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Veröffentlicht am 16.05.2025

Wem kannst du vertrauen?

The Island - Auf der Flucht
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Lola läuft ihrem bisherigen Leben in Hongkong davon und nimmt einen neuen Job in einem karibischen Luxusresort an. Keeper Island wirkt auf den ersten Blick wie das Paradies: Weiße Strände, gute Drinks ...

Lola läuft ihrem bisherigen Leben in Hongkong davon und nimmt einen neuen Job in einem karibischen Luxusresort an. Keeper Island wirkt auf den ersten Blick wie das Paradies: Weiße Strände, gute Drinks und nie endender Sonnenschein. Doch nachdem ihr Freund Moxham tot aufgefunden wird, zeigen sich die Schattenseiten im Luxusidyll.

Der Schreibstil ist locker und einfach gehalten, was gut zum Thema passt und ein Urlaubsfeeling auf einer tropischen Insel aufkommen lässt. Der Spannungsbogen wurde konstant aufrechterhalten und steigerte sich bis zum Finale. Auch wenn nicht jede Wendung in der Geschichte überraschend kam, hatte ich Spaß an der Suche nach dem Mörder. Dieses Buch hebt sich aus meiner Sicht von anderen ähnlichen Geschichten (Mordfall auf einer Insel, niemand kommt weg) durch die Darstellung von Lola als Hauptcharakter heraus. Sie war mir sympathisch und ihre Handlungen sind nachvollziehbar. Das Setting in der Hotellerie auf Luxusniveau und die Nebencharaktere der Angestellten im Hotel wirken gut recherchiert.

Eine Empfehlung an alle, die einen spannenden Thriller mit Karibikfeeling suchen.

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Veröffentlicht am 13.04.2025

Eine Stadt im Krieg

Ginsterburg
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Ich habe einige Zeit benötigt, um in der Geschichte anzukommen. Der Schreibstil ist sehr nüchtern und ich musste mich erst daran gewöhnen. Auch die verschiedenen Beziehungen der Charaktere zu verinnerlichen ...

Ich habe einige Zeit benötigt, um in der Geschichte anzukommen. Der Schreibstil ist sehr nüchtern und ich musste mich erst daran gewöhnen. Auch die verschiedenen Beziehungen der Charaktere zu verinnerlichen hat etwas gedauert, was vielleicht an den wechselnden Perspektiven lag. Im Rückblick muss ich leider sagen, dass ich zu keinem Charakter eine Bindung aufbauen konnte.
Am meisten hat mich wohl irritiert, dass der Roman als feinfühlige Darstellung der familiären und freundschaftlichen Verstrickungen der Nazizeit vermarktet wurde. Für mich wurde die Entwicklung der Stadt und ihrer Menschen emotionslos vorgetragen, was zwar zum Kriegssetting passt, aber die Entwicklung der Charaktere in den Hintergrund gedrängt hat.

Insgesamt würde ich den Roman eher als anspruchsvoll beschreiben. Die verschiedenen Handlungsstränge zu verfolgen benötigt Aufmerksamt. Das Buch eignet sich daher nicht als Lektüre für zwischendurch. Für Fans von historischen Romanen in der Zeit des zweiten Weltkriegs eine Empfehlung.

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Veröffentlicht am 07.04.2025

Große Enttäuschung

The Stars are Dying
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Ich habe mich so auf dieses Buch gefreut. Ein König, der seine Macht ausnutzt, mehrere Reiche mit Menschen, Fae, Magier und Vampiren: So mag ich Fantasy. Leider hat mich die Umsetzung umso mehr enttäuscht.
Es ...

Ich habe mich so auf dieses Buch gefreut. Ein König, der seine Macht ausnutzt, mehrere Reiche mit Menschen, Fae, Magier und Vampiren: So mag ich Fantasy. Leider hat mich die Umsetzung umso mehr enttäuscht.
Es hat sehr lange gedauert, bis ich in der Geschichte angekommen war. Am meisten hat mich Astraea irritiert, weil mir ihr Charakter so bekannt vorkam. Mir ist schon bewusst, dass Romantasy nicht jedes Mal neu erfunden wird und Autor:innen sich von anderen Charakteren inspirieren lassen. Auch daran, dass die Anziehung meist körperlicher Art ist und wenig echte Gefühle gezeigt werden, ist in diesem Genre keine Seltenheit. Aber auch wenn man sich darauf einlässt ist das doch hier die Geschichte von Poppy und Hawke? Diese Gedanken beim Lesen in den Hintergrund zu drängen, hat gedauert.

