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Veröffentlicht am 05.09.2025

Spionage und mehr in Kriegszeiten

Der Italiener
2

Elena Arbués findet einen schwer verletzten Mann am Strand. „Er trug einen Gürtel mit einem Messer, am linken Handgelenk zwei seltsame große Uhren und am rechten eine dritte. Die Zeiger einer von ihnen ...

Elena Arbués findet einen schwer verletzten Mann am Strand. „Er trug einen Gürtel mit einem Messer, am linken Handgelenk zwei seltsame große Uhren und am rechten eine dritte. Die Zeiger einer von ihnen standen auf 7.43Uhr.“ Einen Moment lang dachte sie, es könnte sich um einen Matrosen handeln, denn sie erinnert sich an die nächtliche Explosion und das brennende Schiff. Sie schleppt ihn kurzerhand zu ihrem nahe gelegenen Haus, sie ruft nicht die Guardia Civil. Kurz darauf wird er von Unbekannten abgeholt.

Was sie zu dem Zeitpunkt noch nicht weiß ist, dass er – Teseo - als Kampftaucher einer italienischen Spezialeinheit mit Stützpunkt in Algeciras angehört, die mit ihren maiale (das sind mit jeweils zwei Tauchern bemannte Torpedos) sich direkt an die britischen Schiffe heranpirschen, um diese mit Sprengsätzen zu versehen mit den Ziel, sie zu versenken. Es waren sehr effiziente Kriegswaffen und sollten sie wider Erwarten doch entdeckt werden, sind sie entsprechend ausgerüstet, um ihr Gerät zu zerstören und sich selbst dem verräterischen Tauchanzug zu entledigen.

Elena Arbués entscheidet sich, für die Italiener die Lage auszukundschaften. Sie als Spanierin kann ohne größere Probleme auf die britische Seite wechseln, auch hat sie in einem befreundeten Buchhändler eine Tarnadresse und doch kann sie als Spionin jederzeit auffliegen. Ein gefährliches, ja ein durchaus tödliches Spiel beginnt.

Arturo Perez-Revertes Roman basiert auf realen Ereignissen. Lediglich die hier agierenden Personen sind fiktiv, auch einige Situationen sind der Handlung angepasst. 1942 und 1943 - während des Zweiten Weltkrieges - versenkten oder beschädigten italienische Kampftaucher in Gibraltar und in der Bucht von Algeciras insgesamt vierzehn Schiffe der Alliierten. Diese Info lese ich, bevor ich mit der Gruppe Orsa Maggiore, wie sie sich nannten, abtauche.

Diese Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Zum einen sind es die Protagonisten - die Tauchgruppe und auch Elena - mit denen ich hautnah am gefährlichen Geschehen bin. Und dann führt der Autor Jahrzehnte später mit einigen der damaligen Helden Gespräche. In diese Art der Erzählung musste ich mich erst einfinden, da lediglich ein neuer Absatz die unterschiedlichen Zeiten und Sichtweisen voneinander trennt. Bald aber war ich tief drin, sodass ich mich auf diese gefährlichen Szenarien ganz einlassen konnte.

„Liebe und Sabotage in Zeiten des Krieges“ ist eher Sabotage in vielen Facetten denn Liebe, die eher angedeutet wird. Was mir sehr zupass kommt, denn ein Zuviel davon wäre diesem Kriegs- und Spionageroman abträglich gewesen. So aber stimmt die Balance, diese unglaubliche und dicht erzählte Geschichte ist für jeden historisch Interessierten sehr zu empfehlen.

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Veröffentlicht am 05.09.2025

Absoluter Lesegenuss

Verschworen
1

Den Wiedereinstieg nach der Babypause hat sich Polizeikommissarin Elma etwas weniger stressig vorgestellt. In Akranes, einer isländischen Hafenstadt in der Region Vesturland, nördlich von Reykjavík, wird ...

Den Wiedereinstieg nach der Babypause hat sich Polizeikommissarin Elma etwas weniger stressig vorgestellt. In Akranes, einer isländischen Hafenstadt in der Region Vesturland, nördlich von Reykjavík, wird die Leiche des vierzigjährigen Þorgeir gefunden. Dem ersten Anschein nach ist er mit sieben Messerstichen ermordet worden. Hat die Botschaft über seinem Bett, mit Blut geschrieben, etwas mit seinem Tod zu tun? Bald ist klar, dass es sich um den Auszug eines Kirchenliedes handelt, der Sinn dahinter jedoch erschließt sich weder Elma noch ihrem Vorgesetzten Hörður.

Der mittlerweile fünfte Island-Krimi führt zwischendurch fünfundzwanzig Jahre zurück in ein Ferienlager, in dem Þorgeir mit seinen Jugendfreuden die Ferien verbrachte. Damals kam es zu einem Unfall mit Todesfolge, die Ermittlungsakte jedoch, die Elma anfordert, gibt nicht viel her. Aber Elma lässt nicht locker, sie ahnt einen Zusammenhang mit ihrem heutigen Fall.

