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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.06.2025

Bildlich gesprochen – Große Vielfalt auf engem Raum

DUMONT Bildatlas Zypern
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Die Buchreihe Bildatlas von DUMONT, aus dem MAYRDUMONT Verlag, ist in dreierlei Hinsicht ein Geschenk. Am Anfang als ich den Bildatlas in der Hand hielt, dachte ich – klar ein tolles Geschenk für jemanden, ...

Die Buchreihe Bildatlas von DUMONT, aus dem MAYRDUMONT Verlag, ist in dreierlei Hinsicht ein Geschenk. Am Anfang als ich den Bildatlas in der Hand hielt, dachte ich – klar ein tolles Geschenk für jemanden, der gerne reist. Und dann kam mir auch so gleich der Gedanke, warum sollte ich mich nicht selbst damit beschenken. Er ist eine tolle Ergänzung zu Reiseführern, denn mit dem Bildatlas bekommt man völlig andere, einzigartige Eindrücke und die Kraft die Bilder wirklich zu spüren. Und schließlich entführt mich der Bildatlas von DUMONT in die Gefühlswelt des Erlebten. Also, wenn man schon mal die Städte und Landschaften besucht hat, bringt die Bildsprache mich nicht nur zurück an diese Orte, sondern lässt auch neue Einblicke zu. Es geht also einfach gesagt primär um Emotionen, wobei natürlich der informative Beitrag zu Land und Leuten mit ausgesuchtem Katenmaterial nicht zu kurz kommt.
Im Fall des Bildatlas Zypern von Margit Kohl nimmt uns diese Publikation mit auf eine Reise zwischen den zwei Welten der Insel, getrennt von der sogenannten Grünen Linie, die die Republik Zypern von der Türkischen Republik Nordzypern trennt. Quer durch die Hauptstadt Nikosia verläuft die Grenze, die für Touristen mittlerweile nicht mehr unüberwindbar ist. Wer Zypern als Reiseziel wählt, bekommt vom Grün des Tróodos Gebirges bis zu den feinsandigen Stränden alles geboten, was ein Touristenherz höherschlagen lässt.
In der Heimat der Liebesgöttin Aphrodite findet man fast überall auf der Insel Zeugnisse der Antike. Besonders in Páfos ist sie fast allgegenwärtig. Der Bildatlas von DUMONT Zypern bringt diese besondere Mischung zwischen Sommerurlaub und Geschichtsunterricht in einen harmonischen Gleichklang.

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Veröffentlicht am 29.06.2025

Mit Bildern reisen

DUMONT Bildatlas Japan
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Die Buchreihe Bildatlas von DUMONT, aus dem MAYRDUMONT Verlag, ist in dreierlei Hinsicht ein Geschenk. Am Anfang als ich den Bildatlas in der Hand hielt, dachte ich – klar ein tolles Geschenk für jemanden, ...

Die Buchreihe Bildatlas von DUMONT, aus dem MAYRDUMONT Verlag, ist in dreierlei Hinsicht ein Geschenk. Am Anfang als ich den Bildatlas in der Hand hielt, dachte ich – klar ein tolles Geschenk für jemanden, der gerne reist. Und dann kam mir auch so gleich der Gedanke, warum sollte ich mich nicht selbst damit beschenken. Er ist eine tolle Ergänzung zu Reiseführern, denn mit dem Bildatlas bekommt man völlig andere, einzigartige Eindrücke und die Kraft die Bilder wirklich zu spüren. Und schließlich entführt mich der Bildatlas von DUMONT in die Gefühlswelt des Erlebten. Also, wenn man schon mal die Städte und Landschaften besucht hat, bringt die Bildsprache mich nicht nur zurück an diese Orte, sondern lässt auch neue Einblicke zu. Es geht also einfach gesagt primär um Emotionen, wobei natürlich der informative Beitrag zu Land und Leuten mit ausgesuchtem Katenmaterial nicht zu kurz kommt.
Im Fall des Bildatlas Japan von Françoise Hauser gibt es so viele schöne Eindrücke über dieses ganz besondere Land zwischen seinen uralten Traditionen und dem heutigen, wirklichen Leben in der Moderne. Japan ist ein Fleckchen Erde, das immer beliebter wird bei Fernreisenden, auch wenn es kein billiges Vergnügen ist. Das Inselreich Japan in Bildern ist eine Reise in die hochmoderne Welt der Computer, dem ehrwürdigen Berg Fuji, Sumo-Ringen und dem faszinierenden Rosa der Kirchblüte.

