Für Kaffee-Liebhaber
Die Kaffeedynastie - Tage des AufbruchsKaffee, mittlerweile ein sehr elementares Lebensmittel ohne das die meisten von uns kaum noch überleben bzw. funktionieren können. Paula Stern (ein Pseudonym) nimmt diese Kaffeeliebe und hat daraus ihre ...
Kaffee, mittlerweile ein sehr elementares Lebensmittel ohne das die meisten von uns kaum noch überleben bzw. funktionieren können. Paula Stern (ein Pseudonym) nimmt diese Kaffeeliebe und hat daraus ihre Kaffee-Dynastie-Reihe entstehen lassen. Die Reihe besteht aus 3 Bänden und startet mit „Tage des Aufbruchs“. Die beiden folgenden Bände erscheinen im Laufe von 2021 (Band 2: Momente der Hoffnung uns Band 3: „Jahre des Neubeginns“).
Die Protagonistin ist Corinne, die Tochter eines deutschen Kaffeehersteller komplett im Familienbesitz. Wir lernen sie kennen in dem Moment in dem sie in die Geschäftsleitung einsteigen soll, weil ihr Vater ad hoc schwer krank wurde. Ihr Bruder und sie haben viele Reibungspunkte. Zusätzlich zu dem geschäftlichen Teil, gibt es einen weiteren Strang in dem Corinne eine interessante Bekanntschaft macht. Spannend ist auch die Rückblendung zu Corinnes Großvater und in die Kriegstage und die familiäre dunkle Vergangenheit.
So viel zum Inhalt. Mich hat der Roman gereizt, weil ich dachte, dass dies ein Roman ist über eine Frau, die an ihrer Aufgabe wächst und sich in einem traditionellen Familienunternehmen durchzusetzen lernt. Aber leider wird die Protagonistin sehr klassisch gezeichnet und wenig Konfliktfähig. Das Unternehmerische was mich reizte wird leider nur oberflächlich angekratzt.
Hinzu kommt war mir recht schnell klar, was das Thema mit ihrem Bruder war und wo die Reise in diesem Teil hingeht. Sprich die Spannung war limitiert durch die doch sehr eindeutigen Richtungen. Hier fehlten mir ein paar weniger offensichtliche kreative Twists.
Und zu guter Letzt fand ich die ständigen Wiederholungen recht unnötig. Mir schien es fast, dass an der ein und anderen Stelle einfach der Text gestreckt werden musste.
Was wunderbar gelungen ist, sind die Passagen wo es grundlegend um die Kaffeeverarbeitung geht. Da merkt man dem Buch an, dass die Autorin sich sehr detailliert mit dem Kaffee-Geschäft auseinandergesetzt hat. Die Röstungsgrade und all die Details, dass fand ich großartig transportiert.
Fazit: Leider aus Sicht keine Leseempfehlung. Ich hatte kein besonderes Lesevergnügen, vor allem durch die sehr einfache Struktur, die altbackenen Muster und die wenige Tiefe des Romans. Sehr schade.