Der Dumont Reiseführer "Unnützes Reisewissen - Schweiz" trägt schon den Humor im Titel - ja, klar, man BRAUCHT diese Art von Wissen nicht unbedingt, aber - da hat der Klappentext absolut Recht - jeder ...
Der Dumont Reiseführer "Unnützes Reisewissen - Schweiz" trägt schon den Humor im Titel - ja, klar, man BRAUCHT diese Art von Wissen nicht unbedingt, aber - da hat der Klappentext absolut Recht - jeder sollte es haben!
Und beim Durchblättern durch den Reiseführer habe ich wirklich sehr gestaunt! Von A bis Z strotzt der kompakte Band nur so vor erstaunlichen Fakten, die mich zum Lächeln gebracht haben, aber auch wirklich nicht nur Smalltalk Thema hergeben, sondern wirklich neues Wissen bei mir kreiert haben.
Und so kann ich den griffigen und schön gestalteten Band nur wärmstens weiterempfehlen, sei es als Geschenk oder zum immer-wieder-neu Reinblättern und Wissensschnipsel zum Angeben finden zum Thema Schweiz!
Poppy und Alex sind seit ihren Unitagen Freunde, die gemeinsam im Sommer in den Urlaub fahren. Der letzte gemeinsame Urlaub in Kroatien endete allerdings damit, dass sie nun seit 2 Jahren keinen Kontakt ...
Poppy und Alex sind seit ihren Unitagen Freunde, die gemeinsam im Sommer in den Urlaub fahren. Der letzte gemeinsame Urlaub in Kroatien endete allerdings damit, dass sie nun seit 2 Jahren keinen Kontakt mehr haben. Als Poppy, die als Reisejournalistin arbeitet, feststellt, dass sie keinen Spaß mehr am Verreisen und ihrer Arbeit hat, weil sie die Urlaube mit Alex - und Alex! - so vermisst, fasst sie sich ein Herz und nimmt wieder Kontakt zu Alex auf. Er willigt ein, mit ihr zu verreisen und dieser Sommer wird alles verändern...
Die Geschichte ist wunderschön geschrieben und so leicht und locker lesbar, dass ich sie in einem Tag durchgelesen habe. Poppy, die farbenfrohe winzige Kämpferin und Alex, der ernste Highschoollehrer sind ein zuckersüßes Paar, was natürlich kein Paar ist - - und ihre Dialoge (eindeutig eine Stärke der Autorin!!!) sind so toll, dass ich oft laut lachen musste.
Die Geschichte ist natürlich ein bisschen vorhersehbar, was aber nicht den Spaß schmälert, den es macht, sie zu lesen.
Emily Henry ist eine Autorin, die immer hält, was sie verspricht und "Kein Sommer ohne dich" ist keine Ausnahme dieser Regel.
Ein wunderschöner Roman mit Humor, Herz und Atmosphäre und durchaus auch Tiefgang.
Klare Leseempfehlung!!!
Der erste Teil war sooo gut, dass ich mich auf die Fortsetzung wirklich gefreut habe - umso bitterer enttäuscht wurde ich leider.
Im ersten Teil ging es nur um Eden und die Geschichte wurde auch ausschließlich ...
Der erste Teil war sooo gut, dass ich mich auf die Fortsetzung wirklich gefreut habe - umso bitterer enttäuscht wurde ich leider.
Im ersten Teil ging es nur um Eden und die Geschichte wurde auch ausschließlich aus ihrer Sicht geschildert. Band 2 dagegen mutet leider von Beginn an wie ein typischer YA Roman - und genauso seicht und ohne Tiefe ist er.
Wer den ersten Band kennt, weiß, dass Eden mit 14 Jahren vom besten Freund ihres Bruders in ihrem Kinderzimmer vergewaltigt wurde. Band 2 knüpft zeitlich ans Ende des ersten Bandes an. Nachdem die Vergewaltigungen, die besagter Kevin begangen hat, angezeigt wurden, steht unter anderem die Anhörung der Opfer an. Edens letztes Highschooljahr wird davon überschattet, was sie nun öffentlich gemacht hat, daher entscheidet sie sich, nur noch von zuhause aus am Unterricht teilzunehmen. Schließlich erhält sie die Zusage für einen Platz ausgerechnet an dem College, das auch ihr ehemaliger Schwarm Josh besucht.
Worum es in Band 2 also vor allem geht - LEIDER! - ist die Aufwärmung der Liebesgeschichte zwischen Eden und Josh, jenem ersten "Freund", den sie nach der Vergewaltigung hatte, den sie aber nie als Freund bezeichnen wollte.
Und nun wird YA-typisch abwechselnd aus Joshs und Edens Perspektive vor allem ihre Liebesgeschichte beschrieben. Im Hintergrund bleibt zwar die Vergewaltigungsgeschichte irgendwie noch vorhanden, aber die ersten 200 Seiten sind so seicht und peinlich, wie man das halt kennt und 1000 mal gelesen hat - da wird nicht erzählt, dass man mit seinem Freund/seiner Freundin Schluss gemacht hat, gezögert, ob man sich jetzt zuerst melden soll oder lieber nicht, über Emojis und Wörter in Nachrichten nachgrübelt und dann endlich ein "super romantisches" Date mit italienischem Essen und Eiscreme abgehalten, bei dem es nicht mal fehlen darf, dass einer der beiden vom Brunnenwasser nass gespritzt wird und natürlich Augen funkeln und Kleidung wunderschön ist und so weiter. Ich habe ernsthaft ungläubig den Kopf geschüttelt beim Lesen. Bis auf die Namen der beiden Protagonisten war das scheinbar eine völlig andere Geschichte!
