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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.02.2024

Ich habe etwas gebraucht, bis ich angekommen bin

Der Mitternachtspakt
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Magie trifft Regency, das klang richtig gut und mal etwas abseits der aktuell überall auftauchenden Fantasybücher. Also habe ich mir das Buch gegriffen und bin doch nicht vollends überzeugt von der Geschichte. ...

Magie trifft Regency, das klang richtig gut und mal etwas abseits der aktuell überall auftauchenden Fantasybücher. Also habe ich mir das Buch gegriffen und bin doch nicht vollends überzeugt von der Geschichte. Klar, sie lässt sich wirklich angenehm lesen und ich mochte Beatrice von Anfang an. Nur leider wird man einfach in die Story geworfen und muss sich inmitten der Magie zurechtfinden. Ohne wirklich Ahnung davon zu haben, wie das Grundkonstrukt der Magie ist und warum Frauen keine Magie wirken dürfen. So nach und nach bekommt man häppchenweise mehr Informationen, für mein Empfinden hat es dennoch zu lange gedauert, um ein harmonisches Gesamtbild zu erzeugen. Hier wären ein paar Erklärung anfangs sicherlich hilfreich gewesen, um besser in die Geschichte einsteigen zu können. Doch ansonsten habe ich das Buch gerne gelesen. Gerade der Geist Nadi ist ein spezieller Charakter, lange schwer einzuschätzen und doch nimmt er einen großen Platz ein. Die Strukturen der damaligen Zeit werden wirklich gut beschrieben und ich habe richtig Lust bekommen auch mal einen Ball aufzusuchen, auch wenn Beatrice nicht viel von derlei Gesellschaften hält. Und gerade Beatrice und ihre Gefühle kommen wirklich gut herüber, man wünscht sich für sie, das ihre Träume in Erfüllung gehen, fühlt ihren Zwiespalt und könnte sich doch manches Mal schütteln für ihre Entscheidungen. Für mich war einiges vorhersehbar und doch gab es auch Momente, die mich überrascht haben mit ihrem Fortgang.

Für mich ein gutes Buch, das etwas braucht, bis man in der magischen Welt ankommt. Dennoch hat es mir einige schöne Lesestunden beschert.

Veröffentlicht am 28.02.2024

Gelungener Abschluss

Emily Seymour 2: Zeitreisen für Fortgeschrittene
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Die Fortsetzung und somit der Abschluss der Emily Seymour – Reihe, man sollte unbedingt mit Teil eins beginnen, sonst fehlt das nötige Vorwissen.
Nachdem Emily am Ende des ersten Teils dunklen Machenschaften ...

Die Fortsetzung und somit der Abschluss der Emily Seymour – Reihe, man sollte unbedingt mit Teil eins beginnen, sonst fehlt das nötige Vorwissen.
Nachdem Emily am Ende des ersten Teils dunklen Machenschaften auf die Spur gekommen ist, ist sie jetzt ganz woanders und ohne Erinnerungen. Doch ihre Freunde lassen sie nicht im Stich und es geht auf eine atemberaubende Reise durch Raum und Zeit, um der großen Verschwörung auf die Spur zu kommen.
Für mich war es wieder ein lesenswertes Buch von Jennifer Alice Jager. Ich mag ihre Art zu schreiben, das locker-leichte und gleichzeitig auch irgendwie verspielte. Ich tauche gerne in die erdachten Welten ein und hier ganz besonders, denn die Dialoge zwischen Emily und Ashton liebe ich einfach und ich mochte auch die verschiedenen Orte, zu denen sich Emily mit ihren Freunden aufmacht. Dabei knistert es natürlich auch weiterhin zwischen ihr und Ashton auch wenn es für mich nicht immer vollständig greifbar war. Aber zwischenzeitlich war es schon sehr süß, wie die beiden miteinander umgehen und sich manchmal ganz schön doof anstellen. Gerade weil Emily eben nicht die typische starke, selbstbewusste Protagonistin ist, sondern ein bisschen tollpatschig und auch unbeholfen. Genau das macht sie besonders liebenswert und mit ihren Freunden an der Seite kann man jedes noch so kleine oder große Fettnäpfchen umgehen oder eben lösen. Die Dynamik in der Gruppe ist einfach toll und auch die erdachte Welt mit all seinen Wesen konnte bei mir richtig Punkten.

Wer eine lustige, spannenden Fantasystory mit einer zarten Liebesgeschichte sucht, wird hier definitiv fündig. Lässt sich toll lesen und auch in der Hörversion sehr angenehm.

Veröffentlicht am 28.02.2024

Hat mir gefallen

Elisa Hemmiltons Kofferkrimi
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Nachdem ich vor ungefähr einem Jahr Animant Crumbs Staubchronik gelesen habe, wollte ich auch den Kofferkrimi lesen. Denn Elisa ist schon ein besonders Persönchen, sie steht zu ihrem Wort und macht auch ...

