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Veröffentlicht am 12.11.2023

Was bisher verloren war

Vergissmeinnicht - Was bisher verloren war
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Die bekannte Autorin Kerstin Gier hat mit „Vergissmeinnicht – Was bisher verloren war“ den zweiten Band ihrer Jugendbuch- Fantasy- Reihe veröffentlicht. In dieser sind die beiden Jugendlichen Quinn und ...

Die bekannte Autorin Kerstin Gier hat mit „Vergissmeinnicht – Was bisher verloren war“ den zweiten Band ihrer Jugendbuch- Fantasy- Reihe veröffentlicht. In dieser sind die beiden Jugendlichen Quinn und Matilda im Mittelpunkt und zusammen mit ihnen lernt der Leser eine neue, bisher unbekannte fantastische Welt kennen – in welcher sich immer neue fantastische Facetten ergeben. Da dies die Fortsetzung der Vergissmeinnicht- Reihe ist, würde ich empfehlen, dass man bereits den Vorgänger gelesen hat, damit man auch das volle Lesevergnügen hat.

Klappentext:
Mit Feen abzuhängen, durch Portale in eine Parallelwelt zu spazieren und Superkräfte zu besitzen, daran hat Quinn sich mittlerweile gewöhnt. Blöd nur, dass ihn jedes Geheimnis, das er aufdeckt, vor neue Rätsel stellt. Ohne Matilda und ihre ganz spezielle Art, den Dingen auf den Grund zu gehen, wäre er völlig aufgeschmissen. Dass er sie doch eigentlich vor den Gefahren des Saums beschützen wollte, hindert Matilda nicht daran, sich kopfüber ins Abenteuer zu stürzen. Denn die beiden müssen dringend ein paar Fragen klären: Steckt eine Geheimgesellschaft hinter dem Tod von Quinns Vater? Wie bändigt man eine Sphinx– und erst die intrigante neue Mitschülerin? Und kann man überhaupt verliebt sein, wenn man ständig in Lebensgefahr gerät?

Kerstin Gier hat sich in der Buchbranche bereits einen bekannten Namen gemacht, besonders die Edelstein- Trilogie ist den meisten Lesern, egal ob Jung oder Alt, ein Begriff. Auch ich habe diese Reihe damals mit Genuss gelesen, umso gespannter war ich auf ihre neuste Jugendbuch- Reihe. Schon den ersten Band der Reihe fand ich gelungen, ich mochte einfach den Stil und die Handlung. Daher habe ich mich auch voller Vorfreude auf diesen Band gestürzt.
Wie ich es bereits aus vorherigen Büchern aus der Feder von Kerstin Gier gewohnt war, war auch dieses Mal wieder der Schreibstil sehr angenehm, sodass die Seite nur so dahinfliegen. Dieser ist bildhaft und leicht, zügig kommt man dank des flüssigen Stils voran. Auch blitzt oftmals die humorvolle und lockere Weise der Autorin durch und nicht selten hat der Leser ein Lächeln auf den Lippen und klebt dabei gebannt an den Seiten. Viele humoristische Dialoge bereichern das Jugendbuch und lassen es dadurch sehr lebendiger wirken. Allgemein sind die Gespräche zwischen den einzelnen Charakteren sehr gelungen und bereichern dieses Buch ungemein. Auch in diesem Band wird „Vergissmeinnicht“ wieder aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt, welche sich abwechseln. Hierbei wird aus der Sicht der beiden Protagonisten Quinn und Matilda erzählt, sodass man einen vielseitigen und umfangreichen Einblick in die Handlung bekommt. Auch wird durch die abwechselnden Sichtweisen noch zusätzliche Spannung erzeugt. Spannend wird die Geschichte weitererzählt und es gibt einige brenzlige Situationen, welche unsere Protagonisten – sei es zusammen oder alleine – meistern müssen. Auf vielseitige Weise wird Spannung erzeugt. Jedoch gibt es auch ruhigere Passagen, welche Gier aber dennoch auf packende und fesselnde Art geschrieben hat, sodass ich auch diese genossen habe.
Auch die Charaktere konnten mich im zweiten Band der Reihe überzeugen. Man erfährt mehr über Quinn und auch dessen Vater wird näher beleuchtet. Dies fand ich sehr interessant, ist er so nicht weiter der ominöse Vater ohne ein wirkliches Gesicht. Quinn bekommt auch mehr Tiefgang, war er im ersten Band doch eher der lockere Typ, der beliebt in der Schule ist. In diesem Teil wird auch seine nachdenkliche, sensible Seite näher beleuchtet, er bekommt mehr Tiefgang. Aber auch Matilda wird hier wieder in den Fokus gerückt. Man bekommt einen Eindruck in ihre Gedankengänge, was es für sie bedeutet, dass Quinn in den Saum kann und es ihr verwehrt wird. Ich mag ihre Art zu denken einfach total gerne, wie sie die Welt sieht finde ich sehr gelungen. Aber auch mit ihrer besten Freundin läuft es auf Grund der vielen Geheimnisse, welche sie wegen der fantastischen Welt hüten muss, nicht ganz rund. Ihren inneren Zwist fand ich gut dargestellt und man bangt einfach mit ihr mit. Aber auch die humoristische Darstellung ihrer Familie fand ich wieder sehr gelungen und hat mich zum Schmunzeln gebracht. Die Beziehung zwischen Quinn und Matilda ist ebenfalls gewachsen und zusammen bilden sie ein starkes Team, welches viele Hürden meistern kann. Gelungen fand ich ebenfalls den Wasserspeier Bax, mit seinen lustigen Einwürfen und Sprüchen hat er dieses Buch meiner Meinung nach bereichert. Aber auch Jeanne D’Arc ist ein interessanter Charakter, welchen man nicht so richtig einschätzen kann. Allgemein hat mir die Charakterdarstellung hier zugesagt und macht einen großen Reiz der Reihe aus.
Das Ende ist noch einmal richtig spannend. Gewisse Aspekte des Buches werden geklärt. Dafür werden andere Fragen in den Raum geworfen, ein wahrlich fieser Cliffhanger. Daher hoffe ich, dass es bis zum dritten Teil nicht allzu lange dauert.

