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Veröffentlicht am 16.10.2016

Spannender und überraschender 3. Teil der magischen Reihe

Magisterium
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Gebundene Ausgabe: 288 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe (one by Lübbe) (14. Oktober 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3846600283
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
Originaltitel: Magisterium - ...

Gebundene Ausgabe: 288 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe (one by Lübbe) (14. Oktober 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3846600283
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
Originaltitel: Magisterium - The Bronze Key
Preis: 17,00€
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Spannender und überraschender 3. Teil der magischen Reihe

Inhalt:
Noch vor Beginn des 3. Schuljahrs im Magisterium wird ein Mordanschlag auf Call verübt. Und es wird noch weitere geben. Weiß jemand außer Aaron, Tamara und Jasper, dass er der Feind des Todes ist? Die Freunde lassen es sich nicht nehmen, auf eigene Faust Nachforschungen zu betreiben und begeben sich damit in tödliche Gefahr.

Meine Meinung:
Es fällt nicht schwer, wieder in die Geschichte hineinzufinden. Die wichtigsten Ereignisse aus den ersten beiden Bänden werden nebenbei wiederholt, sodass man sich leicht daran erinnert und darauf aufbauen kann.

Mir hat der 3. Band dieser Reihe wieder sehr gut gefallen. Es gibt sehr viele spannende Szenen, aber auch witzige und überraschende. Die Freunde Call, Aaron und Tamara entwickeln sich und ihre magischen Fähigkeiten weiter und halten zusammen, auch wenn immer mal wieder Zweifel an einem der Charaktere aufkommen. Mir hat es gut gefallen, wie sie sich umeinander sorgen und sich gegenseitig beschützen. Vor allem Jaspers Bemerkungen und Calls bissige Reaktionen darauf sorgen immer wieder dafür, dass sich ein Grinsen im Gesicht breit macht.

Es gelingt den beiden Autorinnen gut, etliche Personen verdächtig erscheinen zu lassen, sodass man sich nie sicher sein kann, wer denn nun wirklich der Spion ist, der Call (oder sogar beide Makaris?) tot sehen will. Wenn man sehr aufmerksam liest, kann man sich aber vieles schon zusammenreimen bzw. vermuten, bevor es offengelegt wird. Es gibt aber auch echte Überraschungen, mit denen ich im Leben nicht gerechnet hätte und die ich nicht kommen sah.

Das Buch endet mit einem fiesen Cliffhanger. Band 4 ist auf Englisch für September 2017 geplant und wird hoffentlich bald danach auch auf Deutsch erscheinen.

Die Reihe:
1. Magisterium. Der Weg ins Labyrinth
2. Magisterium. Der kupferne Handschuh
3. Magisterium. Der Schlüssel aus Bronze
4. The Golden Boy (nur englischer Titel bekannt, erscheint September 2017 auf Englisch)
5. Enemy of Death (nur englischer Titel bekannt, Erscheinungstermin noch offen)

★★★★★

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Handlung
  • Charaktere
  • Abenteuer
  • Schreibstil
Veröffentlicht am 16.10.2016

Locker zu lesen mit ernstem Hintergrund

Lass uns fliegen
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Taschenbuch: 240 Seiten
Verlag: Oetinger Taschenbuch (27. Mai 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3841504166
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 13 – 16 Jahre
Preis: 12,99€
auch als E-Book erhältlich

Locker ...

Taschenbuch: 240 Seiten
Verlag: Oetinger Taschenbuch (27. Mai 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3841504166
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 13 – 16 Jahre
Preis: 12,99€
auch als E-Book erhältlich

Locker zu lesen mit ernstem Hintergrund

Inhalt:

Paulina und Vincent sehen sich in der Schule jeden Tag, und doch trennen sie Welten. Paulina ist eine Musterschülerin, sie ist ehrgeizig, hat ihre coole Clique. Vincent ist mit dem schulbekannten Kiffer Hendrik befreundet und eher ein Außenseiter. Dabei hat jeder sein Päckchen – um nicht zu sagen sein Paket – zu tragen. Beide leben nicht mehr in der heilen Welt. Erst durch eine Schreib-AG lernen sie sich besser kennen und verlieben sich schließlich sogar.

