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Redrose

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.05.2023

Düster, aufwühlend, großartig

Wir Verratenen
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Während es in Teil 1 und 2 dieser Trilogie darum ging, nach dem Ende der Plage in dieser feindlichen Welt ohne den bisher gewohnten Komfort wie ein Dach über dem Kopf, Strom, fließendes Wasser und Supermärkte ...

Während es in Teil 1 und 2 dieser Trilogie darum ging, nach dem Ende der Plage in dieser feindlichen Welt ohne den bisher gewohnten Komfort wie ein Dach über dem Kopf, Strom, fließendes Wasser und Supermärkte zu überleben, sind Smilla und ihre Freunde in Neubrüssel angekommen und versuchen mehr schlecht als recht wieder in eine gewisse Normalität zurückzufinden.

Wie lebt man mit der Schuld, überlebt zu haben, während so viele andere den Tod gefunden haben? Und man selbst womöglich sogar deren Tod verursacht hat? Hat wirklich jeder eine zweite Chance verdient und wie muss eine Regierung sein, um ihre Bevölkerung zu schützen und gleichzeitig den Machtmissbrauch der Regierenden zu verhindern?

Ich komme nicht umhin Vergleiche zu ziehen, mit meinem Leben, den Regierungen dieser Welt. Wie überlebensfähig wäre ich selbst im Wald gewesen? Wäre ich taff wie Smilla, abgebrüht wie Nadja oder manipulativ wie Eva? Und welchen Job hätte ich in Neubrüssel zugewiesen bekommen? Wäre ich gerne Teil der Garde?

Jana Taysen reißt mich aus meiner Komfortzone, ihre Dystopie macht nachdenklich, über die Welt, in der wir leben und welche Opfer wir bereit sind zu bringen. Ist es nicht sinnvoll, zufrieden zu sein, mit dem was wir haben, froh überlebt zu haben und die Schuld mit „Irgendwas“ zu betäuben? Oder erheben wir unsere Stimme und versuchen, die Zustände zu ändern, zu verbessern? Was kann der Einzelne schon machen? Aber gemeinsam sind wir stark.

Die Autorin lässt im Finale der Trilogie ihre Heldin Smilla auch mal schwach sein, verzweifeln und in Düsternis versinken. Das Ende kommt unerwartet und lässt viel Interpretationsspielraum.

Ich hoffe, dass mir die Plage und ein Leben danach erspart bleibt. 😉

Dank der bildhaften Sprache von Jana Taysen habe ich alle drei Teile quasi miterlebt und kann diese Reihe sehr empfehlen.

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Veröffentlicht am 01.05.2023

Schwelgen in Erinnerungen meiner Lieblingsserie

The Big Bang Theory
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Schon seit der ersten Staffel bin ich ein großer Fan der Serie und bis jetzt schaue ich mir immer wieder gerne jede Folge an, egal wie oft ich sie auch schon gesehen habe.

Deshalb war ich auch umso gespannter, ...

Schon seit der ersten Staffel bin ich ein großer Fan der Serie und bis jetzt schaue ich mir immer wieder gerne jede Folge an, egal wie oft ich sie auch schon gesehen habe.

Deshalb war ich auch umso gespannter, ein Buch über die Serie zu lesen. Die Art der Präsentation – im Interviewstil – war erst einmal etwas ungewöhnlich. Dennoch ist das die ideale Möglichkeit, die verschiedenen Aspekte aus unterschiedlichen Gesichtspunkten zu erkennen und zu erfahren.

Wenn man denkt, man kennt schon alle Einzelheiten über die Show, dann täuscht man sich gewaltig. Im Buch werden chronologisch von der Idee zur Show, dem Casting der Darsteller, Autorenstreiks bis hin zur Entwicklung einzelner Folgen und dem unvermeidlichen Finale alle Details aufgezeigt und besprochen. Die Darsteller erläutern ihre Sicht und geben viele Informationen und teilweise private Einblicke über ihre Motivationen und Gefühle.

Immer wieder werde ich überrascht, durch welche Zufälle oder Ideen sich einzelne Folgen entwickeln, welche Gedanken man sich zu Details wie Kleidung oder Essen macht und wie professionell und gleichzeitig freundschaftlich die Mitwirkenden miteinander umgehen.

Aufgelockert wird das Buch durch viele Fotos, die die Szenen noch einmal in Erinnerung bringen oder besondere Momente festhalten.

Ein wirklich faszinierendes Werk für alle Fans der Big Bang Theory.

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Veröffentlicht am 01.05.2023

Orangenduft und schwarze Bienen

Inselperlen und Meer
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Mit der Mallorca-Reihe von Anja Saskia Beyer erlebe ich ein traumhaft schönes Mallorca, fernab von Massentourismus und Ballermann. Fünf junge Frauen, die jeweils einen eigenen Laden direkt am Meer betreiben. ...

Mit der Mallorca-Reihe von Anja Saskia Beyer erlebe ich ein traumhaft schönes Mallorca, fernab von Massentourismus und Ballermann. Fünf junge Frauen, die jeweils einen eigenen Laden direkt am Meer betreiben. Jede dieser Frauen bekommt eine eigene Geschichte und in Band 4 ist es Mathilda, die einzige Mallorquinerin. Mathilda ist eine eher ruhige Person, traditionell aufgewachsen und seit vielen Jahren mit ihrem spanischen Macho Alvaro verlobt. Doch als Alvaro endlich Nägel mit Köpfen machen will, fehlt Mathilda dieses unheimliche Glücksgefühl, welches sie doch eigentlich verspüren sollte. Heirat, Kinder, zur Schwiegermutter ziehen und ihren Goldschmiede-Laden aufgeben? Ganz in der traditionellen Rolle der spanischen Frau aufgehen?

