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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.03.2025

Nicht, was ich erwartet hatte

Tod im Buckingham Palast
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Dieses Buch war nicht einmal ansatzweise, was ich davon erwartet habe, aber dadurch nicht zwingend schlecht. Bei dem Untertitel "Ihre Majestät ermittelt" habe ich damit gerechnet, auch wirklich den Ermittlungen ...

Dieses Buch war nicht einmal ansatzweise, was ich davon erwartet habe, aber dadurch nicht zwingend schlecht. Bei dem Untertitel "Ihre Majestät ermittelt" habe ich damit gerechnet, auch wirklich den Ermittlungen Ihrer Majestät beiwohnen zu können, und auch der Klappentext hat mich glauben lassen, dass es hauptsächlich um ihre Ermittlungen ginge, aber stattdessen ist das ganze Buch aus Sicht von Jane, die immer mal wieder ihre Erkenntnisse mit der Queen teilt. Sie arbeiten durchaus zusammen, aber es fühlt sich eher an, wie "Jane ermittelt, weil Ihre Majestät es ihr aufgetragen hat". Anfangs hat mich das ziemlich gestört, aber man gewöhnt sich schnell daran, und zum Ende hin hatte ich ziemlich Spaß an der Geschichte. Jane ist durchaus sympathisch, die Schlussfolgerungen wirken in Ordnung, und die ganze Art, wie das Buch aufgebaut ist, hat mir gefallen. Und dafür, wie ernst es ist, wirkte es gleichzeitig sehr "hell" und "einfach" auf mich. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass ich teils das Hörbuch gehört habe, und die Sprecherin eine eher fröhliche Stimme hat, weshalb das ganze Buch dadurch ein wenig freundlicher wirkte.
An einer Stelle im Buch heißt es, dass Nikki schon öfter über ihre Vergangenheit erzählt hat, und dann später redet Jane von "erst jetzt", was doch ziemlich widersprüchlich ist (oder eventuell habe ich da doch irgendwas falsch verstanden?), aber ich glaube, das war die einzige Sache, die mir wirklich nicht schlüssig vorkam, der Rest war ziemlich solide.
Insgesamt entsprach das Buch zwar nicht meinen Erwartungen, hat nachdem es mich enttäuscht hat allerdings meine Erwartungen übertroffen, und die Figuren, Handlungen, und auch das ganze Hintergrundwissen haben sehr angenehm zusammengepasst.

Veröffentlicht am 21.03.2025

Spannende Idee, konnte mich nicht überzeugen

Letztendlich sind wir dem Universum egal
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[Spoiler vorhanden, lesen mit Vorsicht]

Die Idee dieses Buches gefällt mir wirklich unglaublich gut, und immer wieder gibt es Momente, die ich einfach fantastisch geschrieben fand. Die Diversität der ...

[Spoiler vorhanden, lesen mit Vorsicht]

