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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.09.2025

Ein interessantes Debüt

Heir of Storms
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In „Heir of Storms“ geht es um Blaze, die bei ihrer Geburt eine Naturkatastrophe auslöste und seitdem von den meisten Bewohnern verachtet wird. Als sie für den Wettkampf um die Krone auserwählt wird, bekommt ...

In „Heir of Storms“ geht es um Blaze, die bei ihrer Geburt eine Naturkatastrophe auslöste und seitdem von den meisten Bewohnern verachtet wird. Als sie für den Wettkampf um die Krone auserwählt wird, bekommt sie endlich die Chance, ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen…

Die Protagonistin Blaze war mir von Beginn an sympathisch. Seit ihrer Geburt wächst sie isoliert auf und hat die negativen Attribute verinnerlicht, die ihr von anderen Bewohnern zugeschrieben werden. Mich hat es sehr berührt, als Leser zu erleben, wie sie ihren Selbsthass im Verlauf der Handlung in Selbstvertrauen umwandelt. Zwar wirkte sie in manchen Situationen etwas naiv, jedoch macht sie eine positive Entwicklung durch und lässt sich nicht mehr kleinhalten.
Im Gegensatz zu Blaze konnten mich die beiden Love Interests als Figuren nicht ganz überzeugen. Während Hal relativ blass bleibt, ist Fox ziemlich undurchsichtig. Da der Fokus in diesem Band auf dem Weltaufbau und dem Wettkampf um die Krone liegt, hat mich die fehlende Tiefe in der Liebesgeschichte jedoch nicht so gestört. Ich denke, dass die Liebesgeschichte im zweiten Band durchaus Potenzial hat, da das Love-Triangle zum Ende dieses Bandes zum Glück bereits aufgelöst wurde.
In Bezug auf die restliche Handlung muss ich zugeben, dass ich viele Wendungen bereits vorhergesehen habe. Auch von den Prüfungen hatte ich etwas mehr erwartet. Trotzdem wurde die Handlung nie langweilig und ich hatte viel Spaß beim Lesen. Meine Freude wurde jedoch etwas durch den eher ungünstigen Umgang mit Sklaverei bzw. durch die Tatsache, dass keine der Figuren sie zu hinterfragen scheint, gedämpft. Ich hoffe, dass mit diesem Thema im zweiten Band etwas sensibler umgegangen wird.

Alles in allem ein interessantes Debüt, das trotz kleinerer Schwächen Lust auf mehr macht.

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  • Handlung
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Veröffentlicht am 02.09.2025

Zu wenig Tiefe

Honeybridge. All Mine
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In Band 1 der Honeybridge-Reihe geht es um Isabella, die nach einer unschönen Trennung einen Neustart wagen und ein eigenes Restaurant eröffnen möchte. Ihre Pläne, sich nur auf ihr Restaurant zu konzentrieren, ...

In Band 1 der Honeybridge-Reihe geht es um Isabella, die nach einer unschönen Trennung einen Neustart wagen und ein eigenes Restaurant eröffnen möchte. Ihre Pläne, sich nur auf ihr Restaurant zu konzentrieren, geraten jedoch schnell ins Wanken, als sie ihren Konkurrenten Etienne kennenlernt…

Durch den lockeren Schreibstil der Autorin und die eher kurzen Kapitel habe ich schnell in die Handlung gefunden. Auch das Setting in einer Kleinstadt und der Zusammenhalt der Bewohner haben es mir sofort angetan. Besonders gefallen hat mir hier die Dynamik der Freundesgruppen von Isabella und Etienne. Entsprechend gab es viele sympathische Nebenfiguren, über die ich gerne noch mehr erfahren würde.
Die Liebesgeschichte zwischen Isabella und Etienne konnte mich hingegen leider nicht ganz überzeugen. Der Fokus lag bis zum Schluss vor allem auf dem Körperlichen und nicht auf den Gefühlen. Ich hätte mir mehr private Interaktionen zwischen den beiden gewünscht, in denen sie sich besser kennenlernen. Zudem bin ich bis zum Ende nicht mit Etienne warmgeworden, der ein ordentlicher Playboy ist und Frauen auf ihr Äußeres reduziert. Zwar macht er im Verlauf eine drastische Wandlung durch, jedoch kam mir diese etwas zu abrupt.
Mal abgesehen von der Liebesgeschichte gab es noch weitere Handlungsstränge, die etwas Spannung in die ansonsten eher ruhige Handlung bringen. Diese wurden für mich nicht ganz zufriedenstellend aufgelöst. Hier hätte ein wenig mehr Tiefe nicht geschadet. Ich habe aber Hoffnung, dass die Thematik in den Folgebänden noch einmal aufgegriffen wird.

Alles in allem eine süße Idee, die meinen Geschmack in der Umsetzung nicht ganz getroffen hat.

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Veröffentlicht am 14.08.2025

Zu wenig Tiefe

Immortal Consequences – Die Blackwood Academy Trials
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In „Immortal Consequences“ geht es um sechs Jugendliche, die nach ihrem Tod die Blackwood Academy besuchen und dort u.a. verlorene Seelen auf die andere Seite begleiten müssen. Alle zehn Jahre besteht ...