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Veröffentlicht am 29.06.2025

Folgenschwere Entscheidungen

Furye
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Kronos tötet seinen Vater Uranus. Das auf die Erde Gaia gefallene Blut zeugt die drei Schwestern, genannt die drei Furien Alekto, die Unaufhörliche, Megaira, die Widerwillige und Tisiphone, die Vergelterin ...

Kronos tötet seinen Vater Uranus. Das auf die Erde Gaia gefallene Blut zeugt die drei Schwestern, genannt die drei Furien Alekto, die Unaufhörliche, Megaira, die Widerwillige und Tisiphone, die Vergelterin – so steht es geschrieben in Hesiods Epos. Beeindruckt von diesen Zeilen benennen sich fortan die drei Freundinnen Alec, Meg und Tess.
Alec, eine erfolgreiche Managerin in der Musikbranche, kehrt nach circa zwanzig Jahren zurück an den Ort ihrer Kindheit, an einen Küstenort mit den schroffen Felsen und dem wilden Meer. Sie stellt sich ihren Erinnerungen aus den letzten Jahren ihrer Schulzeit, die sie gemeinsam mit Meg, Tess und dem geheimnisvollen, begehrenswerten Romain, ihrer großen Liebe, verbrachte. Lange Zeit verdrängte sie, was in jenen Tagen geschehen war, welche verhängnisvollen Auswirkungen Drogen- und Alkoholsucht, brutale Gewalt, Depressionen, Vernachlässigung hatten und in welcher scheinbaren Ausweglosigkeit sie sich als Teenies befanden, diesen Begleitumständen ihres jungen Lebens zu entfliehen. Doch die Geschichte findet erst in den späten Wochen der Aufarbeitung, die mit Hilfe eines alten Tagebuches stattfindet, einen tragischen Abschluss, den niemand vorhersehen konnte.
Kar Eryn Rubiks Roman ‘Furye‘ hat mich von der ersten Seite an gefesselt und immer tiefer in das Geschehen hineingezogen. Es ist ihr aus meiner Sicht hervorragend gelungen, ein authentisches Bild einer Gesellschaft zu zeichnen, die achtlos wegschaut und so verantwortlich zeichnet für schmerzliche Verluste und tiefsitzende psychische Verletzungen. Die Sprache der Autorin ist klar und eindrücklich. Ihre Gabe Bilder durch die gewählten Worte entstehen zu lassen, ist sehr beeindruckend und fängt den Lesenden in einer angenehm unterhaltenden Art ein.
Sehr gern möchte ich diesen besonderen Roman weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 29.06.2025

Wenn ein Traum zerbricht

Emotional Female
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Yumiko Kadota erzählt in ihrer Biografie ‘Emotional Female‘ von ihrem schweren Weg Ärztin mit der Spezialausrichtung Plastische Chirurgie zu werden, um sich und sicherlich auch ihrer Familie einen Herzenswunsch ...