Die Idee dieses Buches gefällt mir wirklich unglaublich gut, und immer wieder gibt es Momente, die ich einfach fantastisch geschrieben fand. Die Diversität der Figuren, die mal ganz beiläufig, mal größer in die Geschichte eingebaut ist, hat mir wirklich gut gefallen, und A dabei zuzusehen, wie er immer wieder die Leben wechselt und in neuen Situationen ist, die er irgendwie meistern muss, fand ich wirklich spannend.
Auch hat mir das Konzept gefallen, dass es für A nicht wirklich Geschlechter gibt und es kaum einen Unterschied macht, und er sich weder männlich noch weiblich und gleichzeitig aber irgendwie beides fühlt. Ich habe das Gefühl, dass das Buch (und besonders das Hörbuch) das nicht vollkommen wiedergibt, da der Sprecher Männlich war und der Klappentext außerdem von "ihm" spricht, entsprechend wirkt es beim Lesen/Hören schon so, als wäre A männlich, aber ich hatte auch das Gefühl dass es ihn nicht stört, wenn man ihn anders wahrnimmt, und die Art, wie er einfach mit dem lebt, was ihn jeden Tag aufs neue erwartet, fand ich wirklich schön gemacht.
Was auch der Grund ist, aus dem ich wirklich gerne nur das gehabt hätte. Denn diesen Teil der Geschichte fand ich wirklich toll, und auch der Plot mit Nathan war wirklich interessant, aber leider hat die Liebesgeschichte mir überhaupt nicht gefallen. Die Tatsache, dass es Liebe auf den ersten Blick ist, und er dann wirklich immer und immer wieder darauf besteht, dass er sie liebt, und er bei ihr sein muss, und dass er ohne sie nicht leben kann, war einfach zu viel für meinen Geschmack. Dass er sie ein paar Stunden kennt und lässt seine Liebe sofort an Besessenheit grenzen, wenn man mich fragt, und dass er daraufhin immer wieder alle Grenzen überschreitet, die es gibt, nur um diese Liebe tatsächlich zu bekommen hat mir einfach nicht gefallen. Und zwar nicht nur ihre Grenzen, sondern auch die so ziemlich aller Personen, in deren Körper er steckt. Oft fand ich ihn sympathisch, in vielen kleinen Momenten mochte ich die Art, wie er denkt, aber dann gab es Momente, wie den, in dem er bereit gewesen wäre, ein Date zu versetzen, an dem ihm etwas lag, oder als er den Familienurlaub nicht mit angetreten hat und der Körper darum vermutlich die schlimmsten Probleme jemals bekommen hat/wird, und ... ich hatte einfach so oft das Gefühl, dass er Leben zerstört, und dass er das Gefühl hat, dass ein paar Stunden mit irgendeinem Mädchen (sie ist nett, ja, und ich mag sie, aber sie ist trotzdem nur irgendein Mädchen) das rechtfertigen und okay machen, ging einfach gar nicht.
Leider hat mir an der Stelle auch das Ende wirklich nicht gefallen, auch wenn ich verstehe, was das Ziel war. Also dass er sie hat gehen lassen ist toll, aber nachdem sie ihm gesagt hat, sie braucht nach der Trennung mehr Zeit und alles ist schwer ist sein nächster Anlauf, ihr einfach jemand anderen als sich selbst zu besorgen? Was? Was genau hat er denn nicht verstanden, als sie meinte, sie muss erst mal über Justin hinweg kommen?!
Also eine wirklich tolle Grundidee, und alles um den Hauptplot drumherum mochte ich sehr gerne, aber der hat leider sehr zu wünschen übrig gelassen, da ich immer wieder an As Intentionen zweifeln musste, und ob er wirklich so gut ist, und ich hätte es einfach wesentlich cooler gefunden, wenn er sich unabhängig von der Liebesgeschichte etwas weiterentwickelt hätte, und nicht Rhiannon für alles der Auslöser gewesen wäre. (Und so sehr sie es verdient hat, glücklich zu sein, fühlte sich As Wunsch danach, sie glücklich zu machen und an ihrer Seite zu sein, doch sehr gezwungen in meinen Augen an. Wirklich jedes andere Paar in dem Buch (außer Justin und Rhiannon vielleicht) hatte mehr Chemie als die beiden, in meinen Augen, und ich fand es wirklich schade, so viel Zeit "verschwenden" zu müssen, um über die zu lesen, wenn A sich in der Zeit genauso gut auf andere Leben hätte einlassen können ...)
Insgesamt trotzdem weder richtig schlecht noch richtig gut. Die Romanze hat als schwächster Part leider überwogen, aber der Rest hat mir so gut gefallen, dass es für mich trotzdem eher ein Mittel-Ding ist. Es hätte allerdings wesentlich besser sein können, und ich hätte es mir auch gewünscht.

Veröffentlicht am 21.03.2025

Gute Adaption, leider nicht meine Geschichte

Disney Raya und der letzte Drache: Der Roman zum Film
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[Wer den Film mag, wird das Buch ziemlich sicher auch lieben, wer sich für mehr als das interessiert, kann im folgenden Lesen, warum ich's nicht mochte.]

Ich bin durch Zufall an das Buch gekommen, ohne ...

[Wer den Film mag, wird das Buch ziemlich sicher auch lieben, wer sich für mehr als das interessiert, kann im folgenden Lesen, warum ich's nicht mochte.]

Ich bin durch Zufall an das Buch gekommen, ohne den Film zu kennen, und habe erst mit dem Lesen begonnen, und dann doch den Film gesehen, weil das Buch den Film schon irgendwie voraussetzt. Es ist zwar auch so zu verstehen, aber während vieles genau beschrieben wird, gibt es auch so einige Dinge, die eher vage oder missverständlich bleiben, sodass ohne den Film nicht immer ganz klar ist, was genau eigentlich gerade beschrieben wird.
Und vermutlich hätte ich nicht weiterlesen sollen, nachdem ich den Film dann doch gesehen hatte, weil schon der Film mir nicht gefallen hat, nur dann habe ich es doch getan, und ... nun ja

Als Buch zum Film funktioniert die Geschichte ziemlich gut. Sie lässt nicht zu viel aus (auch wenn ich manchmal das Gefühl hatte, es hätte sogar mehr ausgelassen werden können), gibt ziemlich auf den Punkt gebracht wieder, was alles passiert, und der Schreibstil ist zwar sehr kindlich, für ein Kinderbuch ist das aber auch nicht anders zu erwarten, und auch wenn es manchmal sehr einfach geschrieben ist, ist das dennoch in Ordnung.

