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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.10.2025

Enttäuschend, leider

Ocean – Gefangen im Blau
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Ich hatte mich so auf dieses Buch gefreut, nachdem mir der Vorgänger „Tiger“ richtig gut gefallen hatte.

Leider, leider blieb dieser Roman hinter meinen Erwartungen zurück. Dabei hätte es so gut werden ...

Ich hatte mich so auf dieses Buch gefreut, nachdem mir der Vorgänger „Tiger“ richtig gut gefallen hatte.

Leider, leider blieb dieser Roman hinter meinen Erwartungen zurück. Dabei hätte es so gut werden können! Helen muss ein traumatisches Erlebnis verarbeiten, welches sie so nachhaltig verändert, dass es einen harten Cut in ihrem Alltag braucht. Ihr Ehemann Frank schlägt vor mit dem Segelboot, auf dem sie sich kennengelernt haben den Atlantik zu überqueren. Auch der 12jährige Sohn Nicholas und Sindi, eine Schülerin von Helen, die ihre Familie verloren hat, sollen mitkommen. Die Reise soll Helen heilen und die Familie so wieder zusammenwachsen. Soweit die Theorie! Doch auf dem Ozean geht es plötzlich nur noch ums nackte Überleben.

Sehr überraschend fand ich, dass der eigentliche Segeltörn erst nach circa 180 Seiten startet. Vorher gibt es sehr viel Drama und eine übertriebene Obsession von Helen ihrem Retter gegenüber. Helen war mir durchweg unsympathisch, und sie handelte oft irrational. Die Geschichte war durchaus spannend, aber durch die übertriebene Vielfalt der Dramen auch extrem unglaubwürdig. Kurz bevor die Familien- Crew in See gestochen ist, war ich fast soweit, das Buch abzubrechen. Die Erlebnisse auf dem Segelboot und die Wandlung der Geschichte in einen Abenteuerroman haben mich dann aber doch motiviert weiterzulesen.

Insgesamt konnte mich das Buch aber leider nicht überzeugen, viel zu viel Drama, Charaktere, in die ich mich nicht hineinfühlen konnte und einfach keine gute Geschichte.

Sehr schade!

2,5 Sterne

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Veröffentlicht am 02.10.2025

Gelungene Fortsetzung

Erebos 3
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Ist es wirklich schon 15 Jahre her, dass Erebos 1 erschienen ist? Unglaublich jetzt erschien nach einem 2.Teil nach vielen Jahren Erebos 3.

Und wieder wird Nick, der inzwischen erwachsen ist, gezwungen ...

Ist es wirklich schon 15 Jahre her, dass Erebos 1 erschienen ist? Unglaublich jetzt erschien nach einem 2.Teil nach vielen Jahren Erebos 3.

Und wieder wird Nick, der inzwischen erwachsen ist, gezwungen seine Spielfigur, den Dunkelelf Sarius wieder aufzunehmen. Es ist eine Mischung aus Unbehagen und Neugier, die Nick jedesmal beschleicht, wenn auf dem Computerbildschirm die gelben Augen von Erebos auftauchen.

Er könnte sich dem Spiel auch verweigern, doch das hätte mit Sicherheit böse Konsequenzen. Als erfahrener Spieler von Erebos weiß Nick, dass es um Leben und Tod geht, nicht nur in einer Spielwelt, sondern auch im wirklichen Leben. Da es um eine Suche gehen soll, wird Nick den Verdacht nicht los, dass ein seit längerem verschwundenes Mädchen von den Spielern gefunden werden muss und ihr Leben an einem seidenen Faden hängt.

Die Spielregeln sind streng. Es muss Stillschweigen bewahrt werden über das Spiel und die Identität der Spielfiguren im wirklichen Leben. Es gibt Aufträge die im Spiel vergeben werden und in der Realität ausgeführt werden müssen.

Nick wird in dieser Neuauflage von Erebos dazu aufgefordert eine Horde zu bilden, also Mitspieler zu rekrutieren, um Gruppenaufgaben zu lösen.

Das Spiel sendet Zeichen, die man aber erst einmal entdecken und deuten muss. Zumindest darf sich Nick mit seinem Freund Victor, der ebenfalls im Spiel involviert ist, austauschen.

Mir hat auch zum 3. Mal wieder richtig gut gefallen erneut in die Welt von Erebos abzutauchen. Ich hätte vielleicht vor der Lektüre nochmal Teil 1 rereaden sollen, aber ich war auch so schnell wieder drin. Das Wechseln von der Realebene auf die Spielebene und umgekehrt geschieht nahtlos, was ich genial finde. Die Spielfiguren sind wieder wunderbar fantasievoll ausgestaltet. Neben Dunkelelfen trifft man auf Vampire, Werwölfe, Babaren und Zwerge, die sich munter duellieren um an Rang und Stärke zu gewinnen. Die Idee mit den Horden fand ich auch gut, weil die entstehenden Gruppendynamiken natürlich interessant zu beobachten sind. Spannung entsteht durch die zu lösenden Rätsel , den Konkurrenzkampf der einzelnen Gruppen und den entstehenden Zeitdruck zum Ende hin.

Für alle die Erebos noch nicht kennen, unbedingt mit Teil 1 beginnen. Die Reihe lohnt sich nicht nur für Jugendliche. Sie macht auch erwachsenen Lesern Spaß.

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Veröffentlicht am 29.09.2025

Toller Dorfroman

Hier draußen
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„Hier draußen“ ist ein warmherziger , gut erzählter Dorfroman, der das Leben auf dem Land im fiktiven, norddeutschen Fehrdorf für mein Empfinden sehr authentisch darstellt.

Als Einstieg in die Geschichte ...

