Profilbild von Luna0501

Luna0501

Lesejury Star
offline

Luna0501 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Luna0501 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.07.2020

Bombastisches Setting

Frozen Crowns 1: Ein Kuss aus Eis und Schnee
1

Als Davina von Leander aufgelesen wird, stehen beide gerade an einem Wendepunkt ihres Lebens – der berühmten, sinnbildlichen Weggabelung. Die junge Fryskerin muss entscheiden, ob sie ihrer Familie verkündet, ...

Als Davina von Leander aufgelesen wird, stehen beide gerade an einem Wendepunkt ihres Lebens – der berühmten, sinnbildlichen Weggabelung. Die junge Fryskerin muss entscheiden, ob sie ihrer Familie verkündet, dass sie noch lebt oder nicht, und somit aus dem goldenen Käfig ausbricht. Ritter Leander, erster Berater und Kommandant des Königs, muss entscheiden, ob es das wert ist sein Leben weiterhin nur aus dem Antrieb seiner Rache hinaus zu gestalten, oder ob er seinen Traum endlich wahr macht.

Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll, ohne euch zu spoilern. Dass eine große, gefühlsintensive Liebesgeschichte entstehen soll, ist uns allen bewusst, denn wer Asuka Lionera kennt, weiß über ihre absolut fantastischen Pärchen Bescheid. Dieses Mal ist es auch so, und eben wieder nicht. Es kommt ganz anders.

Ich verfolgte den Verlauf der Geschichte mit einem lachenden und einem weinenden Auge, da ich die ganze Zeit schon etwas ahnte. Es hat mich nicht gestört früh darauf zu kommen, denn es ist ein Jugendbuch. Klar, das die Hinweise hier ein bisschen subtiler gehalten werden. Aber diese Ahnung brachte mir auch schon Herzschmerz bevor er überhaupt hätte da sein können. Man hofft und bangt, man möge sich irren!

Wenn man Leander und Vi beobachtet, spürt man ihre schicksalhafte Begegnung bis tief unter die Haut. Es knistert eine überwältigende Atmosphäre zwischen den Beiden, selbst später noch und ich hab nur noch mehr mit ihnen gelitten. Vor allem als ich von ihrer Vergangenheit hörte. Dabei sind ihre Charaktere einfach nur toll. Davina ist frech, stur, stark und feinfühlig. Leander unnachgiebig, warmherzig, ausdrucksstark und so männlich. Sie ergänzen sich zauberhaft schön und ich hatte Gänsehaut.

Bei den Nebencharakteren hat sich Asuka auch nicht lumpen lassen. Ich liebe das kleine Örtchen Brissania, den Heimatort von Leander, mit den liebevollen Bewohnern. Ich mag aber auch Fulk und Clarice, die am Hofe des Königs leben. Ebenso wie die Affinität der beiden Protagonisten für ihre besonderen Pferde.

Die Schreibweise der Autorin ist leicht und locker. Im ersten Band der Dilogie widmet sie sich eher der Anbahnung der Liebesgeschichte, dem Kennenlernen der Hintergründe und ihrer Tatsachen. Ich habe mich über die kleinen Frotzeleien gefreut, gelacht, wenn sie sich neckten und die kurzen romantischen Momente genossen. Da wird dem Leser ab und zu schon ziemlich heiß.

Mir graut es ein wenig vor Band 2, weil der Cliffhänger an einer sehr bösen Stelle gesetzt wurde und weil ich mir so so so sehr ein Happy End wünsche. Doch das wird echt nicht einfach werden und ich bin gespannt, was die Autorin da aus dem Ärmel schütteln wird. Ich kann es kaum erwarten Band 2 in die Finger zu kriegen, denn ich muss wissen, wie es weiter geht.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.07.2020

Eine emotionale Story

Mister Secret
0

Das war das erste Buch von Leisa Rayven für mich und ich bin angenehm überrascht. Der Klappentext versprach humorvolle Situationen und die waren mehr als gegeben.

Die Autorin lässt uns als erstes auf ...

Das war das erste Buch von Leisa Rayven für mich und ich bin angenehm überrascht. Der Klappentext versprach humorvolle Situationen und die waren mehr als gegeben.

