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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.01.2023

Neuanfang mit Hindernissen

Lügen können töten
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Inhalt:

„Sadie ist kürzlich in das alte, efeubewachsene Haus ihrer verstorbenen Mutter in London gezogen. Ihre Tochter soll in der Stadt eine exklusive Schule besuchen. Diese Eliteeinrichtung ist extrem ...

Inhalt:

„Sadie ist kürzlich in das alte, efeubewachsene Haus ihrer verstorbenen Mutter in London gezogen. Ihre Tochter soll in der Stadt eine exklusive Schule besuchen. Diese Eliteeinrichtung ist extrem begehrt, unter den Schülern – und deren Eltern – herrscht Konkurrenz. Während Sadie versucht, ihrer Tochter die Eingewöhnung möglichst leicht zu machen, will sie gleichzeitig ihre Stelle als Anwältin in ihrer alten Kanzlei zurückbekommen. Tatsächlich hat sie die Möglichkeit, den Angeklagten in einem skandalösen, lügendurchzogenen Fall zu vertreten. Sie setzt sich für ihren Mandanten ein – fast schon zu sehr – und läuft Gefahr, ihre professionelle Distanz zu verlieren. Und auch in ihrem Privatleben durchschaut Sadie kaum noch, was Lüge und was Wahrheit ist. Doch diese Erkenntnis kommt zu spät …“





Schreibstil/Art:

Sadies Neuanfang in ihrer alten Heimat ist von Anfang an nicht einfach. Manche Vorkommnisse kann man sich zunächst noch erklären, doch später ist es gar nicht mehr so einfach - vor allem die kursiven Einschübe, nachzuvollziehen. Diese Art die Spannung aufzubauen hat mir (für einen Roman) gut gefallen.

Ich finde ein bis zwei Themen weniger, hätten dem Buch gut getan. Sadie scheint zwar ein starker Charakter zu sein aber manche der Szenen wirkten ein wenig zu überladen. Eins muss man der Autorin jedoch lassen; als studierte Juristin hat sie es drauf den Verlauf der Gerichtsverhandlung in Perfektion wiederzugeben.


Fazit:

Ein Roman mit Thrillerelementen, einer großen Themenvielfalt, Geheimnissen, fiesen Handlungen, Helikoptermüttern und einem leicht offenen Ende.
Ich spürte durchgehend die unterschwellige Spannung und fieberte auf das Ende zu.

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.01.2023

Entführung mit System

Wehrlos
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Inhalt:

„Als die kleine Nele Hand in Hand mit einem fremden Mädchen über den Spielplatz läuft, scheint es für ihre Mutter Mieke nur ein Spiel zwischen Kindern zu sein. »Komm, wir müssen uns verstecken, ...

Inhalt:

„Als die kleine Nele Hand in Hand mit einem fremden Mädchen über den Spielplatz läuft, scheint es für ihre Mutter Mieke nur ein Spiel zwischen Kindern zu sein. »Komm, wir müssen uns verstecken, schnell!«, hatte das andere Mädchen Nele zugeflüstert. Doch dann wird sie in einen dunklen Wagen gezogen ...

Die Tat ist keine Zufallstat und Nele nicht das einzige verschwundene Kind. Mieke hat einen entscheidenden Fehler begangen – und zudem eine ihr nahestehende Person provoziert. Als der Polizist Ben auf Hinweise aus dem Darknet stößt, versucht Mieke bereits auf eigene Faust, ihre Tochter zu retten. Dadurch bringt sie nicht nur sich selbst in tödliche Gefahr …"





Schreibstil/Art:

Eine Kombination aus kurzen Kapiteln, unterschiedlichen Perspektiven, authentischen Charakteren, einem lebendigen Schreibstil und einer durchgehend bedrückenden Atmosphäre, runden diesen Thriller gut ab. Zudem sorgen einige Unruhestifter, zu neugierige Nachbarn oder einfach nur falsch gelegte Fährten, für Spannung. 