Meine Meinung:
Ich finde diesen Jugendroman sehr gelungen und rundum ansprechend. Einerseits ist er locker zu lesen, andererseits werden viele Dinge angesprochen, die Jugendliche bewegen und unter denen sie leiden können. Es geht um Drogen, Alkohol, Tabletten, Verlust, Trauer, Freundschaft und Verliebtsein.

Dabei liegt der Focus der Erzählung aber weniger auf den Problemen an sich, sondern viel mehr darauf, wie Paulina und Vincent damit umgehen, wie sie sich fühlen und was sie denken. So kommt man ganz nah an die Protagonisten heran und begleitet sie auf ihrem Weg durch die Geschichte. Die Erzählperspektive wechselt dabei immer wieder zwischen Paulina und Vincent. Beide erzählen in der Ich-Form. Da die Abschnitte mit den entsprechenden Namen überschrieben sind, weiß man immer genau, wer gerade an der Reihe ist.

Gut gefallen hat mir, dass manche Szenen so von beiden Seiten beleuchtet wurden. So konnte man genau erkennen, wie manchmal Missverständnisse entstehen und wie wichtig es ist, offen und ehrlich miteinander zu reden.

Katrin Bongard hat sich schwieriger Themen angenommen und es geschafft, sie in einer hoffnungsvollen Handlung unterzubringen. Dabei ist ihr auch die Gratwanderung zwischen tiefgründig und schwermütig einerseits und oberflächlich und locker andererseits hervorragend gelungen. Der Roman kommt ganz ohne Kitsch aus, das Verlieben geht ganz langsam und absolut nachvollziehbar vor sich und wird einfach sehr schön beschrieben. Da hatte sogar ich als Leserin Schmetterlinge im Bauch.

Fazit:
Ein wunderbares Jugendbuch, das den Leser für verschiedene schwierige Themen sensibilisiert und auch immer wieder Hoffnung macht. Sehr realitätsnah und emotional.

★★★★★

Veröffentlicht am 14.10.2016

Eine mitreißende Geschichte über Höhen und Tiefen des Lebens

Flugstunden
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Broschiert: 496 Seiten
Verlag: Kindler (11. März 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3463400853
Originaltitel: Love may fail
Preis: 16,99 €
auch als E-Book erhältlich

Eine mitreißende Geschichte über ...

Broschiert: 496 Seiten
Verlag: Kindler (11. März 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3463400853
Originaltitel: Love may fail
Preis: 16,99 €
auch als E-Book erhältlich

Eine mitreißende Geschichte über Höhen und Tiefen des Lebens

Inhalt:

Portia Kane ist vierzig und mit einem reichen Mann verheiratet. Sie lebt in einer tollen Villa und besitzt an Materiellem alles, was man sich nur wünschen kann. Da verlässt sie ihren Mann Hals über Kopf, wenn auch nicht ohne guten Grund, und geht in das Elend ihrer Kindheit und Jugend zurück zu ihrer Mutter. Hier erfährt sie vom Schicksal ihres Lieblingslehrers auf der Highschool. Nach dem brutalen Übergriff eines Schülers hat er seinen Beruf aufgegeben und sich zurückgezogen. Dabei war genau er es, der seinen Schülerin damals Mut gemacht hat, ihr Leben in die Hand zu nehmen und sich nicht von anderen in eine Schublade pressen zu lassen. Er hat sie aufgefordert, Außergewöhnliches zu leisten und zu erreichen. Nun ist es Portias erklärtes Ziel, Mr. Vernon wieder aus seinem Tief herauszuholen. Doch das ist gar nicht so einfach …

Meine Meinung:
Ich habe bereits „Silver Linings“ und „Die Sache mit dem Glück“ von Matthew Quick gelesen. Beide Romane haben mir gut gefallen, aber „Flugstunden“ konnte mich sogar noch mehr mitreißen. Möglicherweise liegt es an der Seitenzahl, die bei „Flugstunden“ etwa eineinhalb Mal so groß ist wie bei den vorherigen Büchern. Dadurch kann man natürlich eine komplexere Geschichte erzählen und sie langsam und detailliert entwickeln, so wie der Autor dies hier getan hat.