Yumiko Kadota erzählt in ihrer Biografie ‘Emotional Female‘ von ihrem schweren Weg Ärztin mit der Spezialausrichtung Plastische Chirurgie zu werden, um sich und sicherlich auch ihrer Familie einen Herzenswunsch zu erfüllen. Das Licht der Welt erblickt sie in Tokio, wächst behütet allerdings ohne emotionale Nähe seitens ihrer Eltern gemeinsam mit zwei jüngeren Schwestern auf. Ihre Eltern führen ein Leben, dass stark mit der japanischen Tradition verbunden ist, in der Gefühle zu zeigen einen eher untergeordneten Stellenwert besitzen, als Schwäche und äußerst unangebracht gewertet werden. Einzig und allein die Leistung, die Darstellung der eigenen Fähigkeiten in der Gesellschaft ein leistungsfähiges und starkes Mitglied zu sein, zählen. Das erzeugt bei der Protagonistin einen unglaublich hohen Druck stets Höchstleistungen zu bringen, noch mehr zu leisten und den Lehrern und späteren Vorgesetzten stets ein mehr als vorbildliches Zeugnis ihrer Schaffenskraft abzuliefern. Denn diese herausfordernden Eigenschaften werden in Singapur, England und Australien differenzierter gesehen und verleiten in der ohnehin matriarchalisch geprägten Welt der Chirurgie dazu, Menschen mit diesem selbstzerstörerischen Pflichtbewusstsein auszunutzen, ihre Psyche zu zerstören.
In einem sehr nüchternen Schreibstil, der an Tagebucheinträge erinnert, legt Yumiko Kadota ihren Lebensweg offen dar, insbesondere die umfangreichen Schritte ihrer Facharztausbildung. Dabei geht sie immer wieder darauf ein, in welcher hohen körperlichen als auch seelischen Belastung sie sich über viele Jahre hinweg befand und welche Schwächen das medizinische System aufweist.
Wer gern einen detaillierten Einblick in das anstrengende, aufopfernde Leben einer sich in der Facharztausbildung befindlichen jungen Japanerin verschaffen möchte und falsch verstandenen Ehrgeiz als Symptom für ein Burnout kennenlernen möchte, bekommt in dieser Biografie einen umfassenden Einblick.

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Veröffentlicht am 26.06.2025

Gedanken zum Spiegelbild unserer Gesellschaft

Aufstehen
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Der neunzehnjährige Autor Laurenz Koler zeichnet in seinem Debütroman ‘Aufstehen‘ ein Bild seiner Generation, der Generation Z. Sein Protagonist Nick selbst kommt aus schwierigen Familienverhältnissen, ...

Der neunzehnjährige Autor Laurenz Koler zeichnet in seinem Debütroman ‘Aufstehen‘ ein Bild seiner Generation, der Generation Z. Sein Protagonist Nick selbst kommt aus schwierigen Familienverhältnissen, denen er versucht so weit wie nur möglich aus dem Weg zu gehen, sich weg zu ducken. Dabei sucht er tatsächlich nach seiner Identität, nach Zugehörigkeit, einem Gefühl der Vertrautheit und Geborgenheit, ohne dass in ihm das Gespür von Unbehagen aufsteigt. Das ist nicht immer so leicht, ganz im Gegenteil. Oft genug betäubt er sich daher mit Rauschmitteln, die ihn vergessen und im Augenblick dahintaumeln lassen, seine Selbstzweifel für den Moment ausradieren. Schließlich versucht er durch Rituale dem Alltag eine gewisse Ordnung und damit Sicherheit zu geben, um seine Unsicherheit in immer wiederkehrenden Gedankenstrukturen aufzubrechen, dem Bedürfnis nach Erkenntnis seiner Handlungen und der seiner Mitmenschen, der Ohnmacht gegenüber sinnloser Gewalt, nachzugehen.
Laurenz Koler schildert bildhaft und lebendig das gegenwärtige Leben der Menschen, unserer Gesellschaft in Bozen, in Südtirol. Dabei bedient er sich gezielt des ansässigen Dialekts, der sich natürlich in sein Textbild einfügt, eine authentische Fiktion gestaltet, die nicht zuletzt auch die Frage nach dem Einfluss von autobiografischen Aspekten in der Geschichte aufwirft. Es bleibt viel Freiraum für eigenen Gedanken, dem Ungesagten nachzuspüren.
Ein Roman, der gelesen werden möchte.

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