Die Autorin lässt uns als erstes auf Asha treffen, eine junge Frau, die als angehende Lektorin in einem kleinen Verlag arbeitet und kurz vor ihrer Beförderung steht. Als diese neue Stelle zur Belohnung eines Wettstreits wird, geht Ash fast an die Decke. Wie soll sie in zwei Wochen ein Manuskript finden, welches das Potenzial aufzeigt ein Bestseller zu werden? Doch Asha hat in letzter Sekunde einen Geistesblitz und tritt in Kontakt mit Professor Feelgood.

Ich hasse Spoiler und möchte demnach hier nicht auflösen wer dieser ominöse Fremde ist. Allerdings gefällt mir seine selbstbewusste Ausstrahlung und sein intensives Auftreten. Ich mag seine Denkweise und das er später nicht so einfach aufgibt. Auch entdeckte ich eine sehr sensible, gefühlvolle Seite, die ihn greifbarer machte. Außerdem brachten die Reibereien zwischen ihm und Asha mich oft zum prusten, was die witzigen Dialoge sehr unterhaltsam machten.

Asha ist ein zwiespältiger Charakter. Auf der einen Seite ist sie selbstbewusst, schlagfertig und liebevoll. Auf der anderen hat sie ein verzerrtes Selbstbild und Schwierigkeiten Fehler einzugestehen. Ich mag sie, aber es gab auch Momente in denen ich den Kopf schütteln musste. Eine Sache, die eigentlich die ganze Zeit ein riesiges Problem von ihr war, klärt sich später wie durch ein Wunder und das hat mich etwas verstimmt. Ich fand das nicht so authentisch. Doch wie sie langsam aus sich heraus kommt, war schön zu beobachten.

Der Verlauf der Geschichte hat mich an die Seiten gefesselt. Ich fand das Zusammenspiel der Protagonisten total interessant und vor allem ihre emotionale Achterbahnfahrt löste in mir von Freude bis Wut alles mögliche aus. Das war ziemlich echt und daher schön fühlbar. Es gibt auch eine große Portion Vergangenheitsbewältigung und Drama, welche die Story abgerundet hat.

Ich würde wieder zu einem Buch von Leisa Rayven greifen, wobei es für mich eher eine nette Unterhaltung für Zwischendurch war – was aber absolut in Ordnung ist. Man braucht auch mal Geschichten zum verweilen und Kopf ausschalten.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.07.2020

Mir fehlen die Worte

Light Up the Sky
0

Das Buch ist innerhalb weniger Stunden von mir weg gelesen worden und am Ende war ich erfüllt von der unterschiedlichen Liebe, welche in dieser Geschichte vor kommt. Denn Liebe hat jeder verdient und man ...

Das Buch ist innerhalb weniger Stunden von mir weg gelesen worden und am Ende war ich erfüllt von der unterschiedlichen Liebe, welche in dieser Geschichte vor kommt. Denn Liebe hat jeder verdient und man findet sie nicht nur in einer Liebesbeziehung. Man findet sie in so vielen unterschiedlichen Bindungen und Ebenen zu Menschen. Ihr braucht nur genauer hinschauen.

Ich bin großer Fan der Bücher dieser Autorin und kann sie euch nur ans Herz legen! Es gibt keinen Moment, an dem ich mich gelangweilt habe und es gab auch keine Situation, die nicht erfüllt von Gefühlen war. Der Wahnsinn!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.07.2020

Dieses Buch ist großartig!

Bring Down the Stars
0

Flucht.

Das war mein Gedanke, als ich mit diesem ersten Band fertig war. Ich wollte flüchten, einfach weit weg laufen vor meinen Gefühlen, meinem Leid, nach diesem Ende.

Ich lese normalerweise selten ...

Flucht.

Das war mein Gedanke, als ich mit diesem ersten Band fertig war. Ich wollte flüchten, einfach weit weg laufen vor meinen Gefühlen, meinem Leid, nach diesem Ende.

Ich lese normalerweise selten Vorworte – wobei es die auch nicht oft gibt, finde ich – und noch seltener Danksagungen, aber hier bannten mich schon die ersten Worte an die Gedanken der Autorin, welche sie eben in jenem einen Vorwort an die Leser mitteilte, und ich hatte eine Ahnung. Klein und hauchzart, aber vorhanden, und dieses Gefühl trieb mit einen Schauer über den Rücken. Emma Scott’s Bücher sind sowieso schon immer emotional gesehen harter Tobak, aber das? War härter.