Trotz zahlreicher Wiederholungen auf über 600 Seiten, die aus meiner Sicht einige Streichungen im Lektorat vertragen hätten, war mir von Anfang an klar, wie die Geschichte enden wird. Astraea hat das offensichtlich null kommen sehen und wenn wir ehrlich sind auch gar nicht hinterfragt. Vielmehr hat sie sich von den anderen Charakteren treiben lassen und wäre ohne sie in diesem Wettkampf direkt in der ersten Runde ausgeschieden.

Leider kann ich dieses Buch nicht weiterempfehlen und werde den nächsten Band wohl auch nicht lesen.

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Veröffentlicht am 10.03.2025

Unterhaltsame Fortsetzung

Die mörderischen Cunninghams. Jeder im Zug ist verdächtig (Die mörderischen Cunninghams 2)
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Ernest steckt in der Klemme: Trotz des großen Erfolges seines ersten Buches fehlt ihm die Idee für ein zweites Buch. Auf der Suche nach einem Thema nimmt er die Einladung zu einem Krimifestival im Langstreckenzug ...

Ernest steckt in der Klemme: Trotz des großen Erfolges seines ersten Buches fehlt ihm die Idee für ein zweites Buch. Auf der Suche nach einem Thema nimmt er die Einladung zu einem Krimifestival im Langstreckenzug quer durch Australien an. Denn jeder im Verlagswesen weiß: Das zweite Buch ist das schwierigste.
Was ich als Leserin nur bestätigen kann. Es ist mir schon oft passiert, dass ich nach dem ersten Band sehr euphorisch den zweiten Teil begonnen habe und am Ende enttäuscht war, weil dieser nicht mit dem Beginn einer Story mithalten konnte.

Umso überraschter war ich hier: Band zwei gefällt mir viel besser als Band eins! Die Erzählung aus der Ich-Perspektive, immer wieder unterbrochen von Regeln, die ein guter Krimiautor unbedingt einhalten sollte, gibt diesem Krimi einen ganz besonderen Charme. Auch dass sich die Hauptfigur Ernest immer wieder über sich selbst und seine Ermittlungsmethoden lustig macht, brachte mich zum Schmunzeln.

Eine Empfehlung an alle Krimifans, die gern ausführlich bei der Suche nach dem Mörder mitfiebern.

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Veröffentlicht am 19.02.2025

Neue Ermittlungen in Castle Knoll

Das Mörderarchiv: Der Tod, der am Dienstag kommt
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Mit Annie konnte ich - hier noch mehr als im ersten Band - nicht so richtig warm werden. Wenn man bedenkt, dass sie Kriminalromane schreiben möchte und bei jeder passenden Gelegenheit einwirft, dass sie ...

Mit Annie konnte ich - hier noch mehr als im ersten Band - nicht so richtig warm werden. Wenn man bedenkt, dass sie Kriminalromane schreiben möchte und bei jeder passenden Gelegenheit einwirft, dass sie bereits zwei Morde gelöst hat, ist sie für mich wirklich keine gute Ermittlerin. Im Gegenteil erscheint sie mir unfassbar naiv und kann nur zu Lösungen kommen, wenn sie ihr zufällig vor die Füße fallen (oder in die Jackentasche). Um hier nicht zu spoilern, belasse ich es dabei und gehe nicht weiter auf das Ende ein. Auch findet für mich keine Charakterentwicklung statt, was ich für eine Fortsetzung schade finde. Die Ermittlungen sind durch zahlreiche Details und Verdächtigungen gekennzeichnet, die den Leser durchaus auf falsche Fährten führen können. Ein bisschen mehr britischer Charme hätte der Geschichte nicht geschadet.

Insgesamt eine solide Empfehlung an alle, die mit Cozy Crime beginnen möchten.
Vielen Dank an den Rowohlt Verlag, der mir in Kooperation mit Lovelybooks ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

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