Hoffnungsvoll und vielseitig
Der andere ArthurTiefgründig, berührend und sehr einfühlsam erzählt Liz Moore in ihrem Frühwerk über zerbrochene Lebensträume und -entwürfe sowie einer tiefen Einsamkeit, die uns alle betreffen kann. Auf zwei Erzählsträngen ...
Tiefgründig, berührend und sehr einfühlsam erzählt Liz Moore in ihrem Frühwerk über zerbrochene Lebensträume und -entwürfe sowie einer tiefen Einsamkeit, die uns alle betreffen kann. Auf zwei Erzählsträngen kommt der Leser den Protagonisten immer näher. Beide Erzählstränge verbindet eine jahrelange Brieffreundschaft, die für beide überlebenswichtig ist. Der Roman handelt aber auch davon, wie man schrittweise wieder ins Leben zurückfindet und unerwartete Neuanfänge wagt. Manchmal benötigt man nur kleine Stupser. Der tiefgründige Einblick in die unterschiedlichen Leben der Protagonisten gehen dem Leser unter die Haut. Einsamkeit und Krankheit sowie das Ausbrechen aus Konventionen werden hierbei auch thematisiert. Arthur ist mir als Figur besonders ans Herz gewachsen. Gutmütig, feinfühlig, verletzt sendet er viele Hilfezeichen aus und durch eine glückliche Fügung bekommt er diese auch. Die einzelnen Figuren sind besonders und heben sich von anderen Romanen deutlich ab. Insgesamt ist es ein Roman, der unter die Haut geht, Hoffnung schenkt und den Leser durch seine Vielseitigkeit zum Nachdenken anregt. 4,5/5 Sterne