Sehr gewöhnungsbedürftig
Ein kleines Lied über das SterbenPuh, das war ein Krimi der besonderen Art. Leider hat er mich nicht ganz so mitgenommen, da er in der Handlung sehr gewöhnungsbedürftig war.
Bereits am Anfang war ich sehr irritiert, denn ein bisexueller, ...
Puh, das war ein Krimi der besonderen Art. Leider hat er mich nicht ganz so mitgenommen, da er in der Handlung sehr gewöhnungsbedürftig war.
Bereits am Anfang war ich sehr irritiert, denn ein bisexueller, drogenabhängiger Ex-Kommissar, der sein Leben nicht auf die Reihe kriegt und die Umstände sehr verworren sind.
Auch gab es für mich anfangs keine direkte Handlung. Zum einen wird hier Kannibalismus thematisiert, was schon harte Kost ist und extrem schräg noch dazu. Zeitgleich kommt noch ein recht alter Fall wieder auf den Tisch, der aber mit der aktuellen Situation verschmilzt.
Der Schreibstil ist allerdings sehr angenehm zu lesen und wird aus verschiedenen Perspektiven geschrieben, u.a. aus Sicht eines Hundes, was ebenso skurril wie witzig ist.
Das Erzähltempo in der ersten Hälfte empfand ich als schwierig, weil unklar war, wo der Weg hinführt, umso ereignisreicher und rasant war aber die zweite Hälfte.
Das Finale war knackig und spannend, wenn auch tragisch und schräg.
Alles in allem konnte mich der Krimi wegen seiner Thematik und seinen Protagonisten, die nicht wirklich sympathisch waren, nicht ganz überzeugen. Dennoch spannend und nichts für schwache Nerven. Kann man durchaus lesen.