Hatte der erste Band noch Tiefe und vor allem greifbare Personen, allen voran Eden, so flachte absolut alles ab und die Personen haben mich mehr und mehr genervt. Schlimmer noch, manche Erinnerungen vor allem von Josh haben mir im Nachhinein den ersten Band fast kaputt gemacht - nein, ich hätte lieber nicht davon gelesen, was genau er gemacht hat, bevor Eden ihm als erstem Menschen überhaupt von der Vergewaltigung erzählt hat (eine der stärksten Szenen im ersten Band!)!
Es gibt nur eine winzige Stelle ganz am Ende des Buches, während der Verhandlung gegen Kevin, als Eden mir ganz kurz sympathisch ist, aber dann flieht sie direkt danach auf die Toilette, um sich zu übergeben - und das passt ziemlich gut zu dem, wie ich das Buch gefühlt habe...
Bisher das schlechteste Buch, das ich in diesem Jahr gelesen habe und absolut keine Leseempfehlung! Macht euch nicht die Wirkung von Band 1 kaputt, indem ihr diesen schlechten Nachfolger lest!!!
Mathilde und Marie ist ein Roman, der beim Lesen wirkt wie ein Beruhigungsmittel.
Als die junge Französin Marie der hektischen Großstadt Paris den Rücken kehrt und zufällig über eine Bekanntschaft im ...
Mathilde und Marie ist ein Roman, der beim Lesen wirkt wie ein Beruhigungsmittel.
Als die junge Französin Marie der hektischen Großstadt Paris den Rücken kehrt und zufällig über eine Bekanntschaft im Zug im verschlafenen Ort Redu ankommt, ändert sich auf einen Schlag ihr ganzes Leben. Statt Hektik, Lärm und Geldsorgen lebt sie nun von Tag zu Tag in einem Dorf mit 400 Einwohnern, in dem es am Tag nur eine Stunde Internet gibt, dafür aber an jeder Ecke einen Buchladen.
Maries Ankunft ändert aber nicht nur ihr eigenes Leben zum Vorteil, sondern wirkt auch auf die Dorfgemeinschaft und allen voran auf die einsame und zurückgezogen lebende Mathilde, die einen schweren Verlust zu verarbeiten hat.
Ich habe das Buch beim Lesen wirklich genossen. Die Stimmung und Atmosphäre ist absolut besonders und wie schon eingangs gesagt wirkt sofort entschleunigend auf mich. Der Roman ist - wie es der Autor auch im Vorwort erklärt - ein durchweg positiver Roman, eine Geschichte, die guttut.
Es gibt keine unerwarteten oder schlimmen Wendungen, die Gespräche und Beobachtungen, die die Figuren miteinander teilen, sind empathisch und warmherzig und es gibt im Grunde nichts und niemanden, was einem beim Lesen "aufregen" oder stören könnte. Ich habe das Lesen des Romans als absolut positiven Kontrapunkt zum aktuellen Weltgeschehen wahrgenommen und es wie eine Flucht vor dem manchmal zu stressigen Alltag erleben können. Die vielen Bezüge zu guten Büchern sind ein Bonus, den der Autor, der aus der Buchbranche kommt, uns Buchmenschen noch zusätzlich beim Lesen schenkt.
Ich habe nichts zu bemängeln und kann diesen Roman einfach nur von Herzen weiterempfehlen - die Lektüre tut im wahrsten Sinne des Wortes wirklich von Herzen gut!
Gute Vorsätze - ich lese mal meinen SUB runter - und auf Beklaute Frauen habe ich mich sehr gefreut. Leonie Schölers Buch rückt Frauen in den Fokus, die in Vergessenheit geraten sind und deckt Strukturen ...
Gute Vorsätze - ich lese mal meinen SUB runter - und auf Beklaute Frauen habe ich mich sehr gefreut. Leonie Schölers Buch rückt Frauen in den Fokus, die in Vergessenheit geraten sind und deckt Strukturen auf, die daran Schuld sind.
Das Buch ist in 6 Kapitel unterteilt und sehr gut lesbar. Die Beispiele, die die Autorin gut recherchiert und sehr lesbar beschreibt und die Verknüpfung damit, dass es oft an den patriarchalen Strukturen liegt und wie tief verwurzelt diese sind, haben mir sehr gefallen.
Einiges kannte ich, manches war - erwartungsgemäß - politisch bzw. neigungsgemäß gefärbt, aber doch neutraler formuliert als andere Autor*innen das bei ähnlichen Büchern tun. Mich haben nur 2 Kleinigkeiten gestört - das viele Gendern (ich empfinde es einfach als ausgrenzend für Menschen, die Probleme mit der deutschen Sprache haben) und die vielen Ausrufezeichen, die teilweise zu kindlich - naiv rüberkamen und einfach nicht nötig waren. Alles in allem ist das Buch aber wirklich lesbar und sehr interessant gewesen für mich. Und ich habe ein paar Dinge erfahren und von Personen gelesen, die ich noch nicht kannte.