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Veröffentlicht am 16.12.2019

Für Urlauber und Einheimische gleichermaßen ein Quell an Informationen

DuMont Reise-Taschenbuch Reiseführer Brandenburg
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Der tolle Reiseführer hat ein stolzes Gewicht (425 Gramm nach meiner Waage), aber er ist auch pickepacke voll mit allen Informationen rund um Brandenburg, die man sich nur wünschen kann. Ganz großartig ...

Der tolle Reiseführer hat ein stolzes Gewicht (425 Gramm nach meiner Waage), aber er ist auch pickepacke voll mit allen Informationen rund um Brandenburg, die man sich nur wünschen kann. Ganz großartig finde ich, dass es einen QR-Code gibt, mit dem man kostenlos Updates erhalten kann. Da ich nicht immer auf das Smartphone gucken möchte, gefällt mir der klassische Faltplan in der Tasche am Ende des Buches sehr. Hier kann man auch noch Quittungen, Eintrittskarten usw. aufbewahren, um zu Hause ein Erinnerungsalbum zu gestalten.

Der Reiseführer ist in sechs Gebiete aufgeteilt. So hat man einfach einen besseren Überblick und kann viel bequemer planen. Alle wichtigen Adressen und Kontaktinformationen finden sich übersichtlich aufgeführt gleich zu Beginn. Auch über Wetter zu den unterschiedlichen Jahreszeiten und wie und womit man anreisen kann findet man hier. Wie für einen guten Reiseführer üblich, erhält man natürlich auch Informationen zu den Übernachtungsmöglichkeiten.

Alles ist reich bebildert und gut beschrieben. Die vielen Sehenswürdigkeiten und Erlebnismöglichkeiten legt Ulrike Wiebrecht sehr ausführlich dar und braucht dafür dennoch nicht unnütz viele Worte. Immer wieder finden sich auch kleine Karten und Extra-Tipps. Schnell wird klar – in Brandenburg kann man wochenlang Neues entdecken!

Man merkt schnell, wie begeistert die Autorin von Brandenburg ist. Diese Begeisterung steckt an und man mag den Reiseführer gar nicht mehr aus den Händen legen, aber sofort nach Brandenburg fahren! Aber auch für alle Brandenburger selbst ist dies ein wunderbares Schatzkästchen, denn alles kennt niemand und so kann man auch zu Hause noch Neues entdecken und erleben.

So viel Information so kompakt – das ist mir fünf Sterne wert!

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Veröffentlicht am 14.12.2019

Das hätte ich nicht gebraucht …

DRAUSSEN
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Die Kluftinger-Krimis der beiden Autoren sind unterhaltsam, sie gefallen mir recht gut (oberbegeistert bin ich auch da nicht, aber es passt und liest sich schön und flott weg). Deshalb war ich schon neugierig, ...

Die Kluftinger-Krimis der beiden Autoren sind unterhaltsam, sie gefallen mir recht gut (oberbegeistert bin ich auch da nicht, aber es passt und liest sich schön und flott weg). Deshalb war ich schon neugierig, ob sie einen Thriller hinbekommen. Tja. Meiner Meinung nach leider: Nein.

Bis kurz vor dem Ende hatte ich keinen Plan, wo die Reise hingehen soll. Ja, es war schon interessant, was die Kids und Stephan so erlebten. Aber es fehlte einfach das Warum. So etwas kann spannend sein, hier war es für mich aber nur nervig. Dazu kamen dann immer wieder Kleinigkeiten, die ich etwas arg überzogen fand, viele Themen von Preppern über Verschwörungstheoretikern bis zu Reichsbürgern, landet in der Politik bei Wirtschaftsbonzen und Energiedebatten, aber als es dann auch noch einen Blackout gab, war ich ganz raus. Nee, da wollen die beiden eindeutig entweder die Leser veräppeln oder auf einen Zug aufspringen. Beides finde ich nicht okay. Dann gibt es noch die Einschübe mit den Tagebucheinträgen eines Fremdenlegionärs, die so gar nicht zur Story passen wollen. Und als ich dann die Zusammenhänge und den „Sinn“ präsentiert bekam, fand ich es auch nicht viel besser. Im Gegenteil – das ist genau der Plot, den ich eigentlich von Anfang an gar nicht gelesen hätte. Wobei der Plot mitsamt dem Ende so abstrus ist, dass mir leider alle Worte fehlen. Bei mir ist also der Plan nur halb aufgegangen. Ja, ich habe das Buch (bzw. Hörbuch) gelesen (bzw. gehört), aber ob man sich so Freunde macht, ist die andere Frage.