Fazit:

Mit diesem Thriller trifft die Autorin den Puls der Zeit, regt zum Nachdenken an und hinterlässt eine starke Massage.



Einzig der Ausgang dieses Buches konnte mich nicht ganz überzeugen. Ich hätte mir noch einen Epilog gewünscht um besser nachvollziehen können wie es mit vereinzelten Charakteren weitergeht.

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Veröffentlicht am 28.12.2022

Eher zum Nachschlagen oder Schmökern geeignet

Die Wissenschaft von Mittelerde
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Inhalt:
„Warum bekommen Hobbits große Füße? Könnten Ents tatsächlich existieren? Wo endet Mittelerde und wie oft regnet es dort? In welchem Bezug steht Elbisch zum Altenglischen? Fragen, die sich Tolkien-Fans ...

Inhalt:
„Warum bekommen Hobbits große Füße? Könnten Ents tatsächlich existieren? Wo endet Mittelerde und wie oft regnet es dort? In welchem Bezug steht Elbisch zum Altenglischen? Fragen, die sich Tolkien-Fans schon lange stellen. Spezialisten aus den Geistes- und Naturwissenschaften haben sich eingehend mit Tolkiens Werken auseinandergesetzt und die wissenschaftlichen Wurzeln freigelegt.

Dieses Buch gibt Antwort auf alle offenen Fragen, von Astrophysik über Vulkanismus bis zur Drachenkunde. Der ultimative Schlüssel zu Tolkiens fantastischem Universum!“


Schreibstil/Art:
Bei „Die Wissenschaft von Mittelerde“ handelt es sich um ein ziemlich lehrreiches, hochwertiges und informatives Buch rundum Tolkien, seine Ideen und Inspirationen. Die vielen Informationen sind zwar einerseits total interessant gestaltet, anderseits aber auch sehr fordernd. Das Buch mal eben zu lesen, wird den meisten Lesern vermutlich schwerfallen da es Konzentration abverlangt. Viele unverständliche Begriffe, verschachtelte Sätze und der anspruchsvolle Schreibstil haben mir nicht immer zugesagt. Ich hätte mir ein bisschen mir Leichtigkeit gewünscht.


Fazit:
Ein Buch, das lesebegeisterte Tolkien-Fans mit Sicherheit total begeistern wird. Für mich als Neuling war der Einstieg in diese Welt etwas holprig. Trotzdem waren viele Fakten und Informationsquellen sehr interessant. Ich empfehle deshalb das Buch abschnittweise/selektiert zu lesen.

Ein Buch in dem ich gerne hin und wieder schmökern werde.

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Veröffentlicht am 11.12.2022

Im Auto mit einem Fremden

NIGHT – Nacht der Angst
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Inhalt:

„1991. George W. Bush sitzt im Weißen Haus, im Kassettendeck läuft Nirvana, und die filmbegeisterte Studentin Charlie fährt mit einem Mann durch die Nacht, der vielleicht ein Serienkiller ist. ...

Inhalt:

„1991. George W. Bush sitzt im Weißen Haus, im Kassettendeck läuft Nirvana, und die filmbegeisterte Studentin Charlie fährt mit einem Mann durch die Nacht, der vielleicht ein Serienkiller ist. Es war nur eine Mitfahrgelegenheit. Josh behauptet, er wolle zu seinem kranken Vater in Ohio. Aber etwas stimmt nicht an seiner Geschichte. Während sie über leere, dunkle Highways fahren, steigt in Charlie ein furchtbarer Verdacht auf. Ist es möglich, dass Josh der Campus-Killer ist, der ihre beste Freundin ermordet hat? Sie kann nicht weg, Hilfe holen ist unmöglich. Sie ist gefangen.“





Schreibstil/Art:

Der Autor hat es, trotz einiger langatmigen Anfangsszenen, geschafft mich mit seinem Schreibstil gefangen zu nehmen, mich mit Charlie unwohl und ängstlich zu fühlen und einfach nur einen Ausweg zu finden, der beklemmenden Situation zu entkommen. 

