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Veröffentlicht am 03.02.2020

Vorhersehbar und Langatmig

Die Geliebte des Kaisers
1

Kaiser Otto III liegt im Sterben. Mena, seine Leibdienerin und Geliebte, ist von ihm im vierten Monat schwanger. Das Kind ist der letzte Erbe von Kaiser Otto III. Damit das ungeborene Kind die Nachfolge ...

Kaiser Otto III liegt im Sterben. Mena, seine Leibdienerin und Geliebte, ist von ihm im vierten Monat schwanger. Das Kind ist der letzte Erbe von Kaiser Otto III. Damit das ungeborene Kind die Nachfolge von Otto III antreten kann, soll Mena nach Augsburg zum Bischoff. In Augsburg soll der Bichoff ihr eine Legitimation für das Kind geben. Als Beweis, dass sie das Kind des Kaisers unter ihrem Herzen trägt, sollen das Herz des Kaisers Otto III und ein Gold-Zahn von Kaiser Karl dienen.
Mena unternimmt eine beschwerliche Reise über die Alpen, im Winter und bei viel Schnee. Das Herz des Kaisers trägt sie in einer Herz-Urne bei sich. Dabei kommt sie mehr als einmal in Gefahr …, denn auch andere sind hinter dieser Urne her.
Das Cover ist sehr hübsch gemacht.
Der Schreibstil ist flüssig und hat mir sehr gut gefallen. Aber, es gibt keine strukturierte Textwiedergabe in dieser Geschichte.
Nach dem Lesen des Klappentextes und der Leseprobe hatte ich eine schöne runde Geschichte erwartet. Leider wurde ich unangenehm enttäuscht.
Bei historischen Romanen erwarte ich auch etwas von der Zeit, in der die Geschichte spielt, zu erfahren. Es soll kein Geschichtsbuch sein. Aber ein wenig Recherche sollte für einen historischen Roman betrieben werden. Die fehlt hier leider ganz.
Am Anfang des Buches gibt es eine Liste mit den Figuren der Handlung. Man sollte denken, dass es sich dabei um die Haupt-Protagonisten handelt. Das ist leider weit gefehlt. Manche von diesen Figuren sind nur kurz in die Handlung einbezogen.
Auf den ersten Seiten fängt die Geschichte vielversprechend an, und plätschert dann nur noch vor sich hin. Kaiser Otto III stirbt schon bald auf den ersten Seiten. Man erfährt leider nichts von seinem Leben. Auch wie er und Mena zusammen umgegangen sind, erfährt man hier nicht.
Insgesamt ist dies keine authentische Geschichte. Die Geschichte ist von Unstimmigkeiten und Zufällen überhäuft. Sie ist unrealistisch und vorhersehbar. Teilweise zieht sie sich in die Länge und wird langatmig. Am Ende bleiben dann einige Dinge ungeklärt und viele Fragen offen. Viele Worte, wenig Sinn. Keine historischen Hintergründe.
Es gibt ein Nachwort, in dem dann noch einige historische Einblicke gegeben werden. Doch ich finde es besser, wenn historische Hintergründe in die Geschichte eingebunden sind. Für mich wurde die Geschichte, mit ihren Verwirrungen, durch das Nachwort auch nicht besser.
Die Grundidee zur Geschichte war ganz gut, wurde aber schwach umgesetzt.
Emotional erreichten die Protagonisten und die Geschichte mich nicht. Es baute sich keine Spannung auf. Die Protagonisten waren einfach nicht greifbar. Es blieb alles sehr distanziert.
Hier handelt es sich um eine überwiegend fiktive Erzählung, ohne geschichtliche Einzelheiten.
Mich konnte das Buch nicht überzeugen. Als leichte Urlaubs-Lektüre, bei der man nicht über die vielen Unstimmigkeiten nachdenken sollte, könnte es aber durchaus dienlich sein.

  • Einzelne Kategorien
  • Authentizität
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  • Charaktere
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 22.12.2019

Abenteuer-Reise für Kids

Atlas Obscura Kids Edition - Entdecke die 100 abenteuerlichsten Orte der Welt!
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Bei dem „Atlas Obscura Kids Edition - Entdecke die 100 abenteuerlichsten Orte der Welt!“ handelt es sich um einen Kinderatlas.
Am Anfang des Buches gibt es eine kleine Einleitung und Tipps für Utensilien, ...

Bei dem „Atlas Obscura Kids Edition - Entdecke die 100 abenteuerlichsten Orte der Welt!“ handelt es sich um einen Kinderatlas.
Am Anfang des Buches gibt es eine kleine Einleitung und Tipps für Utensilien, die man auf einer Abenteuer-Reise nicht vergessen sollte. Man bereist z.B. Island, Russland, Australien, USA, Argentinien, Österreich und viele andere Orte auf der Welt, in diesem Buch. Bei jedem Ort ist zuerst eine kleine Weltkugel abgebildet, auf der man genau erkennen kann, an welcher Stelle der Weltkugel der beschriebene Ort liegt. Neben der Weltkugel sind dann auch erst einmal die wichtigsten Details des Ortes beschrieben. Danach folgt ein kurzer Text über den Ort. Auch sind Sehenswürdigkeiten oder bestimmte Attraktionen, die mit dem jeweiligen Ort in Verbindung stehen beschrieben.
Das Cover ist ansprechend gestaltet. Mir hat es gefallen und auch die Kids werden sicher begeistert sein. Meine Enkeltochter fand es jedenfalls „Cool“.
Die Bilder in diesem Buch sind liebevoll und ausdrucksstark gezeichnet. Es steckt viel Mühe in ihnen. Und doch hätte ich mir gewünscht, dass Fotos mit eingebunden gewesen wären. Damit könnte man sich manches besser vorstellen.
Der Schreibstil ist kindgerecht und verständlich.
Ich hatte das Glück und habe dieses Buch im Adventskalender 2019 bei „LovelyBooks“ gewonnen, wofür ich mich auf diesem Wege auch recht herzlich bedanken möchte.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.12.2019

