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Veröffentlicht am 04.04.2025

The freedom clause - Die Freiheitsklausel

The Freedom Clause
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Daphne und Dominic sind seit 3 Jahren glücklich verheiratet. Dominic ist der Meinung, sie beide hätten es sich in der Beziehung zu bequem gemacht, was auch dazu geführt hätte, dass sie immer seltener miteinander ...

Daphne und Dominic sind seit 3 Jahren glücklich verheiratet. Dominic ist der Meinung, sie beide hätten es sich in der Beziehung zu bequem gemacht, was auch dazu geführt hätte, dass sie immer seltener miteinander schlafen würden.

Um der Beziehung neuen Schwung zu geben, möchte er die Ehe öffnen, allerdings unter ganz bestimmten Regeln.

Demnach dürfte jeder Ehepartner für die nächsten 5 Jahre einmal im Jahr für eine Nacht fremdgehen mit einer unbekannten Person. Es soll keine Affaire daraus entstehen, und es soll Stillschweigen darüber herrschen.

Ein interessanter Vorschlag, der Daphne zunächst große Angst macht. Dennoch willigt sie aus Sorge um ihre Ehe ein.

Das war mal wirklich eine spannende und auch kurzweilige Liebesgeschichte.

Besonders die Charakterentwicklung von Daphne fand ich bemerkenswert.

Natürlich enthält die sogenannte Freiheitsklausel mehr Sprengkraft, als es Dominic für seine Ehe beabsichtigt hatte. Für Daphne ist sie ein sexuelles Erwachen, eine Erfahrung bei der sie lernt eigene Wünsche einzufordern. Dominic entwickelt sich in eine andere Richtung.

Ich fand die Geschichte toll, weil sie nicht die gängigen Klischees bedient und eine Menge feministischer Gedanken enthielt. Es war wirklich ein besonderes Debüt, dass ich sehr gerne gelesen habe und nur empfehlen kann.



Da Daphne eine tolle Köchin ist, die ihre Leidenschaft auch am Herd auslebt, enthält das Buch auch jede Menge Rezepte, die zum Nachkochen einladen.

Ich hatte das Buch als Hörbuch vorliegen, wunderbar gelesen von Lisa Cardinale und Henning Decker.

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Veröffentlicht am 30.03.2025

Doch nicht alles egal

Egal, sagt Aal
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Das Cover dieses wunderschönen Kinderbuches kommt auffallend quietschgelb daher. Mittendrauf das Konterfei der Identifikationsfigur der Geschichte dem selbstbewussten, etwas frechen aber durchaus liebenswerten ...

Das Cover dieses wunderschönen Kinderbuches kommt auffallend quietschgelb daher. Mittendrauf das Konterfei der Identifikationsfigur der Geschichte dem selbstbewussten, etwas frechen aber durchaus liebenswerten Aals.
Der braucht auch keinen Namen, wie die anderen Tiere, er ist einfach Aal.
Und wenn sich die anderen Teichfische beschweren, weil er gerne mal rückwärts schwimmt oder die Stichlinge sticheln, weil er anders aussieht als andere Fische, so ist ihm das egal. Doch als er Fred Flusskrebs mit seinem Verhalten wirklich verletzt, denkt er nochmal nach. Man sollte auch an die Gefühle seiner Mitgeschöpfe denken.
Eine wirklich süße Geschichte mit denen Kinder etwas anfangen können. Die Illustrationen sind wunderschön und mit liebevollen Details versehen.
Es gibt ganz viel zu entdecken, z.b Heiko, den Hecht mit den 700 Zähnen, der sich gut versteckt hat, aber natürlich nicht so gut, dass ein aufmerksames Kindergartenkind ihn nicht finden könnte.
Man lernt auch ganz viel über den Aal und seine aufregende Reise, während der er sich 4 mal verwandelt.
Sehr unterstützenswert finde ich auch, dass mit den nachhaltig produzierten Kinderbüchern dieses unabhängigen Verlages auch soziale Projekte und Tierschutzprojekte unterstützt werden.
Große Empfehlung!

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Veröffentlicht am 27.03.2025

Neues von Millie, der Haushaltshilfe

Sie kann dich hören
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Ich mag die Reihe rund um die Haushaltshilfe Millie. Auch Band 2 war wieder ein Pageturner, den ich innerhalb kürzester Zeit quasi inhaliert habe.

Im 2.Teil wird immer mal wieder Bezug genommen auf Millie‘s ...

Ich mag die Reihe rund um die Haushaltshilfe Millie. Auch Band 2 war wieder ein Pageturner, den ich innerhalb kürzester Zeit quasi inhaliert habe.

Im 2.Teil wird immer mal wieder Bezug genommen auf Millie‘s Vorgeschichte, eine verbüßte Gefängnisstrafe, die ihr das Leben nicht gerade leicht macht. Aber auch wenn man das 1.Buch der Reihe nicht gelesen hat, kommt man prima zurecht. Millie darf weder in Bezug auf eine Wohnung noch in Bezug auf eine Arbeitsstelle wählerisch sein, denn sollte ein potentieller Vermieter oder ein möglicher Arbeitgeber bei ihr einen Backgroundcheck durchführen, würde sie zugunsten anderer Bewerber sofort rausgefiltert. Als sie ihre gut bezahlte Putzstelle verliert, ist sie also recht verzweifelt und hat große Sorge nichts Neues zu finden. Ihr neuer Freund Brock möchte Millie zwar überreden mit ihm zusammenzuziehen, doch Millie ist dazu noch nicht bereit. Wie durch ein Wunder bekommt sie das Angebot in einem Penthouse als Haushalthilfe anzufangen. Ihr neuer Arbeitgeber Douglas Garrick erscheint auf den ersten Eindruck freundlich und umgänglich. Seine kranke Frau Wendy kommt nie aus ihrem Zimmer heraus, doch Millie hört sie weinen und entdeckt Blutspuren, die sie mißtrauisch machen. Irgendwas ist in diesem Haushalt faul und natürlich mischt sich Millie ein mit gravierenden Folgen.

