtet finde ich das Cover sehr passend. Denn da passiert auch nicht wirklich was. Mir gefiel das Cover erst mal sehr gut und die Beschreibung, deshalb hab ich dieses Buch ausgewählt. Aber dass dann alles so blass und langweilig bleibt, fand ich nicht gut. Das einzige Mal wo es Spannung reinkam, war, als der Mörder entlarvt wurde. DEN hatte ich nicht auf dem Plan.

Mein – Leszeichenfees – Fazit:
Ein passendes Cover, einen Mörder, der für mich überraschend war, waren für mich die Highlights. Ansonsten fand ich das ganze sehr blass mit vielen Längen. Da ich das Buch ausgelesen habe, möchte ich das Buch trotzdem noch mit 2 Sternen belohnen.

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Veröffentlicht am 09.09.2020

~~~~Gitte Madsen Teil 2~~~~~

Dänische Schuld (Ein Gitte-Madsen-Krimi 2)
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~~~~Gitte Madsen Teil 2~~~~~

Gitte Madsen möchte im Restaurant Schou’s in Marielyst zu Abend essen, als quasi neben ihr ein Mann stirbt. Erst mal nehmen alle an, dass es am Pilzgericht gelegen hätte. ...

~~~~Gitte Madsen Teil 2~~~~~

Gitte Madsen möchte im Restaurant Schou’s in Marielyst zu Abend essen, als quasi neben ihr ein Mann stirbt. Erst mal nehmen alle an, dass es am Pilzgericht gelegen hätte. Obwohl das nicht stimmt, muss das Gericht von der Speisekarte genommen werden. Gitte als Bestatterin ist ganz nah an den Verwandten und möchte, mit dem Sohn des Opfers, den Mörder finden. Zudem versucht sie noch immer ihrem verschwundenen Vater auf die Spur kommen. Kommissar Ole Ansgaard ist nicht so begeistert, dass Gitte wieder mitermittelt, zudem ist die persönliche Beziehung der beiden nicht so klar.

Meine Meinung:
Es ist ganz klar ein Cosy Crime mit viel dänischem, hyggeligem Flair und dazu doppelter Spannung, weil Gitte ihren Vater sucht und den Mord aufklären möchte. Zudem taucht immer wieder ihr Verflossener auf, der sie stalkt.

Die Charaktere sind sehr gut beschrieben, so dass ich sie mir sehr gut vorstellen kann. Da sich die Holländer entwickeln, gefallen sie mir ebenso gut wie die anderen Feriennachbarn, die aus Schweden kommen und die ich bzw. den Mann schon aus Band 1: Ein dänisches Verbrechen kenne. Auch Ole der Kommissar und ihr Chef Paul Larstsen sind gut beschrieben und sehr sympathisch.

Es gab wieder einige Highlights und vor allem die Bestattung im Safaripark. Dort kann man durchfahren kann und manchmal auch aussteigen. Das gefiel mir sehr gut. Vor allem die verrückte Familie, die ausgestiegen ist, obwohl es verboten ist. Aber sie haben gar nicht begriffen, dass da ne Bestattung stattfand und dass man sich auch benehmen muss, wenn man das verbotenerweise macht. Es war dann zu lustig, als die Tiere sie angriffen. Die Teilnehmer der Bestattung haben keinen solchen Lärm gemacht und sind auch nicht wie wild rumgerannt.

Ich fand es sehr interessant, dass die Protas ständig mit Decken draußen saßen und die Feste feierten, wie sie gerade fallen. Es wird sehr viel Bier getrunken. Was aber nicht heißt, dass alle Dauerbetrunken sind. Das nennt man in Dänemark hyggelig.

Der Schreibstil ist erfrischend und wirklich toll. Jedenfalls war ich wieder gleich „im“ Cosy Crime per Kopfkino.

Es gibt auch viele typische Eigenheiten unserer Dänischen Nachbarn kennen zu lernen, was mir sehr gut gefällt und auch das on-off in der Beziehung Gitte – Ole. Was doch etwas kompliziert ist.

Der Cosy Crime ist lustig, verrückt und dazu noch spannend, denn die Aufklärung des Ganzen ist mal wieder sehr überraschend, aber dennoch plausibel.

Mein – Lesezeichenfees – Fazit:
Die Gitte-Madsen-Krimiserie von Frida Gronover ist eine Lieblingsserie von mir. Ich hoffe, dass es noch viiiiiiiiiiiiiiiele Bücher um Gitte Madsen gibt und ich noch sehr viel Lesevergnügen bekomme.


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Veröffentlicht am 06.09.2020

~*~ Fee meint: Rosamunde Pilcher auf Schwäbisch geht nicht ~*~

Ein Häusle in Cornwall
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Rezi erschien im Juli 2014, Erstveröffentlichung bei Ciao.de und Bambali.de. Da ich neulich "Ein Häusle in Stuttgart gelesen habe" und ich früher strenger war mit der Sternevergabe, hab ich beschlossen, ...

