Düster und für mich verwirrend
Niemand hat es kommen sehenIm kleinen Dorf Eichschlag wird viel spekuliert über das Schicksal von der ortsansässigen Maria, die für ein Jahr spurlos verschwunden war und plötzlich wie aus dem Nichts wieder auftaucht. Und da sie ...
Im kleinen Dorf Eichschlag wird viel spekuliert über das Schicksal von der ortsansässigen Maria, die für ein Jahr spurlos verschwunden war und plötzlich wie aus dem Nichts wieder auftaucht. Und da sie über ihre jüngste Vergangenheit schweigt, da sie sich nicht erinnern kann, wird sie schnell mit dem Tod ihrer Mutter in Verbindung gebracht. Hat sie ihre eigene Mutter getötet? Die beiden Ermittler Melanie Ramsauer und Theo Nebel versuchen Licht ins Dunkel zu bringen, aber Maria schweigt weiterhin. Kann das Rätsel über ihr verschwinden geklärt werden? Ist sie eine Täterin oder vielleicht sogar ein Opfer?
Die Autorin Gudrun Lerchbaum hat mit "Niemand hat es kommen sehen" einen außergewöhnlichen Kriminalroman veröffentlicht. Sie erzählt die Geschichte in einem nicht ganz leicht zugängigen, aber interessant zu lesenden Schreibstil, der mich in die österreichische Provinz entführt hat. Der Spannungsbogen wobt um die ungeklärte Vergangenheit der Hauptprotagonistin, die auch selbst nichts dazu beiträgt, diesem Geheimnis auf die Spur zu kommen. Ich habe mich mit der Story und auch gerade mit der Protagonistin sehr schwer getan. Es taten sich viele Fragezeichen auf, die sich teilweise bis zum Ende hin auch nicht geklärt haben, was wahrscheinlich daran liegt, dass dies wohl eine Fortsetzung ist und entscheidende Details somit für mich nicht zugängig waren. Ich finde dies sehr schade, denn der Autorin gelingt es für mich gut, eine passende düstere Atmosphäre aufzubauen, nur insgesamt kam ich nicht in die Geschichte rein.
Der Kriminalroman "Niemand hat es kommen sehen" konnte mich leider ohne Vorkenntnisse nicht überzeugen. Ich empfehle daher dringend, bevor man diese Buch liest, sich mit dem ersten Teil "Zwischen euch verschwinden" auseinanderzusetzen. Wahrscheinlich erschließt sich das Buch dann deutlich besser und kann mehr Lesefreude erzeugen. Ich bewerte den Krimi mit drei von fünf Sternen.