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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.02.2018

Bezaubernd

Sturmprinz
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Schon der "Narbenkönig", der erste Band unter dem Reihentitel "Neue Märchen", zog mich mächtig in den Bann. Klar, dass ich mich dem "Sturmprinz" nicht entziehen konnte und so zog ich aus, mit meiner treuen ...

Schon der "Narbenkönig", der erste Band unter dem Reihentitel "Neue Märchen", zog mich mächtig in den Bann. Klar, dass ich mich dem "Sturmprinz" nicht entziehen konnte und so zog ich aus, mit meiner treuen Lesegefährtin Nicci von Catch your Dreams - Zauberhafte Bücherwelt  um die Prinzessin der Rosen auf ihrem Kampf gegen den Mörder ihrer Familie zu begleiten. Etliche Gefahren und Überraschungen begegneten uns auf diesem Weg, treue Freunde und magische Momente säumten das Lesevergnügen und ja... ob ein "und wenn sie nicht gestorben sind, leben sie für immer..." dabei heraus gekommen ist, müsst ihr selbst erfahren.

Elodie ist die letzte Nachfahrin vom rechtmäßigen König der Rosen. Durch einen verfluchten Prinzen zur Waise gemacht, schlägt sie sich nun alleine durchs Leben und ihr einziger Gedanke, der sie aufrecht hält, ist diesen Fluch zu brechen und dem Sturmprinz einen Dolch ins Herz zu stoßen. Ich muss ja sagen, dass sie echt ehrgeizig ist und ihre Aufgabe ernst nimmt. Das tolle ist, Elodie wirkt immer authentisch und sehr bildlich. Ich finde sie sympathisch, intelligent und mit kleineren Schwächen versehen, die sie einfach unverfälscht erscheinen lassen. Ab der ersten Seite habe ich mit dieser warmherzigen und liebevollen jungen Frau mit gefiebert.

Auf dem Weg begegnen ihr so viele tolle Persönlichkeiten. Liam, mit diesen grauen Augen... Ich sag es euch, selbst aus dem Buch heraus konnten sie mich faszinieren und seine Ausstrahlung hat mich gleich gefangen genommen. Er ist so unnahbar und doch emphatisch, aufopferungsvoll und wirklich ein guter Mensch. Er birgt seine Geheimnisse und versucht trotzdem jedem zu helfen, wo er nur kann.

Milas mit seinen blonden Locken und seinem überschwänglichem Wesen habe ich auch ins Herz geschlossen. Er hat mich zum schmunzeln gebracht, sich durch seine Art nie in den Vordergrund gedrängt, und dennoch bleibt er einem im Kopf.
Die Jungs sind so liebe kleine Zwerge und auch Hund Wilma ist eine echte Bereicherung im Buch. Ich werde Flamingos nun immer mit anderen Augen sehen.
Natürlich gibt es auch die Charaktere, die man so gar nicht leiden kann, aber selbst die wurden gut von der Autorin in Szene gesetzt.

Die Handlung hat mich echt überrascht. Man bekommt nicht nur seine Portion typisches Märchen mit magischen Augenblicken, einem sexy Kerl zum Anschmachten und einem Wunder, auch was die Spannung angeht, hat mich Gaby Wohlrab ziemlich aus den Socken gehauen. Da wird schon einiges geboten, mit dem man gar nicht gerechnet hat. Es gibt zwar leider so ein paar Kleinigkeiten, die mich zum Schluss schon etwas gestört haben, aber das tut dem Buch jetzt keinen großen Abbruch. Zu sehr möchte ich nicht ins Detail gehen, da das einfach spoilern würde, aber das Ende war mir einfach zu schnell. Es wurde alles etwas übereilt auf ein paar Seiten zusammen gefasst und fühlte sich für mich etwas gepresst an. Mir fehlten Details, Gespräche und ein paar Feinheiten.

Die Schreibweise der Autorin ist angenehm locker und leicht, passend vom Wortgebrauch her zu einem Märchen. Gaby Wohlrab fesselt ab der ersten Seite und durch ihr malerisches Beschreiben des Settings wurde ich in ihre Welt getragen und verlor mich quasi in diesem zauberhaften Märchen. Ich bin nur so über die Seiten geflogen und ich würde es auf jeden Fall wieder lesen, denn ich liebe die Geschichte.

Für Märchenliebhaber absolut empfehlenswert. Ich war entzückt von der zarten Romantik, dem starken Setting und den nervenflatternden Spannungsmomenten.

Veröffentlicht am 16.02.2018

Fantastisch!

Lebe lieber übersinnlich – Flames 'n' Roses
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Evie ist seit ihrem 8. Lebensjahr Angestellte der IKBP (Internationale Behörde zur Kontrolle Paranormaler). Ihr Job besteht darin mit ihrer ungewöhnlichen Sichtweise Paranormale zu erkennen, ihnen eine ...

Evie ist seit ihrem 8. Lebensjahr Angestellte der IKBP (Internationale Behörde zur Kontrolle Paranormaler). Ihr Job besteht darin mit ihrer ungewöhnlichen Sichtweise Paranormale zu erkennen, ihnen eine Fußfessel zu verpassen und sie den Behörden zu übergeben. Die heute 16 - Jährige hat das auch nie in Frage gestellt. Schließlich ist das auch gleichzeitig ihr Zuhause. Als aber Lend in das Büro der Direktorin einbricht und geschnappt wird, beginnt sich in Evie etwas zu verändern. Woher kommt er? Was will er und vor allem, was bitte ist er? Neben verrückten Elfen, mit Computerstimme sprechenden Meerjungfrauen und stinkenden Moorhexen versucht das junge Mädel mit dem Hang zur Farbe Pink eigentlich nur eins zu finden: Normalität.
Ob sie das schafft, müsst ihr selbst herausfinden, aber im ersten Teil kann ich euch sagen, ist sie davon noch weit weit entfernt - ganz zu unserer Belustigung.

Ich habe echt heftig mit der weiblichen Hauptfigur gelacht. Nicht nur ihre etwas verrückte, etwas zu selbstbewusste freche Art hat es mir total angetan, auch diese totale Unbedarftheit was soziale Kontakte angeht, (sie kennt ja nur Vampire, Werwölfe & Co.) ist so süss und liebenswert. Wie sie sich in Szene setzt, mit dem pinken Teaser und ihrer unerschrockenen Art, mit ihrem Mut und trotzdem diesem Wunsch nach Familie und Liebe ist authentisch, sympathisch und super witzig.

Über die anderen Charaktere mag ich zunächst mal nicht viel verraten. Nur so viel: Sie sind überraschend, detailliert und abwechslungsreich. Es gibt altbekannte Arten und total neue Wesen. Die Geschichte um jeden ist schön beschrieben und lässt niemanden blass wirken. Ich hab sie ins Herz geschlossen und fühlte mich absolut in das Abenteuer hinein gerissen. Und Lend..... seufzt

Mit der lockeren, typisch jugendlichen Erzählweise konnte Kiersten White mich in ihren Bann ziehen und durch die ständigen Spannungsspitzen immer adrenalinmäßig auf einer Berg- und Talfahrt vom Feinsten halten. Es passiert ständig etwas, ob witzig oder dramatisch, überraschend oder einfach süß peinlich, es gibt immer etwas zu entdecken und ich will mehr! Möchte unbedingt erfahren was es mit der Fähigkeit von Evie auf sich hat und natürlich auch was mit Lend passiert, oder warum Reth so stalkermäßig auftritt.

Ich kann es super weiter empfehlen, für Fans von Jugendbüchern mit fantasiereichen Abenteuern.

Veröffentlicht am 13.02.2018

Knappe 4 Sterne - ich finde da geht noch was!

Silberschwingen 1: Erbin des Lichts
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Dein Rücken schmerzt so stark, als würde er brennen.
Deine Augen sehen Dinge, die dein Kopf nicht begreifen kann.
Und der Einzige, der dich retten könnte, ist dein Feind.
Was wirst du tun?

Als Thorn in ...

Dein Rücken schmerzt so stark, als würde er brennen.
Deine Augen sehen Dinge, die dein Kopf nicht begreifen kann.
Und der Einzige, der dich retten könnte, ist dein Feind.
Was wirst du tun?