Das Erzähltempo ist nicht besonders schnell, dafür kann man sich nach und nach richtig gut mit den Protagonisten anfreunden und sich in sie hineinversetzen. Das hat mir wirklich gut gefallen. Dazu trägt auch bei, dass der Roman in vier Teile geteilt ist, in denen jeweils verschiedene Charaktere als Ich-Erzähler zu Wort kommen, nämlich Portia Kane, Nate Vernon, Schwester Maeve und Chuck Bass, bevor Portia das Ganze dann mit dem Epilog abschließt. So werden manche Szenen bzw. Themen von verschiedenen Seiten beleuchtet, andere bekommen wir nur aus der Perspektive eines einzelnen Erzählers zu lesen.

Ich fand die verschiedenen Personen absolut faszinierend, jede auf ihre Art. Matthew Quick zeigt uns Menschen, die jeder für sich wirklich einzigartig sind, ob es sich nun um einen leidenschaftlichen Lehrer, eine Nonne, die sich erst spät von Gott berufen fühlte, eine Mutter, die sich hinter Müll versteckt, einen ehemaligen Junkie oder einen Polizisten, der über seinen Schatten springt, handelt. Über jeden von ihnen könnte man einen ganzen Roman schreiben, so interessant sind sie.

Zwar ist die Handlung nicht in allen Details realistisch, wenn ich da zum Beispiel an die Visionen der Nonnen denke, woraus sich wesentliche Handlungsstränge ergeben. Doch obwohl ich überhaupt nicht religiös bin und nicht glaube, dass so etwas möglich ist, passte es für mich doch sehr gut an dieser Stelle.

Der Schreibstil ist sehr gelungen. Ich habe diesen Roman geradezu verschlungen, so locker ließ er sich lesen. Ich konnte mich immer wieder an humorvollen Äußerungen oder überraschenden Reaktionen der Charaktere erfreuen. Aber vor allem macht der Autor einem mit seiner Geschichte wirklich Mut. Mut, an das Gute zu glauben. Mut, das Beste aus sich herauszuholen. Mut, zu entdecken, wozu man bestimmt ist.

Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung!

★★★★★

Herzlichen Dank an den Verlag Rowohlt/Kindler für das Rezensionsexemplar.

Veröffentlicht am 14.10.2016

Fesselnder Auftakt einer schedischen Thriller-Reihe

Aschenputtel
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Taschenbuch: 496 Seiten
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (17. September 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3442375806
Originaltitel: Askungar
Preis: 9,99 €
auch als E-Book und gebundene Ausgabe erhältlich

Fesselnder ...

Taschenbuch: 496 Seiten
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (17. September 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3442375806
Originaltitel: Askungar
Preis: 9,99 €
auch als E-Book und gebundene Ausgabe erhältlich

Fesselnder Auftakt einer schedischen Thriller-Reihe

Inhalt:

Aus einem Zug verschwindet ein kleines Mädchen spurlos. Kurze Zeit später ist es tot. Schnell legt sich die Polizei auf einen Verdächtigen fest. Nur die Zivilangestellte Fredrika Bergman verfolgt eine weitere Spur …

Meine Meinung:
Mit ihrem Debütroman kann Kristina Ohlsson durchaus überzeugen. Er ist logisch aufgebaut, fesselnd erzählt und flüssig geschrieben. Zwar kann man sich relativ bald denken, dass die Ermittlungen der Polizei zunächst in die falsche Richtung gehen, doch welches die richtige Richtung ist, weiß man auch als Leser bis zum Schluss nicht. Der Fall wird logisch aufgeklärt, nachdem die Autorin zuvor einige Irrwege für den Leser konstruiert hat. Die Handlung an sich hat mir also gut gefallen.

