Wunderschöne Idee, leider nicht mein Schreibstil...
The PairingIn "The Pairing" beschreibt Casey McQuiston die kulinarische Reise von Theo und Kit durch Europa. Sie lernen verschiedene Länder, verschiedene Städte und verschiedene Speisen kennen, aber sie lernen auch ...
In "The Pairing" beschreibt Casey McQuiston die kulinarische Reise von Theo und Kit durch Europa. Sie lernen verschiedene Länder, verschiedene Städte und verschiedene Speisen kennen, aber sie lernen auch sich kennen. Denn obwohl die beiden vor einigen Jahren ein Paar waren, sind sie das heute nicht mehr und nur durch Zufall gemeinsam auf dieser Reise.
Die Idee hat mir richtig gut gefallen, dass die Geschichte nicht nur an einem Ort spielt, sondern man mit einer Gruppe durch Europa reist und die Regionen, lokalen Bräuche und traditionellen Speisen kennenlernt. Die Umsetzung konnte meinen Erwartungen nur zum Teil gerecht werden, denn die Speisen werden immer wieder erwähnt oder beschrieben, aber von den Städten bekommt man recht wenig mit. Natürlich besuchen sie in Paris den Eifelturm, aber abgesehen von einer kleinen Bar und ein paar kleinen Leckereien lernt man die Stadt nicht näher kennen.
Durch einen Rückblick lernt man die gemeinsame Vergangenhiet von Kit und Theo kennen und ich habe mich ein kleines bisschen in die beiden (oder die beiden als Paar) verliebt, wodurch der Sprung in die Gegenwart, in der sie jeder ihr eigenes Leben haben, ein harter Schnitt war. Beide Charaktere sind mir sehr sympathisch, allerdings ist es mir schwergefallen zu verstehen, als was sich die beiden jeweils identifizieren. Für die Geschichte macht das aber vermutlich auch keinen Unterschied.
Leider war der Schreibstil nicht meins. Es fällt mir schwer in Wort zu fassen, was mich gestört hat, aber ich habe nicht in den Lesefluss reingefunden. Es gab Abschnitte, die sich ganz gut gelesen haben: Das waren meist die, die Interaktionen zwischen Personen beschrieben. Aber dann gab es Abschnitte, die zum Beispiel den nächsten Stop auf der Tour beschrieben und hier musste ich jeden zweiten Satz mehrfach lesen, um ihn zu verstehen, was mich dann leider zum Aufgeben bewogen hat. Vielleicht probiere ich es zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal mit der englischen Originalfassung.
Ich hatte mich wirklich auf diese queere Liebesgeschichte gefreut und auch, wenn der Schreibstil nicht zu mir gepasst hat, heißt das nicht, dass er nicht zu anderen passt. Die Geschichte und die Charaktere sind nämlich wirklich schön gewählt.