Autumn ist als ein klassisches Mädchen von einer Farm aus Nebraska aufgewachsen und doch ist sie jetzt auf einer Uni um danach die Welt zu retten. Sie ist intelligent, romantisch veranlagt und feinfühlig. Eigentlich will sie nach der Misere mit ihrem Exfreund in nächster Zeit keinen Mann mehr in ihrem Leben. Doch dann tauchen gleich zwei auf und verändern ihr Leben.

Connor ist ein Lebemann. Er hat das Geld, den Charme und das Aussehen, das Frauen wollen. Viele One Night Stands hat er auch, bis Autumn auftaucht und sich der heiße Kerl mit dem stets strahlenden Lächeln anstrengen muss, sogar will, um überhaupt ein erstes Date zu ergattern. Doch ihm fehlt etwas entscheidendes…

Sein bester Freund Weston fällt Autumn ganz unabhängig in der Bibliothek auf und ein schräger Wortabtausch lässt die junge Frau fasziniert zurück. Weston ist auf seine Art als Läufer attraktiv, doch seine unnahbare und sarkastische Art vertreibt die Menschen. Er hat es nicht so mit anderen. Aber eins besitzt Weston wie kein anderer. Er hat die Worte. Sein Herz besteht aus reiner Poesie und sein Verstand ist so klar, wie das Wasser. Seine Gedanken sind wunderschön und stets ehrlich. Autumn bringt alles Durcheinander, denn daran Liebe verdient zu haben glaubt Wes nicht mehr. Schließlich ist er ein Mann, dessen Vergangenheit das bewiesen hat und aus Gründen, die ihm zu oft eingetrichtert wurden.

Emma Scott hat es mir echt schwer gemacht. Ich konnte mich zwar entscheiden, wen ich lieber mag, aber ich tat mich anfangs schwer mit der Handlung. Doch ich muss der der Autorin wieder Respekt zollen. Ich mag keine Dreiecksgeschichten und lese solche Bücher eigentlich nicht, aber ihre ist so besonders aufgebaut, dass ich mich dem nicht entziehen konnte. Zum Glück passieren diese Verbindungen auch auf unterschiedlichen Ebenen, denn ich hasse Fremdgehen.

“Bring Down the Stars” ist unterteilt in 6 Teile. Es sind unterschiedliche Zeiten von Vergangenheit bis Gegenwart und diese Raffer haben eine unfassbar intensive Atmosphäre erschaffen. Man taucht jedes mal besonders stark in die Situationen ein. Die Autorin nimmt uns damit auf eine Reise durch ein paar sehr wichtige Lebensabschnitte der drei Charaktere mit. Ich verstand die Hintergedanken besser und konnte mich reinversetzen, obwohl der Weg falsch war. Irgendwie.

Den emotionalen Rest aber haben mir die Gedichte, Gedanken und überhaupt Kapitel von Weston gegeben. Ich liebe ihn. Sein Wesen, seine Art zu denken, seine Ausstrahlung und seine Worte. Mehr kann ich euch nicht verraten ohne zu spoilern. Aber legt Taschentücher bereit. Ihr werdet sie brauchen!

Die Schreibweise hat mich über die Seiten fliegen lassen. Atmosphärisch, leicht, etwas düster und wortgewandt kommt sie daher und reißt einfach mit.

Ich schnappe mir jetzt sofort Teil 2, weil das Ende so dermaßen heftig ist, dass ich echt froh bin nicht auf das Buch warten zu müssen. Ich könnte es nicht ertragen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.07.2020

Das war nicht mein Fall

Never Let Me Down
0

Ich habe das neue Buch von Sarina Bowen sehnsüchtig erwartet und ich sage vorab schon mal, ich lese ihre Bücher weiter, und zwar alle. Aber zum ersten Mal seit sämtlichen älteren Büchern bin ich mit ihrer ...

Ich habe das neue Buch von Sarina Bowen sehnsüchtig erwartet und ich sage vorab schon mal, ich lese ihre Bücher weiter, und zwar alle. Aber zum ersten Mal seit sämtlichen älteren Büchern bin ich mit ihrer Geschichte nicht zufrieden.

ACHTUNG! Angedeutete Details, die spoilern könnten sind diesmal vorhanden!