„Hier draußen“ ist ein warmherziger , gut erzählter Dorfroman, der das Leben auf dem Land im fiktiven, norddeutschen Fehrdorf für mein Empfinden sehr authentisch darstellt.

Als Einstieg in die Geschichte erzählt die Autorin von einem Wildunfall. Ingo, Zugezogener und Pendler fährt auf dem Weg nach Hause ausgerechnet eine weiße Hirschkuh an. Der Jäger, Uwe, der herbeigerufen wird, will das Tier auf keinen Fall alleine erschießen. Aberglaube hin oder her, das bringt Unglück heißt es im Dorf, und der Schütze hätte nur noch ein Jahr zu leben. Also drücken sie gemeinsam ab, was nicht ohne Folgen bleibt.

Nach und nach lernt man viele der Dorfbewohner kennen. Die einen mag man mehr, die anderen weniger. Lara und Ingo hatten sich ein Idyll vorgestellt, als sie mit ihren Kindern aus Hamburg hier herzogen, aber der Alltag ist dann doch nicht so einfach. Der Wildunfall verändert Ingo und das Ehepaar entfremdet sich immer mehr. Auch andere Dorfbewohner bekommen in dem Roman eine Stimme z. B. Tove, die an ihrer unglücklichen Ehe festhält, weil man nicht geht als Landfrau oder Jutta und Armin, die aus der ursprünglichen Wohngemeinschaft übrig geblieben sind, zusammenwohnen, aber nicht zusammen sind . Es sind kleine Geschichten über eine vielfältige Dorfgemeinschaft, die wenn es dicke kommt zusammenhält.

Ich mochte den ruhigen, humorvollen Erzählton der Autorin sehr und habe das Hörbuch, wunderbar gelesen von Julia Nachtmann, sehr genossen.

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Veröffentlicht am 24.09.2025

Ein sehr intensives Buch

Ungehorsam
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Rebecca und ihr Mann erleben einen Albtraum. Seit Tagen ist ihre Tochter Lara verschwunden. Die Polizei beschwichtigt zunächst. Die meisten Jugendlichen tauchen schon wieder auf.

Doch dann fällt Rebecca ...


Rebecca und ihr Mann erleben einen Albtraum. Seit Tagen ist ihre Tochter Lara verschwunden. Die Polizei beschwichtigt zunächst. Die meisten Jugendlichen tauchen schon wieder auf.

Doch dann fällt Rebecca auf, dass ein Rucksack und ein Schlafsack verschwunden sind, die Tochter abgehauen ist und alles gut geplant worden ist von der Teenagerin. Es beginnt die Suche einer verzweifelten Mutter nach ihrem Kind. Erste Spuren führen Rebecca zu einer Gruppe von Klimaaktivisten.

Auch Lara war sehr besorgt um ihre Zukunft und den Zustand unseres Planeten. Zuletzt gab es oft Streit zu Hause, weil der Schule immer weniger Stellenwert eingeräumt wurde.

Rebecca‘s Ängste konnte ich gut nachvollziehen, besonders als sie bemerkt, dass die Klimaaktivisten bereit sind für ihre Ziele Grenzen zu überschreiten.

Wie würde man selbst wohl reagieren, wenn die 15 jährige Tochter die Schule schmeißt, abhaut und sich einer Umweltorganisation anschließt, Gewaltaktionen nicht ausgeschlossen? Nicola Karlsson schreibt packend und emotional, so dass ich das Buch kaum zur Seite legen konnte.

Das Buch ist sehr aktuell und lädt zum Nachdenken und zum Diskutieren ein.

Mir hat es gut gefallen. Deshalb empfehle ich den Roman auch sehr gerne weiter.

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Veröffentlicht am 18.09.2025

Das Leben reflektieren

Das glückliche Leben
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Zum Inhalt

Der melancholische Éric, der mit seinem Leben gerade nicht sehr zufrieden ist, wird von einer ehemaligen Klassenkameradin, Amélie angeschrieben. Sie arbeitet für die Regierung und bietet Éric ...

Zum Inhalt

Der melancholische Éric, der mit seinem Leben gerade nicht sehr zufrieden ist, wird von einer ehemaligen Klassenkameradin, Amélie angeschrieben. Sie arbeitet für die Regierung und bietet Éric kurzerhand einen Job mit Reisetätigkeit an. Éric nimmt diese neue Herausforderung (trotz Flugphobie) zwar an, steigt dann aber mitten auf einer Geschäftsreise nach Seoul zum Ärgernis für Amélie ohne Erklärung wieder aus. Ein Schlüsselerlebnis in Korea, bei dem es um eine Scheinbeerdigung ging, durch die man neuen Lebensmut erlangen sollte, hatte ihn diesen radikalen Schritt gehen lassen. Er setzt fortan ganz neue Prioritäten in seinem Leben und kommt dem Wunsch glücklich zu sein ein Stück näher.

Auch bei Karrieristin Amélie setzt irgendwann ein Umdenken ein, ( wir nehmen zeitlich auch die Pandemiezeit mit ), und ein Wiedersehen mit Éric ist auf einmal nicht mehr undenkbar sondern folgerichtig.



Fazit:

Ich wusste vor dem Lesen nicht, dass es sich bei „Das glückliche Leben“ von David Foenkinos um einen fast schon philosophischen Roman handeln würde.

Mit Lebensratgeberbüchern und esoterischen Texten kann ich in der Regel wenig anfangen. Dieses Buch war dann aber sehr charmant und unterhaltsam geschrieben ohne großen Plot aber mit einigen guten Gedanken und viel Humor. Ich mochte es ganz gern. Es las sich schnell weg, war aber kein Highlight für mich.



3,5 Sterne

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