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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.01.2026

Horror-Geburtstagsfeier

Die Insel meiner Schwester
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Mirjam ist nach der Trennung von ihrem Partner in einer angespannten psychischen Verfassung. In dieser Zeit lädt
Nia, ihre (Halb-)Schwester, mit der sie nur sporadisch Kontakt hat, sie zum Geburtstag ...

Mirjam ist nach der Trennung von ihrem Partner in einer angespannten psychischen Verfassung. In dieser Zeit lädt
Nia, ihre (Halb-)Schwester, mit der sie nur sporadisch Kontakt hat, sie zum Geburtstag auf eine kleine Schäreninsel ein. Nia, deren Liebesleben von schwierigen Partnern geprägt ist, lebt auch jetzt in einer komplizierten toxischen Partnerschaft. Mirjam versucht durch die Einladung zu erfahren, wie es Nia mit Konrad, den sie schon einmal versucht hat zu verlassen, geht. Der Abend entwickelt sich aber ganz anders als entspannt.

Der Roman ist aus der Ich-Perspektive von Mirjam erzählt. Der Leser nimmt teil an ihren Gedanke und Handlungen. Diese kratzen nicht nur an der Oberfläche und überschlagen sich regelrecht. Die Autorin schafft es die Spannung langsam zu steigern und mehrere Plot-Twits einzubauen. Die einzelnen Charaktere sind bildhaft beschrieben. Zentrales Thema des Romans ist häusliche Gewalt und psychischen Terror den Opfern gegenüber.
Insgesamt ist es ein sehr eindringlicher und tiefgründiger Debüt-Roman, der die Lust weckt mehr von der Autorin zu lesen.4,5/5 Sterne

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Veröffentlicht am 22.12.2025

Aufgeben verboten

Einfach Sunny
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Mit großem Einfühlungsvermögen, Witz und Ironie wird in einer spannenden Detektiv-Geschichte den jungen Lesern/Zuhörern über Sunny, die eine Sehbehinderung hat, erzählt. Sunny ist eine selbsternannte Sachen-Sucherin ...

Mit großem Einfühlungsvermögen, Witz und Ironie wird in einer spannenden Detektiv-Geschichte den jungen Lesern/Zuhörern über Sunny, die eine Sehbehinderung hat, erzählt. Sunny ist eine selbsternannte Sachen-Sucherin und hilft Ben das geheime Dings wieder zu finden. Hierbei setzt Sunny ihre Sinne ein und beweist Mut. Im Laufe der Geschichte erkennt Ben, dass Sunny auch mit ihrer Sehbehinderung wunderbar sehen kann und dass man auch als Junge nicht immer mutig und stark sein muss. Der Schreibstil ist wunderbar altersgerecht, herzerwärmend und transportiert die wichtigen Themen in angemessen langen Kapiteln. Die farbigen Illustrationen sind toll gestaltet und unterstreichen das Gelesene. Dieses Buch wird definitiv die Einstellung und Wahrnehmung von Kindern hinsichtlich Blinden verändern. Beide Charaktere sind sympathisch und realistisch beschrieben. Es ist toll die beiden zu verfolgen und zu erkennen, wie ihre Freundschaft wächst und sich ein toller Zusammenhalt zwischen Sunny und Ben entwickelt. Dieses Buch ist ein Jahreshighlight, weil es auf wunderbare Weise Grundwerte transportiert und zeigt auf was es wirklich zwischen Freunden ankommt. Ein sehr gelungenes Buch, das ich wärmstens weiterempfehle. 5/5 Sterne

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Veröffentlicht am 10.12.2025

Selbstfindung

Elf ist eine gerade Zahl
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Mit Elf ist eine gerade Zahl verknüpft Martin Beyer die kalte Krankenhausrealität mit einer magischen Fantasiegeschichte. Dank des bildlichen Schreibstils und der Sprachgewalt des Autors wird der Leser ...

