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Veröffentlicht am 17.04.2021

Traumprinz, wie er im Buche steht.....

Traumprinz
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Nachdem privat alles schief läuft, zeichnet sich Nellie kurzerhand ihren Traumprinzen "Retro" selbst. Am nächsten Morgen steht ein Mann vor ihr und behauptet Retro, der Prinz aus Amanpour zu sein, und ...

Nachdem privat alles schief läuft, zeichnet sich Nellie kurzerhand ihren Traumprinzen "Retro" selbst. Am nächsten Morgen steht ein Mann vor ihr und behauptet Retro, der Prinz aus Amanpour zu sein, und bittet Nellie ihm den Weg nach Hause zu zeigen. So nach und nach dämmert ihr, dass es sich wohl um den gezeichneten Prinzen handelt, der irgendwie Wirklichkeit geworden ist. Aber natürlich ist es für einem Prinzen aus einer Phantasiewelt nicht einfach, sich in der wirklichen Welt zurückzufinden. Und dann gibt es noch den Besitzer des Buches, der es gerne haben möchte, aber nichts Gutes damit vor zu haben scheint.

Wieder einmal schafft es David Safier etwas ganz Neues zu schreiben. Man muss allerdings bereit sein, sich auf seine - zugegebener Maßen sehr schrägen - Geschichten einzulassen, die zwar in unserer Zeit und Welt spielen, aber überhaupt nichts mit der Wirklichkeit zu tun haben. Seine Geschichten bringen mich jedes Mal zum lachen, und haben trotzdem immer eine Moral.

Die zweiten Hälfte des Buches hat mich allerdings teilweise etwas enttäuscht - der Abschnitt in der Schneekugel war ziemlich schnell abgehandelt (wahrscheinlich hätte allein dieser Abschnitt ein ganzes Buch füllen können), dafür hätte ich die Szene mit dem schwarzen Loch nicht unbedingt gebraucht (Ich hätte Moore gleich in ein Baguette verwandelt).

Die witzigen Zeichnungen haben die Geschichte wunderbar untermauert und passen perfekt zur Geschichte- leider sind sie auf dem Reader ziemlich klein dargestellt - Details lassen sich auch auf dem Computer schlecht erkennen. Das ist eben der Nachteil am elektronischen Lesen.

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Veröffentlicht am 14.04.2021

Naja....

Die Gabel, die Hexe und der Wurm. Geschichten aus Alagaësia. Band 1: Eragon
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Ich habe das Buch direkt im Anschluss an die vier Bände Eragon gelesen, und war nicht besonders begeistert. Ich hätte gerne gewusst, wie es mit Murtagh und den anderen weitergeht, aber irgendwie hat das ...

Ich habe das Buch direkt im Anschluss an die vier Bände Eragon gelesen, und war nicht besonders begeistert. Ich hätte gerne gewusst, wie es mit Murtagh und den anderen weitergeht, aber irgendwie hat das Buch mehr Fragen offen gelassen als beantwortet. Vor allem, da der Autor im Moment an einer Sience-Fiction-Serie schreibt, und man daher nicht auf weitere Geschichten /eine Fortsetzung aus Allagäsia hoffen darf.

Für mich persönlich eher enttäuschend als eine Bereicherung

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Veröffentlicht am 10.04.2021

Der 8. Krimi mit Rudi, Rosa und Henner

Wenn Wattwürmer weinen
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Beim Joggen am Strand findet Briefträger Henner den Tourismusmanager Ulfert Johannsen tot im neuen Übernachtungsstrandkorb. Wegen der Hitzewelle wird zunächst auf Herzversagen getippt, schnell stellt sich ...

Beim Joggen am Strand findet Briefträger Henner den Tourismusmanager Ulfert Johannsen tot im neuen Übernachtungsstrandkorb. Wegen der Hitzewelle wird zunächst auf Herzversagen getippt, schnell stellt sich jedoch heraus, dass der Manager vergiftet wurde. Dass er durch innovative Ideen viele Urlauber nach Ostfriesland gelockt hat, ruft nicht bei allen Zustimmung hervor. Soll man den Mörder beim Heimatverein suchen, oder handelt es sich um eine Beziehungstat? Rudis Kollege Schnepel springt von einem Motiv zum nächsten und hat wieder einmal halb Ostfriesland in Verdacht.

