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Veröffentlicht am 06.06.2025

Dieses Buch ist eine Bereicherung

Blackouts
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Der „Palast“ erhob sich als stattliches Gebäude aus dem Wüstensand. Es musste einmal ein Hotel oder ein Pflegeheim gewesen sein, hatte seine beste Zeit jedoch lange hinter sich gelassen. Der abblätternde ...

Der „Palast“ erhob sich als stattliches Gebäude aus dem Wüstensand. Es musste einmal ein Hotel oder ein Pflegeheim gewesen sein, hatte seine beste Zeit jedoch lange hinter sich gelassen. Der abblätternde Putz bot einen Blick auf rote Backsteine. Hier hatte der Mann, den er besuchen sollte, ein Zimmer gemietet. Der Mann hielt sich am Türrahmen fest, als er die Treppe heraufkam, der Körper ausgezehrt, fast skelletiert, aber in seinen Augen brannte ein Feuer. Er würde bei ihm bleiben, solange es dauerte, versprach er dem Fremden, der sich Juan nannte. Aber eigentlich, und das wusste auch Juan, konnte er nirgends hin. Juan war auf der Suche nach Miss Jan Gay gewesen, deren Nachname auch seiner war. Die Suche hatte Juan lange in Beschlag genommen und er sollte sein Projekt zu Ende bringen.

Sie waren sich früher schon einmal begegnet, das Leben hatte sie für wenige Wochen zusammengeführt, als er siebzehn war. Damals schon hatte Juan verbraucht und verlebt ausgesehen, mit seiner fleckigen Haut und dem faltigen Gesicht. Sie trafen in einer Einrichtung aufeinander, er zu reif für sein Alter. Sie frisierten die Regeln und brachten ihn bei den Erwachsenen unter. Es machte ihn stolz, auf eine erwachsene Art geistesgestört zu sein. Sie waren Staatsmündel gewesen und standen unter ständiger Beobachtung.

Das Projekt, das er weiterführen sollte, bestand aus einer Aktenmappe mit losen Seiten, Fotografien, Zeitungsartikeln und Notizzetteln. Ein bis zwei Bände mit Forschungsstudien seien damals veröffentlicht worden mit dem Titel: „Sex Variants. A Study in Homosexual Patterns“. Allerdings nicht unter dem Namen der Urheberin Jan Gay. Drei Männer hatten sich ihre Studien angeeignet. Juan wollte der Welt zeigen, dass es Jan und ihre wichtige Arbeit gab.

Fazit: Justin Torres hat eine ungemein feinsinnige Geschichte erzählt, die teils auf historischen Ereignissen, teils auf Fiktion beruht. Seine beiden Protagonisten sind homosexuell und sind von Puerto Rico nach Amerika gekommen. Die lesbische Jan Gay kam ursprünglich aus Deutschland nach Amerika und forschte in den 30er-Jahren zum Thema Homosexualität. Sie wollte die gesellschaftliche Sichtweise, queere Menschen als psychisch krank und kriminell zu stigmatisieren, auflösen. Wie bei so vielen begabten Frauen dieser Zeit haben Männer sich deren Aufzeichnungen angeeignet und zu eigen gemacht. Der Autor webt die Geschichte Jans geschickt in die Existenzen der beiden Männer ein. Und ich erfahre über deren kurzes Zusammensein alles über deren Herkunftsgeschichte, die sie sich, wie in luziden Träumen in den heißen Nächten nebeneinanderliegend, erzählen. Die Stimme des Autors ist so fesselnd, dass ich durch dieses Kunstwerk, mit zahlreichen schwarz-weiß Fotos und den Textausschnitten aus Jans Studien, regelrecht gerauscht bin. Justin Torres hat die Gabe Poesie, Humor, Pathos, Spannung, Lebensweisheit und Melancholie wohldosiert an den richtigen Stellen einzustreuen. Ein ganz wichtiges Buch zur Historie der Homosexualität und für mich eine echte Bereicherung.

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Veröffentlicht am 04.06.2025

Für meinen Geschmack zu viele Klischees

Landleben
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Rivka ist fünfunddreißig und eine alleinstehende Frau. Sie weiß, dass sie bedauernswert ist. Ihr Vater Dr. Jacob Shaab muss in der Eckkneipe zur Toilette gehen, weil seine Tochter ihn per Gegensprechanlage ...

Rivka ist fünfunddreißig und eine alleinstehende Frau. Sie weiß, dass sie bedauernswert ist. Ihr Vater Dr. Jacob Shaab muss in der Eckkneipe zur Toilette gehen, weil seine Tochter ihn per Gegensprechanlage an der Haustüre abweist. Es passe gerade nicht so gut. Ihr schlechtes Gewissen und die Traurigkeit lassen sie ihre Zähne in die Fingergelenke schlagen. Sie geht dazu über die Wohnung zu putzen, entschuldigt sich telefonisch bei Eltern und Freunden und ruft den Anwalt an, dessen Nummer sie sich notiert hatte und zeigt Gesprächsbereitschaft.