In „Immortal Consequences“ geht es um sechs Jugendliche, die nach ihrem Tod die Blackwood Academy besuchen und dort u.a. verlorene Seelen auf die andere Seite begleiten müssen. Alle zehn Jahre besteht die Möglichkeit – durch das Bestehen verschiedener Prüfungen – von dieser Aufgabe erlöst zu werden. Doch dieses Jahr ist alles anders…

Mit Wren und August, Emilio und Oliver sowie Irene und Masika gibt es im Roman drei Protagonisten-Paare, die relativ gleichberechtigt sind. Leider blieben in diesem ersten Band aber alle Protagonisten bis auf Emilio für mich ziemlich unnahbar. Bei allen sechs wird eine schwierige Vergangenheit angedeutet, diese wird jedoch nie ausführlich thematisiert. Hinzu kommt, dass ich nur die Beziehungsdynamik von Emilio und Oliver wirklich nachvollziehen konnte. Besonders Wren und August haben es mir schwer gemacht. Beide befinden sich seit über einem Jahrzehnt an der Academy, entwickeln aber scheinbar aus dem Nichts Gefühle füreinander. Insgesamt hätte ich mir weniger Protagonisten und dafür mehr Hintergrundinformationen gewünscht.
Auch mit dem Setting hatte ich ein paar Probleme. Es gab meiner Meinung nach zu wenig Worldbuilding, sodass ich vieles nicht nachvollziehen konnte. Ich hatte das Gefühl, dass die Idee nicht ganz ausgereift war. So habe ich mich zum Beispiel die ganze Zeit gefragt, was den Schülern – die zu einem großen Teil Jahrhunderte auf der Academy verbringen – über so eine lange Zeit beigebracht werden soll.
Gut gefallen haben mir hingegen die Prüfungen, bei denen im Vergleich zur sonst eher ruhigen Handlung etwas Action aufgekommen ist. Zwar habe ich viele Wendungen vorausgeahnt, trotzdem hat mich das Ende überrascht.

Alles in allem ein Reihenauftakt, der mich zwiegespalten zurücklässt. Einerseits gab es durchaus interessante Figuren, andererseits bin ich mit dem Setting gar nicht warm geworden.

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Veröffentlicht am 08.08.2025

Spannender Jugendthriller mit packender Erzählweise

Girls' Trip - Vier Freundinnen. Eine Luxusjacht. Eine tödliche Reise.
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In „Girls’ Trip“ geht es um die Freundinnen Giselle, Maggie, Vivian und Emi, die gemeinsam einen Mädelstrip auf einer Luxusjacht unternehmen. Doch in der letzten Nacht verschwindet Giselle und Maggie, ...

In „Girls’ Trip“ geht es um die Freundinnen Giselle, Maggie, Vivian und Emi, die gemeinsam einen Mädelstrip auf einer Luxusjacht unternehmen. Doch in der letzten Nacht verschwindet Giselle und Maggie, die sich an nichts erinnern kann, soll sie von Bord gestoßen haben…

Ich lese eher selten Thriller, aber die Handlung von „Girls’ Trip“ hat mich sofort in ihren Bann gezogen. Die Geschichte selbst wird auf mehreren zeitlichen Ebenen erzählt: Während die Kapitel aus Sicht von Maggie rückwärts angeordnet sind, werden die Tagebucheinträge von Giselle und die Verhörprotokolle chronologisch präsentiert. Durch diese Erzählweise bleibt vieles bis zum Showdown ungewiss, da alle Figuren Geheimnisse haben, die erst nach und nach enthüllt werden. Gleichzeitig hatte dieses Vorgehen den Nachteil, dass es einige Füllkapitel gab, in denen zwar kleine Informationshappen vermittelt wurden, ansonsten aber nicht so viel passierte.
In Bezug auf die vier Protagonistinnen muss ich sagen, dass mir alle von Beginn an relativ suspekt waren. Ich hätte sicher noch etwas stärker mitgefiebert, wenn es mehr Sympathien gegeben hätte. Trotzdem hatte ich viel Spaß beim Lesen und konnte das Buch vor allem zum Ende hin nicht mehr aus der Hand legen.

Alles in allem ein spannender Jugendthriller mit packender Erzählweise, bei dessen Protagonistinnen ich mir noch etwas mehr Tiefe gewünscht hätte.

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Veröffentlicht am 05.08.2025

Authentische Sports-Romance

Knightsbridge United
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In Band 1 der neuen Sports-Romance-Reihe von Marina Neumeier geht es um die Sportreporterin Davina und den Fußballstar Alec, die aus unterschiedlichen Gründen eine Fake-Beziehung eingehen.

Obwohl ich ...

In Band 1 der neuen Sports-Romance-Reihe von Marina Neumeier geht es um die Sportreporterin Davina und den Fußballstar Alec, die aus unterschiedlichen Gründen eine Fake-Beziehung eingehen.

Obwohl ich zumindest die Bundesliga einigermaßen aktiv verfolge, war Knightsbridge United für mich die erste Sports-Romance, in der es um Fußball geht. Der Sportaspekt der Handlung war meiner Meinung nach einwandfrei umgesetzt. Die Nebencharaktere sind sehr gut ausgearbeitet, sodass ich das Gefühl hatte, dass tatsächlich eine ganze Mannschaft bzw. eine ganze Liga existiert – und nicht nur einzelne Spieler. Besonders mochte ich Mando, über den ich gerne in einem eigenen Band mehr erfahren würde.
Auch die Motivationen hinter dem Fake-Dating von Alec und Davina waren für mich stimmig. Als Paar harmonieren die beiden gut, und bis auf sein unbedachtes Handeln zu Beginn ist Alec eine absolute Green-Flag.
Positiv hervorheben möchte ich zudem den Umgang mit Sexismus und Traumata, der neben der Liebesgeschichte viel Raum in der Handlung einnimmt. In diesem Zusammenhang hätte ich mir jedoch gewünscht, dass die Problematik mit Davinas ExFreund noch etwas ausführlicher thematisiert worden wäre. Hierdurch hätte die Handlung noch etwas mehr an Tiefe und Spannung gewinnen können.

Alles in allem eine authentische Sports-Romance, die sich trotz schwerer Themen leicht lesen lässt.

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