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Veröffentlicht am 25.04.2021

Ich freue mich schon sehr auf das große Finale

Märchenhaft-Trilogie (Band 2): Märchenhaft erlöst
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Inhalt:

Obwohl sie letztes Mal die Schwarze Hexe besiegen konnten, gibt diese nicht auf und schickt eine schwarze Wolke über das Land. Diese bringt Tod und Zerstörung und verschlingt auch das Schloss ...

Inhalt:

Obwohl sie letztes Mal die Schwarze Hexe besiegen konnten, gibt diese nicht auf und schickt eine schwarze Wolke über das Land. Diese bringt Tod und Zerstörung und verschlingt auch das Schloss von Chóraleio.

Die Ernannten und Prinzessinnen konnten fliehen, doch das Schicksal ihrer Familien und von Prinz Lean sind ungewiss. Deshalb machen sie sich auf den gefährlichen Weg ins Reich der Schwarzen Hexe um die zurückzuholen, die ihnen so viel bedeuten.

Meine Meinung:

Teil 1 habe ich geradezu weggesuchtet und freute mich deshalb umso mehr auf die Fortsetzung.

Anfangs lernt man die Prinzessinnen kennen, die fortan gemeinsam mit den Ernannten um Prinz Lean kämpfen wollen. Ich fand es sehr schön, dass durch sie noch einmal neue, interessante Charaktere in die Geschichte kamen. Maya Shepherd legt wirklich viel Wert darauf, ihre Figuren einzigartig zu gestalten und ich habe es so genossen, alle kennenzulernen.

Doch dann kommt schon die schwarze Wolke und fegt alles hinweg. Und für mich leider auch ein bisschen den Zauber, denn ohne Prinz Lean fehlte mir ein bisschen die Dynamik im Buch. Zwar müssen die Mädchen verschiedene Prüfungen bestehen, aber für mich war es fast das Selbe, wie im ersten Band: Wieder musste der Prinz gerettet werden. Und leider waren für mich die Prüfungen dieses Mal alles andere als schwierig. Die Mädchen mussten dafür nicht ihre Stärken einsetzen, sondern bekamen Hilfe, so dass sich die Schwierigkeiten quasi in Luft aufgelöst haben. Und obwohl es mir auch hier gefallen hat, dass die Autorin verschiedene Märchen in die Geschichte eingearbeitet hat, muss ich zugeben, dass mir doch etwas die Spannung gefehlt hat.

Dieses Mal driften die einzelnen Schicksale auch etwas auseinander, denn jeder scheint seine eigene Geschichte zu bekommen, was mir sehr gut gefiel. Dafür kam mir aber Heeras Sicht ein bisschen zu kurz und dabei ist sie doch mein Liebling und ich finde, dass die Reihe auch etwas von ihrem Charme lebt. Vielleicht konnte mich deshalb dieser zweite Teil nicht ganz überzeugen.

Das Ende dagegen war für mich dann ein kleines Highlight. Ich kannte es zwar schon aus der Selfpublisherversion, deswegen war es nicht mehr wirklich eine Überraschung für mich, aber für Leser*innen, die das Buch noch nicht kennen, wird das eine unvohergesehene Wendung sein. Vielleicht gefällt sie auch nicht jedem, aber ich bin ein Fan von Ungewöhnlichem und liebe deshalb das Ende.

Jetzt bin ich umso mehr gespannt, wie Maya Shepherd ihre Geschichte auflösen wird, denn den letzten Band habe ich selbst in der Selfpublisherversion noch nicht gelesen. Ich freue mich auf jeden Fall auf das letzte Abenteuer von Heera und bin gespannt, wer Königin von Chóraleio wird.

Fazit:

Dieser zweite Band der Märchenhaft-Reihe konnte mich nicht ganz überzeugen. Die Prüfungen waren dieses Mal allzu leicht bestanden und dadurch, dass jeder Charakter seine eigene Geschichte bekommt, kam Heera meiner Meinung nach etwas zu kurz. Trotzdem liebe ich es nach wie vor, wie Maya Shepherd verschiedene Märchen in die Handlung einwebt und das Ende war ein richtiges Highlight für mich, deswegen freu ich mich schon auf das große Finale und bin sehr gespannt, wer am Schluss Königin von Chóraleio wird.

