Das Kreuzfahrtschiff Völkerfreundschaft
FernwehlandVor 40 Jahren hatten sich der Matrose Henri und die Stewardess Simone auf der Völkerfreundschaft kennengelernt. Nun im Jahre 2019 wollten sie noch einmal eine Fahrt auf dem Kreuzfahrschiff unternehmen, ...
Vor 40 Jahren hatten sich der Matrose Henri und die Stewardess Simone auf der Völkerfreundschaft kennengelernt. Nun im Jahre 2019 wollten sie noch einmal eine Fahrt auf dem Kreuzfahrschiff unternehmen, diesmal als Passagiere. Beide haben damit die Chance, sich mit den Schatten der Vergangenheit auszusöhnen. Auf der Reise treffen sie auf die Schwedin Frida, die auch eine enge Verbindung zu dem Schiff hat und die junge Elli schließt sich ihnen an.
Der Roman erzählt auf zwei Zeitebenen die Geschichte des ersten Kreuzfahrschiffes der DDR. In der Gegenwart erleben wir Simone, Frida, Elli sowie Henri. Die Vergangenheit beginnt im Jahr 1938 und endet 1981. Geschickt verbindet die Autorin die Geschichte mit den Protagonisten und dem Kreuzfahrtschiff. Der Erzählstil von Kati Naumann ist sehr bildhaft. Sie lässt in ihrem Buch die Leserschaft teilhaben, so dass man sich als Teil der Passagiergruppe fühlt. Man erlebt eine Reise in ferne Länder von denen die meisten DDR-Bürger nur träumen konnten. Abgerundet wird die Geschichte noch durch eine Zeittafel und der zwölf Namen des Schiffes sowie die technischen Daten. Mir hat die Familiengeschichte angenehme Lesestunden bereitet.