Vom Stil her – nicht typisch das Duo, aber nicht wirklich schlecht, nur eben zu überladen, zu wenig roter Faden, zu wenig wurde ich abgeholt, zu viel wurde gewollt, aber nicht geschafft. Keine der Figuren schaffte es, mich an sie zu binden oder auch nur sympathisch zu finden. Ich stand die ganze Zeit außen vor und bekam das Geschehen wie durch eine Glasscheibe mit. Nein, ich hatte keinen Kluftinger erwartet, aber zumindest die Qualität dieser Reihe. Das war wohl nichts.

Wenn Dietmar Wunder ganz einfach nur liest/spricht, gefällt mir das sehr. Klar, klingt schon schön nach Daniel Craig. Aber wenn er dann Frauenstimmen „spielt“ oder einen Schweizer imitiert, dann wird es ganz schnell unschön. Das tut meinen Ohren wirklich weh. Und es reißt mich aus der Story raus. Leider!

Übrig bleiben insgesamt von mir leider nur zwei Sterne.

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Veröffentlicht am 12.12.2019

Glück für alle!

Viel Glück für dich
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Dieses kleine Büchlein macht so eine große Freude! Als Trost, wenn mal wieder alles vermeintlich schief gelaufen ist, als Dankeschön, als keine Zugabe zu einem anderen Geschenk oder einfach so – mit diesem ...

Dieses kleine Büchlein macht so eine große Freude! Als Trost, wenn mal wieder alles vermeintlich schief gelaufen ist, als Dankeschön, als keine Zugabe zu einem anderen Geschenk oder einfach so – mit diesem Glücks-Büchlein liegt man immer richtig.

Die kleinen Sprüche werden schnell zum Tagesmotto und helfen, alles nicht so negativ zu sehen und dem Tag und sich selbst eine Chance zu geben, glücklich zu werden. Denn manchmal ist es doch tatsächlich nur die innere Einstellung, die uns im Wege steht. Wer dieses Kleinod griffbereit hat, hat schon großes Glück. Von Anfang bis Ende durchlesen oder jeden Tag willkürlich eine Seite aufschlagen und dann den Spruch „mitnehmen“ und sich von ihm Mut machen lassen! So einfach kann es sein!

Es gibt keine ausgefallenen oder irgendwie besonderen Zeichnungen im Buch, „nur“ vierblättrige Kleeblätter, die geradezu dazu einladen, sie selbst zu beschriften oder verzieren. Ja, ich finde schon, dies ist ein Büchlein, das man „bearbeiten“ soll und kann und darf. Es soll ja auch glücklich machen!

Ich finde das Buch einfach rundum entzückend – da ist es klar, dass ich fünf Sterne gebe!

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Veröffentlicht am 10.12.2019

Leckere (Weihnachts-)Plätzchen und mehr!

Das Freulein backt! zur Weihnacht
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Themenbackbücher mag ich sehr und gerade zu Weihnachten kann ich gar nicht genug in Backbüchern blättern, immer wieder – auch in alten Büchern – neue Rezepte entdecken, jedes Jahr ein paar meiner üblichen, ...

Themenbackbücher mag ich sehr und gerade zu Weihnachten kann ich gar nicht genug in Backbüchern blättern, immer wieder – auch in alten Büchern – neue Rezepte entdecken, jedes Jahr ein paar meiner üblichen, aber auch zuvor noch nicht (selbst) gemachten Plätzchen zaubern. Nicht immer gelingen sie, wie auf den Fotos, aber bisher hat das noch niemanden gestört.