Von mir bekommt das Buch 4 Punkte von 5.

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Veröffentlicht am 20.04.2021

Trotz ernstem Thema nie bedrückend, sondern einfach nur schön

Bernsteinsommer
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Inhalt:

Christina hat sich nach ihrer Ausbildung zur Konditorin einen Traum erfüllt und ihr eigenes Café eröffnet. Dort an den Wänden hängen Bilder, die ihr Vater gemalt hat. Das macht er jedoch nicht ...

Inhalt:

Christina hat sich nach ihrer Ausbildung zur Konditorin einen Traum erfüllt und ihr eigenes Café eröffnet. Dort an den Wänden hängen Bilder, die ihr Vater gemalt hat. Das macht er jedoch nicht mehr, seit bei ihm Alzheimer diagnostiziert wurde und er im Pflegeheim lebt.

Als er eines Tages nach seinen Malkreiden fragt, entdeckt Christina unter all seinen alten Werken Ölgemälde, die nicht von ihm stammen. Doch wer hat sie gemalt? Auf der Suche nach ihrer Familiengeschichte macht sich die junge Frau auf nach Rügen und findet dort sogar Antworten auf Fragen, die sie gar nicht gestellt hat.

Meine Meinung:

Ich war gerade kurz vor einer Leseflaute, da habe ich zu „Bernsteinsommer“ gegriffen, weil die Bücher von Anne Barns für mich immer ein Garant für ein paar schöne Lesestunden sind.

Der Einstieg ins Buch fiel mir sehr leicht. Erst einmal finden wir uns 1917 wieder. Zwar wusste ich nicht, wer die Charaktere aus diesem Kapitel sind, war aber sofort in der Geschichte drin.

Danach springen wir zu Christina und ihrer Mutter. Wir erfahren von der Krankheit ihres Vaters und wie die beiden damit umgehen. Ich finde es wirklich bewundernswert, wie die beiden die Diagnose aufgenommen haben und sich damit arrangieren. Trotzdem merkt man, dass es für alle nicht leicht ist und ich stelle mir das auch schrecklich vor, wenn der eigene Vater einen nicht mehr erkennt. Anne Barns geht wirklich sehr sensibel mit diesem Thema um, verschönert aber nichts, so dass man sehr gut nachvollziehen kann, wie Christina, ihr Bruder und ihre Mutter sich fühlen müssen. Doch obwohl es mich ein bisschen traurig gemacht hat zu sehen, wie Gregor immer mehr von seinen Erinnerungen verliert, hat mich das Buch nie betrübt. Im Gegenteil, trotz allem strahlt es wieder diese Wohlfühlatmosphäre aus, die ich aus den anderen Büchern der Autorin schon kenne und liebe. Es zeigt, dass im Leben nicht immer alles gut läuft, dass es aber immer einen Weg gibt. Mich hat sie tatsächlich mit dem Thema Alzheimer sehr bewegt und berührt.

Dieses Mal hat mich Anne Barns aber auch mit ihrer Liebesgeschichte sehr überrascht. Die Protagonisten kennen sich nämlich schon seit Jahren, aber jetzt erst funkt es zwischen ihnen und dann geht es plötzlich ganz schnell. Manchem Leser könnte das vielleicht ein bisschen zu schnell sein, aber wenn man die Geschichte der beiden kennt, dann finde ich das völlig passend. Und man darf auch nicht vergessen, dass die Protagonisten keine Teenager mehr sind, die die Liebe gerade erst für sich entdecken. Sie sind Erwachsene, die auch schon ihr eigenes Päckchen mit sich herumtragen. Ich finde da hat man auch einen anderen Umgang mit der Liebe.

Als Christina sich auf die Suche nach ihrer Familiengeschichte macht, werden wir Leser an die Ostsee entführt und es war wirklich wie ein kleiner Urlaub. Was würde ich darum geben, wenn ich mir auch am Strand die Beine vertreten und nach Muscheln und Bernstein suchen könnte. Aber es tat auch schon gut, durch Christina ein bisschen Urlaub zu bekommen und wenigstens während des Lesens mal die ganzen Corona-Sorgen vergessen zu können und das hat Anne Barns mit ihrer Geschichte definitiv geschafft.

