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MrInsomnia

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.02.2026

Medea 2.0

Medea
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Es ist gerade modern, Geschichten aus der Mythologie neu zu schreiben und gerne aus einer anderen Perspektive zu erzählen - oft auch aus der Ich-Perspektive des Helden bzw. der Heldin. Hier erzählt Medea ...

Es ist gerade modern, Geschichten aus der Mythologie neu zu schreiben und gerne aus einer anderen Perspektive zu erzählen - oft auch aus der Ich-Perspektive des Helden bzw. der Heldin. Hier erzählt Medea und man kommt einen Einblick in ihr Innenleben.
Im Großen und Ganzen habe ich mir von diesem Roman mehr versprochen als er dann wirklich für mich hergibt. Die Beziehung zu Jason ist zentrales Thema des Buches. Hier hätte ich mir viel mehr inhaltliche Breite gewünscht, dieses ewige Thema hat mich mit der Zeit leider gelangweilt.
Ich vermisse Wesenszüge aus den Geschichten mit Medea, die man kennt, ist schon weit weg vom Original, was ich schade finde.
Die moderne Erzählweise hat sicher etwas für sich, ich bin aber wohl nicht das Zielpublikum, jedenfalls war es insgesamt kein Roman für mich. Eigentlich schade, griechische Mythologie fand ich immer schon interessant.

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Veröffentlicht am 03.02.2026

Ein Ermittler mit Fehlern

Minnesota
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Ein neuer Stand-alone-Krimi von Jo Nesbø – da musste ich zugreifen, obwohl ich Krimis sonst eher selten lese. Und was soll ich sagen: Das Buch hat mich von der ersten bis zur letzten Seite überzeugt. Ich ...

Ein neuer Stand-alone-Krimi von Jo Nesbø – da musste ich zugreifen, obwohl ich Krimis sonst eher selten lese. Und was soll ich sagen: Das Buch hat mich von der ersten bis zur letzten Seite überzeugt. Ich habe den Krimi regelrecht verschlungen.
Die kluge Erzählweise und der sehr zugängliche sprachliche Stil sorgen dafür, dass man nur so durch die Seiten fliegt. Das Buch liest sich leicht, ohne oberflächlich zu sein.
Der Protagonist Bob Oz ist nicht der perfekte Detective, aber wenn es drauf ankommt, beweist er, warum er der Richtige für diesen Job ist. Dass er dem Mörder so nahe war und es doch nicht erkannt hat, nimmt man ihm nicht krumm, das wäre wohl jedem von uns in der Situation passiert.
Jo Nesbø legt hier einen hervorragend konstruierten Krimi vor, der durchgehend spannend bleibt und nie langweilt. Die Lektüre war äußerst kurzweilig und hat definitiv Lust darauf gemacht, sich auch mit älteren Werken des Autors näher zu beschäftigen. Große Empfehlung von meiner Seite.

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Veröffentlicht am 03.02.2026

Siebenbürger Sachsen

Halber Stein
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Halber Stein ist der Debütroman von Iris Wolff, der nun als Taschenbuch neu aufgelegt wurde – und das völlig zu Recht.
Zwar wusste ich zuvor, dass es die Siebenbürger Sachsen gibt, doch erst durch dieses ...

Halber Stein ist der Debütroman von Iris Wolff, der nun als Taschenbuch neu aufgelegt wurde – und das völlig zu Recht.
Zwar wusste ich zuvor, dass es die Siebenbürger Sachsen gibt, doch erst durch dieses Buch habe ich mich intensiver mit dieser deutschsprachigen Minderheit in Rumänien beschäftigt und begonnen, mich für ihre Geschichte zu interessieren.

Der Roman erzählt von (Friede)Sine und ihrem Vater, die nach dem Tod von Sines Großmutter Agneta nach Michelsberg in Siebenbürgen zurückkehren, um Agnetas Begräbnis auszurichten. Das Buch lebt von den Erinnerungen, die immer wieder aufleben, wenn Sine eine bestimmte Beobachtung macht, einen bestimmten Ort aufsucht oder mit jemanden über Agneta spricht.