Insgesamt konnte mich Kerstin Gier mit „Vergissmeinnicht – Was bisher verloren war“ wahrlich gut unterhalten, sowohl Charaktere als auch die Handlung an sich konnten mich überzeugen. Ich möchte 4 Sterne vergeben und freue mich schon auf die Weiterführung der Reihe.

Veröffentlicht am 05.11.2023

The Lesson of Curses

The Lesson of Curses (Chronica Arcana 1)
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Dies ist mein erstes Werk aus der Feder von Laura Cardea, welches ich gelesen habe. Das Fantasybuch „The Lesson of Curses“ ist der Auftaktsband ihrer Chronica- Arcana – Reihe und kann daher ohne Probleme ...

Dies ist mein erstes Werk aus der Feder von Laura Cardea, welches ich gelesen habe. Das Fantasybuch „The Lesson of Curses“ ist der Auftaktsband ihrer Chronica- Arcana – Reihe und kann daher ohne Probleme gelesen werden, auch wenn man noch keine weiteren Werke der Autorin gelesen hat.

Klappentext:
Mathea liebt Sarkasmus, Geld – und ihre Ruhe. Doch als Helle Magie in ihr erwacht, muss sie ihre geordnete Existenz als Jurastudentin aufgeben und die nervtötend harmonische Univerzita Mystika e Magie in Prag besuchen. Und als wären feministische Magier und Hippie-Nixen nicht genug, entbrennt zum so begabten wie hochmütigen Warlock Atlas eine unwiderstehliche Rivalität. Der Haken: Er gehört zur verfeindeten Academia Sinistra. Dort versucht sich wiederum die Hexe Ellie ihren Platz zu erkämpfen, obwohl sie sich eigentlich nur von alldem fort wünscht – wäre da nicht Astra, dank der sie ihre übermächtigen Kräfte zu verstehen beginnt. Als an einer der beiden Akademien ein Fluch entdeckt wird, müssen die vier zusammenarbeiten. Doch was, wenn die Feindschaft zwischen Schatten und Licht niemals überwunden werden kann?

