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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.05.2025

Wunderbarer Provinzkrimi

Prost, auf den Doktor
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Das Cover ist wunderschön und sehr passend. Es hat einen hohen Wiedererkennungswert.
Auch, wenn man die ersten Bände nicht gelesen hat, kommt man sehr gut in die Geschichte rein.
Das Auffallende in diesem ...

Das Cover ist wunderschön und sehr passend. Es hat einen hohen Wiedererkennungswert.
Auch, wenn man die ersten Bände nicht gelesen hat, kommt man sehr gut in die Geschichte rein.
Das Auffallende in diesem Krimi sind die Charaktere.
Sie sind sehr originell und auch authentisch.
Pointiert, witzig und mit viel Situationskomik.
Der ausgeprägte Humor und der Sprachwitz machen die Geschichten um das
eingespielte Team Tischler und Fink zu einem Leseerlebnis.
Bringen einen immer wieder zum Schmunzeln. Es menschelt auch so schön zwischen den Geschlechtern. Die bildhaften Beschreibungen lassen den Leser problemlos in den Krimi eintauchen. Unterstützt wird dies durch die wunderbare Schreibweise und ganz viel Lokalkolorit.
Es fällt schwer, das Buch aus der Hand zu legen.
Der eigentliche Fall ist schlüssig erzählt, bis zum Ende spannend, mit immer neuen Wendungen. Man kann bis zum Schluss mit rätseln und mit fiebern.

Kurzum, ein richtig guter bayerischer Provinzkrimi mit ganz viel Humor und Lokalkolorit.
Dieses Buch hat mir wunderbare Lesestunden bereitet.
Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt, habe mit rätseln können und ein tolles Kopfkino gehabt.

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Veröffentlicht am 03.05.2025

Enttäuschend

Unter den Sternen von Paris
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Das sehr hübsche Cover verspricht eine schöne Lesezeit.
Französischer Flair und ein Familiengeheimnis.
Einen Wohlfühlroman.
Leider werden diese Versprechungen nicht gehalten.

Positiv ist, dass der Leser ...

Das sehr hübsche Cover verspricht eine schöne Lesezeit.
Französischer Flair und ein Familiengeheimnis.
Einen Wohlfühlroman.
Leider werden diese Versprechungen nicht gehalten.

Positiv ist, dass der Leser in die Geschichte eintaucht und Anteil nimmt an der ganzen Gemeinschaft.
Sehr feinfühlig wird hier der Tatendrang beschrieben, wie ein gemeinsamer Plan entwickelt wird.
Wie trotz widriger Umstände, mit viel Einsatz und vor allem Begeisterung das Ziel, diesen Plan umzusetzen, verfolgt wird. Dass man gemeinsam alles schaffen kann. Den Mut nicht verlieren darf.
Bedauerlicherweise ist die Schreibweise recht hölzern und erschwert den Lesefluss.
Die Charaktere sind zwar gut beschrieben, aber sie bleiben einem fremd.
Wie die ganzen Situationen, in denen sie agieren.
Sie sind ober flächig, wenig überzeugend, entsprechen zu sehr den gängigen Klischees.
Vieles ist sehr schwer nachzuvollziehen.

Ein netter Roman, leider völlig ohne Sternenglanz, Romantik und französischen Flair.
Das ist sehr schade, denn das Potenzial ist da.

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Veröffentlicht am 19.04.2025

Nette Urlaubslektüre

Lieber solo als allein
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Leonie hat gerade ihr Touristikstudium beendet und fiebert der Traumhochzeit mit Luca entgegen.
Gefeiert wird im Herzen Italiens, in Perugia, wo Lucas Eltern ein Hotel betreiben.
Leonies Oma Gabriele lässt ...

Leonie hat gerade ihr Touristikstudium beendet und fiebert der Traumhochzeit mit Luca entgegen.
Gefeiert wird im Herzen Italiens, in Perugia, wo Lucas Eltern ein Hotel betreiben.
Leonies Oma Gabriele lässt sich den großen Tag ihrer Enkelin nicht entgehen
Ihre erste Reise nach dem Tod ihres Mannes. Das ist nicht leicht für sie.
Leonies Eltern, Katrin und Oliver, sind seit Jahren getrennt. Nun sitzen sie auf dem Weg zur Hochzeit im gleichen Flugzeug.
Alle hoffen auf eine harmonische Hochzeit. Doch dann beginnt nicht nur die Fassade des Hotels zu bröckeln.

Die Hauptfiguren überzeugen durch ihre unterschiedlichen Charakterzüge.
Die Figuren sind wunderbar beschrieben und man hat das Gefühl
direkt vor Ort zu sein.
Dieser Roman ist wie ein kleiner Italienurlaub.
Man taucht in ihn ein, wie in die Wellen des Meeres.
Der Schreibstil der Autorin ist warmherzig und mitreißend.
Viel Dolce Vita, Herzschmerz und Selbsterkenntnis.
Drei Frauen auf der Suche nach Liebe. Es gibt die üblichen
Hindernisse. Verwicklungen, Missverständnisse, Eifersucht.
Es macht Spaß, die drei eine kurze Zeit lang zu begleiten.
Im Mittelteil lässt das Gefühl leider etwas nach, es liest sich
zähflüssiger. Tessa Hennigs Humor blitzt nur selten vor.
Am Ende dann Happy End, das übliche halt.
Trotz allem ein schöner Roman über das Leben und die Familie.
Mit den schönen Landschaftsbeschreibungen die perfekte Urlaubslektüre.