Was aber wirklich gemein ist: Anne Barns beschreibt ständig leckeren Kuchen, Torten und Gebäckstücke. Ich hatte quasi Dauerlust auf Süßes und wäre am liebsten sofort in ein Café gefahren und hätte dort nach Frankfurter Kranz Ausschau gehalten. Sobald ich den irgendwo entdecke, muss ich ihn einfach probieren oder ich backe die kleinen Varianten aus der Geschichte selbst. Zum Glück hat die Autorin wie immer ein paar Rezepte am Ende ihres Buches für uns abgedruckt.

Fazit:

Dieses Buch hat mich nicht nur vor einer Leseflaute bewahrt, sondern mich auch von den ganzen Corona-Sorgen abgelenkt. Ich konnte mich richtig in die Geschichte fallen lassen und habe mit den Charakteren mitgefühlt. Das Thema Alzheimer hat mich sehr berührt und bewegt und obwohl das ein sehr ernstes Thema ist, hatte das Buch nichts Bedrückendes, sondern die gewohnte Wohlfühlatmosphäre, die ich von den anderen Büchern von Anne Barns bereits kenne und so liebe.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

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Veröffentlicht am 27.03.2021

Wer Märchen mag, wird dieses Buch lieben

Märchenhaft-Trilogie (Band 1): Märchenhaft erwählt
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Inhalt:

Auf Prinz Lean lastet ein böser Fluch, den nur ein Kuss aus wahrer Liebe brechen kann. Das macht es ihm natürlich doppelt schwer, eine Frau zu finden.

Ein Casting soll ihm dabei helfen, die Richtige ...

Inhalt:

Auf Prinz Lean lastet ein böser Fluch, den nur ein Kuss aus wahrer Liebe brechen kann. Das macht es ihm natürlich doppelt schwer, eine Frau zu finden.

Ein Casting soll ihm dabei helfen, die Richtige zu finden. Dafür können sich alle heiratsfähigen Mädchen aus ganz Chóraleio bewerben und auch Medea Nachtigall, das Mädchen mit der schönen Stimme möchte ihr Glück versuchen. Ihre Schwester Heera begleitet sie eher widerwillig und kann gar nicht verstehen, dass der Prinz ihr ebenfalls eine Chance gibt. Aus Liebe zu ihrer Schwester zieht sie mit ins Schloss ein und stellt sich den Prüfungen, die die Königsfamilie ihr auferlegt.

Doch hat Heera wirklich das Zeug zur Prinzessin oder entscheidet sich Prinz Lean am Ende doch für eine andere? Und wird sein erster Kuss wirklich ein Kuss aus wahrer Liebe sein oder bringt er am Ende Unheil über ganz Chóraleio?



Meine Meinung:

Ich habe diese Geschichte schon damals gelesen, als sie im Selfpublishing erschienen ist und habe sie schon da ins Herz geschlossen.

Das Buch startet mit einem Prolog, in dem wir erfahren, dass König und Königin kein Kind bekommen können, schließlich aber mit Magie ihr größter Wunsch erfüllt wird. Doch das hat seinen Preis, denn ganz nach Dornröschen-Manier wird der Prinz schon als Baby verflucht. Ich liebe es, wie Maya Shepherd sich an bekannten Märchen bedient, diese aber dann neu interpretiert bzw. in ihre Geschichte einflechtet. Dabei benutzt sie nicht nur Märchen der Gebrüder Grimm, sondern aus aller Welt. Einige davon habe ich sofort erkannt, andere musste ich erst recherchieren. Dafür dient am Ende eine kleine Zusammenfassung aller Märchen, die Maya Shepherd für ihren ersten Band benutzt hat. Was mir aber besonders gefiel, dass sie die Märchen in ihrer Urform nutzt und nicht zu sehr abwandelt oder zu sehr modernisiert, denn tatsächlich liebe ich die alten Märchen genau so, wie sie sind.

