Drei Generationen – drei Schicksale
Real Americans
Mit „Real Americans“ spannt die Autorin Rachel Khong einen weiten Spannungsbogen über drei Generationen, wobei es dabei Hauptsächlich um Identität, Zugehörigkeit und Selbstbestimmung geht.
In drei Handlungssträngen ...
Mit „Real Americans“ spannt die Autorin Rachel Khong einen weiten Spannungsbogen über drei Generationen, wobei es dabei Hauptsächlich um Identität, Zugehörigkeit und Selbstbestimmung geht.
In drei Handlungssträngen erzählen aus ihren jeweiligen Perspektiven, Lily, ihr Sohn Nick und ihre Mutter May, ihre Lebensgeschichten.
New York City, Silvester 1999. Lily Chen ist 22, Tochter chinesischer Einwanderer und unbezahlte Praktikantin in einem hippen Medienunternehmen. Trotz abgeschlossenem Studium findet sie keinen festen Job und spürt die stetige Enttäuschung ihrer Mutter. Mit ihrem Vter hat sie ein gutes Verhältnis, ist er es doch, der ihr hier und da etwas Geld zusteckt. Auf der Weihnachtsfeier trifft sie Matthew – charmant, privilegiert, Erbe eines Pharmaimperiums – und sie verlieben sich. Zwei Welten prallen aufeinander. Und doch scheint alles möglich. Bald sind beide verheiratet und Sohn Nick kommt zur Welt und dann überschlagen sich die Ereignisse, der Handlungsstrang bricht unvermittelt ab und lässt mich verstört zurück!
Der zweite Handlungsstrang spielt 21 Jahre später. Lily lebt in ärmlichen Verhältnissen mit ihrem Sohn Nick auf einer abgelegenen Insel. Nick spürt das Etwas fehlt aber Lily bleibt eisern und nennt ihm nur den Vornamen seines Vaters. Als Nick nach seinem Vater sucht, stößt er auf Geheimnisse, die alles verändern – nicht nur für ihn.
Im dritten Handlungsstrang geht es um May, Nicks Großmutter, die mit allen Mitteln versucht, Kontakt zu ihrer Tochter und zu ihrem Enkel herzustellen. Bei Lily hat sie kein Glück während May auf der anderen Seite, das Herz von Nick gewinnt.
May erzählt ihre Lebensgeschichte und oft habe ich mich gefragt, erzählt sie diese Nick oder erzählt sie nur ihre Erinnerungen? Im kommunistischen System Chinas, war es sicher sehr hart für eine junge ehrgeizige und aufstrebende Wissenschaftlerin. Sie verrät ihre große Liebe um einem Mann in die Freiheit nach Amerika, folgen zu können.
In den drei Handlungssträngen werden jeweils unglaublich viele Themen aufgegriffen, die aber zum Ende der Geschichte, nicht wirklich harmonisch verknüpft sind. Mays Geschichte, hätte mir persönlich besser aufgeteilt am Anfang und zum Ende hin, gefallen.
Fazit:
„Real Americans“ ist sowohl eine Familiengeschichte als auch ein Gesellschaftsroman, der die Handlung teilweise sehr schnell voranschreiten lässt aber wichtige Entwicklungen im Zeitraffer erzählt. Durch die vielen unterschiedlichen Themen und ständig wechselnden Perspektiven gingen leider so manche emotionalen Momente verloren. Diese außergewöhnliche Geschichte mit seinen Protagonisten konnte mich nicht wirklich berühren.