Rezi erschien im Juli 2014, Erstveröffentlichung bei Ciao.de und Bambali.de. Da ich neulich "Ein Häusle in Stuttgart gelesen habe" und ich früher strenger war mit der Sternevergabe, hab ich beschlossen, das Buch nicht um 1 Stern sondern gar um 3 Sterne aufzuwerten! Verglichen mit dem Häusle in Stuttgart ist dieses Buch um Längen besser, egal wie viel Kritikpunkte ich aufgeschrieben hab.

Fees Geschichte
Emma Stöckle aus Stuttgart wird wegen Burnout 2 Wochen, vom Betriebsarzt krank geschrieben. Eigentlich geht das so gar nicht, denn als Projektmanagerin für Stuttgarts Bahnhof hat sie diesen Job ihrem Kollegen vor der Nase weggeschnappt und muss nun doppelt so hart arbeiten, wie ihre männlichen Kollegen. Außer Melli hat sie niemanden, der dort auf ihrer Seite ist. Vor Schreck geht sie erst mal in der Königstraße in ein beliebtes Café, gleich neben der Kirche. Dort lernt sie Sir Nicholas Reginald Fox-Fortescue kennen, der eigentlich in Paris wohnt, sich aber um den Nachlass seines Vaters in Cornwall kümmern muss. Er lädt Emma spontan auf die Insel ein.

Fees Meinung
Also erst mal wollte ich das Buch schon gar nicht lesen, weil Liebesgeschichte und Cornwall das geht schon mal gar nicht. Ich mag die Liebesromane nicht. Die mit der ewig Blonden gutaussehenden und den schönen alten romantischen Schlössern, samt Cabrio und gutaussehenden Männer total langweilig. Ich hab nur mal reingeguckt, wegen der Landschaft. Aber dann kam Andreas und schrieb mir schon wieder bei Ciao, wenn ich das Buch in der Bücherei bekomme, dann würde ich es auch lesen wollen. Irgendwie hab ich aber den Eindruck, er will immer, dass ich es zuerst lese, damit er sich einen Eindruck verschaffen kann, ob es sich überhaupt lohnt, die Zeit zu investieren. 😉

Wie schon gesagt, dank dem Laugenweckle und den Folgeromanen hab ich die Schriftstellerin zu einer meiner Lieblings-Schreiberinnen erkoren. Sonst hätt ich das nicht gelesen. Positiv zu vermerken wäre dass es schnell zu lesen ist, also der Schreibstil ist wie immer ok. Man kann nur wenig mit Emma mitleiden und kann sich in die Charaktere reinversetzen und somit sind sie gut beschrieben. Man könnte sich glatt vorstellen, dass es Menschen gibt, die genau so sind und so was erleben. Und das wäre schon mal alles an Pro was es meiner Meinung nach zum Buch zu sagen gibt.

Negativ fand ich als erstes, dass es einfach nicht so humorvoll war, wie sonst. Also gelacht hab ich hier nicht, nicht mal das Schlossgespenst fand ich lustig. Schwäbischen Lokalkolorit habe ich schmerzlich vermisst, was in den anderen Büchern bei manch einem Nordlicht zu Kritik führte, habe ich hier viel zu wenig „erlebt“. Kaum ist Frau Kabatek nicht mehr beim Silberburgverlag verschwindet das schwäbische so nach und nach – auf einen Schlag!! Da bin ich mal gespannt, ob Line und Leon im Stuttgarter Westen eine gemeinsame Wohnung finden und das ganze nicht auf ein „billiges“ ewig gleiches Liebesroman-Heftchenniveau abrutscht.

Das Wort Sex wurde der einfachhalber, weil es so oft geschrieben wurde, gleich mit S abgekürzt, das erschien der Autorin wohl einfacher. Es wurde auch sehr oft daran gedacht und es auch des öfteren getan. Das ist genau das, warum ich lieber Krimis lese und mit „Frauenromanen“ meine Probleme habe. Erotik ist gut und schön, aber plumper S ist einfach too much!

Es wird immer mal aus der Sicht von Nicholas und dann wieder Emmas Erleben erzählt. Dies wird konstant so gemacht, dass es eine ganze Geschichte gibt. Eigentlich wäre das nicht schlecht, so ist aber Emma die letzte, die mitbekommt, dass Nick sie liebt. Der Leser ist immer auf dem Laufenden und hat so überhaupt keine Spannung. Das fand ich jetzt total schade. Bei Line und Leo ist auch meist offen, wie es nun weitergeht, aber hier wird es einem schon sehr früh auf dem Silberteller präsentiert.