Der Einstieg in die Geschichte um die fast 18 – Jährige Rachel fiel mir nicht leicht, doch dadurch, dass man schon zu Beginn des Buches ins Geschehen geworfen wird, war ich sehr sehr neugierig. Ich verstehe, dass der Tod der Mutter alles aus dem Gleichgewicht bringen kann und man Dinge tut, die man sonst nicht tun würde. Das man Redaktionen zeigt, die fragwürdig sind.

Als Rachel dann ihren Rockstarvater Frederik kennen lernt, ist mir auch klar, dass sie sich erst austesten müssen. Die beiden kennen sich nicht, haben jeder eine völlig unterschiedliche Sichtweise vom Leben, aber puh. Ich weiß nicht, wo ich anfangen soll.

Schnell erklärt als erstes, ist die fast nicht vorhandene Liebesgeschichte. Es baute sich für mich nämlich nichts wirklich auf. Es gab ein paar Treffen, die ich als sichtlich freundschaftlich erachtete und dann bumm… war da plötzlich Verliebtheit. Aber eigentlich kam da emotional gar nichts für mich an. Es gab keine Reifung in der Verbindung. Keine liebevollen Gesten. Nur ein paar Kennenlern – Emails vorab.

Das Buch handelt grundsätzlich von der missratenen, sich erst aufbauenden Beziehung zwischen Vater und Tochter. Sie wollen etwas kitten und reden dabei aber bis auf die letzten circa 5 Kapitel fast nur über Unwichtiges miteinander. Mir ist der Verlauf einfach nicht nachvollziehbar, wie man als 18 Jährige den Mund so gar nicht aufmachen kann, um mal die Wahrheit zu sagen. Jeder Mensch ist anders, und ich kapiere, dass es ihre Art von Bewältigung ist, aber das ist so unglaubwürdig. Sie wirkt so unecht und nebenbei leider ziemlich unsympathisch. Ihre Gedanken waren oft ermüdend und ihre Verhaltensweise anstrengend. Wie ein kleines zickiges Mädchen. Dabei hat sie eine verärgerte Sichtweise in sich. Nur leider wird diese “Stimme” immer wieder unterdrückt. Es war recht seltsam.

Sicher. Frederik ist ein Idiot als Vater. Man darf ihn nicht entschuldigen. Zu Gute halten kann man ihm die ständigen Versuche der Annäherung und das er jetzt versucht alles für sie zu tun, dass in seiner Macht steht. Aber warum reißt seine Tochter ihm nicht mal den Kopf ab für so manche Ignoranz ihres Daseins. Er macht manchmal Dinge, bei denen ich ausgeflippt wäre und erinnert eher an ein bockiges Kleinkind.

Dazu kommt leider auch die Vorhersehbarkeit der Story. Das mit der neuen Freundin von Frederik und die Behandlung dieses Themas hat mich die Hände vor den Kopf zusammen schlagen lassen. Es bringt nichts Vergangenes neu aufzurollen und dann den richtigen Weg aufzuzeigen. Das macht den Vater nicht aufrichtiger oder stellt am Ende alles in ein gutes Licht.

Leider konnten auch die Nebencharaktere nicht überzeugen. Mitbewohnerin Aurora bleibt platt, trotz ein paar angedeuteten Problemen im Hintergrund.

Jake, der Loveinterest, ist für mich leider nur eine Nebenfigur geblieben. Das fand ich besonders schade, weil mir sein sonniges Wesen in diesem Buch viel mehr Positives hätte bringen können. Die Geschichte wäre durch ihn mehr aufgebrochen worden und ich finde gerade er als Person hat viel zu wenig Raum bekommen.

Die Sache mit Haze hat mich wütend gemacht. Vor allem ein Detail, bei dem ich wirklich fast an die Decke gesprungen wäre. Ich sag mal so. Die Entschuldigung von Rachel an Haze zeigt ganz falsche Signale. Im Gegenteil, sie hätte vorher etwas unternehmen müssen! War Haze zu Beginn etwas vereinnahmen, hatte er gegen Ende alle Sympathiepunkte verloren.

Ich kann nachvollziehen, was Sarina Bowen mit “Never let me down” eigentlich erzählen wollte, aber ich finde leider, dass das nicht ganz geglückt ist. Daraus wurde eine gewollt tiefgängige Story mit zu viel Druck dahinter und falsch angesetzten sozialen Signalen. Einzig die Schreibweise und die Neugier auf die “Auflösung” des Ganzen hat mich bei Stange gehalten.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere