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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.10.2025

Was kann man glauben?

HEN NA IE - Das seltsame Haus
8

Der japanische Schriftsteller Uketsu konnte mich auch mit seinem zweiten, beim Bastei-Lübbe Verlag erschienenen Kriminalroman ‘HEN NA IE – Das seltsame Haus‘ begeistern. Sein Schreibstil ist anders, man ...

Der japanische Schriftsteller Uketsu konnte mich auch mit seinem zweiten, beim Bastei-Lübbe Verlag erschienenen Kriminalroman ‘HEN NA IE – Das seltsame Haus‘ begeistern. Sein Schreibstil ist anders, man muss sich darauf einlassen, wie er Geschichten erzählt, sie gestaltet, seine Charaktere formt, um sie urplötzlich wieder in einem anderen Licht erscheinen zu lassen. Nicht nur einmal dachte ich beim Lesen, habe ich hier irgendwas verpasst? Es hilft sehr genau und konzentriert in der Geschichte zu sein, damit man auch die kleinen versteckten Details wahrnimmt, sie einordnet und na ja, dann doch eine falsche Spur verfolgt. So jedenfalls ist es mir ergangen. Mir fällt immer wieder der Vergleich mit dem Film ‘Die üblichen Verdächtigen‘ ein, um das Wesen des Buches annähernd zu beschreiben.
Der Investigativjournalist und Ich-Erzähler, dessen Identität zum Schluss als Überraschung enthüllt wird, tauscht sich mit einem Freund über dessen Wunsch ein Haus in Tokio zu kaufen, aus. Dabei begutachten beide den Grundriss und natürlich die Lage, die sich idealerweise in der Nähe zur nächsten Bahnstation befinden sollte. Beim näheren Betrachten die Baupläne kommen dem Ich-Erzähler Zweifel. Daher tauscht er sich mit einem Architekten aus, der sich in seiner Freizeit mit Okkultismus und dem Lesen von Kriminalromanen beschäftigt. Auch der Leser wird nun aufgefordert, die Baupläne genauer zu betrachten. Und tatsächlich entdeckt man einige Merkwürdigkeiten, die nach Meinung des Architekten und Hobbykriminalisten offensichtlich mit einem finsteren, spirituell geprägten Geheimnis verbunden sind. Doch kann das überhaupt sein?
Die Geschichte entwickelt sich zunächst moderat trotz einer mörderischen Theorie. Es bleibt Zeit, den eigenen Gedanken nachzugehen. Dann plötzlich fügt sich ein Puzzle zum anderen. Man glaubt sich schon auf der Ziellinie der Aufklärung zu befinden, wirft letztendlich eine Aussage noch einmal alles über den Haufen.
Meisterhaft komponiert mit vielen Wendungen und einem lauten finalen Paukenschlag präsentiert sich Uketsus Kriminalroman, den ich Lesern empfehle, die gern neue Pfade im Genre betreten möchten.

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  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 27.10.2025

Die Magie des hohen Nordens

Keltische Winternächte
0

Das Jahr neigt sich seinem Ende entgegen. Die Sonnenstunden werden weniger, dicke regenschwere Wollen ziehen über den Himmel und lassen schwere Tropfen auf die Erde niederprasseln. Bald schon werden sie ...

Das Jahr neigt sich seinem Ende entgegen. Die Sonnenstunden werden weniger, dicke regenschwere Wollen ziehen über den Himmel und lassen schwere Tropfen auf die Erde niederprasseln. Bald schon werden sie sich in Schneeflocken verwandeln und eine weiße Decke über die Landschaft legen. Es wird still und dunkel, nur der Wind streift fauchend über die abgeerntete Felder, um die Häuser, die sich ganz klein machen und aus deren Schonsteinen dicker, weißer Rauch aufsteigt, der eine wohlige Wärme in den Stuben erahnen lässt.
Schon sind wir gefangen in der zauberhaften Welt der Märchen, die uns an langen Winterabenden angenehm unterhalten. Loireag na Mara entführt uns in ‘Keltische Winternächte‘ in das Land der Feen und geisterhaften Erscheinungen, die wundersame Dinge hervorzaubern, manchmal ein wenig gruselig daherkommen. Traumhafte Grafiken von Liga Klavina-Raiska mit kleinen versteckten Details, wenn man genau hinschaut, gestalten diese Buch zu einem Kleinod der Extraklasse. Es macht einfach ungeheuren Spaß sich beim Betrachten zu verlieren und dabei Entspannung zu finden.
Wer auf der Suche nach einem märchenhaften Geschenk ist, kann hier fündig werden mit diesem besonderen Buch aus dem Wunderhaus Verlag.

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Veröffentlicht am 26.10.2025

Rätseln als Kunst erhoben

Die Bibliothek meines Großvaters
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Masateru Konishi debütiert mit seinem Roman ‘Die Bibliothek meines Großvaters‘, der in Japan eine begeisterte Leserschaft besitzt, bereits ausgezeichnet wurde und als erster Teil einer geplanten Trilogie ...

Masateru Konishi debütiert mit seinem Roman ‘Die Bibliothek meines Großvaters‘, der in Japan eine begeisterte Leserschaft besitzt, bereits ausgezeichnet wurde und als erster Teil einer geplanten Trilogie den Markt eroberte.
Die vielen kleinen Geschichten mit mystischem und kriminalistischem Hintergrund reihen sich ein in eine Familiengeschichte. Dabei steht die Beziehung zwischen der siebenundzwanzig jährigen Kaede Iwata und ihrem an Demenz erkranktem Großvater, die sich beide beim Lösen von rätselhaften Kriminalgeschichten verlieren können, im Mittelpunkt der Handlung, bildet einen Rahmen. Insbesondere der Großvater verfügt in seinen bewussten Zeiten, ein großes, phänomenales Gespür, der Wahrheit hinter den verworrenen Fällen auf die Spur zu kommen. Selbst als Kaede in eine gefährliche Situation gerät, steht ihr Großvater hilfreich an ihrer Seite.
Der Schreibstil ist eher ruhig, fast schon zurückhaltend. Die Charaktere zeichnen sich durch positive Strukturen aus. Der Roman zeigt in seiner Vielschichtigkeit ein berührendes Verhältnis zwischen zwei Menschen mit einem deutlichen Generationsunterschied, eine sich entwickelnde Liebe und jede Menge spannende Unterhaltung.

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Veröffentlicht am 26.10.2025

Gedanken in bewegten Zeiten

Wir alten Hasen
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Anna Marguerita Schön hat das Vorwort zu ‘Wir alten Hasen – Mut in bewegten Zeiten‘ geschrieben und darin die Geschichten von zehn Personen, die durch ihre Berufe und durch ihre Berufung in der Öffentlichkeit ...

Anna Marguerita Schön hat das Vorwort zu ‘Wir alten Hasen – Mut in bewegten Zeiten‘ geschrieben und darin die Geschichten von zehn Personen, die durch ihre Berufe und durch ihre Berufung in der Öffentlichkeit stehen, in einem Buch zusammengefasst. Ihnen allen gemein ist die Liebe zum Leben, einem friedlichen Leben, das vereint anstatt spaltet, wo sich die Menschen ergänzend zueinander finden anstatt in Hass und Verachtung gegenüberstehen. Sie wollen Hoffnung geben in Zeiten, die eher verwirren als friedliche Perspektiven aufzeigen, die Lebensgeschichten erzählen, von Gedanken und Gefühlen berichten, die optimistisch stimmen, vom bewussten Widerstand gegen die Unmenschlichkeit berichten, trotz Angst und Repressalien.
Konstantin Wecker, Michaela May Tilman Spengler u.a. zeigen, wie jeder von uns seinen Beitrag leisten kann unsere Welt stabiler und schöner zu machen. Es braucht nicht viel, ein Lächeln, ein aufeinander zugehen, das Annehmen von Andersartigkeit, um die Zufriedenheit im Miteinander wachsen zu lassen.
Mich haben die Geschichten bewegt. Sie geben sehr Persönliches preis, berühren, zeigen einen Weg in eine glückliche, freundliche Zukunft, die jetzt beginnen kann. Es liegt an uns, die kleinen Schritte der Menschlichkeit zu wagen.

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Veröffentlicht am 26.10.2025

Kluge Gedanken und wertvolle Erfahrungen

SIMON SAGT! Was im Management wirklich zählt.
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Herrmann Simon plaudert in seinem Sachbuch ‘SIMON SAGT! Was im Management wirklich zählt!‘ über seine in vielen Jahrzehnten gesammelten Erfahrungen in eben jenen Kreisen der Entscheidungsträger. Scheinbar ...

Herrmann Simon plaudert in seinem Sachbuch ‘SIMON SAGT! Was im Management wirklich zählt!‘ über seine in vielen Jahrzehnten gesammelten Erfahrungen in eben jenen Kreisen der Entscheidungsträger. Scheinbar unproduktive Zeiten auf seinen unzähligen Reisen nutzt er für kleine Randbemerkungen und fasst seine Erinnerungen unterteilt in zweiundzwanzig, themenorientierten Kapitel zusammen, bringt diese für den interessierten Leser zu Papier.
Es ist kein Buch, dass man mal eben so Seite für Seite durchliest. Seine Zitate, Anmerkungen, Erlebnisberichte geben eher Anlass nachzudenken, zu verarbeiten und schließlich für sich wertvolle Gedanken in den eigenen Alltag erfolgreich, gewinnbringend zu integrieren.
Ein wichtiger Gedanke, den ich aus dem Buch mitgenommen habe, ist welche Kraft hinter dem intensiven Zuhören steckt, wie Gedanken in einen schöpferischen Fluss geraten können und schließlich durch produktiven Nutzen ihren Einsatz finden. Aber auch in welchen herausfordernden Zeiten wir uns im internationalen Wettbewerb befinden, der Mut und vorausschauende, intelligente Köpfe braucht, die gestalten wollen und nicht nur ihr eigenes kleines Ego sehen.

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