Die Hausbesichtigung mit Esse war zu schön, um wahr zu sein. Nachdem der Makler sie durch die Räume geführt und Snibbe sich unter der alten Platane gewälzt hatte, saßen sie im Auto und ließen, jede für sich, die Eindrücke auf sich wirken. Es war perfekt, aber beide hatten genug Lebenserfahrung gesammelt, um zu wissen, dass es immer einen Haken gab und es einfach nur auf dessen Größe ankam. Nach einem kurzen Blick hielt Esse an und machte dem Makler telefonisch ein Angebot.

Der Abschied aus Amsterdam verlief schnell und unsentimental. Die Stadt weckte Bedürfnisse, die laufend Befriedigung suchten. In den Cafés und Kneipen grassierte die alles entscheidende Frage, ob dies eine Welt sei, in die man noch Kinder setzen sollte. Die Leute stressten sich. Rivka brauchte dringend Inspiration für ihre Bücher, die ihr die Stadt nicht lieferte und Esse suchte einen Ort, der sie zur Ruhe kommen ließ. Und vielleicht wäre Onderweer so ein Ort geworden, wenn ihnen die Autorin Eva Alta nicht begegnet wäre.

Fazit: Nina Polak hat eine Geschichte geschrieben, die zwei Frauen zeigt, die sich aus guten Gründen für das Leben auf dem Land begeistern. Esse findet ihr Glück in der Gartenarbeit und im Fotografieren, während Rivka nach Worten sucht. Die Autorin verhandelt die Themen Homophobie, Frauenfeindlichkeit, Depression, Liebe, Selbstfindung, Eifersucht und Manipulation und ich fand das ganz schön viel für ein Buch. Es dauerte etwa die Hälfte der Geschichte, bis ich mich angenehm unterhalten fühlte. Neben den vielen Klischees und den Charakteren, von denen mir keine einzige sympathisch war, störte mich das infantile Agieren aller Beteiligten. Die Sprache fand ich nicht außergewöhnlich und die Themen auch nicht. Auch wenn es mir nicht gefallen hat, wird das Buch sicher seine Leserinnen finden.

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Veröffentlicht am 03.06.2025

Gute verrückte Unterhaltung

Damenschach
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Marie-Louise wird fünfzig. Da es sich in der Prämenopause schlecht schlafen lässt, hat sie die ganze Nacht Ingeborg Bachmann Gedichte gelesen. Sie will ein Mann sein. Nein, sie ist schon einer. Sie hat ...

Marie-Louise wird fünfzig. Da es sich in der Prämenopause schlecht schlafen lässt, hat sie die ganze Nacht Ingeborg Bachmann Gedichte gelesen. Sie will ein Mann sein. Nein, sie ist schon einer. Sie hat diese Architektenvilla, das Geld und ihre Affären mit Jungs, die halb so alt sind wie sie. Was braucht es mehr? Die Villa hat Thomas zu seinen Lebzeiten entworfen, aber das ist unerheblich. Heute wird sie nach Jahren ihre Zwillingsschwester wiedersehen, die sich jetzt Marius nennt.

Der erste Anruf des Tages kommt von Mutter. Marie-Luise schaltet ihr Telefon aus. Ihre Hausdame Irvana begrüßt sie zum Frühstück und gratuliert. Sie hat ein ganzes Silbertablett mit Palatschinken, Blutorangensaft, Quittenmarmelade und Semmeln beladen und nötigt Marie-Louise, sich den Teigfladen anzunehmen. Die bekommt allmählich Kopfschmerzen von dem unbequemen Sitzmöbel. Thomas war der Ansicht, dass unbequemes Sitzen den Alterungsprozess aufhalte. Und es stimmt auch, er war ja tatsächlich nicht alt geworden. Sie entsinnt sich, wie Thomas durch die Welt flaniert war und sie, die Strohwitwe, einmal pro Monat ins verhasste Venedig einlud. Wo sie ihrer üblichen Aufgabe des Schmollens nachkam und ihrer Mutter immer ähnlicher wurde.

Es klingelt und Irvana eilt zur Tür, noch bevor Marie-Luise sie aufhalten kann. Sie steckt in ihrem fleckigen Bademantel, die Haare zerzaust, weil sie niemanden erwartet hat. Jetzt hört sie im Flur die Stimme, die David ihrem Hausfreund gehört und sucht eine Fluchtmöglichkeit.

