Bombastisches Setting
Frozen Crowns 1: Ein Kuss aus Eis und SchneeAls Davina von Leander aufgelesen wird, stehen beide gerade an einem Wendepunkt ihres Lebens – der berühmten, sinnbildlichen Weggabelung. Die junge Fryskerin muss entscheiden, ob sie ihrer Familie verkündet, ...
Als Davina von Leander aufgelesen wird, stehen beide gerade an einem Wendepunkt ihres Lebens – der berühmten, sinnbildlichen Weggabelung. Die junge Fryskerin muss entscheiden, ob sie ihrer Familie verkündet, dass sie noch lebt oder nicht, und somit aus dem goldenen Käfig ausbricht. Ritter Leander, erster Berater und Kommandant des Königs, muss entscheiden, ob es das wert ist sein Leben weiterhin nur aus dem Antrieb seiner Rache hinaus zu gestalten, oder ob er seinen Traum endlich wahr macht.
Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll, ohne euch zu spoilern. Dass eine große, gefühlsintensive Liebesgeschichte entstehen soll, ist uns allen bewusst, denn wer Asuka Lionera kennt, weiß über ihre absolut fantastischen Pärchen Bescheid. Dieses Mal ist es auch so, und eben wieder nicht. Es kommt ganz anders.
Ich verfolgte den Verlauf der Geschichte mit einem lachenden und einem weinenden Auge, da ich die ganze Zeit schon etwas ahnte. Es hat mich nicht gestört früh darauf zu kommen, denn es ist ein Jugendbuch. Klar, das die Hinweise hier ein bisschen subtiler gehalten werden. Aber diese Ahnung brachte mir auch schon Herzschmerz bevor er überhaupt hätte da sein können. Man hofft und bangt, man möge sich irren!
Wenn man Leander und Vi beobachtet, spürt man ihre schicksalhafte Begegnung bis tief unter die Haut. Es knistert eine überwältigende Atmosphäre zwischen den Beiden, selbst später noch und ich hab nur noch mehr mit ihnen gelitten. Vor allem als ich von ihrer Vergangenheit hörte. Dabei sind ihre Charaktere einfach nur toll. Davina ist frech, stur, stark und feinfühlig. Leander unnachgiebig, warmherzig, ausdrucksstark und so männlich. Sie ergänzen sich zauberhaft schön und ich hatte Gänsehaut.
Bei den Nebencharakteren hat sich Asuka auch nicht lumpen lassen. Ich liebe das kleine Örtchen Brissania, den Heimatort von Leander, mit den liebevollen Bewohnern. Ich mag aber auch Fulk und Clarice, die am Hofe des Königs leben. Ebenso wie die Affinität der beiden Protagonisten für ihre besonderen Pferde.
Die Schreibweise der Autorin ist leicht und locker. Im ersten Band der Dilogie widmet sie sich eher der Anbahnung der Liebesgeschichte, dem Kennenlernen der Hintergründe und ihrer Tatsachen. Ich habe mich über die kleinen Frotzeleien gefreut, gelacht, wenn sie sich neckten und die kurzen romantischen Momente genossen. Da wird dem Leser ab und zu schon ziemlich heiß.
Mir graut es ein wenig vor Band 2, weil der Cliffhänger an einer sehr bösen Stelle gesetzt wurde und weil ich mir so so so sehr ein Happy End wünsche. Doch das wird echt nicht einfach werden und ich bin gespannt, was die Autorin da aus dem Ärmel schütteln wird. Ich kann es kaum erwarten Band 2 in die Finger zu kriegen, denn ich muss wissen, wie es weiter geht.