Unterdessen tut sich auch privat einiges bei dem Trio. Während Rosa noch immer glücklich mit Holger ist, kommen sich Rudi und Schnepels Noch-Ehefrau näher. Henner scheint indes zu bemerken, dass Rosa auch eine Frau ist und ist ein wenig eifersüchtig auf Holger.

Auch der achte Band hat mir wieder ausgesprochen gut gefallen - ein netter Cosy-Krimi eben. Da ich schon alle vorherigen Bände gelesen habe, ist es wie ein Wedersehen mit den Bewohnern von Neuharlingsiel, aber auch ohne die anderen Bände gelesen zu haben, ist die Handlung verständlich.

Die Möwe auf dem Cover zieht sich durch alle Bände und ist ein gewisser Erkennungsfaktor.

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Veröffentlicht am 30.03.2021

Ein sehr gelungener Roman

Kleine Wunder überall
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Als Charlotte gerade in der Küche steht und versucht Milchreis für ihre jüngste Tochter zu kochen, um danach mit ihrem Mann Markus zu einem wichtigen geschäftlichen Termin zu gehen, passieren zwei Dinge ...

Als Charlotte gerade in der Küche steht und versucht Milchreis für ihre jüngste Tochter zu kochen, um danach mit ihrem Mann Markus zu einem wichtigen geschäftlichen Termin zu gehen, passieren zwei Dinge auf einmal: ihre Babysitterin sagt ab und Barbara, Charlottes Mutter zu der sie in den letzten zwanzig Jahren kaum Kontakt hatte, steht plötzlich vor der Tür und möchte ein paar nette Stunden mit ihrer Familie verbringen. Damit Marcus und Charlotte ihren Termin wahrnehmen können, erklärt sich Barbara spontan bereit auf die beiden Mädchen Merle und Finja aufzupassen. Während Marcus begeistert ist, lässt Charlotte ihre Mutter nur ungern mit ihren Kindern alleine, da sie befürchtet dass ihr Haus im Chaos versinken würde. Die nächsten Tage werden schwierig für Charlotte. Während bei ihr alles im voraus geplant und möglichst perfekt sein muss, ist ihre Mutter eher eine Künstlernatur, die im Jetzt lebt und mit ihren Enkeltöchtern Modeschauen und Bastelnachmittage veranstaltet. Charlotte zählt die Tage, bis ihre Mutter wieder abreist und wieder Ruhe einkehrt – aber es kommt alles anders. So nach und nach erfährt man, warum Charlotte zu Perfektionismus neigt und Schwierigkeiten hat Hilfe anzunehmen. Barbara ist nach Lanzarote gezogen als ihre Tochter dreizehn Jahre alt war und diese hat aus Loyalität zu ihrem Vater den Kontakt zu ihrer Mutter ziemlich schnell abgebrochen.

Als Barbara wegen eines Notfalls ins Krankenhaus muss, stellt sich heraus, dass sie Krebs im fortgeschrittenem Stadium hat und nach Deutschland gekommen ist, um noch Zeit mir ihrer Tochter und Enkeltöchtern zu verbringen.. So nach und nach nähern sich die beiden wieder an und Charlotte erfährt den wahren Grund weshalb ihre Mutter damals so plötzlich abgereist ist. Und sie lernt, dass sie auch einmal delegieren und um Hilfe bitten kann und nicht immer alles alleine schaffen kann und muss. Auch die Beziehung zur ihrer pubertierenden Tochter verbessert sich unter Barbaras Einfluss.

Das Cover des Buches hat mich sofort angesprochen und ich finde es immer noch wunderschön. Der Schreibstil ist angenehm und flüssig zu lesen und die Charaktere sind gut beschrieben. Vor alle Charlotte macht im Laufe der Geschichte eine enorme Veränderung durch. Besonders schön finde ich, dass es zwischendurch viele kleine Nebencharaktere gibt, die den Verlauf der Handlung nicht unmittelbar beeinflussen, dem Buch aber den besonderen Charakter geben. Vieles im Buch – vor allem das Ende - war vorhersehbar. Ich fand es aber nicht weiter störend, denn es war gerade der Tiefgang der Geschichte und die Auseinandersetzung mit Leben und Tod, die den Reiz ausgemacht haben.

