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Veröffentlicht am 27.04.2026

Magischer Realismus

Das White Octopus Hotel
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"Das White Octopus Hotel" ist ein Roman, der angepriesen wird für Fans von »Die Mitternachtsbibliothek«. Also wusste ich, dass ich es lesen muss, auch wenn ich kein großer Fan von Oktopoden bin.
Der Anfang ...

"Das White Octopus Hotel" ist ein Roman, der angepriesen wird für Fans von »Die Mitternachtsbibliothek«. Also wusste ich, dass ich es lesen muss, auch wenn ich kein großer Fan von Oktopoden bin.
Der Anfang war ein kleines bisschen verwirrend, weil man sich zwar in unserer Welt befindet, es aber ein Hotel mit magischen Artefakten und Zimmern für Zeitreisenden gibt. Aber wenn man sich darauf einlassen kann, gerät man schnell in den Sog der Geschichte, die absolut spannend und mitreißend ist. Man wechselt zwischen einer Schnitzeljagd, einer Art Selbstfindungstrip und einer Liebesgeschichte und das alles in einem Roman.
Fazit: Wer gerne Geschichten mit magischem Realismus liest, z.B. Matt Haigs "Die Mitternachtsbibliothek" (der Vergleicht passt in dem Fall wirklich wirklich gut!) oder auch die Bücher von Evie Woods, der sollte hier zugreifen.

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Veröffentlicht am 14.04.2026

Richtiger Wohlfühlroman

Mathilde und Marie
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"Mathilde und Marie" ist einer dieser Romane, in denen man am liebsten wohnen würde. Man merkt, dass dieses Debüt von einem echten Büchermenschen geschrieben wurde.
Warmherzig und entschleunigend erzählt ...

"Mathilde und Marie" ist einer dieser Romane, in denen man am liebsten wohnen würde. Man merkt, dass dieses Debüt von einem echten Büchermenschen geschrieben wurde.
Warmherzig und entschleunigend erzählt die Geschichte von der Selbstfindungsphase einer jungen Frau (Marie), die auch das Leben anderer Menschen (darunter Mathilde) maßgeblich beeinflusst.
Außerdem lernen wir das wunderschöne Bücherdorf Redu kennen, das man in Belgien übrigens wirklich besuchen kann! (Also passt der Einstiegssatz mit dem im Roman wohnen wollen, sogar irgendwie buchstäblich. Man könnte es tatsächlich!)
Für mich nicht nur das erste Buch, das ich dieses Jahr gelesen habe, sondern auch ein Must Read für 2026. Ich kann es nur jedem weiterempfehlen, der sonst z.B. gerne Ewald Arenz, Marianna Leky oder auch Rónán Hession liest und zwar sowohl inhaltlich als auch sprachlich.

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Veröffentlicht am 14.04.2026

Interessanter Genremix

Die Insel meiner Schwester
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"Die Insel meiner Schwester" wird als Roman vermarktet und beschrieben als psychologisches Kammerspiel oder auch laut Blurb der Frau von heute als >>Psychothriller

"Die Insel meiner Schwester" wird als Roman vermarktet und beschrieben als psychologisches Kammerspiel oder auch laut Blurb der Frau von heute als >>Psychothriller<<. Ich würde sagen, dass es ein Krimi/Thriller für Nichtkrimileser ist oder auch ein Roman, mit dem man Krimileser von einem neuen Genre überzeugen kann. Es ist tatsächlich von beidem ein bisschen.
Obwohl ich manche Stellen etwas übertrieben anschaulich fand, als es um die Darstellung von Gewalt ging - etwas, was für Romane eher untypisch ist, obwohl bei Thrillern gang und gäbe - fand ich die Geschichte gut erzählt, auch mit den Rückblicken und auch das Buch insgesamt gut geschrieben. Das ist genau der literarische Teil, der mir bei Krimis/Thrillern oft fehlt.
Ein Buch, das sicher nicht jedem gefallen wird, aber bei einer bestimmten Zielgruppe großen Anklang finden dürfte. Wer solche Genregrenzgänger wie Joël Dicker oder auch Thomas Knüver mochte, sollte diesen Roman einmal ausprobieren.