Trotzdem erschafft die Autorin auch etwas Neues. Denn das Königshaus veranstaltet ein Casting, um eine passende Königin für den Prinzen zu finden. Und genau dafür bewirbt sich Medea, ein junges Mädchen aus einer einfachen Bauernfamilie. Ihre Schwester Heera begleitet sie nur widerwillig, denn sie hat wenig königliches. Im Gegenteil: Sie ist der Sohn, den ihr Vater nie bekommen hat. Sie geht jagen, arbeitet hart auf den Feldern und trägt am liebsten Hosen. Damit passt sie natürlich so gar nicht ins Königshaus und sie hat auch kein Interesse am Prinzen, aber als sie trotzdem überraschender Weise gewählt wird, zieht sie ins Königshaus ein. Und ich konnte so gut verstehen, was Prinz Lean in Heera sah. Während ihm nämlich alle Honig ums Maul schmieren, sagt die junge Frau ihm auf den Kopf zu, was sie denkt. Und damit hat Heera auch mich begeistert, denn sie ist nicht nur mutig, sie hat auch das Herz auf dem richtigen Fleck und denkt zuerst an andere und erst am Ende an sich selbst. Ich mochte die Protagonistin von Anfang an, hatte aber tatsächlich etwas Angst um sie, dass sie bei all dem vielleicht verletzt werden könnte.

Und das meine ich jetzt nicht rein körperlich, obwohl die Kandidatinnen wirklich gefährliche Prüfungen überstehen müssen. Das bringt natürlich auch ordentlich Spannung in die Geschichte, denn Maya Shepherd hat sich hier nicht nur etwas für die Mädchen, sondern auch für ihre Leser einfallen lassen. Und während die Kandidatinnen so manch gefährliche Situation meistern müssen, lernt man sie und den Prinzen besser kennen und hat natürlich irgendwann seine eigenen Favoritinnen.

Was mir aber auch sehr gut gefallen hat: Hier rettet nicht der Prinz, das hübsche Mädchen, sondern hier ist es einmal umgekehrt. Wir haben eine tapfere, junge Frau, die zwar so manche Schwäche hat, sich aber furchtlos allem stellt, um anderen zu helfen. Das zeigt deutlich, dass auch Frauen heldenhaft sein können und nicht immer auf den Retter warten müssen.

Auch einige Überraschungen hält Maya Shepherd in ihrem Märchen für uns bereit und ich habe wirklich mitgefiebert, denn tatsächlich habe ich bei der Selfpublisher Version das Ende noch nicht gelesen, so dass ich nicht weiß, wie alles endet. Deshalb warte ich jetzt ganz ungeduldig auf Band 2.


Fazit:

Tatsächlich habe ich diesen ersten Band in nur einem Rutsch durchgelesen. Der Schreibstil ist trotz Märchenelementen locker und leicht zu lesen, das Tempo ist so hoch, dass man das Buch kaum weglegen kann, weil man wissen muss, wie es weitergeht und ich hatte die Charaktere irgendwann so lieb gewonnen, dass ich total mitgefiebert habe. Wer Märchen mag, wird dieses Buch lieben.



Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

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Veröffentlicht am 27.03.2021

Magie mit kleinem Gruselfaktor - ich fands toll

Haunted Hearts
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Inhalt:

Nachdem ihre große Liebe ihr das Herz gebrochen hat, floh Isabelle aus Paris. Doch sie ist das Oberhaupt des Hauses Hiver und kann nicht länger ignorieren, dass die Magie inzwischen ihren ganz ...

Inhalt:

Nachdem ihre große Liebe ihr das Herz gebrochen hat, floh Isabelle aus Paris. Doch sie ist das Oberhaupt des Hauses Hiver und kann nicht länger ignorieren, dass die Magie inzwischen ihren ganz eigenen Weg geht.

Um die anderen sieben Häuser zu warnen kehrt sie also nach Hause zurück. Doch die anderen Oberhäupter wollen sie nicht akzeptieren und auch ihr Großvater ist nicht einfach so bereit, seinen Platz wieder zu räumen.

Unerwartete Hilfe bekommt die junge Frau von Balthasar, dem Oberhaupt des dunklen Hauses Ivoire. Doch auch er verbirgt etwas vor Isabelle. Bald weiß die Magierin nicht mehr, wer auf ihrer Seite steht und wer seine eigenen Ziele verfolgt. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.