Ihre vier deutschen Freundinnen, welche die anderen Läden betreiben haben ihr gezeigt, dass es auch anders geht und dass die Liebe nicht die Selbstaufgabe bedeuten muss. Und warum pocht ihr Herz höher bei Tom, der zusammen mit seiner Verlobten Ines bei ihr seinen Trauring selbst schmieden möchte?

Die Bücher dieser Reihe wecken eine Sehnsucht nach der Insel in mir. Ich träume von einem Bootsausflug mit Delfinen, köstlicher Schokolade, unverfälschtem Olivenöl und frisch gepresstem Orangensaft. Aus den Läden der 5 Freundinnen würde ich mit einem großen, prall gefüllten Einkaufskorb kommen. Ich habe erfahren, dass viele Einheimische die billigeren Orangen aus Südafrika kaufen, obwohl doch so frische und aromatische Orangen auf Mallorca angebaut werden. Und dieses Wissen vermittelt die Autorin mit einer Leichtigkeit, die sich durch all ihre Bücher zieht.

Anja Saskia Beyer schreibt wunderschöne Liebesgeschichten, die mich immer ein wenig schlauer zurücklassen und die Sehnsucht nach mehr Zeit am Meer wecken. Nicht zu vergessen, die Rezepte am Ende des Buches, die ich unbedingt einmal ausprobieren muss.

Wer etwas über die schwarzen Bienen auf Mallorca erfahren und wissen möchte, wie die Geschichte um Mathilda ausgeht, dem kann ich Inselperlen und Meer sehr empfehlen.

Ich vergebe 5 Sterne und bin schon sehr gespannt auf die nächste Geschichte von der Insel.

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Veröffentlicht am 01.05.2023

Wieder einmal Krimi-Genuss vom Feinsten

Prost, auf die Feinschmecker
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Bereits zum siebten Mal ermitteln Tischler, Fink, Resi und ich nach der TuF-Methode. Dieses Mal wird der Mörder eines Lehrers gesucht, na, da gibt es doch bestimmt jede Menge Schüler, die sich anbieten, ...

Bereits zum siebten Mal ermitteln Tischler, Fink, Resi und ich nach der TuF-Methode. Dieses Mal wird der Mörder eines Lehrers gesucht, na, da gibt es doch bestimmt jede Menge Schüler, die sich anbieten, oder?

Tatsächlich ist Lehrer Busch aber bereits im Ruhestand und das Pikante an der Geschichte: auch Polizeioberrat Schwenk und Bürgermeister Gmeinwieser zählen plötzlich zu den Verdächtigen.

Friedrich Kalpenstein hat meine Lachmuskeln mal wieder bis aufs Äußerste strapaziert. Da wird die Parmesanreibe mal versehentlich als Hornhauthobel identifiziert, ich erfahre alles über den Sauerteig und warum es dafür sogar eine extra Pension gibt und die Selbstbeherrschung Tischlers in Anbetracht der Unterhaltungen von Fink und seinem „entfernten Verwandten“, dem Polizeioberrat Schwenk hat schon was von einem Buddha. Und wenn ich erst an die Szene im Krankenhaus denke, wie der Schwenk mal eben aus dem Zimmer verschwunden war… ich habe Tränen gelacht.

Neben all dem Humor, den bekannten Gesichtern wie etwa auch der guten Seele des Polizeireviers in Brunngries mit ihrem Herzhaften von Brunello und natürlich der pfiffigen Dackeldame Resi, bleibt der Fall aber spannend und der Autor lockt mich auf falsche Fährten, denen ich nur zu gerne nachjage.

Wer gute Regionalkrimis aus Bayern mit viel feinsinnigem Humor und einer großen Portion Sprachwitz liebt, der kommt an Brunngries und Friedrich Kalpenstein nicht vorbei.

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Veröffentlicht am 01.05.2023

Sara Rattlebag, die junge Miss Marple?

Wer tot ist lügt nicht
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Für Sara Rattlebag, Langzeitstudentin und gerade von ihrem Freund per SMS darüber informiert, dass sie wieder Single ist, läuft es gerade nicht rund. Und dann muss sie auch noch nach Südengland reisen, ...

Für Sara Rattlebag, Langzeitstudentin und gerade von ihrem Freund per SMS darüber informiert, dass sie wieder Single ist, läuft es gerade nicht rund. Und dann muss sie auch noch nach Südengland reisen, um das Begräbnis für ihre Tante Maud zu organisieren.

So eine Tante wie Maud hätte ich auch gerne gehabt, die mit mir die Geschichten von Jane Austen liest und über den Ausgang der Krimis von „Henri Poirot“ rätselt 😉

Aber Tante Maud ist tot, angeblich von einer Klippe gestürzt oder gesprungen? Selbstmord kann sich Sara keineswegs vorstellen und wieso sollte ihre Tante von einer Klippe stürzen, wenn sie jeden Stein in der Umgebung kannte? Unterstützt von skurrilen Dorfbewohnern ermittelt Sara selbst, doch ein geheimnisvoller Schatten treibt sein Unwesen.

Ich habe mich schnell im Dorf wohl gefühlt und natürlich Sara bei ihren Ermittlungen kräftig unterstützt. Die Protagonisten fand ich sympathisch (Ausnahmen bestätigen die Regel), auch wenn ich zwischendurch Sara gerne mal geschüttelt hätte, wenn sie wieder auf einem Alleingang unterwegs war. 😉

„Wer tot ist, lügt nicht“ ist spannend und kurzweilig und ich freue mich bereits auf weitere Abenteuer mit Sara und den Dörflern 😍

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