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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.01.2026

Komplexer, hochspannender Fantasy Roman

Alchemised
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Ehrlich gesagt, habe ich Alchemised nur gekauft, weil ich vor einiger Zeit mal in Manacled reingestöbert habe, aber nicht mehr die Muse hatte, eine komplette Fanfiction zu lesen. Ich finde es wunderbar, ...

Ehrlich gesagt, habe ich Alchemised nur gekauft, weil ich vor einiger Zeit mal in Manacled reingestöbert habe, aber nicht mehr die Muse hatte, eine komplette Fanfiction zu lesen. Ich finde es wunderbar, dass SenLinYu den - bestimmt mit viel Aufwand verbundenen - Schritt gewagt hat, die Fanfiction zu einem komplexen, völlig unabhängig und neuen Fantasyroman umzuschreiben, der überzeugt!

Vorab: das Buch ist kein "einfacher Fantasy Read" für zwischendurch, sondern lebt durch ein komplexes Worldbuilding, hervorrangend gezeichnete Charaktere und eine spannende, anspruchsvolle Sprache, die die Welt rund um Helena und Kaine lebendig macht. Teilweise ziemlich brutal, gleichzeitig schonungslos ehrlich mit allen Charakteren wird man mitgenommen auf eine Reise durch eine Peri- und Postkriegswelt, die noch einmal klar macht, dass es in einem Krieg vor allem eins nicht gibt: Gewinner.

Ich habe mich sehr gerne in die Welt von Alchemised verloren und würde es jedem/jeder weiterempfehlen, der/die ein spannendes Buch mit komplexen Fragen, tiefgehender Charakterentwicklung und spannenden Wendungen sucht.

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Veröffentlicht am 02.01.2026

Anregend, Spannend, Fesselnd.

Ruf der Leere
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Mich hat schon das Cover und der Titel des Buches in den Bann gezogen. Ruf der Leere - ich kenne es in der englischen Version "Call of the Void" - ist ein spannendes Phänomen, das fast jeder von uns kennt. ...

Mich hat schon das Cover und der Titel des Buches in den Bann gezogen. Ruf der Leere - ich kenne es in der englischen Version "Call of the Void" - ist ein spannendes Phänomen, das fast jeder von uns kennt. Und in der Geschichte geht es um so viele verschiedene Leere und ums Rufen und darum, nicht gehört zu werden. Was anfängt wie ein übernatürlicher Thriller, langsam in eine Liebesgeschichte überzugehen scheint und dann mit einem lauten Knall endet, ist eine wunderbare Charakterstudie über das Leben eines Mannes, dessen Existenz sich nur um sich selbst dreht. Felix ist einsam, zurückgezogen, hochintelligent und vor allem verloren. Im Laufe der Geschichte wird immer klarer, wie wenig Kontakt er zu Außenwelt hat. Und obwohl er ein "Arschloch" zu sein scheint, manipuliert und lügt und über Leichen geht, erweckt er doch bei mir Mitleid. Ich sehe vor allem einen einsamen, verzweifelten und schwer getroffenen jungen Mann, der nicht weiß, wem er sich wie anvertrauen kann und in seinem Zynismus zu versinken droht.

Das Buch ist wahnsinnig fesseln geschrieben und lässt einen nicht los - erst recht nicht nach dem Ende. Auf jeden Fall eine klare Empfehlung für Fans von Spannung, Reflexion und guten Plot Twists.

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Veröffentlicht am 18.11.2025

Flammendes Debüt

Of Flame and Fury
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Charaktere: Kel ist eine starke, aber verletzliche Protagonistin, deren innere Konflikte der Geschichte viel emotionale Tiefe verleihen. Besonders gelungen ist die überraschende Wendung rund um ihre Figur ...

Charaktere: Kel ist eine starke, aber verletzliche Protagonistin, deren innere Konflikte der Geschichte viel emotionale Tiefe verleihen. Besonders gelungen ist die überraschende Wendung rund um ihre Figur – sie war für mich absolut nicht vorhersehbar und rückblickend sehr gut vorbereitet. Die Dynamik zwischen Kel und Coop ist glaubwürdig, warm und teilweise sehr berührend. Allerdings fehlte mir punktuell die Intensität, die man sich von einer Slow-Burn-Romance in einer solch gefährlichen Umgebung wünschen würde.

Atmosphäre: Bridge setzt auf eine Kombination aus Hightech-Metropole, futuristischer Arena-Ästhetik und mythologischen Elementen. Die tödlichen Rennen – die atmosphärisch daran erinnern, wie die Tribute von Panem ihre Spiele inszenieren – gehören zu den stärksten Aspekten des Buches. Die Idee der Phönike ist frisch und hebt das Buch von vielen Romantasy-Titeln ab. Gleichzeitig gab es Momente, in denen ich mir bestimmte Details des Settings oder der Magie nicht vollständig vorstellen konnte; hier wäre eine etwas klarere Ausarbeitung hilfreich gewesen.