Als Thorn in einer Nachsitzen-Stunde fast zusammen bricht und dann entführt wird, ändert sich alles in ihren Leben. Vorher war ihr größtes "Problem" den nächsten Wettbewerb im Staffellauf zu gewinnen. Jetzt hat es eher mit verrückten, gefederten Wesen zu tun und einer Gesellschaft, die dem jungen Mädchen mehr als altmodisch vor kommt.
Hilfe erhält sie dabei von Stellen, die ihr im Traum nicht eingefallen wären und bald muss sie eine unfassbar schwere Entscheidung treffen. Liebe oder Loyalität?
Und wer steht für was....

Die Leseprobe von "Silberschwingen" hat mich schon so gefesselt, dass ich mich echt gefreut habe, es endlich lesen zu dürfen. Thorn ist für eine fast 16-jährige ziemlich cool. Auf der einen Seite kann sie einem mit ihren Unsicherheiten und der leichten Naivität schon etwas auf den Keks gehen, vor allem ihr zeitweise sehr intensives Gejammere ist nicht jedermanns Sache. Auf der anderen Seite macht sie genau das aber erst authentisch. Denn Thorn ist trotzdem kämpferisch, temperamentvoll und sehr rechtschaffen. Ich finde sie recht sympathisch, muss aber gestehen, dass ich nicht grundsätzlich alles nach vollziehen kann, wie sie handelt.

Auf der männlichen Seite finden sich zwei sehr starke Protagonisten. Riley ist witzig, freundlich, beschützend und warmherzig, aber etwas zu leichtlebig und unvorsichtig. Dafür hat er ein großes Herz und seine liebenswürdige Art muss man einfach mögen.

Lucien hat eine ziemlich düstere Ausstrahlung, schwierige Ansichten und muss erst noch lernen für sich und vor allem für seine Gedanken und Entscheidungen einzustehen. Er ist klug, lässt sich aber noch zu sehr beeinflussen und sieht einfach noch nicht genau hin, was vor seinem Auge geschieht. Dabei ist er im Herzen unglaublich stark, liebevoll und beschützerisch. Manchmal sieht man diese Eigenschaften schon durch blitzen und wenn man so einen Blick auf seinen Kern erhascht, ist das wie ein Feuerfunke, der heiß aufflammt und Herzen entzündet. Aber es geht einfach noch mehr und ich bin auf seine Entwicklung gespannt.

Erzählt wurde der erste Teil der "Silberschwingen"- Reihe aus der Sicht von zwei Personen. Thorn, und der Sicht des düsteren Protagonisten Lucien. Ich finde es gerade in einem Buch mit zwei gegenüberstehen Gruppen sehr interessant unterschiedliche Denkweisen zu lesen. Emily Bold hat eine sehr lockere und leichte Schreibweise, angenehm und mitreißend. Die bildhaften Beschreibungen haben mich total gefesselt und mich das Setting förmlich vor meinen Augen sehen lassen. Es war echt klasse diese wunderschönen Plätze in London zu besuchen.

Die Handlung ist sehr spannend, etwas aggressiv angehaucht, könnte aber noch mehr Überraschungen vertragen. Durchsetzt mit vielen intensiven Emotionen fiebert man mit Thorn und ihrem Schicksal mit und kann das Buch fast nicht aus der Hand legen. Mir persönlich stand die Liebesgeschichte etwas zu sehr im Vordergrund und ich hätte mir mehr Handlung in Bezug auf die Gemeinschaft der Silberschwingen gewünscht, aber ich war trotzdem begeistert und habe mich mitreißen lassen - bis zum letzten Viertel des Buches.

Erst am Ende war ich echt enttäuscht. Ich weiß, es ist eine Dilogie und der Cliffhänger reißt auch wirklich so mit, dass ich unbedingt weiter lesen möchte. Es kann auch nicht gleich alles perfekt sein, aber so richtig konnte mich Emily Bold mit den Vorgängen am Ende nicht glücklich machen. Ich kann nicht den Finger drauf legen und möchte euch nicht Spoilern, aber ich hab Thorn ihr Verhalten nicht ganz so abgekauft und dieses extra dramatische Hin und Her empfand ich als etwas zu anstrengend und gewollt.

Veröffentlicht am 11.02.2018

Zückt schon mal die Taschentücher...