Was mich nicht so ganz begeistern konnte, war das Personal. Alex Recht leitet die Truppe. Er ist ein hochgelobter Ermittler. Mir blieb allerdings verborgen, warum er so hochgelobt ist. Seine Denkweise ist ziemlich simpel und von Vorurteilen geprägt. Der fünfundzwanzigjährige Peder Rydh ist unangenehm ehrgeizig und auch privat nicht besonders sympathisch. Er sieht sich in Konkurrenz zu seiner neuen Zivilkollegin Fredrika Bergman. Sie wollte eigentlich gar nicht zur Polizei und ist nur aufgrund eines tragischen Geschehens dort gelandet. Anfangs ist sie nicht sehr glücklich mit ihrer Arbeit, aber zum Glück bessert sich das im Lauf der Zeit und sie erliegt dem Jagdfieber.

Die Autorin konnte mich von Anfang bis Ende fesseln. Schon aufgrund der Tatsache, dass wir es hier mit einem Serientäter zu tun haben und ständig fürchten müssen, dass er sich bald ein neues Opfer holt, ist der Roman sehr spannend. Man fiebert mit, dabei weiß man sogar ein bisschen mehr als die Polizei, da immer wieder Passagen aus Sicht des Täters eingeschoben sind. Dessen Motive sind lange Zeit unklar bzw. unverständlich, doch am Ende kommt Licht ins Dunkel.

Die Reihe:
1. Aschenputtel
2. Tausendschön
3. Sterntaler
4. Himmelschlüssel
5. Papierjunge

★★★★☆

Veröffentlicht am 14.10.2016

Der Midlife-Crisis begegnet man am besten mit Humor

Der Tag, an dem ich feststellte, dass Fische nicht klettern können
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Taschenbuch: 240 Seiten
Verlag: Schwarzkopf & Schwarzkopf (1. Februar 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3862655458
Preis: 9,99 €

Der Midlife-Crisis begegnet man am besten mit Humor

Inhalt:
Max ist ...

Taschenbuch: 240 Seiten
Verlag: Schwarzkopf & Schwarzkopf (1. Februar 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3862655458
Preis: 9,99 €

Der Midlife-Crisis begegnet man am besten mit Humor

Inhalt:

Max ist Mitte 40, als ihn seine Frau Martina Knall auf Fall verlässt. Mit seinem Freund Bolle erlebt er ein turbulentes Wochenende in Berlin, wo er sich trotz aller Widrigkeiten neu verliebt.

Meine Meinung:
„Der Tag, an dem ich feststellte, dass Fische nicht klettern können“ ist der Debütroman von Christian Jaschinski. Ich fühlte mich beim Lesen recht gut unterhalten. Dabei muss man sagen, dass der Roman nicht von der Handlung lebt – diese könnte man in fünf Sätzen erzählen -, sondern vom Wortwitz, von unendlich vielen Wortspielen, von Humor, der manchmal auch unter die Gürtellinie zielt, von Anspielungen auf Figuren aus Literatur, Film und Musik. All dies kommt sehr geballt. Ein Buch von 240 Seiten lese ich normalerweise an einem Nachmittag oder Abend. Hier musste ich aber Pausen dazwischen einlegen, sonst wäre mir der Humor zu anstrengend geworden bzw. ich hätte einen Großteil der Anspielungen verpasst, weil irgendwann die Konzentration nachlässt.

Besonders klasse fand ich die Dialoge zwischen Max und seinem Freund Bolle, durch deren Witz die tiefe Männerfreundschaft zwischen den beiden zum Ausdruck kommt. So herumblödeln kann man eben nur mit einer sehr vertrauten Person.

Man darf als Leser allerdings nicht vor Klischees zurückschrecken, denn die werden hier zuhauf bedient, was ich aber meistens nicht als besonders störend empfand, obwohl ich das sonst nicht so mag. Aber hier passte es einfach.

★★★★☆

Herzlichen Dank an Christian Jaschinski und den Verlag Schwarzkopf & Schwarzkopf für das Rezensionsexemplar für die Leserunde auf LovelyBooks.