Frauenbewegung

Die Charité: Aufbruch und Entscheidung
0

Berlin 1903: Rahel Hirsch ist die erste deutsche Ärztin. Ihr Studium hat sie in der Schweiz gemacht, weil es Frauen damals in Deutschland noch nicht erlaubt war zu studieren. Sie geht an die Charité und ...

Berlin 1903: Rahel Hirsch ist die erste deutsche Ärztin. Ihr Studium hat sie in der Schweiz gemacht, weil es Frauen damals in Deutschland noch nicht erlaubt war zu studieren. Sie geht an die Charité und arbeitet hauptsächlich in der Forschung. Als Frau, und noch dazu Jüdin, hat sie es schwer in der Charité von den männlichen Kollegen anerkannt zu werden. Währenddessen lernt sie auch Barbara kennen, die in der Wäscherei der Charité arbeitet. Die beiden Frauen freunden sich bald an.
Das Cover ist sehr schön gemacht.
Der Schreibstil hat mir gut gefallen.
Die Autorin hat gute und umfangreiche Recherchearbeit geleistet und viele historische, medizinische und politische Fakten in die Geschichte einfließen lassen. Die Geschichte wird immer wieder durch die umfangreiche Darstellung der historischen Personen unterbrochen. Dadurch geraten jedoch die Charaktere in den Hintergrund und das Buch wird stellenweise sehr langatmig und langweilig.
Fazit:
Der Roman wirkt teilweise eher wie ein Geschichtsbuch. Es hätte der Geschichte, meiner Meinung nach, besser getan die historischen Fakten nicht so ausführlich anzugehen und das ganze Buch 100 bis 150 Seiten kürzer zu halten.


  • Einzelne Kategorien
  • Cover
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  • Handlung
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Veröffentlicht am 11.11.2019

Wahnsinn Persönlichkeitsspaltung

Dr. Jekyll und Mr. Hyde
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Die Grundidee der Geschichte finde ich gut. Es geht um Persönlichkeitsspaltung, Drogenmissbrauch und Drogen-Abhängigkeit.
Das Buch war stellenweise langatmig. Es kam keine dauerhafte Spannung auf.
Emotional ...

Die Grundidee der Geschichte finde ich gut. Es geht um Persönlichkeitsspaltung, Drogenmissbrauch und Drogen-Abhängigkeit.
Das Buch war stellenweise langatmig. Es kam keine dauerhafte Spannung auf.
Emotional erreichten die Figuren und die Geschichte mich nicht. Ich konnte mich nicht in die Personen hineinversetzen. Die Beschreibungen der Umgebung blieben flach, so dass sich mein Kopfkino nicht einstellen wollte. Es blieb alles sehr distanziert.

Veröffentlicht am 06.11.2019

Dirne ohne Erinnerung

Die Dirne und der Bischof
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Eine junge Frau wird mehr tot wie lebendig im Flussgraben vor den Toren Würzburgs gefunden und ins Hurenhaus gebracht. Als sie aufwacht hat sie keine Erinnerung an das Geschehene und wie sie ins Hurenhaus ...

Eine junge Frau wird mehr tot wie lebendig im Flussgraben vor den Toren Würzburgs gefunden und ins Hurenhaus gebracht. Als sie aufwacht hat sie keine Erinnerung an das Geschehene und wie sie ins Hurenhaus gekommen ist. Im Hurenhaus wird sie wieder gesund gepflegt, muss jedoch dort ihre Dienste anbieten, um die Schulden für ihre Pflege zu begleichen. Sie ahnt, dass sie dort nicht hingehört, zumal sie gebildet ist, und lesen, schreiben und rechnen kann. Sieht jedoch keinen anderen Ausweg, weil sie sich nicht eines besseren erinnern kann.

Das Buch wurde gut recherchiert. Der Schreibstil ist flüssig. Das Cover ist schön gestaltet.
Die Geschichte geht erst spannend los. Aber irgendwann wird sie dann nur noch langatmig und plätschert vor sich hin. Die Politik und der Krieg gegen die Hussiten und die ganzen Namen der hohen Herren, die man sich nicht merken kann, machte die Geschichte langweilig. Dann wurde noch der Kampf beschrieben, den die Stadt gegen ihren verschwenderischen Bischof hielt. Die Geschichte um Elisabeth tauchte dabei weitgehendst in den Hintergrund. Es wird nicht versucht nach ihrer Vergangenheit zu suchen. Niemand vermisst sie. Am Ende wird erklärt, dass ihr Vater und Verlobter Nachricht bekamen, dass sie in ein Kloster gegangen sein soll. Normalerweise wäre ich davon ausgegangen, dass der Verlobte sie dort auch suchen würde, wenn sie ihm wichtig ist. Stattdessen wird er selbst ein Mann der Kirche.

Das Buch hinterlässt viele Ungereimtheiten und Schwachstellen. Die Charaktere sind undursichtig und konnten mich emotional nicht erreichen. Die Geschichte plätschert so vor sich hin. Ich hatte anhand des Klappentextes mehr erwartet.