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Veröffentlicht am 16.04.2025

Ein packender historischer Roman

Die Erbin
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Die Autorin nimmt uns mit in eine vergangene Zeit.
Erzählt wird in zwei Zeitsträngen, 1929 und 1950.
Elsa, die 1929 als junges Dienstmädchen nach Berlin in das Haus
der reichen Liefensteins kommt. In ...


Die Autorin nimmt uns mit in eine vergangene Zeit.
Erzählt wird in zwei Zeitsträngen, 1929 und 1950.
Elsa, die 1929 als junges Dienstmädchen nach Berlin in das Haus
der reichen Liefensteins kommt. In einer für sie ganz neuen Welt,
in der sie die Liebe ihres Lebens trifft.
Cosima die 1950 Erbin der sehr einflussreichen Industriellenfamilie
Liefenstein. Sie geht ihren ganz eigenen Weg, mit einer
Stiftung für bedürftige Frauen.
Als die Leiche eines Anwalts am Ufer des Rheins gefunden wurde, fiel ihr ein sehr unschöner
Vorfall ein. Vor zwei Wochen auf einer Veranstaltung hatte dieser Mann ihren Onkel
wüst beschimpft.
Als dann der Journalist Leo Marktgraf in ihr Leben tritt und Nachforschungen über den Tod
jenen Mannes anstellt, beginnt Cosima selbst Nachforschungen über ihre Familie anzustellen.

Die Charaktere sind gut gewählt mit den sehr unterschiedliche Frauenfiguren.
Mit ihnen erlebte man alle Höhen und Tiefen hautnah.
Die guten und auch die sehr schmerzlichen Erlebnisse.
Dazu kommen die historischen Ereignisse, die sich wie ein roter Faden
durch diese Geschichte ziehen.
Die Schreibweise ist fließend, spannend, unterhaltsam und auch emotional.
Vor allem wurde sehr genau recherchiert.
Sämtliche Orte sind sehr anschaulich und bildhaft beschrieben.
Es gibt sehr viel Lokalkolorit und die damalige Stimmung kommt gut rüber.
Ein wunderbarer Roman mit sehr ernsten Hintertönen.
Trotz der damaligen Zwangslage und Schwere ist die Geschichte
um Elsa und Cosima sehr kurzweilig geschrieben.
Mit den Augen dieser zwei Hauptfiguren durchlebt der Leser eine längst
vergangene Zeit. Bildreich, sehr lebendig und auch fesselnd
wird das Zeitgeschehen von damals wiedergegeben.
Eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 15.04.2025

Wunderbar

Ms Darling und ihre Nachbarn
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Dorothy Darling, 77 Jahre alt und misstrauische Eigenbrötlerin,
lebt schon fast ihr halbes Leben in Shelley House im beschaulichen Chalcot.
Wachsam beobachtet sie das Treiben ihrer Nachbarn, unternimmt ...

Dorothy Darling, 77 Jahre alt und misstrauische Eigenbrötlerin,
lebt schon fast ihr halbes Leben in Shelley House im beschaulichen Chalcot.
Wachsam beobachtet sie das Treiben ihrer Nachbarn, unternimmt regelmäßige Kontrollgänge,
führt Buch über Fehltritte und schreibt Beschwerdebriefe.
Als die 25-jährige Kat, die nicht nur pinke Haare hat,
sondern auch noch ein schrottreifes Auto fährt, (illegalerweise!)
bei Dorothys Nachbarn Joseph zur Untermiete einzieht, wittert die alte Dame Ärger. Doch der kommt plötzlich von ganz anderer Seite:
Shelley House soll abgerissen und durch ein Gebäude mit Luxusapartments ersetzt werden. Joseph demonstriert vor dem Büro des Vermieters – und wird kurz darauf bewusstlos in seiner Wohnung aufgefunden. Was geht hier vor sich? Und wer kümmert sich jetzt um Josephs Hund? Kat und Dorothy müssen sich verbünden, um den Frieden wiederherzustellen und Shelley House zu retten.
Eine scheinbar unmögliche Allianz, denn ebenso wie Dorothy hält auch
Kat ihre Mitmenschen gern auf Abstand. Aber vielleicht lohnt es sich ja doch,
die eigenen Vorbehalte über Bord zu werfen?

Freya Sampson hat mit einer Leichtigkeit und einer
wunderschönen Ausdrucksweise einen ganz bezaubernden Roman geschrieben.
Höhen und Tiefen werden hier wunderbar widergespiegelt, mit sehr realen und sympathischen Figuren.
Kleine und große Katastrophen werden bewältigt. Vergangenes wird aufgearbeitet.
Das alles wird so wunderbar auf das Papier gebracht.
Die Hauptcharaktere versprühen einen Charme, dem man sich nicht mehr entziehen kann und möchte.
Scharfsinnig und zärtlich, humorvoll und einfühlsam:
Jeder Satz der Autorin trifft ins Herz.
Warmherzig und voller Poesie wird von großen und kleinen Wahrheiten des Lebens erzählt.
Auch im Alter ist es möglich, noch mal einen Neuanfang zu wagen.
Trotz aller Hindernisse, die sich in den Weg stellen.
Alt heißt nicht, dass nun alles Schöne im Leben vorbei sein muss.
Man muss sich nur trauen.
Es sind nicht nur die Alltäglichkeiten, die dieses Buch lesenswert machen.
Vor allem geht es um die Frage: Wie wollen wir leben?
Dieser Roman macht Mut und beschert schöne Lesestunden.
Einfach zauberhaft!
Eine unbedingte Leseempfehlung.

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