Trotz der eigentlich bedrückenden Thematik (Begräbnis, sterben die Siebenbürger Sachsen aus?) erzählt Iris Wolff mit einer bemerkenswerten Leichtigkeit und einem warmen, einladenden Ton, sodass ich das Buch einfach nicht weglegen konnte. Vollste Empfehlung von meiner Seite!

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Veröffentlicht am 03.11.2025

Viel Farbe, wenig Tiefe

Durchblick Künstliche Intelligenz
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Ich nutze recht aktiv generative Sprachmodelle und beschäftige mich derzeit mit den rechtlichen Aspekten von künstlicher Intelligenz. Als Überblick – oder besser gesagt „Durchblick“ – habe ich mir das ...

Ich nutze recht aktiv generative Sprachmodelle und beschäftige mich derzeit mit den rechtlichen Aspekten von künstlicher Intelligenz. Als Überblick – oder besser gesagt „Durchblick“ – habe ich mir das vorliegende Buch von Brian Clegg genauer angeschaut.
Das Cover ist recht auffällig gestaltet, auch die vielen Illustrationen im Buch sind farbenfroh und versuchen die Thematik aufzulockern. Das gesamte Buch ist in Frage- und Antwortmuster aufgebaut und soll so einen Überblick über die Entwicklung und Funktionsweise von künstlicher Intelligenz geben.
Dieser Stil ist allerdings nicht wirklich meins – ich kann damit wenig anfangen, auch wenn er für Personen hilfreich sein mag, die genau diese Fragen haben (obwohl ich mir etwa die Frage „Warum ist ein Roboter kein Roboter?“ noch nie gestellt habe).
Die einzelnen thematischen Doppelseiten sind zwar informativ, wirken aber teilweise unausgereift. Für Laien dürfte nicht jedes Thema gleich klar verständlich sein. Besonders bei Kapiteln wie „Warum hat Alan Turing einen Test erfunden?“ fand ich die Erklärungen etwas umständlich und wenig präzise – hier gibt es deutlich bessere Darstellungen in anderen Werken.
Alles in allem bot mir das Buch nur wenige neue Erkenntnisse – vermutlich gehöre ich schlicht nicht zur Zielgruppe. Bei einzelnen Themen hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht, andere Themen hätten klarer aufbereitet werden können. Für jemanden, der mit der Thematik jedoch noch gar nicht vertraut ist, kann das Buch einen ersten, leicht verdaulichen Überblick schaffen - vom "Durchblick" würde ich allerdings nicht sprechen.

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Veröffentlicht am 28.10.2025

Wissenschaft und Humor funktioniert

Aus! Die Wissenschaft vom Ende
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Mittlerweile gibt es die Science Busters schon 18 Jahre. Ich habe schon einige Bücher gelesen und war auch schon Live bei Bühnenshows dabei. Diese lebendige Art, Wissenschaft für "die breite Masse" zugänglich ...

Mittlerweile gibt es die Science Busters schon 18 Jahre. Ich habe schon einige Bücher gelesen und war auch schon Live bei Bühnenshows dabei. Diese lebendige Art, Wissenschaft für "die breite Masse" zugänglich zu machen, ist für mein Dafürhalten wichtig für unsere Gesellschaft und muss unterstützt werden.
Das vorliegende Buch setzt seinen Fokus auf "das Ende". Das Ende des Sonnensystems, das ich wohl nicht mehr erleben werde :), ist ein interessantes Thema innerhalb der Physik. Ein Ende ist natürlich auch wieder ein Anfang von Etwas. Und wenn man vom Ende des Sonnensystems spricht, ist das Thema Unendlichkeit nicht weit.
Insgesamt werden in diesem Buch eigentlich recht schwere und komplexe Themen einfach zusammengefasst und verständlich für alle erklärt. Von mir gibt es dafür eine eindeutige Empfehlung. Wissenschaft ist ein hartes Geschäft, sie darf aber auch Spaß machen!

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