Mich persönlich hat der Klappentext neugierig gemacht. Ein fantastisches Buch, welches in Prag angesiedelt ist, konnte mich sofort ködern. Auch das Universitätssetting hat mich interessiert. Da dies mein erstes Buch von Cardea ist, hatte ich keinerlei Erwartungen oder große Hoffnungen an dieses Buch.
Der Stil von Laura Cardea ist recht leicht und bildhaft. Dennoch hatte ich manchmal meine Schwierigkeiten mit ihrem Erzählstil. Nur zu gerne reißt Cardea ein Thema an, um den Leser neugierig zu machen, ködert ihn mit kurzen Informationshappen. Nur um dann ein neues Kapitel anzufangen und dieses Thema nicht weiter aufzugreifen. Ich persönlich fand dies etwas nervig, hatte ich doch dadurch oftmals das Gefühl, etwas überhört zu haben. Ich persönlich habe die ungekürzte Hörbuch- Version gehört. Für mich hat es sich angefühlt, als ob mir wesentliche Informationen fehlten, als ob ich einen Teil der Geschichte verpassen würde. Mein erster Gedanke war, dass diese vielleicht einer Kürzung des Hörbuches zum Opfer gefallen sind, aber nein: dies war eine ungekürzte Version. Diese ständigen Andeutungen und dann diese fehlenden Informationen dazu haben mein Lese- bzw. Hörvergnügen enorm gedämpft. Auch hat dies manchmal dazu geführt, dass sich mir gewisse Handlungen oder Schlussfolgerungen nicht immer als nachvollziehbar oder sinnvoll dargelegt haben.
Die Sprecherinnen Chantal Busse und Uta Dänekamp empfand ich als angenehm und beide haben es gekonnt geschafft, die Emotionen und auch die Charaktere gut rüberzubringen. Jedoch habe ich mich – besonders zu Beginn – etwas schwergetan, die beiden Stimmen auseinander zu halten, haben sie sich in meinen Ohren einfach zu ähnlich angehört. Auch fand ich, dass die Stimme der Sprecherinnen jeweils zu der anderen Protagonistin besser gepasst hätte. Die Stimme der Mathea hätte meiner Meinung nach eher zu Ellie gepasst und andersherum, dies hätte mehr ihrem Wesen entsprochen.
Gefallen hat mir hier auf jeden Fall das Setting Prag. Die Atmosphäre dieser Stadt eignet sich wunderbar für eine magische Geschichte. Auch die Ansiedlung der beiden magischen Schulen fand ich gut eingebunden und konnte mich begeistern. Mit einer Prise Humor wird hier die Geschichte von Mathea und Ellie erzählt. Beides sind Späterwachte, sie haben ihr magisches Talent erst recht spät entdeckt. Den Einstieg habe ich als zäh empfunden. Man wird in die magische Welt eingeführt und lernt zu Beginn recht viele neue Charaktere kennen, welche man erst einmal einsortieren muss. Jedoch lernt man hier einfach zu wenig über diese Welt. Dies kommt auch daher, dass die Protagonisten mir persönlich zu wenig hinterfragen, sie nehmen einfach alles als gegeben hin und wollen all dem nicht auf den Grund gehen. Die Geschichte plätschert eher so dahin und tritt dabei oftmals auf der Stelle – mir ist teilweise einfach zu wenig passiert. Und mir hat einfach der Bezug zu den Protagonisten gefehlt.
Auch habe ich mich mit der Art von Mathea schwer getan. Sie hat eher eine schroffe Art und will immer die beste in allem sein. Dann macht sie aus alles ein Geheimnis und gibt sich gerne gefühlskalt, Mathea möchte alles alleine meistern. Aber wenn es ihr hilft, voranzukommen, nimmt sie nur zu gerne fremde Hilfe an. Sie war mir einfach zu Ichbezogen. Sowohl bei Mathea als auch bei Ellie hätte ich mir mehr Hintergrundwissen gewünscht. Es werden öfters Andeutungen gemacht und zumindest Ellie scheint dies sehr zu prägen. Aber konkretes erfährt man hier nicht wirklich. Dem Leser werden hier schmackhafte Brocken hingeworfen, um diesen zu locken und dann wird dieser am ausgestreckten Arm verhungern gelassen. Dies zieht sich leider durch das ganze Buch und hat mich persönlich frustriert. Wenn man zum Beispiel erfährt, dass man verflucht wurde, möchte man doch die Hintergründe erfahren und diesen im besten Falle aufheben. Aber hier wird es einfach hingenommen und einige Seiten nicht näher thematisiert oder zur Sprache gebracht. Nur zu selten wird etwas hinterfragt, manche Handlungen ergaben so einfach keinen Sinn.
Die Darstellung der beiden Schulen fand ich ganz gut umgesetzt. Wie gegensätzlich diese beiden sind und somit auch die Charaktere, die in dieser ausgebildet werden oder auch unterrichten. Hier gibt es einige interessante Aspekte, über die ich nur zu gerne mehr erfahren möchte.
Dafür hat dieses Buch einen fiesen Cliffhanger, sodass man nur zu gerne wissen möchte, wie die Geschichte rund um Ellie und Mathea weitergeht.
Ob ich die Reihe weiterverfolgen werde, kann ich so noch nicht sagen. Es gab interessante Ansätze, zum Beispiel die beiden gegensätzlichen Schulen und das Setting und auch manche Nebencharaktere fand ich ansprechend. Aber der Erzählstil hat mich teilweise eher genervt.