Wie schon in Teil 1 gibt es viele interessante und überraschende Wendungen in der Geschichte. Die Autorin konnte mich wieder richtig gut unterhalten. Ich fand das Buch ein klein wenig schwächer als den Vorgänger, was vielleicht daran liegt, dass die Autorin auf bewährte Muster zurückgreift. Ich habe ungewöhnliche Plottwists erwartet und bekommen.

Die Geschichte war psychologisch ausgefeilt, verzichtete auf Brutalität und war sehr kurzweilig. Ich freue mich jetzt schon auf Teil 3.

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Veröffentlicht am 25.03.2025

Beim Wandern eine neue Liebe finden

Zwei in einem Leben
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Cleo war in dieser Geschichte das Bindeglied zwischen unseren beiden einsamen Herzen Marnie und Michael. Sie überredete ihren frisch getrennten Lehrerkollegen und ihre geschiedene Freundin und Patentante ...

Cleo war in dieser Geschichte das Bindeglied zwischen unseren beiden einsamen Herzen Marnie und Michael. Sie überredete ihren frisch getrennten Lehrerkollegen und ihre geschiedene Freundin und Patentante ihres Sohnes Anthony gemeinsam mit ihrer Familie und einem weiteren Freund auf einen mehrtägigen Wanderausflug zu gehen. Michael hatte diese Coast to Coast Wanderung eigentlich für sich alleine geplant, aber Cleo ließ nicht locker und kaperte seinen Urlaub für ein langes Wochenende in geselliger Runde, damit er nicht komplett vereinsamte.

Marnie packte als freie Lektorin ihre Auftragsarbeit kurzerhand in den Wanderrucksack. Das Wandern war komplettes Neuland für sie, und es brauchte von Cleo‘s Seite einiges an Überredungskunst für dieses Abenteuer, dem sie aber schließlich zustimmte.

Das Wetter war schlecht, das Wandern mühsam und nach und nach sprangen bis auf Marnie und Michael alle Mitreisenden ab. Man ahnte schnell was passieren würde. Beim gemeinsamen Wandern entstand durch intensive Gespräche allmählich eine zarte Verbindung zwischen den beiden Singles . Doch Michael kämpfte noch mit seinen Dämonen und trauerte seiner Ex hinterher, so dass der hoffnungsvolle Anfang ins Stocken geriet.

Sehr schade, dass ich weder mit Marnie noch mit Michael richtig warm werden konnte. Die Geschichte war dann auch nicht nur sehr vorhersehbar sondern stellenweise auch zäh. Man merkte, dass Marnie schon als eine Person mit Witz und Selbstironie angelegt war und trotzdem kam das bei mir nicht wirklich an. Michael war zwar ganz sympathisch aber auch etwas dröge und sehr schüchtern . Was komplett fehlte waren Romantik oder gar erotische Spannungen, die Hauptzutat für einen Liebesroman würde man meinen. Nein, es war wirklich nicht der große Wurf und kam leider so gar nicht an das bekannteste Buch des Autors „Zwei an einem Tag“, welches auch verfilmt wurde, heran.




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Veröffentlicht am 20.03.2025

Plötzlich allein

Von hier aus weiter
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Nach 30 Ehejahren mit Rolf steht Marlene plötzlich alleine da und ist furchtbar wütend. Ihr Mann war schwer krank,und da es keine Aussicht auf Heilung gab, hat er sich das Leben genommen. Doch Marlene ...

Nach 30 Ehejahren mit Rolf steht Marlene plötzlich alleine da und ist furchtbar wütend. Ihr Mann war schwer krank,und da es keine Aussicht auf Heilung gab, hat er sich das Leben genommen. Doch Marlene wollte mit ihm gehen und das hat Rolf zu verhindern gewusst. Sie fühlt sich betrogen und muss doch weitermachen. Der Wunsch vom eigenen Suizid ist noch da, aber erst mal muss sie funktionieren und die Beerdigung überstehen.

Susanne Pásztor schreibt überraschenderweise leicht und humorvoll über das schwere Thema Trauer und Verlust. Ihre Protagonistin mochte ich gleich, war sie doch eine Person, die über sich selbst auch lachen konnte. Zum Glück gibt Marlene‘s Umfeld keine Ruhe und kümmert sich wunderbar und gar nicht aufdringlich um die selbstmordgefährdete Witwe. Selbst der Klempner, den sie rufen muss, als ihre Dusche nicht funktioniert, ist ihr zugetan. Er entpuppt sich als ein ehemaliger Schüler, und da er selbst in einer Lebenskrise steckt, helfen sich die beiden gegenseitig.

Ich mochte diesen ruhigen, unterhaltsamem Roman, der später noch einen Roadtrip beinhaltet sehr. Das Hörbuch wurde gelesen von Ruth Reinecke, die der Protagonist die perfekte Stimme geliehen hat.

Lediglich das Ende war mir etwas zu abrupt. So schnell wollte ich mich noch gar nicht von der Geschichte verabschieden.

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