Leider überzeugt die Geschichte selbst mich überhaupt nicht. Das hat sie schon im Film nicht wirklich getan, da gab es aber wenigstens noch gute Musik und die Bilder waren ziemlich cool, und im Buch bleibt leider nur die Geschichte übrig, die funktionieren könnte, aber das tut sie nicht.
Hauptsächlich, weil das große Thema der Geschichte ist, dass Raya Leuten vertrauen soll, und über die gesamte Geschichte hinweg ist das die eine Sache die sie lernt, das einzige Problem daran ist nur: Sie ist vollkommen im Recht damit, Leuten nicht zu trauen.

[Spoiler ab jetzt]
Alle Leute stellen es irgendwie so dar, als läge sie falsch, und als müsste sie nur mehr Vertrauen haben, und auch am Ende trägt sie ebenfalls einen Teil der Schuld, weil sie nicht genug vertraut hat, und sie hätte mehr Vertrauen haben müssen (angeblich), aber: Sie vertraut Leuten, es gibt mehrfach Situationen, in denen sie es tut, und immer wird sie verraten. Jedes einzelne Mal. Und wenn sie Leuten nicht vertraut, dann hat sie auch immer recht, weil sie tatsächlich verraten wird. An keiner einzigen Stelle im Buch oder Film wäre sie mit Vertrauen tatsächlich weitergekommen, oder es hätte ihr geschadet, dass sie misstrauisch war, und entsprechend funktioniert die gesamte Geschichte nicht und zerfällt einfach. Wenn es um Vertrauen geht, sollte die ganze Reise Raya zeigen, dass Vertrauen gut ist, aber es gibt keine einzige Stelle, in der Vertrauen ihr tatsächlich geholfen hätte.
Der einzige Punkt, an dem es wirklich etwas bringt, ist ganz am Ende, als sie ihre Lektion dann bereits gelernt hat (wie auch immer), und selbst da wird sie fast verraten. Ich weiß nicht, wer sich dachte, dass das ein guter Aufbau sei, aber leider lag die Person falsch. Und leider hat mich alles an dem ganzen Vertrauens-Thema ziemlich sauer gemacht, weil alle Leute immer so tun, als sei Raya im Unrecht, während die Geschichte ja zeigt, dass sie richtig liegt.

Insgesamt eine wirklich gute Adaption, aber inhaltlich funktioniert die Geschichte von Raya (auch wenn sie auf einer guten Idee basiert) leider überhaupt nicht, egal in welchem Medium, und im Buch sogar ein wenig schlechter, weil da nichts vom Inhalt ablenken kann.

Veröffentlicht am 21.03.2025

Für Kinder zum Gruseln vermutlich okay

Gänsehaut - Um Mitternacht, wenn die Vogelscheuche erwacht
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Das Buch ist sehr schnell gelesen und hat auf jeden Fall ein paar spannende und gruselige Stellen, ich fürchte allerdings, dass es ihm nicht gut getan hat, dass ich es nicht als Kind gelesen habe, denn ...

Das Buch ist sehr schnell gelesen und hat auf jeden Fall ein paar spannende und gruselige Stellen, ich fürchte allerdings, dass es ihm nicht gut getan hat, dass ich es nicht als Kind gelesen habe, denn großteils fand ich es eher etwas langweilig, weil von Anfang an ziemlich klar war, worauf es hinauslaufen würde, und es wirklich sehr einfach war, zu durchschauen, wer/was (nicht) dahinter steckte. So war ich weder auf die Auflösung sehr gespannt, noch ob irgendetwas passiert, da auch innerhalb der Situationen immer sehr deutlich war, wie die ausgehen würden.