Da ich die Vorgängerbände aus der Reihe „Mörderisches Island“ verschlungen habe, war ich auf Band fünf sehr neugierig, der mich letztendlich eine schlaflose Nacht gekostet hat.

Als erstes war es das Personenregister, das ich als hilfreich empfand, denn gerade die isländischen Namen sind mir nicht geläufig. Es ist in Personengruppen unterteilt, der Lesefluss ist schon allein deshalb gegeben. Die Story ist raffiniert aufgebaut, ich erlebe ein und dieselbe Szene aus verschiedenen Blickwinkeln, die ich zeitversetzt lese. Daneben und dazwischen sind es viele, die mir verdächtig erscheinen, jedoch scheint bei jedem mehr als ein entscheidendes Detail zu fehlen. Ein ziemlich großer, alter Blutfleck, der mit einem Teppich abgedeckt ist, gibt Rätsel auf. Warum wird der erwähnt? Und das nicht nur einmal? Hat er eine Bedeutung? Elma nimmt Þorgeirs Umfeld, sein heutiges und sein damaliges Leben, auseinander.

Und dazwischen sind es die privaten Momente mit Sævar und ihrer kleinen Tochter Adda, die nun er in Elternzeit betreut, welche die Ermittlungsarbeit auflockern. Hörður wiederum hat an ganz anderer Front zu kämpfen, ein Sturz setzt ihm ziemlich zu. Die Aufklärung steht aber dennoch stets im Vordergrund. Elma ist auf der richtigen Spur, was nicht jedem gefällt, sie aber nicht davon abhält, sowohl den Vorkommnisse im Ferienlager vor langer Zeit als auch den heutigen Verbrechen nachzugehen.

Eva Björg Ægisdóttir bietet eine wendungsreiche Story, die sich ziemlich vielschichtig präsentiert, um auf verschlungenen Pfaden dann doch gelöst zu werden. Ihre charakterlich starken Figuren sind allesamt glaubhaft, allen voran natürlich Elma und Hörður neben Sævar, der – so wie es den Anschein hat – schwer an einem Geheimnis trägt, das sich vielleicht im nächsten Band offenbart. Und natürlich werde ich wieder dabei sein, im „Mörderischen Island“.

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Veröffentlicht am 03.09.2025

Willkommen im Pramtower

Der Tower
1

Nova ist ziemlich fertig. Ihr Freund hat sie verlassen, die Wohnung wurde ihr gekündigt und auch braucht sie einen neuen Job. Und da – sie kann es noch gar nicht fassen:

„Ich bin der glücklichste Mensch ...

Nova ist ziemlich fertig. Ihr Freund hat sie verlassen, die Wohnung wurde ihr gekündigt und auch braucht sie einen neuen Job. Und da – sie kann es noch gar nicht fassen:

„Ich bin der glücklichste Mensch der Welt, summt sie, als sich vor ihr das gigantische Hochhaus wie ein Leuchtturm im violettfarbenen Himmel erhebt. Ihr neues Zuhause.“

Es ist die Chance ihres Lebens, als sie ganz unerwartet einen Anruf erhält, in dem ihr eine gewisse Kim eröffnet, dass sie ab sofort im Pramtower wohnen wird. Und das für ein ganzes Jahr, völlig kostenlos. Ihre Bewerbung dafür liegt sechs Monate zurück und jetzt, zur genau richtigen Zeit, hat sie mehr als nur eine neue Wohnung, der luxuriöse Pramtower ist ein absoluter Traum, der jedoch ganz schnell ausgeträumt ist…

…denn bald bekommt der schöne Schein Risse. Der Tower ist komplett KI-gesteuert, ihre Stimme ist ihr Schlüssel für ihr Domizil, jeder Wunsch wird ihr erfüllt, jeden Freitag ist ein Etagentreffen anberaumt - mit Anwesenheitspflicht. Bald erfährt sie vom Suizid ihrer Vormieterin, Nachbarn benehmen sich seltsam, sie hat bald das Bedürfnis, hier wegzuziehen.

Mit KI werden wir immer mehr konfrontiert, das Thema ist sehr aktuell. Dass ein Hochhaus mitten in Berlin KI-gesteuert ist, ist durchaus als realistisch anzusehen. Ivar Leon Menger treibt es auf die Spitze, Novas anfängliche Faszination kippt, ihr Nachbar behauptet gar, dass Kim, die Stimme der Künstlichen Intelligenz, ihn festhält. Glaubt sie ihm? Eins steht fest: Kim ist stets gegenwärtig, KI sieht alles, KI hört alles, KI hat die Macht. Aber warum sollte sie an einem Mieter festhalten?