Meine Meinung:

Zu Beginn kommen wir gemeinsam mit Isabelle gerade wieder zuhause an. Man erfährt, dass sie einst einen Menschen geliebt hatte, der ihr das Herz gebrochen hat. Was jedoch wirklich geschehen ist, darüber lässt uns die Autorin erst einmal noch im Dunkeln. Auch über die Magie und die acht Häuser weiß man anfangs noch nicht wirklich viel. Das hat mich jedoch nur noch neugieriger auf die Geschichte gemacht.

Sehr spannend fand ich, dass die Perspektive des Buches wechselt. Zum einen wird die Geschichte aus Sicht von Isabelle erzählt, zum anderen aus der von Julien, den Isabelle einst geliebt hat. Er spielt nämlich eine ganz besondere Rolle, mit der ich nach Lesen des Klappentextes gar nicht gerechnet hatte, die mich aber richtig begeistert hat.

Anfangs lässt uns die Autorin noch etwas Zeit, die Charaktere kennenzulernen und in die Welt voller Magie einzutauchen. Man erfährt von Isabelles Vergangenheit mit Julien und macht sich gemeinsam mit den Protagonisten auf eine spannende Suche. Dabei hält B.E. Pfeiffer so einige Überraschungen für uns Leser bereit. Es gab so manche Wendung, mit der ich wirklich nicht gerechnet hatte. Die Geschichte ist am Ende so viel komplexer, als man zu Beginn ahnt, aber gerade, dass alles zusammenhing gefiel mir richtig gut. Durch die zweite Hälfte bin ich geradezu durchgerauscht und konnte das Buch nicht mehr weglegen, weil ich einfach wissen musste, was wirklich hinter dem Ganzen steckt und wie es Isabelle, Balthasar und Lucien gelingen würde alles gut zu überstehen.

Auch die Liebesgeschichte ist anders, als ich es erwartet hätte. Anfangs konnte ich tatsächlich gar nicht sagen, worauf es hinauslaufen und bis zum Ende wusste ich nicht sicher, wer denn nun wirklich der Loveinterest sein würde. Aber gerade das gefiel mir so gut, denn eine zeitlang hatte ich fast Angst, dass es sich hier um eine Dreiecksgeschichte handeln würde, aber auch hier hat mich die Autorin wirklich überrascht. Tatsächlich mochte ich die Liebesgeschichte wirklich gerne, weil alle Gefühle absolut schlüssig und nachvollziehbar waren. Es gab keine Instalove und ich konnte selber richtig mitschmachten und hatte meinen Favoriten, der mir das Herz gestohlen hat.

Der Schreibstil war dabei stets flüssig zu lesen. Die düstere Stimmung hat sich zwar auch auf mich übertragen, aber nur so, dass es mir eine Gänsehaut über den Rücken gejagt, mich aber nicht beklemmt hat. Es war genau der richtige „Gruselfaktor“, den so ein Buch haben sollte.


Fazit:

Dieses Buch hat mich richtig begeistert und ich habe es fast in einem Rutsch durchgelesen. Die Story ist spannend und voller Überraschungen, sie besitzt genau die richtige Mischung aus Gruselfaktor und schöner Liebesgeschichte und die Magie hat sich beim Lesen direkt auf mich übertragen.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

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Veröffentlicht am 27.03.2021

Leider bin ich dieses Mal nicht restlos überzeugt

Klaras Schweigen
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Inhalt:

Nach einem Schlaganfall spricht Miriams Großmutter Klara plötzlich Französisch und das obwohl sie die Sprache nie gelernt hat. Miriam will ihrer Oma helfen und macht sich deswegen auf die Suche ...

Inhalt:

Nach einem Schlaganfall spricht Miriams Großmutter Klara plötzlich Französisch und das obwohl sie die Sprache nie gelernt hat. Miriam will ihrer Oma helfen und macht sich deswegen auf die Suche nach Antworten.

Dabei ahnt sie nicht, dass ihre eigene Geschichte ganz eng mit der Vergangenheit ihrer Großmutter verknüpft ist und dass ein jahrzehntelang gehütetes Familiengeheimnis auch ihr Leben in Frage stellen wird.