Fazit: Finn Job hat eine Gesellschaftssatire geschaffen, die rasant an Fahrt aufnimmt. Die Protagonistin ist eine privilegierte Fünfzigerin. Das Gefühl der Einsamkeit kompensiert sie, indem sie das statisch kühle Wohnambiente mit allerlei Tand, Kitsch und Antiquitäten aufmischt. Ihre Schwester hat sich einer geschlechtsangleichenden Operation gestellt und lebt nun das Leben eines wohlsituierten Galeristen, dessen Alleinstellungsmerkmal auf ethnischer Kunst beruht. Der Hausfreund entpuppt sich als depressiver Jasager mit Alkoholproblem und die „Zofe“, als kühl kalkulierte Bedienstete, die alles über ihre Hausherrin weiß, aber auch über ein immenses Allgemeinwissen und musische Begabungen verfügt. Die einzige Unbekannte ist die junge lesbische Begleitung Marius, die sich problemlos aushalten lässt. Der Autor lässt alle Beteiligten aufeinanderprallen. Im Streitgespräch scheinen alle Intensionen auf. Es geht um Political Correctness und Moralvorstellungen, die auf menschliche Gefühle wie Missgunst, Neid und Eifersucht prallen und stellt alle Besucher ins Rampenlicht. Es sind verzweifelte und doch irgendwie liebenswerte Charaktere, die in dieser skurrilen Geschichte koexistieren. Das war gute verrückte Unterhaltung.

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Veröffentlicht am 02.06.2025

Vielschichtig und tiefgreifend

Übung in Gehorsam
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Sie war das Vorausahnen von Bedürfnissen, durch die Pflege ihrer Geschwister, seit frühester Kindheit gewohnt.

Ich war das jüngste Kind, das jüngste von vielen, mehr als zu erinnern mir lieb ist. ...

Sie war das Vorausahnen von Bedürfnissen, durch die Pflege ihrer Geschwister, seit frühester Kindheit gewohnt.

Ich war das jüngste Kind, das jüngste von vielen, mehr als zu erinnern mir lieb ist. S. 11

Die totale Hingabe an die anderen, allen gerecht zu werden, machte es ihr nötig, sich selbst zu verkleinern und zu verringern.

In ihrem späteren Leben hatte sie keine Verpflichtungen. Das Leben war längst an ihr vorbeigezogen. Sie hatte eine Weile als Journalistin gearbeitet, die Nachrichtenagentur aber dann verlassen müssen, weil der unbefristete Arbeitsvertrag das so vorgab. In diesem kaum Vorhandensein, kaum Wahrgenommenwerden, rief ihr ältester Bruder sie an, um eine Bitte vorzutragen. Er hatte sich kürzlich von seiner Frau, den jugendlichen Kindern und deren wachsenden Forderungen getrennt. Da er sich jetzt inständiger um seine Geschäfte kümmern würde, brauchte er jemanden, der sein Haus betreute. Das großzügige alte Herrenhaus lag im Norden, in dem Städtchen, in dem schon der Großvater gelebt hatte, damals, bevor sich die Dinge zu seinem Nachteil veränderten. Frei jeglicher Verpflichtungen sagte sie zu, ihrem Bruder zu dienen.

Er erzählte ihr von der verheerenden Ehe, die von Anfang an zum Scheitern verurteilt gewesen war. Sie hätten zu viel übereinander gewusst und das stillschweigende Gelübde gebrochen, einander nie zu erzählen, welche Scheußlichkeiten man im anderen erblickte. Sie sei heimlich eines Nachts mit den Kindern nach Lugano zu ihrer Familie verschwunden.

Sie verrichtete den Dienstplan ihres Bruders an Frau und Kindern statt und putzte, wusch, kochte, kaufte ein, heizte ein, hackte Holz und pflegte den Garten. An jedem Morgen weckte sie den Bruder mit dem Frühstückstablett, legte ihm die Kleidung heraus, ließ sein Bad ein und während er im Wasser lag, las sie ihm die neuesten politischen Skandale der Kreisstadt vor. Doch schon bald erkrankte der Bruder.