Die Autorin Laura Cardea hat mit „The Lesson of Curses – Chronica Arcana“ den Reihenauftakt rund um Mathea und Ellie geschrieben. Es gab einige vielversprechende Ansätze, aber leider konnte mich dieses Hörbuch auf Grund einiger Faktoren nicht vollständig überzeugen. Daher gibt es von mir 3 Sterne.

Veröffentlicht am 23.10.2023

Ein Fluss so rot und schwarz

Ein Fluss so rot und schwarz
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Der bekannte Autor Anthony Ryan hat sich mit „Ein Fluss so rot du schwarz“ in ein neues Genre vorgewagt. Hierbei mischt er Dystopie mit Horror - es hat mich ein wenig an eine mögliche zukünftige Zombieapokalypse ...

Der bekannte Autor Anthony Ryan hat sich mit „Ein Fluss so rot du schwarz“ in ein neues Genre vorgewagt. Hierbei mischt er Dystopie mit Horror - es hat mich ein wenig an eine mögliche zukünftige Zombieapokalypse erinnert. Daher muss man auch keine vorherigen Werke aus seiner Feder gelesen haben, damit man dieses Buch genießen kann.

Klappentext:
Sechs Menschen erwachen auf einem Schiff. Ohne jede Erinnerung. Der siebte ist tot. Was ist passiert? Warum nimmt das Schiff Kurs auf ein postapokalyptisches London? Und von welchem Grauen künden die Schreie im dichten Nebel? Eine Mission auf Leben und Tod beginnt, der sich niemand entziehen kann. Als Huxley zu sich kommt, weiß er nichts mehr. Nicht mal seinen Namen. »Huxley« ist ihm auf den Unterarm tätowiert. Offenbar befindet er sich an Bord eines fremdgesteuerten Militärschiffs auf der Themse. Und er ist nicht allein. Da gibt es noch fünf weitere Überlebende. Den sechsten findet er tot auf, Selbstmord. Sie alle sind nicht zufällig hier: Zusammen sind sie Polizist, Soldat, Ärztin, Physikerin, Historiker und Polarforscherin. Über ein Satellitentelefon erhalten sie von einer mysteriösen Stimme Anweisungen. Unaufhaltsam steuern sie in ein zerstörtes und ausgestorbenes London hinein. Doch schließlich stellen sich ihnen nicht mehr nur Schiffswracks und Brückenruinen in den Weg. Immer lauter werden die Schreie in der Ferne. Im dichter werdenden Nebel lauert ein Grauen außerhalb ihrer Vorstellungskraft. Mit jeder Seemeile wird deutlicher, dass ihre Reise ins Unbekannte ein schreckliches Geheimnis birgt.