Wie die Stille unter Wasser
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Maggie und Brooks. Eine Verbindung, die erst nicht sein sollte und dann zur stärksten wurde, die ich je in einem Buch mit erleben durfte. Denn Brooks fand Maggie als 10 - Jährige ziemlich doof. Doch sie ...

Maggie und Brooks. Eine Verbindung, die erst nicht sein sollte und dann zur stärksten wurde, die ich je in einem Buch mit erleben durfte. Denn Brooks fand Maggie als 10 - Jährige ziemlich doof. Doch sie schlich sich irgendwie in sein Herz und nach einem folgenschweren Abend gab es ein Versprechen und ein Symbol, dass das Leben beider verändern sollte. Und als es dazu kam, dass Maggie selbst der Anker werden sollte, stand sie vor einer schweren Entscheidung. Werden die Ketten der Vergangenheit die junge Frau weiterhin an ihre Ängste fesseln, oder wird sie denjenigen retten, der einst sie rettete?

Eigentlich muss ich ja ehrlich gestehen, dass ich immer noch hier sitze, weinend, mit einem Berg Taschentüchern um mich herum, nur weil ich noch einmal meine Gefühlswelt durch gehe um irgendwelche spröden Worte zu finden. Worte, die zeigen welch außergewöhnliche Geschichte ich erleben durfte, Worte die euch auch nur annähernd zeigen könnten, wie sehr ich " Wie die Stille unter Wasser " liebe. Ich glaube, dieses Mal geht es nicht. Ich bin sprachlos.

Die Autorin hat mit Maggie ein Mädchen und später eine junge Frau erschaffen, die ich unheimlich bewundere. Trotz dem, was ihr widerfahren ist, wurde sie zu einer so liebevollen und empathischen Person. Natürlich beherrschen sie ihre Ängste, aber innerhalb ihres Hauses, ist sie fast schon ein kleines Wunder. Sie hört alles, was andere nicht mal bemerken würden, wäre es still um sie herum. Maggie ist so aufopferungsvoll und trotzdem so stark. Und wie sie sich verändert, ist absolut überraschend und überwältigend. So echt, so gefühlsnah, ich konnte mich viel zu gut in sie rein versetzen.

Ich glaube, jeder wünscht sich einen Mann, wie Brooks an seiner Seite. Er ist nicht nur stark, witzig und charmant, er bringt dieses unglaublich positive Lebensgefühl ins Buch. Er baut nie Druck auf, ist immer einfach da und lässt Maggie sein, so wie sie ist. Diese Verbindung, dieses extreme Band zwischen den beiden ist unfassbar stark und die Emotionen sind so intensiv, dass man sie förmlich anfassen und festhalten könnte. Zudem ist Brooks aber auch sehr intelligent und einfühlsam, gelassen, und trotzdem frech und gewitzt. Ich habe ihm einen Platz in meinem Bücherherzen geschenkt.

Als ich den Grund für Maggies Zustand erfuhr, war ich mehr als schockiert und ich fühlte, wie sie erstarrte und mein Herz schmerzte so wahnsinnig in den Momenten, wenn Maggie ihre Panikattacken wieder und wieder durch macht.
Da das Buch aus den Sichten der beiden Hauptcharaktere geschrieben wurde, steckt man so richtig tief in der Geschichte drin. Jedes Lächeln, jeder Fortschritt ist wie ein Sonnenstrahl, der durch das Buch scheint. Und jeder Rückschlag trifft den Leser so hart, dass es dich in den Grundfesten deines Seins erschüttert.

Die Art und Weise, wie Brittainy C. Cherry schreibt, ist phänomenal. Leicht und flüssig erzählt sie so eine schwere Geschichte, dass man völlig mitgerissen und von den Emotionen quasi umgeworfen wird. Ihr Wortschatz und vor allem ihre Art Dinge besonders zu umschreiben, anders als es so viele schon getan haben, verursachten mir ganze Niagarafälle von Tränen. Ich bin einfach überwältigt.

Auch die Nebencharaktere wurden mit so viel Liebe für Feinheiten kreiert. Jeder Einzelne geht einem irgendwie ans Herz und trägt etwas wichtiges zur Story bei. Und vor allem machen sie auch alle eine gewisse Wandlung durch. Am meisten liebe ich Cheryl, Calvin und Mrs. B. Ich könnte sie mir nicht weg denken.