Fazit: Sarah Bernstein hat eine Geschichte von großer Tiefe und Tragweite geschaffen. Ihre Protagonistin, schon ganz früh aufs Kümmern getrimmt, muss sich den kleinen sadistischen Anfeindungen, vor allem des älteren Bruders aussetzen. Der Verlust der Kindheit und der Druck der Verantwortung lässt sie in devoter Unterwürfigkeit verharren. Im Erwachsenenalter hinterlassen mögliche Partner oder Partnerinnen eine tiefe Leere in ihr. Ihrem Bruder zu dienen, von ihm gebraucht zu sein, scheint ihr das sinnvollste. Sie sucht keinen Kontakt zur Dorfgemeinschaft, lernt, obwohl sprachbegabt, deren Sprache nicht. Sie genießt die Einsamkeit der Wälder jede freie Minute. Als sie das Dorf doch aufsuchen muss, um Vorräte zu besorgen, reagieren die Menschen verhalten bis abweisend auf sie. Man bekreuzigt sich, Mütter klappen die Verdecke ihrer Kinderwagen hoch und wenden sich ab. Seit sie in dem Herrenhaus aufgetaucht ist, ereignen sich allerlei Ungereimtheiten. Die Schweinepest, die Vogelgrippe und eine Kartoffelfäule. In ihrer grenzenlosen Unbeholfenheit mahnt sie sich zu mehr Verständnis und Einsicht zugunsten der Dorfbewohner. Bald wird klar, dass die Familie der Protagonistin jüdisch ist, die Dorfbewohner sind Christen. Der Anklang an Vertreibung und Heimatlosigkeit wird zart angedeutet. Die nebulöse Stimmung in der symbolträchtigen Geschichte lässt viel Interpretationsspielraum. Doch ich glaube zwei Deutugsstränge zu erkennen. Zum einen den machtausübenden Bruder und die opferbereite und damit manipulative Schwester, die den Bruder zuerst an unsichtbaren Zügeln führt und später offensichtlich übergriffig bedrängt. Zum anderen die unterdrückte Schwester mit der großen Opfer- ja fast Bußbereitschaft. Ein Leben, das mit so viel Scham und Schuld behaftet ist, wie es die Leben von traumatisierten Menschen oft sind. Außerdem die Feindseligkeit der Dörfler, die die grenzenlose Einsamkeit eines Menschen, der aus guten Gründen andere Menschen meidet, verstärkt. Jemand wird grundlos ausgeschlossen. Sie ordnet sich unter bis zur Unsichtbarkeit. Das klingt schon alles nach einem Jahrhunderte währenden jüdischen Leben, mit allen nicht zu rechtfertigen Konsequenzen von außen. Was für ein gelungenes Buch, das mich so sehr zum Nachdenken inspiriert hat. Toda raba

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Veröffentlicht am 30.05.2025

Bildreich und spannend

Die Schrecken der anderen
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Methangas zu entzünden ist einfach. Du schlägst mit der Spitzhacke ein Loch in die dünne Eisschicht, hälst ein Feuerzeug dran. Zack Stichflamme. Dieser simplen Anleitung folgte der Dreizehnjährige am nächsten ...

Methangas zu entzünden ist einfach. Du schlägst mit der Spitzhacke ein Loch in die dünne Eisschicht, hälst ein Feuerzeug dran. Zack Stichflamme. Dieser simplen Anleitung folgte der Dreizehnjährige am nächsten Tag auf seinen Schlittschuhen. Er wird die Methangasblase finden, den See Feuer speien lassen, filmen, hochladen, berühmt werden.

Schibig ist froh, Archivar zu sein. Dieses ganz für sich und dem Papier zu sein, liegt ihm mehr als die Welt da draußen. Sein Therapeut hat ihm beigebracht, tief durchzuatmen, die Hände zu Fäusten zu ballen und langsam zu zählen. Diesen Notfallplan hat er so sehr verinnerlicht, dass seine Kehle sich bald wieder öffnet, nachdem sie sich krampfartig verschlossen hat. Aber dann ruft Phil an, der Bruder seiner Ex-Freundin und bittet ihn um einen Gefallen.

Schibig tappt über den gefrorenen Ödwilersee. Er kontrolliert seinen Herzschlag, kann weder Ohrensausen noch Übelkeit feststellen. Die Kälte hilft. Er wird nur kurz etwas für Phil überprüfen und dann Entwarnung geben. Die Alte mit der Zigarette in der Hand beobachtet ihn vom Wohnwagenfenster aus. Er könnte der richtige sein, denkt sie.

Hanna Kern bleibt trotz beidseitiger Bemühungen kinderlos. Jetzt sucht sie auf den entsprechenden Onlineseiten nach biologischem Material. Ihr Mann weiß das. Nicht, dass er es gutheißen würde, aber er weiß nicht, wie er sie davon abhalten kann.

Kerns Mutter thront unter dem Dach. Sie hat allerlei Ratschläge für das Paar parat. Aber nicht nur das. Boshaft und machtbesessen ist sie. Ist sie auch die Verwalterin des Nazigolds?

Fazit: Die Trägerin des Schweizer Buchpreises 2021 hat die Schrecken der Vergangenheit an die Oberfläche geholt und sichtbar gemacht. Mit kleinsten, auf den ersten Blick, zusammenhanglosen Episoden malt sie ein Gesamtbild. Ihre Sprache ist bildreich und so bin ich mittendrin in einer großen Vertuschung, die Agatha Christie gleichsam eine spannende Aufklärung findet. Fast jedes Kapitel endet mit einem gut gemachten Cliffhanger und lässt mich neugierig hoffen, bald mehr zu erfahren. Die Autorin ist ein ganz großes Schreibtalent. Das war mitreißend, spannend und unterhaltsam.

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