Anthony Ryan ist durch seine Fantasy- Werke bekannt geworden und auch ich habe einige Werke von Ryan mit Genuss gelesen. Daher war ich sehr auf seinen Ausflug in ein anderes Genre gespannt und auch der Klappentext klang vielversprechend. Und mit Vorfreude habe ich mich an diesen Genremix herangewagt und wurde dabei nicht enttäuscht.
Der Schreibstil von Ryan ist sehr angenehm und leicht, so wie ich es auch schon aus seinen anderen Werken gewohnt war. Das Buch hat sich flüssig lesen und ist sehr temporeich und actionreich gehalten. Der Spannungsbogen wird permanent hochgehalten und auf vielseitige Weise erzeugt Ryan hier Spannung. Die Seiten fliegen nur so dahin und als Leser klebt man quasi an diesen und man möchte einfach wissen, wie die Geschichte weitergeht. Allgemein fand ich die Geschichte recht ansprechend. Hier wird eine Art Zukunftsroman erzählt, in dem die Menschheit vor dem Aussterben steht – man hat hierbei eine Zombieapokalypse vor Augen. Dabei möchte man einfach nur wissen, was es damit auf sich hat, wie es so weit kommen konnte und was man eventuell dagegen unternehmen könnte. Mir hat diese Mischung aus temporeicher Dystopie und actionreichem Horror gut gefallen und die Story konnte mich hierbei wirklich ausgezeichnet unterhalten. Man merkt, dass der Fokus hier auf der Spannung liegt. Dies geht leider auf Kosten der Charakterdarstellung. Zu Beginn wird man sofort mitten in das Geschehen geworfen und findet sich zusammen mit den Charakteren auf einem verlassenen Schiff wieder und weiß leider nicht, wie man auf dieses gelangt ist. Die Charaktere haben ihr Gedächtnis verloren, haben keine Erinnerungen an ihr bisheriges Leben mehr oder können auch nicht sagen, wie sie in diese Situation gelangt sind. Auf dem Arm hat jeder einen Namen tätowiert und zusammen werden die Charaktere in eine aussichtslose Mission geschickt, wobei sie nicht wissen, ob sie diese überleben werden. Auf manche Erfahrungen oder gelerntes Wissen können die Charaktere zurückgreifen und diese sind auch wichtig für den Erfolg der Mission. Allgemein erfährt man recht wenig über die Charaktere, was zum Teil auch daran liegt, dass sie es selbst nicht wissen. Dennoch fand ich diese zum Teil ein wenig eindimensional und manche entwickeln sich stärker als andere. Aber ich muss sagen, mich hat dies in diesem speziellen Kontext nicht essentiell gestört. Für mich hat es einfach zur Handlung gepasst und hat der Spannung keinen Abbruch getan.
Die Welt ist ebenfalls spannend gehalten. Zusammen mit den Protagonisten begeben wir uns in ein postapokalyptisches London und schon der Weg dorthin ist ein beschwerlicher. Stück für Stück lernen wir mehr über diese Welt und so langsam setzen sich die Puzzlestücke zusammen. Wir erkunden zusammen mit den Charakteren diese und erfahren dabei mehr über dessen Geschichte, wie es zu diesem Zustand kommen konnte. Teilweise werden kleine wissenschaftliche Ausführungen gemacht, aber diese sind wirklich nur kurzgehalten und stören den Lesefluss nicht.
Die Handlung entwickelt eine richtige Sogwirkung, immer tiefer gelangen wir in einen gefährlichen Strudel und für die Protagonisten wird es immer brenzliger. Am Ende konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen - ich musste einfach wissen, wie die Geschichte aufgelöst wird. Dabei hat mich das Ende zum Nachdenken angeregt, wahrscheinlich wird die Grundidee noch ein wenig bei mir nachklingen.

Insgesamt konnte mich der Autor Anthony Ryan mit seinem tempo- und actionreichen Genremix „Ein Fluss so rot und schwarz“ wirklich gut unterhalten. Eine interessante Story mit einer Welt, welche nur so vor lauter Gefahren trotzt. Aufgrund der Defizite in der Charakterdarstellung möchte ich 4 Sterne vergeben. Auch möchte ich eine Leseempfehlung aussprechen, sowohl für die Leser seiner Fantasy- Bücher als auch für Leser, welche sich durch den Klappentext angesprochen fühlen.