Meine Meinung:

Als Leser beginnt man im Jahr 1944 und erlebt mit, wie Klaras Heimat sich nach einem Bombenangriff verändert. Nach dieser kurzen Sequenz findet man sich dann im Jahre 2018 wieder. Klara ist gerade im Krankenhaus und hat nach einem Schlaganfall wieder begonnen zu sprechen. Miriam, die eine sehr enge Beziehung zu ihrer Großmutter hat, da sie bei dieser aufgewachsen ist, macht sich sofort auf den Weg, um Klara beizustehen. Doch sie ist völlig verwirrt, als Klara plötzlich Französisch spricht. Obwohl ich das tatsächlich schon öfter gelesen habe, war ich doch total fasziniert davon und fragte mich, was wohl hinter dem Ganzen stecken wird.

Gemeinsam mit Miriam macht man sich schließlich auf die Suche nach Antworten und ich muss sagen, ich liebe es, in Büchern nach Familiengeheimnissen zu fahnden. Das ist immer sehr spannend und nicht immer kann ich erahnen, was es damit auf sich hat. In diesem Buch taucht man auch immer wieder in die Vergangenheit ein und hat somit gegenüber Miriam einen kleinen Wissensvorsprung. Allerdings muss ich gestehen, dass es mir dieses Mal etwas zu schnell geht. Quasi im Schnelldurchlauf durchleben wir Klaras Vergangenheit und werden Zeugen der wichtigsten Stationen. Leider rauschen wir jedoch geradezu durch das Leben von Klara. Mir bekamen die Ereignisse teilweise zu wenig Raum z.B. die Liebesgeschichte, so dass ich mich nicht wirklich hineindenken und mitfühlen konnte.

Trotzdem fand ich gerade den geschichtlichen Hintergrund sehr interessant. Tatsächlich habe ich noch nicht so viele Bücher über die französische Besetzung nach dem Zweiten Weltkrieg gelesen und wusste auch nicht, dass Beziehungen zwischen den französischen Soldaten und den deutschen Frauen unerwünscht waren. Deshalb fand ich es sehr schön, dass Bettina Storks dieses Thema aufgriff und anhand ihrer Protagonisten näher beleuchtete.

Doch das Hauptthema dieses Romans liegt in meinen Augen ganz klar darauf, was Familiengeheimnisse in einer Familie anrichten können, wenn sie doch noch ans Licht kommen. Das Schweigen von Klara hat nämlich zu einem tragischen Ereignis geführt, das nicht nur ihr eigenes Leben sehr verändert und ihre Persönlichkeit geprägt hat. Mich hat das sehr berührt und ich konnte hier wirklich mit Klara und auch Miriam mitfühlen. Ich muss gestehen, dass ich mich ständig fragte „was wäre wenn…“. Wie anders wäre das Leben von allen Familienmitgliedern wohl verlaufen, wenn Klara mit offenen Karten gespielt hätte, zumindest ihrer Familie gegenüber.

Tatsächlich konnte ich dieses Mal nicht alle Handlungen nachvollziehen und auch einige Charaktere machten es mir etwas schwer. Z.B. war mir Klaras Schwester Lotte durchweg unsympathisch und auch mit Ronan wurde ich nicht wirklich warm. Trotzdem hat mir das Buch einige schöne Lesestunden beschert und der Schreibstil ließ sich auch dieses Mal wieder leicht lesen. Bettina Storks macht mit ihren Beschreibungen sowohl das Setting, als auch die Handlung lebendig, so dass man das Gefühl hat, selbst mitten in der Geschichte zu stecken.


Fazit:

„Klaras Schweigen“ konnte mich leider nicht restlos überzeugen. Zwar durfte ich auch dieses Mal wieder in die Vergangenheit eintauchen und fand das Thema des Buches wirklich interessant und auch berührend, aber nicht alle Handlungen konnte ich wirklich nachvollziehen, manche Charaktere waren mir schlichtweg unsympathisch und wir rasen förmlich im Schnelldurchgang durch Klaras Leben. Trotz allem hat mir auch in diesem Buch die Spurensuche wieder großen Spaß bereitet und Bettina Storks kann mich immer mit ihrem Schreibstil mitreißen.

Von mir bekommt das Buch 4 Punkte von 5.

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