Mit Elf ist eine gerade Zahl verknüpft Martin Beyer die kalte Krankenhausrealität mit einer magischen Fantasiegeschichte. Dank des bildlichen Schreibstils und der Sprachgewalt des Autors wird der Leser in die faktenbasierende Krankenhausrealität reingeworfen. Der Leser leidet mit der 14-jährigen Paula, die sich einer Krebsoperation unterziehen muss. Paulas Mutter Katja befindet sich in einer Lebensphase zwischen Angst und Schuldgefühlen. Sie schöpft Kraft und Hoffnung, in dem sie ihrer Tochter eine fantasievolle Geschichte erzählt, um die Wartezeit zu überbrücken. Paula schöpft Kraft aus der düsteren Geschichte, die mit realem Bezug gespickt ist. Es ist ein einfühlsamer und authentischer Roman.

Persönlich habe ich jedoch den Twist zwischen Krankenhausrealität und Fantasiegeschichte nicht hinbekommen. Die zwei Geschichten waren mir zu weit auseinander, als das ich mich mit der Fantasie-Geschichte beschäftigen und reinlesen hätte können. Der Autor hat den Umgang mit der Krankheit, die medizinische Fakten sowie die Mutter-Tochter-Beziehung sehr gut recherchiert und sprachlich gut transportiert. Aber am Ende war mir die Kombination zu düster und die von der Mutter erzählten Geschichte zu lang und zu unstrukturiert. 3/5 Sterne

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Veröffentlicht am 04.12.2025

Eindringlich und ehrlich

Halbe Portion
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Sowohl Tochter als auch Mutter haben eine Essstörung. Der in zwei Erzählsträngen unterteilte Roman erzählt das Leben der Ich-Erzählerin von früher und heute. Im Fokus stehen hierbei Kalorien und der Preis ...

Sowohl Tochter als auch Mutter haben eine Essstörung. Der in zwei Erzählsträngen unterteilte Roman erzählt das Leben der Ich-Erzählerin von früher und heute. Im Fokus stehen hierbei Kalorien und der Preis für Lebensmitteln. Das uns die Kindheit für unser weiteres Leben prägt wird hier sehr gut verdeutlicht . Der Schreibstil ist eindringlich und absolut ehrlich. Die Protagonisten kämpft mit sich, mit Ihrer Vergangenheit und ihrer Zukunft. Der Roman ist anders, aber spiegelt deutlich die heutige Gesellschaft wider und schockiert wie berührt zeitgleich. 4/5 Sterne

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Veröffentlicht am 04.12.2025

Warmherzig und tiefgreifend

Whispered Words
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Ein wirklich absurder Zwischenfall bringt Belle und Armes zueinander. Belle, voller Lebenslust und Lebensfreude, lernt Armes kennen, der als Autor in einer Schaffenskrise steckt und sowohl sich als auch ...

Ein wirklich absurder Zwischenfall bringt Belle und Armes zueinander. Belle, voller Lebenslust und Lebensfreude, lernt Armes kennen, der als Autor in einer Schaffenskrise steckt und sowohl sich als auch seine Berufswahl in Frage stellt. Ihre Freundschaft entwickelt sich und sie sind sich untereinander eine Stütze, denn hinter Belles zuversichtlichem Wesen steckt eine sensible Person, die anfängt alles in Frage zu stellen.
Der Roman hat ein wundervolles Setting und entwickelt sich im Laufe des Lesens. Atmosphärische und auch magische Beschreibungen lassen den Leser nach New Orleans reisen. Die Geschichte wird aus den zwei Sichtweisen erzählt und offenbart schrittweise den Grund für die Selbstzweifel und das Hadern der Protagonisten. Die Beziehung zwischen Armes und Belle entwickelt sich schrittweise zu etwas tiefgreifenden mit neuen Sichtweisen und Perspektiven. Wunderschöne Freundschaftsbeschreibungen lassen den Leser hoffen solches Einstehen, Verstehen und füreinander kämpfen auch im wahren Leben zu erfahren.
Die Geschichte hat jedoch gewisse Längen. Insbesondere die Beschreibungen, der dann doch verworfenen Manuskriptideen von Armes, waren für mich manchmal einfach viel zu lang.
Aber insbesondere der schöne und warmherzige Schreibstil hat das Buch zu einem Leseerlebnis gemacht, dass ich gerne für kalte Leseabende am Kamin empfehlen möchte. 4/5 Sterne

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