Veröffentlicht am 15.10.2023

Emerick

Emerick
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Mit dem Fantasy- Roman „Emerick und die schlafende Wächterin“ hat die Autorin Tanja Heitmann einen (bisherigen) Einzelband geschrieben, welcher ohne Vorkenntnisse gelesen werden kann.

Klappentext:
Für ...

Mit dem Fantasy- Roman „Emerick und die schlafende Wächterin“ hat die Autorin Tanja Heitmann einen (bisherigen) Einzelband geschrieben, welcher ohne Vorkenntnisse gelesen werden kann.

Klappentext:
Für die junge Jasna ist Lastage House die Chance, ein neues Leben zu beginnen: Professor Leopold hat sie als Assistentin unter seine Fittiche genommen. Gemeinsam betreuen sie Kinder und Jugendliche, deren Leben aus den Fugen geraten ist. An einem von ihnen beißt Jasna sich allerdings die Zähne aus: Emerick ist nicht nur faszinierend, wie der Professor schwärmt, sondern sieht die Welt auf seine ganz eigene Weise. Als Jasnas Schützling, die kleine Lia, unerklärlicherweise ins Koma fällt, bietet Emerick seine Hilfe an. Damit beginnt die Jagd auf einen geheimnisvollen Schatten, und Jasna stellt fest, dass es in Lastage House nicht nur verrückt zugeht, sondern vor allem magisch ...

Vor einigen Jahren wurde Tanja Heitmann mit ihrem Debütroman „Morgenrot“ bekannt, welchen ich damals ebenfalls gerne gelesen habe. Daher wollte ich mich an ein weiteres Werk aus der Feder von ihr lesen und mir ein aktuelleres Bild ihrer Werke machen. Ich hatte keine wirklichen Erwartungen an „Emerick“, aber dennoch hätte ich irgendwie etwas Anderes erwartet.
Der Schreibstil von Tanja Heitmann ist recht angenehm und flüssig. Außerdem hat die Autorin einen bildhaften Erzählstil, sodass quasi ein Bild vor dem geistigen Auge entsteht. Man kann sich die Schauorte gut vorstellen und gekonnt schafft Heitmann eine gelungene Atmosphäre. Die Geschichte spielt im Lastage House, in welchem Kinder und auch Jugendliche wohnen, welche geistige Defizite aufweisen. Dies sorgt für eine gruselige Stimmung und ein leichtes Gänsehautgefühl.
Die Charakterdarstellung ist ein Pluspunkt von diesem Fantasy- Buch. Die Protagonistin Jasna ist eine siebzehnjährige junge Dame, welche sich als Assistentin vom Professor Leopold im Lastage House ein neues Leben aufbauen möchte. Bisher ist sie noch nicht richtig integriert und nur zu gerne gibt sich Jasna geheimnisvoll. Sie ist eine starke Frau mit einer geheimnisvollen Vergangenheit, welche im Laufe des Buches näher beleuchtet wird. Dabei hat Jasna mehrere Talente, mit denen man zu Beginn des Werkes nicht gerechnet hat. An ihrer Seite ist Emerick, welcher ein Patient in dieser Einrichtung ist. Aber auch er hat eine mysteriöse Vergangenheit und einige Geheimnisse, welche ans Licht kommen. Dabei ist er vom Wesen nicht so, wie man auf den ersten Seiten vermuten würde. Emerick hat einen faszinierenden Charakter und ist der heimliche Star in diesem Werk, bereichert er es doch ungemein.
Auch die magische Welt hat hier einige Überraschungen zu bieten und Heitmann hat einige interessante Ideen parat. Jedoch fehlten mir während des Lesens ein paar Hintergrundinformationen. Ich hatte teilweise das Gefühl, dass ich etwas überlesen habe oder das ein Buch vorangegangen war. Jedoch war dies nicht der Fall. Während der Geschichte wird öfters die Flut erwähnt, welche wohl für die Entwicklung der Welt ein essentielles Ereignis war. Jedoch wird darauf nicht näher eingegangen, sodass der Leser hier etwas in der Luft hängt und sich die Zusammenhänge selber zusammenreimen muss.
Den Einstieg fand ich leider etwas holprig. Auf den ersten Seiten werden die Charaktere vorgestellt. Man liest, wie Jasna sich in der Einrichtung fühlt, wie gerne sie soziale Kontakte und ein normaleres Leben hätte. Und auch Emerick lernt man zu Beginn kennen und sofort hat er mich in seinen Bann gezogen. Auch über das Lastage House und dessen Bewohner und ihren Eigenheiten lernt kennen. Dennoch hat sich dieser Einstieg etwas gezogen. Ich hatte das Gefühl, dass es nicht wirklich vorwärtsgeht und die Handlung sich etwas im Kreis dreht. Auch fehlte mir stellenweise die Spannung. Jedoch fand ich die Grundidee recht ansprechend, die Umsetzung leider nur mangelhaft. Nicht immer konnte die Spannung oder auch das Tempo hochgehalten werden, ein paar Szenen haben sich in die Länge gezogen.
Das Ende konnte mich leider auch nicht vollständige überzeugen. Hier ging es dann Schlag auf Schlag und teilweise haben sich die Ereignisse überschlagen, sodass es teilweise ein wenig verwirrend war. Manche Auflösungen fand ich nicht logisch oder überzogen.