Es hätte durchaus ein paar mehr Erklärungen zu Dingen geben dürfen (also zum Beispiel zu Stanley, von dem ich absolut nichts weiß, außer wie er sich verhält und dass er einen Sohn hat), sodass man sich mehr in die Figuren hätte hineindenken oder mit ihnen mitfühlen können (ich habe sie nicht gehasst, aber sie waren mir von Anfang an einfach ziemlich egal, sodass die ganze Geschichte mir auch recht gleichgültig war).
Der letzte Satz des Buchs hat mir wirklich gut gefallen, da musste ich doch sehr schmunzeln, weil das genau meine Art von Humor ist, und sonst war es ziemlich okay, nur nicht herausragend.
Für Kinder, die sich gerne gruseln wollen, ist es bestimmt richtig gut, wenn auch nicht das stärkste Buch der Reihe. Aber es ist sicherlich auch nicht das schwächste, sondern einfach recht mittig.

Veröffentlicht am 21.03.2025

Interessante Ansätze, mangelhafte Umsetzung

Elbenkinder, Band 01
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Vom Klappentext her klang das Buch eigentlich wirklich gut, und auch beim Lesen hatte es einige sehr interessante Aspekte, die aufgegriffen wurden, von der Art, wie es geschrieben war, hat es mich aber ...

Vom Klappentext her klang das Buch eigentlich wirklich gut, und auch beim Lesen hatte es einige sehr interessante Aspekte, die aufgegriffen wurden, von der Art, wie es geschrieben war, hat es mich aber leider alles andere als überzeugt.
Die Figuren wirkten eher flach, beinahe jeder Wortwechsel kam mir unnatürlich vor, und so interessant einige Ideen für den Aufbau der Welt auch waren, so zusammenhangslos erschienen sie mir beim Lesen. Es gibt Fakten, die eingebaut werden, nur um dann 50 Seiten später doch widerlegt zu werden, oder zumindest abgeschwächt, sehr oft haben Gespräche und Situationen mir das Gefühl gegeben, sie existieren hauptsächlich, um den Lesenden über Dinge zu informieren, aber auch da konnte man sich nicht immer drauf verlassen, da die Fakten teils so komisch formuliert waren, dass sie für mich das Gegenteil von dem bedeutet haben, was es am Ende war, und die Figuren verhalten sich wie Kinder, die sie irgendwie auch sind, aber gleichzeitig will das Buch mir weismachen, dass sie beide über hundert sind und sich auch entsprechend verhalten. Oder auf jeden Fall kommt es vor, dass andere Figuren denken, sie seien zu erwachsen für Kinder, das mit dem Alter begründet wird, aber gleichzeitig verhalten die Figuren sich wirklich wie Kinder und denken über viele Dinge nicht nach, sodass ihnen auch unglaublich leichtsinnige Fehler passieren, von denen ich eigentlich behaupten würde, dass sie einem mit hundert nicht mehr zwingend passieren sollten.
Leider ist auch die ganze Geschichte sehr simpel aufgebaut. Es passiert viel, und diese vielen Dinge passieren schnell, aber gleichzeitig löst jeder Konflikt sich innerhalb kürzester Zeit und die Elbenkinder schaffen es irgendwie, innerhalb von nur Sekunden immer perfekt einschätzen zu können (oder wie durch ein Wunder immer richtig zu liegen), wem sie vertrauen können, oder nicht, sodass trotz der vielen Dinge kaum Spannung entsteht. Auch ist das ganze Buch leider eher oberflächlich geschrieben, sodass zu keiner Figur wirklich eine Bindung aufgebaut wird.
So sind die Konzepte dann zwar interessant, gleichzeitig interessieren Figuren und Welt mich aber so wenig, dass es mir verdammt schwer fällt, mich auf irgendetwas einzulassen, weil ich wirklich von niemandem wüsste, warum die Personen irgendwas tun. Auch die Zwillinge stolpern immer eher zufällig in Probleme hinein und dann auch gleich wieder hinaus, als dass sie wirklich von sich aus viel machen würden.
Ich habe mir leider sehr viel mehr von dem Buch erhofft, weil ich es wirklich ziemlich hübsch finde und auch der Klappentext eigentlich sehr ansprechend klang, aber leider sind abgesehen von einzelnen guten Ideen nicht wirklich Dinge enthalten, die mir gefallen hätten, sodass die ganze Geschichte mich eher enttäuscht hat, als irgendetwas anderes. (Ich kann mir aber durchaus vorstellen, dass es irgendwem gefällt, also es war kein unglaublich grauenhaftes Buch, nur für mich war leider kaum positives vorhanden, und ich hätte mir wirklich mehr von der Geschichte gewünscht.)