Im vorliegenden Buch vom „Freulein“ (nein, das ist kein Schreibfehler – hier wird nicht die Frau in der Verkleinerungsform genannt, sondern das Freuen gibt den Namen) finden sich, wie der Titel schon sagt, die Lieblingsrezepte der Hessen. Nun bin ich aus Baden-Württemberg und so interessieren mich die Rezepte meiner „Nachbarn“ doch brennend. Und siehe da – jemand hat „meinen“ Rotweinkuchen eingereicht! Mein Mann liebt diesen Kuchen und er ist wirklich ganz leicht zu machen – quasi gelingsicher! Ja, in diesem Buch gibt es nicht nur Plätzchen, sondern auch Kuchen, Bratäpfel, Desserts, Stollen und sogar salziges Gebäck! Mir gefällt diese Mischung ausgesprochen gut.

Die Rezepte sind übersichtlich gestaltet. Auf Nährwertangaben wurde verzichtet. Es gibt eine Zutatenliste und eine verständliche Anleitung. Bei jedem Rezept steht, von wem es stammt. Hin und wieder finden sich auch hilfreiche Tipps. Die Zeitangaben sind immer fett gedruckt, sodass man sie schnell findet. Das hätte mir auch für die Temperaturen gefallen. Vielleicht in einer anderen Farbe, damit es sich abhebt.

Die Zutaten sind recht einfach zu bekommen. Das meiste hat man wohl schon vorrätig, wenn man gerne und oft backt. Bei einigen Lebensmitteln könnte das anders sein, z.B. beim Stevia-Pulver (nicht jeder schafft den Zucker ab) oder Bratapfellikör (ich bin da eher für Kirschlikör zu haben …!). Spekulatiusgewürz hat man nicht unbedingt zu Hause, bekommt es aber in der Winterzeit in jedem Lebensmittelgeschäft.

Die Rezepte sind wunderbar bebildert. Ist nicht jedem wichtig, ich freue mich darüber – ich mag es, wenn ich sehe, wie das Ergebnis werden sollte und ich es mit meinem vergleichen kann. Die Fotos sind im aktuell „modernen“ Stil gehalten – wenig Deko drumrum, die dann aber auch rustikal, fast schon antik gehalten. Mir gefällt es noch immer, auch wenn ich merke, dass ich mich langsam daran sattsehe und gerne eine neue Idee in einem Backbuch finden würde.

Unterteilt ist das Buch in die Kapitel Keksiges; Fruchtiges; Cremiges; Kuchiges, Nussiges; Salziges und Schokoladiges. Jedes Kapitel hat seine eigene Farbe als Kennung. Das finde ich sehr gelungen. Übrigens – die Linzer Torte mit Sternen zu dekorieren, satt der üblichen Streifen, finde ich klasse. Muss ich mir unbedingt für das ganze Jahr merken und auch mal Herzen, Monde oder sonstige Ausstechformen (bei mir: Katzen) probieren. Sieht so toll aus!

Ganz wunderbar lassen sich fast alle Leckereien auch „unterm Jahr“ machen und genießen. Statt der Torte mal ein paar Kekse zum Kaffeekränzchen – da werden die Freundinnen staunen, aber sicher schnell auch begeistert sein.

Da ich keine Blogs verfolge, war mir Sandra Nauheimer bisher nicht bekannt. Wenn ich mir das Buch so ansehe, ist das wohl ein Fehler. Mir gefällt das Buch, mir gefallen die Rezepte – das gibt ganz klar fünf Sterne!

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Veröffentlicht am 10.12.2019

Familienweihnacht – mal ganz ungeschönt!

Die Weihnachtsgeschwister
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Alle Jahre wieder – treffen sich die Geschwister Elisabeth, Tamara und Ingmar mit Partnern und Kindern bei ihren Eltern zum Weihnachtsfest. Und alle Jahre wieder kommt es zum Eklat. Anlässe dazu lassen ...

Alle Jahre wieder – treffen sich die Geschwister Elisabeth, Tamara und Ingmar mit Partnern und Kindern bei ihren Eltern zum Weihnachtsfest. Und alle Jahre wieder kommt es zum Eklat. Anlässe dazu lassen sich immer finden, und seien sie noch so banal. Doch die Eltern Schwedthelm haben vorgesorgt …!