Insgesamt konnte mich die Autorin Tanja Heitmann mit ihrem Fantasy- Roman „Emerick und die schlafende Wächterin“ nicht vollständig überzeugen. Es gab ein paar interessante Ansätze und eine ansprechende Grundidee. Jedoch war die Umsetzung meiner Meinung nach mangelhaft, zum Beispiel der Einstieg oder auch fehlende Hintergrundinformationen. Daher möchte ich 3 Sterne vergeben.

Veröffentlicht am 08.10.2023

Dunkelaura

Die Legende des Phönix, Band 1 - Dunkelaura
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Mit dem Fantasy- Buch „Die Legende des Phönix- Dunkelaura“ hat die Autorin Greta Milan den Auftakt einer Dilogie geschrieben. Hierfür ist es nicht notwendig, dass man bereits andere Werke aus der Feder ...

Mit dem Fantasy- Buch „Die Legende des Phönix- Dunkelaura“ hat die Autorin Greta Milan den Auftakt einer Dilogie geschrieben. Hierfür ist es nicht notwendig, dass man bereits andere Werke aus der Feder von Milan gelesen hat, diese Reihe ist vollständig unabhängig.

Klappentext:
In der Dunkelheit erwacht deine Phönixmagie. Einst opferte sich der letzte Phönix, um die Menschheit zu beschützen. Noch heute kämpfen auserwählte Menschen mit ihren Phönixkräften gegen dunkle Feinde. Als Eden eines Nachts in den Straßen San Franciscos von düsteren Gestalten angegriffen und von vier Fremden mit Waffen aus Licht gerettet wird, erfährt sie, dass sie selbst eine Phönixkriegerin ist. Doch wieso zeigt sich bei ihr keine Lichtgabe? Und was verbirgt der unnahbare Krieger Kane, dessen Blicke Eden unter die Haut gehen?