Das Szenario eines komplett KI-gesteuerten Gebäudes, in dem man nichts braucht als seine eigene Stimme, hat was - solange der Mensch die Oberhand behält, andernfalls wird man zur ferngesteuerten Marionette.

Die Story ist arg überzogen, klar. Die Figur Nova agiert in ihrer Naivität eher als eine Getriebene. Zu leichtgläubig, ja unbedarft vertraut sie den falschen Leuten. Ob eine selbständige junge Frau wirklich dermaßen einfältig ist, wage ich zu bezweifeln. Und doch habe ich um sie gebangt und mit ihr gelitten, was auch der durchgehend beklemmenden Atmosphäre geschuldet ist, die der Autor bestens versteht, herzustellen. Von Anfang an hatte ich viele Fragezeichen im Kopf, während des Lesens war ich hin- und hergerissen, lange, sehr lange konnte ich nicht absehen, wohin das Ganze führt, ob sich doch noch alles einigermaßen zum Guten wenden wird. Bis zuletzt ist nicht klar, wer hier ein doppeltes Spiel spielt. Denn wenn man denkt, alles sei überstanden, dann ist es das noch lange nicht. Ein Thriller – so spannend wie beklemmend, der ganz old school, ohne KI, gut unterhält.

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Veröffentlicht am 02.09.2025

Historischer Roman über Kreuzritter, dem deutschen Thronstreit und noch mehr

Das Lied des Vogelhändlers
5

Ralf H. Dorweiler führt in seinem historischen Roman „Das Lied des Vogelhändlers“ in die Zeit des deutschen Thronstreits, als die Adelshäuser der Staufer und der Welfen um die Krone des Heiligen Römischen ...

Ralf H. Dorweiler führt in seinem historischen Roman „Das Lied des Vogelhändlers“ in die Zeit des deutschen Thronstreits, als die Adelshäuser der Staufer und der Welfen um die Krone des Heiligen Römischen Reiches streiten.

Vor diesem geschichtlichen Hintergrund lese ich von dem Dritten Kreuzzug ins Heilige Land, den Barbarossa anführt, wir schreiben das Jahr 1190. Nachdem sie ihren Onkel verloren hat, schließt sich Franziska von Hellenau den Ordensschwestern an, die für den mitreisenden Bader arbeiten. Sie erwirbt viel Wissen und bald wird sie zu dem schwer verletzten Markgrafen Hermann IV. von Baden gerufen, der Falkner Rupert ist stets an seiner Seite. Als Alleinreisende inmitten des Kreuzzuges ist sie sich bewusst, dass sie von einer ganz bestimmten Sorte Mann als Freiwild angesehen wird, nicht jeder ist ein Ehrenmann und so manch bieder auftretende Gestalt entpuppt sich als Lügner und Intrigant, der sich aber dennoch ob seines miesen Charakters lange durchschlängeln kann.

Der Roman wird in zwei Zeitebenen erzählt, einmal 1190 während des Kreuzzuges und dann auf Burg Hachberg, zehn Jahre später. Jedes Kapitel ist einem Vogel gewidmet, angefangen vom Wanderfalken bis hin zur Krähe. Durch die den Kapiteln vorangestellten Zeit- und Ortsangaben weiß man stets, welchem Erzählstrang man folgt und vorneweg findet man das gut strukturierte Personenverzeichnis, das vor allem anfangs sehr hilfreich ist.

Es ist zwei Tage vor Beginn des großen Turniers, das auf Burg Hachberg im Schwarzwald stattfinden wird. Am Donnerstag, den 11. Mai 1200 beobachte ich Wigbert, den Vogelhändler, als er sich dem Nest des Wanderfalken-Paares nähert. Zwei Küken sind geschlüpft, nur eins davon raubt Wigbert, denn für eine Nachbrut ist es in diesem Jahr schon zu spät. Diese Klettertour ist nicht ungefährlich, der Felsen ist rutschig, die Falken verteidigen ihre Brut, das ist nichts für schwache Nerven. Wigbert, der Vogler, sorgt auch so für Nachschub, er wird mit seinem Mündel Almut am Rande des Turniers seine Vögel den feinen Herrschaften anbieten.

Ralf H. Dorweiler zeigt eine längst vergangene Zeit auf, voller Intrigen und Machtkämpfe. Mittendrin ist auch Walther von der Vogelweide, dessen Ruhm bis in unsere Tage anhält. Der Thronstreit zwischen dem Staufer Philipp von Schwaben und dem Welfen Otto von Braunschweig, in den sich Papst Innozenz III. einmischt und letztendlich entscheidet, ist in die Handlung gut eingeflochten. Die beiden Handlungsstränge nähern sich an, ich erfahre am Rande auch so einige damals übliche Gepflogenheiten wie etwa das Mitnehmen eines Vogels im Käfig als Sensor der Luftqualität eines Stollens, erlebe die Schlacht gegen die Rum-Seldschuken. Im direkten Gefolge des Kaisers waren Media, Wundärzte, Feldschere und Bader dabei und zehn Jahre später dann staune ich über das üppige Gelage auf Burg Hachberg, bei dem nicht alles mit rechten Dingen zugeht. Ein Anschlag – wem galt er? Ich habe hier nur einige wenige Sequenzen herausgezogen, der Roman bietet sehr viel mehr.