Nachdem ich vor ungefähr einem Jahr Animant Crumbs Staubchronik gelesen habe, wollte ich auch den Kofferkrimi lesen. Denn Elisa ist schon ein besonders Persönchen, sie steht zu ihrem Wort und macht auch nicht vor bösen Buben Halt.
Elisa entführt uns mit ihren eigenen Worten in diesen Krimi, nur unterbrochen von kleineren Einwürfen des Mechanikers Jamie, der auch eine große Rolle in diesem Buch spielt. Gerade diese Art der Geschichte hat mich sehr angesprochen und mir auch richtig gut gefallen. Ich fühlte mich an Elisas Seite, habe ihre starke Persönlichkeit genossen, aber hätte ihr auch manchmal etwas mehr Zurückhaltung gewünscht. Sie geht schon gerne mit dem Kopf durch die Wand, macht vor nichts Halt, aber beschützt und umsorgt auch ihre Lieben. Man muss sie einfach mögen!
Und so wird man hineingesogen in dieses große Geheimnis um den abgestürzten Überseekoffer und ermittelt gemeinsam mit Elisa und Jamie in alle Richtungen. Da gab es ungeahnte Wendungen, gleichzeitig kam auch die Liebe nicht zu kurz und ich bin sehr gespannt, ob nach dem offenen Ende noch eine Fortsetzung auf den Markt kommt. Spielraum gäbe es ja und ich persönlich würde mich freuen, ein weiteres Mal in die zauberhafte Welt von Elisa oder Animant eintauchen zu dürfen.

Ein aufregendes Abenteuer aus der Sicht der aufgeweckten, selbstbewussten Elisa. Spannend zu lesen und durch die kurzen Anekdoten von Jamie sehr amüsant.

Veröffentlicht am 28.02.2024

Bilderbuch zum Streiten und Versöhnen

Kleiner Dachs & großer Dachs - Der riesengroße Streit
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Vor kurzem haben wir das erste Mal ein Buch vom kleinen und vom großen Dachs gelesen, nämlich das mit der Angst. Danach ist mir dann dieses in die Hände gefallen und ich habe es meinen beiden Kindern vorgelesen ...

Vor kurzem haben wir das erste Mal ein Buch vom kleinen und vom großen Dachs gelesen, nämlich das mit der Angst. Danach ist mir dann dieses in die Hände gefallen und ich habe es meinen beiden Kindern vorgelesen und beide haben begeistert zugehört, beim ersten Mal sogar ohne die Bilder zu betrachten. Und der Text beschreibt es gut genug, damit man sich es selbst dann gut vorstellen kann. Natürlich kam es noch besser an als wir es dann ein zweites Mal gelesen haben und die Bilder dabei angesehen wurden.

Das Buch erzählt die Geschichte von den beiden Dachsen, die beste Freunde sind. Bis dem kleinen Dachs ein Missgeschick passiert und der große Dachs lacht. Dabei ärgert sich der kleine Dachs doch selbst so und sofort entbrennt ein großer Streit zwischen den beiden. Und keiner will sich entschuldigen. Doch die Suche nach einem neuen Freund ist gar nicht so leicht, denn beide haben feste Vorstellungen, wie der neue Freund zu sein hat. Doch am Ende berappeln sich die beiden und entschuldigen sich. Dieses Buch zeigt auf eine schöne Art und Weise wie schnell es zu einem Streit kommen, aber auch wie schnell dieser aufgehoben werden kann. Man muss sich aussprechen und entschuldigen, sich aber auch seiner gemachten Fehler bewusst werden. Dabei wirkt es nicht wie der erhobene Zeigefinger, sondern kann helfen Kindern auf einfache Art und Weise zu erklären, wie man sich nach einem Streit verhalten sollte.

Ein schönes Bilderbuch zum Thema Streiten und sich vertragen, das mit ausdrucksstarken Bildern punkten kann.

Veröffentlicht am 28.02.2024

Gut, aber hat mich vom Grundkonstrukt zu sehr an eine andere Geschichte erinnert

Star Bringer
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Science Fiction lese ich eher selten, aber wenn es nicht zu viel Technologie ist und ich verstehe, was ich da lese, dann habe ich großen Spaß daran. So wie an der Aurora-Trilogie. Und genau das ist hier ...

Science Fiction lese ich eher selten, aber wenn es nicht zu viel Technologie ist und ich verstehe, was ich da lese, dann habe ich großen Spaß daran. So wie an der Aurora-Trilogie. Und genau das ist hier ein großer Knackpunkt für mich. Mich hat dieser Auftakt so sehr an diese Reihe erinnert. Die Charaktere und ihre Eigenheiten, das Grundkonstrukt und auch viele Kleinigkeiten. Und doch fehlte mir hier die Sogwirkung, die Spannung und einfach die Verbindung zu den Charakteren. Das fiel mir hier streckenweise richtig schwer, ich habe keinen Zugang gefunden. Das hat sich nach einer Weile zwar gebessert und doch fehlten mir hier die Beschreibungen der Welt, der Bewohner und all die Kleinigkeiten, die es eben zu einem Buch des Genre Science Fiction machen. So war es für mich eher ein teils wirklich spicy Jugendbuch, das eben zufällig im Weltall spielt. 
Hier hätte man definitiv mehr herausholen können, einfach einige Dinge genauer beschreiben und eine stimmigere Atmosphäre schaffen können. So konnte ich mir gar nicht so genau vorstellen, ob es jetzt alles Menschen waren oder auch andere Lebensformen, wie die verschiedenen Planeten aussehen oder auch die Raumschiffe. Dafür gab es so viel anderes ausschmückendes und leider auch viele körperliche Szenen, die für mich etwas fehl am Platz waren. Das stößt mich aber einfach allgemein langsam auf, da es so gut wie kein Buch mehr gibt, in dem es nicht heiß her geht. Dabei könnte man so viel aus den Geschichten herausholen. Und doch bin ich angefixt auch den zweiten Teil der Reihe zu lesen, was zum Großteil dem offenen Ende diesen ersten Bandes geschuldet ist, aber auch der Geschichte an sich, die mich doch noch für sich gewinnen konnte, wenn auch nicht vollständig.

Ein guter Auftakt, der mir zu ausschweifend erzählt wurde und dabei die interessanten Details außen vor gelassen hat.