So richtig an Fahrt nimmt die Geschichte erst im letzten Drittel auf und ab da konnte ich einfach nicht mehr aufhören zu lesen. Ich war gebangt, ich war gefesselt und erschüttert. Wie genial es der Autor aber auch immer wieder schafft, fiese und gemeine Wendungen einzubauen und wichtige Details einzustreuen. Love it!





Fazit:

Charlies Schuldgefühle und die damit verbundenen „Aussetzer“ spielen mit der Realität. Der Leser wird mehrmals getäuscht und auch Charlie kann sich selbst nicht immer trauen. Diese Taktik und die Sprünge zwischen den Wahnvorstellungen sind mehr als gelungen. Ich hatte eine rasante Fahrt mit einem fulminanten Finale, besser gehts nicht!

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Veröffentlicht am 10.12.2022

Ein queerer, herzergreifender Coming-of-Age-Roman

Sommer mit Yashar
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Inhalt:

„Mattes ist fast 17 und hat noch nie ein Mädchen geküsst. Für die Sommerferien hat er deshalb einen ehrgeizigen Plan gefasst: Er will sich in Katrin verlieben. Dabei kreisen seine Gedanken eigentlich ...

Inhalt:

„Mattes ist fast 17 und hat noch nie ein Mädchen geküsst. Für die Sommerferien hat er deshalb einen ehrgeizigen Plan gefasst: Er will sich in Katrin verlieben. Dabei kreisen seine Gedanken eigentlich um den geheimnisvollen Yashar, der jeden Morgen in der alten Eiche am Waldweg sitzt. Und das, obwohl er bisher kein einziges Wort mit ihm gewechselt hat. Bis er eines Nachts seinen Mut zusammennimmt, zu ihm auf den Baum klettert und eine völlig neue Welt in sich entdeckt. Bei Yashar kann Mattes endlich er selbst sein. Zumindest fast. Denn ob Yashar seine Gefühle erwidert, da ist Mattes sich nicht so sicher. Doch während er noch mit der Frage kämpft, ob und wie er über sein verwirrendes Innenleben sprechen kann, nehmen im Dorf gefährliche Gerüchte über den Fremden ihren Lauf, die nicht nur Mattes' Leben aus der Bahn zu werfen drohen …"





Schreibstil/Art:

Die junge Debütantin hat sich in diesem Buch dazu entschieden aus der Sicht von Mattes zu schreiben. Es fiel mir gar nicht schwer Mattes in mein Herz zu schließen. Eine Bindung zu ihm, verspürte ich nahezu sofort, denn aufgrund seiner Selbstfindung und dem befremdeten und verwirrten Innenleben, wirkte er oftmals verloren. Nichtsdestotrotz entwickelte sich seine Persönlichkeit zu einem starken Charakter. Er lernte, zu sich zu stehen, auf sein Bauchgefühl zu hören und mutig zu sein. 


Yashar ist ein durch und durch interessanter junger Bursche. Seine Art hat mich neugierig gemacht. Er hat nie zu viel von sich preisgegeben, so dass ich mehr über ihn und seine Mum erfahren wollte. Diese Art den Leser so zu fesseln hat mir sehr gefallen.

Es werden zwar viele schwer zu ertragende Themenbereiche aufgegriffen aber in Kombination mit einigen süßen und lustigen Momenten, wirkte alles rundum gelungen. Das hat man auch dem modernen und lebhaften Stil zu verdanken. 





Fazit:

Eine queere Lovestory mit zwei unglaublich gut abgestimmten Charakteren, die einander zwar nicht gesucht aber dennoch gefunden haben. Ich habe die beiden Jungs sehr gerne kennengelernt und mit begleitet.

Themen wie Homophobie, Rassismus, Freundschaft und Zusammenhalt werden hier vehement dargestellt. Eine klare Leseempfehlung und beide Daumen hoch!

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