Ich bin froh, dass ich an dieser Leserunde teilnehmen durfte und dadurch auf die Autorin aufmerksam wurde. Das Buch werde ich in jedem Fall weiter empfehlen.

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Veröffentlicht am 28.03.2021

Geht so....

What I Like About You
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Das Cover fand ich ganz nett - passt zum Thema.

Schreibstil: Die Geschichte ist gut und leicht zu lesen - die kurze Übersicht der Einträge zu Beginn jedes Kapitels fand ich eine nette Idee.

Handlung: ...

Das Cover fand ich ganz nett - passt zum Thema.

Schreibstil: Die Geschichte ist gut und leicht zu lesen - die kurze Übersicht der Einträge zu Beginn jedes Kapitels fand ich eine nette Idee.

Handlung: Die Grundidee ist ganz interessant: Halle, die Tochter zweier Dokumentarfilmproduzenten und Enkeltochter einer bekannten Kinder- und Jugendbuchlektorin möchte selbst einmal im Verlagswesen arbeiten. Mit Hilfe ihrer Großmutter gründet sie mit 14 den Buchblogg "One True Pastry", bei dem sie neue Bücher vorstellt und farblich dazu passende Cupcakes backt. Sie betreibt den Blog unter dem Pseudonym "Kels", um zu sehen, wie sich ohne Einfluss ihrer berühmten Eltern und Großmutter auf andere wirkt. Ihr Blogg wird zu einem großen Erfolg und sie wird in der Jugendbuchszene zu einer wichtigen Influencerin. Im richtigen Leben eher schüchtern, ist Kels im Internet flapsig und schlagfertig. Da sie durch den Beruf ihrer Eltern viel umgezogen ist, hat Halle nie gelernt längerfristige Freundschaften aufzubauen. Ihre besten Freunde kennt sie nur über Chatnachrichten. Dort hat sie auch Nash kennen gelernt, der einen Comicblogg betreibt. Die beiden schreiben sich regelmäßig und wollen gemeinsam in New York an die Uni gehen. Sechs Monate nach dem Tod ihrer Großmutter ziehen Halle und ihr Bruder Ollie zu ihrem Großvater. Halle möchte sich auf ihr letztes Schuljahr und die Unibewerbungen vorbereiten. Außerdem hofft sie, dass sie als Buchbloggerin zur BookCon als Podiumssprecherin eingeladen wird.

Am ersten Tag bei ihrem Großvater steht sie in der Bibliothek plötzlich Nash gegenüber. Er wohnt in der gleichen Kleinstadt wie Halles Großeltern und die beiden werden auch die gleiche Klasse besuchen. Halle traut sich nicht, Nash zu sagen, dass sie Kels ist und obwohl die beiden auch im richtigen Leben Freunde werden, findet Halle nie den richtigen Augenblick um ihm die Wahrheit zu sagen.

Fazit:
Zu Beginn konnte ich Halle noch ganz gut verstehen. Sie hat wenig Selbstvertrauen und fühlt sich in ihren Gesprächen mit Nash als Kals viel sicherer. Da sie aber ziemlich schnell im Freundeskreis aufgenommen und wirklich gemocht wird, finde ich ihre ganzen Selbstzweifel und Getue im Laufe der Geschichte ziemlich nervend. Man kann - außer beim Großvater keine wirkliche Entwicklung oder Änderung der Charaktere erkennen Die Handlung ist teilweise ziemlich vorhersehbar und man wartet nur, auf den großen "Knall" - dafür ist das Ende dann aber auch ziemlich abrupt.

Bei der Ebook-Version fand ich es ziemlich störend, dass die Emojis nicht an die Schriftgröße angepasst sind. Manche Chatnachrichten bestehen nur aus Emojis und man bräuchte eine Lupe um zu erkennen, was sie darstellen.

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