Es ist wirklich anstrengend, die Zickereien, Eifersüchteleien, Machtkämpfe, Rangkämpfe und Verurteilungen, die kreuz und quer durch die Gegend fliegen, zu ertragen. Dennoch – genau diese Anspannungen kenne ich und mal ehrlich, andere auch. Vielleicht nicht ganz so heftig, aber im Ansatz auf alle Fälle. Und ja, auch bei uns ist Weihnachten immer eine verminte Zone. Mal kommt man heil durch die Minenfelder, mal erwischt man mit jedem Tritt eine Tretmine. Die Geschwister bemühen sich – der eine mehr, der andere weniger – dieses Jahr friedliche Feiertage zu erleben, aber natürlich klappt das nicht wirklich. Mir taten die „alten Eltern“ unbeschreiblich leid. Und ich habe mich über so ziemlich jede Figur in der Geschichte mehr oder weniger geärgert.

Dennoch – es war schon aufrüttelnd, zu sehen, wie die drei doch alle die Verbundenheit aus der Kindheit vermissen und nicht auf die Reihe bekommen, sich gegenseitig so sein zu lassen, wie sie sind, miteinander zu reden, Familie zu sein. Statt an sich selbst haben sie an anderen gearbeitet. Alle. Elisabeth ist das Mimöschen, das bei der kleinsten Kritik sofort in ihr Schneckenhaus verschwindet und immer und ewig nur Angst hat. Tamara ist die Amazone, die alles gleich als böse gemeint auslegt (eine sehr weit verbreitete Eigenschaft in unseren Tagen – da kann und muss sich so ziemlich jeder einmal an die Nase fassen) und sofort zum Angriff übergeht. Ingmar ist ein Spießer, der den Mund aber nicht aufbekommt. Quasi im Kopf wie Tamara, in den Taten und Worten wie Elisabeth. Dass es – angefeuert durch den „Anhang“ – da krachen muss, ist vorprogrammiert. Doch was könnte man dagegen tun? Die Autorin hat da eine Idee und die Eltern führen sie aus …!

Die Entwicklung der Geschichte ist stimmig und klar. Allerdings ist dies wieder einmal eins der Bücher, bei denen der Klappentext vorweggreift. Das kann ich so gar nicht leiden. Die Gedanken, Gefühle, Wünsche der Geschwister bekommt der Leser direkt mit. Das ist manchmal mehr als ergreifend. Wie oft wollte ich Elisabeth fragen, wann sie sich denn endlich mal zu wehren gedenkt und Tamara ins Gesicht sagen, dass sie eine dumme Nuss ist? Ja, genau – deeskalierend hätte ich da leider „vor Ort“ auch nicht wirken können. Das gebe ich gern zu. Und genau deshalb finde ich das Buch auch so toll. Es legt den Finger beim Leser ganz fest auf die Wunde!

Der Stil liest sich flott weg, die Sprache ist mal bissig, mal emotional, mal still, mal laut – das ist der Autorin wunderbar gelungen. Man kann das Büchlein an einem Tag weglesen. Weihnachten mal ganz und gar nicht still und friedlich, sondern mit ganz vielen Krachern. Irgendwie das ehrlichste Weihnachtsbuch, das ich kenne!

Das Ende ist recht kurz und knapp ausgefallen. Aber bei dem langen Anlauf auch irgendwie kein Wunder. Außerdem ist alles gesagt und die Initialzündung musste einfach reichen. Hier wäre mehr dann tatsächlich zu viel gewesen. Für mich ist es also passend und in sich stimmig. Das Buch löst Emotionen aus und das ist schon mal echt genial! Meine anfängliche Ungeduld mit den Figuren und meine Abneigungen gegen die eine oder andere davon haben mich gleichzeitig auch stark an die Story gefesselt. Und weil ich trotz allen Ärgers auch schmunzeln und lachen konnte, bewerte ich das Büchlein mit den vollen fünf Sternen.

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