Frau Kabatek hat sehr viele „kleine“ Geschichten in dieses Buch geschrieben, angefangen von den Vorurteilen der Insel“äffchen“ und der „Sauerkrautfresser“. Es tut mir auch leid, dass sie den Urlaub wohl als Arbeitsurlaub fürs deutsche Finanzamt „missbraucht“ hat, statt sich zu erholen, damit sie kein Burnout oder eine Schreibblockade bekommt, schließlich möchte ich wissen, wie es mit Line weitergeht. Natürlich würde ich immer noch gerne Vorableserin bei Frau Kabatek sein! Trotzdem ist das Buch irgendwie seltsam. Wie soll ich das wohl beschreiben? Also mein Eindruck ist, dass Frau Kabatek ihre „Leichtigkeit“ und ihren Humor samt Lokalkolorit auf dem Flug zur Insel und zurück „verloren“ hat. Vielleicht ist das ganze in der Nordsee gelandet? Ich weiß es nicht. In Nicholas kann ich trotz allem, was man so vorurteilsweise über die Insel“äffchen“ sagt, keinen Inselaffen feststellen. Irgendwie könnte er auch „deutsch“ sein. Es kam einfach nicht rüber. Der Funke blieb aus. Ich fand es so total schade. Bei Rosamunde Pilcher Filmen konnte ich mir einen Urlaub auf der Insel vorstellen, so aber irgendwie gar nicht. Die Landschaft wurde auch nicht so liebevoll beschrieben wie sonst. Also langer Rede, kurzer Sinn, ich bin sehr enttäuscht von diesem Werk. Auch wenn es nicht mein normales Beuteschema bei Büchern ist, so habe ich des öfteren trotz allem 3 Sterne gegeben. Hier ist es so, dass ich die einfach nicht geben kann und will. Hier ist die Sternevergabe sehr schwierig.

**** Bitte nicht lesen, wenn man das Buch doch lesen möchte! ****
Wer das Buch lesen möchte, sollte diesen Absatz einfach überlesen, denn ich muss etwas über das Ende erzählen!! Emma verlässt klammheimlich die Insel und meldet sich nicht mehr. Auf ihre Qualen und die von Nick geht sie kaum ein. Dann lässt sie Emma einen seitenlangen Brief schreiben (wo dann die Qualen beschrieben werden), der mich nicht zu Tränen gerührt hat und das, wo ich schon manche Träne beim Bücherlesen vergossen habe! Ich hab mich am Ende gefragt, was war da los? Was hat die Autorin jetzt falsch gemacht? Irgendwie hab ich das Gefühl, dass die Gefühlszustände immer auf fast dem selben Level blieben. Eine Linie durch das ganze Buch, sozusagen. Schade eigentlich. Seltsamerweise schreibt Nick dann eine Mail und es gibt ein „Happy End“. Von Seite 322 bis Seite 345, also von dem Zeitpunkt als Emma nach Stuttgart flie(h)gt und dem Happy End vergehen zu wenig Buchseiten, als dass ich traurig hätte werden können. Das gibt mir doch zu denken und das ist einer der größten Kritikpunkte für mich.

*** Bitte nicht lesen, wenn man das Buch doch lesen möchte! *****

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Fees Fazit
Nun ja, also bei Ciao muss man Sterne abgeben, wenn man einen Bericht einstellt, damit der „Leser“ gleich feststellen kann, wie gut man das „Produkt“ fand. Meinen Geschmack hat das Buch absolut nicht getroffen, dabei mag ich die Landschaft der Insel und hätte mir das nach den vorhergehenden Büchern der Autorin besser vorgestellt. Das liebevolle mit den Liedern hat auch so irgendwie gefehlt, das es pro Kapitel für Line gibt. Meiner Meinung nach ist das ganze Buch viel liebloser geschrieben und ich tu mich bei der Sternevergabe sehr schwer. Ich möchte Frau Kabatek nicht beleidigen und wünsche mir noch viel mehr Bücher, aber dieses Buch ist in meinen Augen keine 14,99 Euro wert. So leid es mir tut. Normalerweise finde ich, ein nicht gebundenes Buch – Genre Roman – sollte nicht mehr als 9,99 Euro kosten. Früher habe ich einen 3-fachBand von Hanni-und-Nanni, Burg Schreckenstein und Co für 10 DM bekommen. Es gibt auch noch genügend andere Verlage, die für 7 bis 10 Euro Romane verkaufen, daher finde ich den Preis einfach unverschämt gegenüber dem Leser. Der geneigte Leser denkt es sich wohl schon? Also mehr wie einen Pflichtstern kann und will ich dem Werk einfach nicht geben. Sorry, Frau Kabatek, bitte nicht böse sein.


PS: Aber man kann sagen was man will, würde Frau Kabatek 1000 Seiten schreiben, würde ich wohl die auch schnell lesen, auch wenn mir das Buch nicht so gefallen würde, weil sie wenigstens nicht so langatmig schreibt, wie Elizabeth George.

PPS: Andreas: Falls du das Buch doch liest, wäre eine Rückmeldung nett, wie du das Buch gefunden hast. PPPS: Diesen Bericht, wie alle Buchberichte von Frau Kabateks Romanen widme ich Andrea und hoffe, dass es ihr gut geht. Schön, dass Frau Kabatek das Buch auch Andrea widmet, wenn ich auch nicht denke, dass es die selbe ist. 😉

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