Bisher habe ich noch kein Buch von Greta Milan gelesen. Doch bei diesem Genremix aus Fantasy und Romance hat mich der Klappentext neugierig gemacht. Und obwohl Romantasy nicht mein bevorzugtes Genre ist, habe ich mich an diesen Roman gewagt und ich wurde nicht enttäuscht.
Auf den ersten Blick konnte mich die Karte überzeugen. Solches Bonusmaterial finde ich immer sehr hilfreich und auch bei diesem Roman habe ich sie gerne zu Rate gezogen Diese hat mir bei der Orientierung geholfen und während des Lesens habe ich sie gerne mal eingesetzt.
Auch den Schreibstil empfand ich als angenehm. Dieser ist leicht und bildhaft, sodass sich „Die Legende des Phönix- Dunkelaura“ flüssig lesen lässt. Gekonnt schafft es die Autorin, eine dichte Atmosphäre aufzubauen und als Leser wird man Stück für Stück in die Welt der Phönixkrieger eingeführt. Zusammen mit der Protagonistin Eden lernt man diese immer besser kennen und erfährt immer mehr Details. Auf vielseitige Art wird hier Spannung erzeugt. Es gibt einige Actionszene, sodass dem Leser hier einiges geboten wird. Gebannt und voller Erwartungen klebt man hier an den Seiten und möchte nur zu gerne wissen, wie die Handlung weitergeführt wird. Einige Probleme müssen hier gelöst werden und es gilt, einige Hürden zu meistern. Auch wird die Geschichte aus mehreren Perspektiven erzählt, welches zusätzlich die Spannung steigert. Zum Teil liest man die Geschichte aus der Sicht der Protagonistin Eden und auf der anderen Seite aus der Perspektive von Kane. Gekonnt gelingt es der Autorin ein Gleichgewicht zwischen Spannung und Charakterdarstellung aufzubauen. Abwechselnd wird die Handlung durch temporeiche Szenen vorangetrieben und dann wird durch Charakterdarstellungen und –entwicklungen der Fokus auf die Personen gelegt. Und auch, weil aus verschiedenen Perspektiven die Story erzählt wird, bekommt man einen vielseitigeren Einblick auf die Gefühls- und Gedankenwelt der Protagonisten.
Positiv möchte ich auch die Vielseitigkeit der Lichtgabe erwähnen. Dies sind die Fähigkeiten, welche die Phönixkrieger zur Bekämpfung ihrer Feinde haben. Sie waren recht originell und haben die Story auf jeden Fall bereichert. Interessant fand ich auch die Legende rund um den Phönix. Stückchenweise bekommt der Leser immer mehr Informationen und man muss feststellen, dass die alten Legenden nicht immer die Wahrheit wiedergeben und das sich im Verlauf der Jahre die Überlieferungen leicht abgewandelt wurden.
Gefallen haben mir in diesem Buch die Charaktere. Eden ist eine sympathische Protagonistin. Die ist rücksichtsvoll und kümmert sich um ihre Mitmenschen. Auch sorgt sie für ihren Vater, welcher gesundheitliche Probleme hat. Und auch hier sind die Dinge anders, als man zuerst vermuten würde. Aber auch der männliche Gegenpart Kane ist ein interessanter Charakter. Er ist geheimnisvoll und gibt sich gerne mystisch. Normalerweise nervt mich dies meist bei der Charakterdarstellung, aber in diesem Fall fand ich, dass es sogar zum Charakter gepasst hat. Natürlich entwickelt sich etwas zwischen den beiden, wobei man auf den ersten Seiten dies nicht konkret fassen kann und auch nicht erahnen kann, wie sich dies weiterentwickelt. Die sich langsam aber stetig aufbauende Lovestory fand ich recht packend, auch wenn sie stellenweise ein wenig kitschig war. Und dieses hin und her fand ich auf manchen Seiten auch etwas zu viel, aber es hat mich nicht allzu sehr gestört. Auch die Schwester von Kane namens Tori ist ein sympathischer Charakter und ich mochte ihre offene und herzliche Art. Allgemein ist die Gruppe aus Phönixkriegern rund um die beiden Geschwister sehr interessant und ich mochte die Art, wie sie miteinander umgegangen sind.
Mein Kritikpunkt an „Die Legende des Phönix“ ist der doch etwas schleppende Einstieg. Ich fand diesen etwas zäh. Zum einen lernt man die Charaktere erst kennen und wird langsam in die magische Welt eingeführt. Der Überfall von Eden und die anschließende Rettung durch die Phönixkrieger fand ich ein wenig träge erzählt. Aber wenn man diesen Einstieg erst einmal geschafft hat, wird die Spannung permanent gesteigert.

Insgesamt konnte mich Greta Milan mit ihrem Reihenauftakt „Die Legende des Phönix- Dunkelaura“ gut unterhalten. Es gab viele interessante Aspekte und die Handlung konnte mich in ihren Bann ziehen. Von mir gibt es 4 Sterne und ich bin schon sehr auf die Fortsetzung von diesem Buch gespannt.