Und wer jetzt denkt, nur eine rührselige Liebesgeschichte serviert zu bekommen, der irrt sich gewaltig. Hier lernt ihr, was Seelenverwandschaft bedeutet. Ihr lernt, dass zuhören oft mehr wert ist, als zu reden und wie Brittainy C. Cherry selbst formuliert hat...



》 Manchmal war der Regen angenehmer als die Sonne. Manchmal war der Schmerz erfüllender als das Gefühl zu heilen. Und manchmal waren die einzelnen Teile eines Puzzles schöner, wenn sie durcheinander lagen. 《 (Kapitel 37)



Ich kann eigentlich nur noch eins sagen. Lest das Buch!

Veröffentlicht am 10.02.2018

Nicht überzeugend

Verliere mich. Nicht.
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Auch nach einem Tag reiflicher Überlegung ist es mir nicht leichter gefallen diese Rezension zu schreiben. Der erste Teil "Berühre mich. Nicht." war noch angenehm und recht authentisch zu lesen.
Im zweiten ...

Auch nach einem Tag reiflicher Überlegung ist es mir nicht leichter gefallen diese Rezension zu schreiben. Der erste Teil "Berühre mich. Nicht." war noch angenehm und recht authentisch zu lesen.
Im zweiten Teil ging das leider unter. War Sage mir im ersten Band noch sympathisch und zollte ich ihr Respekt für ihren Ehrgeiz und ihre Stärke, verlor ich in der Fortsetzung etwas den Glauben an diese Eigenschaften. Ihr umständliches Denken und Handeln fühlte sich einfach nur zäh und hinhaltend an, was den Verlauf der Geschichte angeht. Sie konnte sich nur wenig selbst reflektieren, mutierte zu einer Zicke mit wenig Entschlossenheit Entscheidungen auch durch zu ziehen, und als sie dann doch die Wahl traf in die Wohnung zurück zu kehren, obwohl sie sich ja unbedingt von Luca fern halten wollte, war ich so genervt von dem seltsamen Hin und Her, dass ich das Buch kurzzeitig in die Ecke gelegt habe. Ich empfand sie als dermaßen anstrengend....

Luca ging mir auch nicht mehr unter die Haut. Es tut mir echt leid, aber wo war der Mann geblieben, der seinen Mund aufmachen konnte, um ein Problem anzusprechen. Warum ist er aus jeder schwierigen Situation geflüchtet. Und warum hat er Sage nicht auf manches angesprochen und es einfach so hin genommen. Ich finde es wirklich nicht logisch, wie er reagiert, zumal er eben ein einfühlsamer, aber impulsiver Charakter ist. Er wirkte schon manchmal authentisch, gerade wenn er so verständnisvoll und lieb mit Sage umging, aber es hat sich für mich seltsam angefühlt.

Die Schreibweise von Laura Kneidel ist eigentlich sehr flüssig und angenehm. Sie besitzt einen breit gefächerten Wortschatz und eine detaillierte Art zu beschreiben. Aber in dieser Dilogie ist es einfach zu viel. Es gibt so viele langatmige Stellen und im Gegensatz dazu ist das Ende so zusammen gepresst, dass man das Gefühl bekommt, die Autorin muss dann endlich mal schnell zum Ende kommen. Es war niederschmetternd, vor allem da die Lösung zum Schluss, meiner Meinung nach völlig unwirklich ist. Ich fände es besser, wenn ein Ende zum Buch passt. Ich brauche keine verschönerten Tatsachen, nur damit ich mich als Leser vielleicht besser fühle.

Das Cover finde ich ganz hübsch. Es ist einfach mal was anderes und macht sich gut im Schrank.

Abschließend kann ich sagen, dass die zwei Bücher dieser Reihe von Laura Kneidel nicht unbedingt schlecht sind, aber für mich persönlich auch nicht wirklich gut. Man hätte das ganze knackiger zusammen fassen und es bei einem Buch belassen können. Dann wären vielleicht diese zu langwierigen Passagen weniger gewesen. Und vielleicht wäre auch diese Veränderung in den Charakteren nicht so extrem aufgefallen.