Jedes Detail, jede einzelne Charakter ist in sich stimmig, die Handlung logisch aufgebaut, alle Szenen sind lebendig beschrieben, ich hatte stets das Gefühl, direkt dabei zu sein, ich war tief drin in der Erzählung.

Von Ralf H. Dorweiler habe ich bis dato noch nichts gelesen, werde dies jedoch nach „Das Lied des Vogelhändlers“, diesem absolut lesenswerten Buch, bald ändern. Er versteht es bestens, das Historische mit den fiktiven Elementen zu einer unterhaltsamen, gut lesbaren Geschichte zu verbinden - ein empfehlenswerter Roman, nicht nur für geschichtlich interessierte Leser.

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  • Historisch
Veröffentlicht am 02.09.2025

Geheimnisvoll, abgründig, gruselig

Halloweenkind
2

Süßes oder Saures – wer kennt diesen Spruch nicht. Halloween ist die Nacht der Geister und nicht nur die Kinder verkleiden sich, auch die Erwachsenen schlüpfen in ihr schaurig-schönes Kostüm. Sie bleiben ...

Süßes oder Saures – wer kennt diesen Spruch nicht. Halloween ist die Nacht der Geister und nicht nur die Kinder verkleiden sich, auch die Erwachsenen schlüpfen in ihr schaurig-schönes Kostüm. Sie bleiben im Hintergrund, während die Kinder, unter ihnen auch der 11jährige Joshua, von Haus zu Haus gehen, um ihre Taschen mit möglich viel Süßem zu füllen. So weit, so in Ordnung.

Wäre da nicht das nun zwei Jahre zurückliegende Verschwinden von Vincent, der jetzt zwölf Jahre alt sein müsste. Er verschwand am 31.10.2022 um ca. 19.45 Uhr. Er trug ein Geisterkostüm, das dem heutigen von Joshua aufs Haar gleicht. Und nun ist es Joshua, der spurlos verschwindet. Er war mit Erik unterwegs, beide Jungs haben sich der größeren Ausbeute wegen kurz getrennt. Als Erik mit seinen Süßigkeiten zu den wartenden Eltern zurückkehrt, fehlt von Joshua jede Spur. Lediglich sein blutbespritztes Kostüm wird später gefunden.

Die Ausgangssituation ist unwirklich und gleichzeitig bedrohlich. Die Polizei schaltet sich ein und auch Lea, die als Opferhilfe tätig ist, wird aktiv. Sie gehört zum Freundeskreis der Eltern, kennt also die direkt beteiligten Personen gut. Eine groß angelegte Suchaktion ergibt nicht viel, ein Geisterhaus gerät in den Focus, ein Käfer gibt Rätsel auf und immer mehr hat es den Anschein, als ob jeder etwas zu verbergen hätte. Hat Joshuas Verschwinden direkt mit dem noch immer ungeklärten Fall Vincent zu tun?

Halloween war für mich bereits Ende August, aber dennoch nicht weniger gruselig. Lars Engels inszeniert dieses Drama gewollt á la Steven King, die scheinbar perfekte Idylle der Familien bröckelt, je mehr man hinter die mühsam aufrechterhaltenden Fassaden blickt, so manch sorgsam gehütetes Geheimnis wird enthüllt. Das Lügenkonstrukt bekommt mehr und mehr Risse, danach ist nichts mehr, wie es einmal war.

„Die Lebenden und die Geister" sind der Story vorangestellt, was angesichts der doch vielen Charaktere hilfreich ist. Bis die Story Fahrt aufnimmt, dauert es schon ne ganze Weile, ich hätte mir so einiges verkürzt gewünscht. Als dann eine Person auftaucht, nachdem Joshua verschwindet, wird es richtiggehend verwirrend, die Spannung zieht an, es gibt unerwartete Wendungen, ich fiebere mit, spüre ihre Ängste, bin irritiert und geschockt.

„Halloween“ ist ein gut inszenierter Thriller mit Schockmomenten, die es an Halloween ja durchaus geben sollte, dessen wahre Hintergründe er lange nicht preisgibt. Ein für Thriller-Fans kurzweiliger Lese- und Gruselstoff, den ich – nach dem etwas zähen, zu langen Anfang – am Stück verschlungen habe.

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