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Veröffentlicht am 14.04.2026

Ziemlich typische Internatsgeschichte

Aftermyth – Penelope und die Prüfung der Götter
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"Aftermyth" klang für mich nach einem Must-Read, weil es wie eine Mischung aus griechischer Mythologie mit Internatsroman klang. Leider ist es vorwiegend ein Internatsroman und zwar ein sehr, SEHR klassischer ...

"Aftermyth" klang für mich nach einem Must-Read, weil es wie eine Mischung aus griechischer Mythologie mit Internatsroman klang. Leider ist es vorwiegend ein Internatsroman und zwar ein sehr, SEHR klassischer mit ein paar mythologischen Anspielungen. Man hat das typische Dreiergrüppchen, in dem Fall zwei Mädchen und einen Jungen, eine Protagonistin, die sich erstmal nicht ganz zugehörig fühlt, aber schnell merkt, dass sie etwas Besonderes ist und ausführliche Beschreibungen der Schule und des Internatslebens.
Einerseits ist es das, was man für das Alter erwartet - nicht umsonst wird die Autorin dieses Mal ins Jugendbuch einsortiert. Andererseits hätte ich mir gerne ein paar mehr Originalitäten gewünscht. Immerhin gibt es einige Ansätze dazu und vielleicht werden sie in einem weiteren Band ausführlicher behandelt.
Es liest sich sehr gut, hatte für mich persönlich aber zu wenig mit der griechischen Mythologie zu tun, deswegen ein Stern Abzug. Weiterlesen würde ich aber trotzdem. Und ich würde es auch allen weiterempfehlen, die schon ihrem Alter ensprechend gerne Krabat, Baskerville Hall, Percy Jackson und natürlich Harry Potter gelesen haben.

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Veröffentlicht am 14.04.2026

Mal was anderes

Verrat der Schwäne
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"Verrat der Schwäne" wird als Jugendbuch beschrieben, bei dem sich "Schwanensee" mit "Das Phantom der Oper" vermischt und diese Beschreibung passt auch wirklich sehr gut.
Es ist eine ziemlich düstere Geschichte ...

"Verrat der Schwäne" wird als Jugendbuch beschrieben, bei dem sich "Schwanensee" mit "Das Phantom der Oper" vermischt und diese Beschreibung passt auch wirklich sehr gut.
Es ist eine ziemlich düstere Geschichte voller brutaler Wendungen, weswegen das empfohlene Lesealter ab 14 vermutlich besser nicht unterschritten werden sollte. Aber gerade dadurch überrascht einen die Geschichte auch immer wieder - und die Vorlage "Schwanensee" ist ja auch nicht gerade für ihre Fröhlichkeit bekannt, obwohl es zwei Varianten gibt: mit und ohne Happy End. Welche hier verwendet wurde, wird aber nicht verraten ;D
Was ich sehr mochte, war das Theatersetting, was immer wieder eingebaut wurde und die angekündigten "Phantom der Oper"-Vibes rüberbrachte.
Ein kleines Manko war für mich allerdings die Protagonistin Odile, die einerseits eine sehr intelligente junge Frau ist, sich andererseits aber auch immer wieder von ihrem Ziehvater Regnault manipulieren lässt, der eigentlich ziemlich durchschaubar nicht so ist, wie er zu sein scheint. Allerdings muss man hier wohl die emotionale Verstrickung berücksichtigen, die die familiären Bande mit sich bringen. Was für uns Leser:innen durchsichtig erscheint, vermag jemand, der ihn so anders kennt, wie Odile, nicht so offensichtlich sein.
Ich würde das Buch bei 4-4,5 Sternen einordnen und für Jugendliche mit einem Faible für Kunst, Kultur und düstere Märchen/Sagen empfehlen.

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