Plot/Pacing: Der Einstieg ist packend, und das Buch hält lange Zeit ein hohes Spannungsniveau. Besonders die politischen und technologischen Intrigen sorgen für zusätzliche Tiefe. Gegen Mitte/Ende gibt es jedoch einige Passagen, in denen sich die Handlung etwas zieht, bevor das Tempo wieder anzieht. Der Cliffhanger sowie die neu aufgedeckten Zusammenhänge gegen Ende funktionieren hervorragend und machen große Lust auf Teil 2.

Schreibstil: Der Stil ist angenehm zugänglich, flüssig und bildhaft genug, um die Rennen und emotionalen Momente stark wirken zu lassen. Einige Übergänge zwischen Actionszenen und ruhigen Passagen hätten jedoch straffer gestaltet sein können.

Fazit: Of Flame and Fury ist ein fantasievolles, temporeiches Debüt mit origineller Grundidee, starker Protagonistin und einem Setting, das sich von gängigen Romantasy-Welten deutlich abhebt. Trotz kleiner Schwächen im Pacing und vereinzelten Unschärfen im Weltaufbau ist es ein packender Auftakt, der beim Lesen Spaß macht und viel Raum für eine spannende Fortsetzung lässt. Ich freue mich auf Band 2.

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Veröffentlicht am 08.11.2025

Ein Familienthriller?

Adama
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Adama ist ein packender, mitreißender Roman, der sowohl auf politischer Ebene als auch auf individueller, psychologischer Ebene die lesende Person auf eine Reise durch Israel mitnimmt. Beginnend in der ...

Adama ist ein packender, mitreißender Roman, der sowohl auf politischer Ebene als auch auf individueller, psychologischer Ebene die lesende Person auf eine Reise durch Israel mitnimmt. Beginnend in der "Gegenwart" führt es uns auf die Spuren einer Familie, die durch den zweiten Weltkrieg zerrüttet, versucht zueinander zu finden und sich eine neue Existenz aufzubauen. Zwei Schwestern, die sich in Israel wiederfinden und versuchen eine Welt zu erschaffen, einen Ort, an dem sie zuhause sind. Das ganze Buch ist für mich eine große Suche: Suche nach Ankommen, Suche nach Gerechtigkeit, Suche nach Liebe, vielleicht auch Suche nach Ruhe - aber hinter jeder Geschichte wartet der Tod... oder das Vergessen. Während Ruth in Israel und im Kibbuz genau diesen Ort sieht, werden durch die andere Charaktere immer wieder die Perspektiven aufgebracht, dass auch dieser Ort nicht frei von Gewalt, von Ungerechtigkeit ist. An manchen Stellen fiel es mir schwer, mich mit den Charakteren zu identifizieren und hätte mir mehr Tiefgang gewünscht. Rein Geschichtlich kenne ich mich zu wenig aus, um eine Meinung dazu zu haben, ob die Geschehnisse gut/berechtigt dargestellt wurden. Für einen Epos derartigen Umfangs wären für mich auch mehr Seiten in Frage gekommen. Dennoch ein spannendes Buch, das zum Nachdenken anregt.

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Veröffentlicht am 17.10.2025

Spannende Kriminalreportage

Protokoll eines Verschwindens
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Ich fand die Geschichte sehr gelungen – vor allem journalistisch ist sie extrem stark geschrieben. Alexander Rupflin versteht es, uns direkt in die Szenen hineinzuführen. Es hat sich oft so angefühlt, ...

Ich fand die Geschichte sehr gelungen – vor allem journalistisch ist sie extrem stark geschrieben. Alexander Rupflin versteht es, uns direkt in die Szenen hineinzuführen. Es hat sich oft so angefühlt, als würde ich einen langen, hervorragend recherchierten Artikel aus dem ZEITmagazin hören: voller atmosphärischer Details, die sofort Bilder im Kopf entstehen lassen.
Mit der Stimme des Sprechers konnte ich allerdings nicht ganz warm werden – in schriftlicher Form hätte mir das Buch vermutlich noch besser gefallen. Schade fand ich auch, dass es keine endgültige Auflösung des Falls gibt. Gleichzeitig ist das wohl einfach die Realität, und dafür kann der Autor natürlich nichts.
Insgesamt eine sehr gut aufbereitete Kriminalgeschichte, die dem Opfer mehr Raum gibt als dem Täter und die moralische Graubereiche auslotet, statt einfache Gut-und-Böse-Bilder zu zeichnen.

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