Actionreicher Young-Adult-Krimi mit der allerschönsten Buchausstattung
Missing Page - Tödliche WorteVorneweg: ich mochte das vorherige Buch der Autorin (Hotel Ambrosia) so sehr und habe mich so dermaßen auf das neue Buch gefreut.
Optisch toppt es das Hotel sogar noch. Ich lehne mich jetzt weit aus dem ...
Vorneweg: ich mochte das vorherige Buch der Autorin (Hotel Ambrosia) so sehr und habe mich so dermaßen auf das neue Buch gefreut.
Optisch toppt es das Hotel sogar noch. Ich lehne mich jetzt weit aus dem Fenster, wage aber zu behaupten, dass ich jetzt schon das schönste Buch 2026 besitze.
Ein schöner Farbschnitt und ein ebenso Lust auf den Inhalt machendes Cover und dazu auch noch ein aufklappbares Fenster, das ich zuerst gar nicht entdeckt hatte. Plus ein Page-Overlay. Bei schönen Buchschnitten bin ich ja immer völlig aus dem Häuschen, den Hype um Page-Overlays konnte ich aber ehrlich gesagt bislang nicht nachvollziehen. Hier hat das Zusatzblatt aber einen Nutzen und ist in das Leseerlebnis integriert, lasst Euch überraschen.
So, jetzt aber zum Inhalt. Toppt auch der noch mal Hotel Ambrosia? Ich bin ja mit riesigen Erwartungen gestartet und muss für mich sagen: nein, an den Vorgänger kommt das Buch für mich nicht ganz ran.
Worum geht es?
Toni, junge 17 Jahre, hat es geschafft. Sie hat einen der wenigen und sehr begehrten Plätze eines Schreibworkshops ergattert. Mit einem Bestsellerautor, in seinem Herrenhaus in Schottland. Der berühmte Autor hat sich die letzten Jahre sehr rar gemacht und seinen Landsitz nicht mehr verlassen, nun will er dem Gewinner oder der Gewinnerin des Workshops sein Vermögen hinterlassen.
Doch dann wird es unheimlich im alten Herrenhaus. Eine fremde Person wird immer wieder gesehen, Einbrüche geschehen und dann kommt noch ein Sturm auf, der alle im Herrensitz isoliert. Toni schlafwandelt und die Ereignisse nehmen ihren Lauf.
Das Setting ist super, Schottland, ein alter Herrensitz, ein kauziger und auch fieser Bestsellerautor und Personal, das sich merkwürdig verhält. Mitten drin lauter Teenager, die fest entschlossen sind, das Rennen um den besten Nachwuchsautor oder die beste Nachwuchsautorin zu gewinnen. Dazu ein Verlauf, der dramatisch wird und den ich nicht spoilern möchte. Plus ganz eventuell eine zarte Love-Story.
Trotzdem ist bei mir der magische Funke leider nicht übergeflogen.
Vielleicht, weil Aktion auf Aktion folgte, insbesondere gegen Ende hin, das machte es für mich zäh. Es zog sich gerade deshalb, war mir zu lang, hatte zu viele Schlenker und den Show-Down fand ich eher naja.
Dazu gab es relativ viele Traum-Sequenzen, die mich auch etwas genervt haben.
Auf der Plus-Seite aber so süße und witzige Details, die ich total mochte (ich sage nur Pullover) und eine durchaus in weiten Teilen gut konstruierte Geschichte.
Es war für mich zwar nicht ganz rund, insgesamt hat mir das Buch aber schon gut gefallen, nicht falsch verstehen. Ich bin eben auch mit sehr hohen Erwartungen an den Start gegangen.