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Veröffentlicht am 05.04.2025

Vorhersehbarer aber trotzdem lesenswerter Familienroman

Die verborgene Erinnerung
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Mella lebt in Köln und freut sich riesig, dass sie für Ihren Arbeitgeber nach Gotland, in die Heimat ihrer Mutter reisen darf. Nachdem ihr Vater schon vor Mellas Geburt bei einem Unfall ums Leben gekommen ...

Mella lebt in Köln und freut sich riesig, dass sie für Ihren Arbeitgeber nach Gotland, in die Heimat ihrer Mutter reisen darf. Nachdem ihr Vater schon vor Mellas Geburt bei einem Unfall ums Leben gekommen ist, hat ihre Mutter Schweden verlassen und ist nie in ihr Geburtsland zurückgekehrt. Auch Mellas Nachfragen hierzu hat sie immer abgeblockt.
Siri lebt schon immer auf Gotland. Nach dem plötzlichen Tod ihrer Mutter entdeckt sie ein verstecktes Foto, welches sie nicht mehr loslässt. Sie macht sich auf, die Hintergründe des Bildes zu erforschen und tritt damit eine Lawine los, die tief in ihre eigene Vergangenheit führt.

Michaela Abresch nimmt den Leser mit auf eine spannende Reise nach Schweden. Der Roman lässt sich flüssig lesen und die Erzählung wechselt immer wieder zwischen Mellas und Siris Geschichte, wobei ich es oft sehr verwirrend fand, dass die beiden Handlungen etwas ein halbes Jahr versetzt sind. Durch immer wieder auftauchende Rückblicke in die Vergangenheit, wird nach und nach das Familiengeheimnis der Frauen gelüftet. Leider war für mich die Geschichte viel zu vorhersehbar, so dass ich schon im ersten Drittel ziemlich genau geahnt habe, wie das Ganze ausgeht. Trotzdem hat mir die Beschreibung der schwedischen Insel und der teils sehr eigenen Personen gut gefallen.

Mella und Siri sind zwei interessante Charaktere, mit denen ich aber nicht so richtig warm geworden bin. Ihre Handlungen waren für mich oft nicht wirklich nachvollziehbar. Obwohl beide mit Ende 30 fest im Leben stehen sollten, wirkten sie auf mich manchmal wie unreife Teenager, die noch auf der Suche nach ihrem Platz im Leben sind und sich selbst nicht trauen. Immerhin haben sie während der Geschichte eine positive Entwicklung durchgemacht. Nur mit der Entwicklung ihrer Beziehungen konnte ich mich nicht so ganz anfreunden. Das war mir dann doch zu viel Seifenoper.
Mellas Mutter, die am Ende des Romans auch noch eine wichtige Rolle spielt, war mir sehr unsympathisch. Wie sie ihrer Tochter jeden Kontakt mit Schweden oder der schwedischen Sprache verwehrt und übel nimmt fand ich einfach total übertrieben. Natürlich merkt man schnell, dass sie etwas zu verbergen hat und man ahnt auch recht bald, worauf es hinausläuft. Trotzdem hätte ich mir auch von ihr ein reiferes und verantwortungsvolleres Handeln gewünscht.

Fazit:
Die verborgene Erinnerung ist ein schöner Familienroman, der für mich leider viel zu vorhersehbar war. Trotzdem hat es Spaß gemacht, hiermit nach Gotland zu reisen und in das schwedische Lebensgefühl einzutauchen.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 06.03.2025

Netter Liebesroman in idyllischer Kleinstadtatmosphäre

Always Been You - Herzklopfen in Blossomville
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Nachdem sie vor 12 Jahren ihre Heimatstadt Hals über Kopf verlassen hat, kehrt Olivia nun zurück, um die Erbschaft ihrer Großtante möglichst schnell abzuwickeln und dann wieder nach New York zu verschwinden. ...

Nachdem sie vor 12 Jahren ihre Heimatstadt Hals über Kopf verlassen hat, kehrt Olivia nun zurück, um die Erbschaft ihrer Großtante möglichst schnell abzuwickeln und dann wieder nach New York zu verschwinden. Zufällig trifft sie ihre Jugendliebe Grayson wieder und sofort sprühen die Funken zwischen den Beiden. Wird es eine zweite Chance für ihre Liebe geben, oder wird Olivia wieder in ihr New Yorker Leben als eiskalte Anwältin zurückkehren?

Die Geschichte von Olivia und Grayson lässt sich sehr gut und flüssig lesen und hat einen ganz eigenen Kleinstadtcharme. Die Kapitel werden abwechselnd aus Olivias und Graysons Sicht geschrieben, so dass der Leser einen guten Einblick in das Gefühlsleben und die Gedanken der beiden Hauptpersonen erhält.

Leider konnte mich die Geschichte aber nicht wirklich begeistern, da die Handlung von Anfang an viel zu vorhersehbar war. Auch die Auflösung warum Olivia damals aus Blossomville geflohen ist, war für mich nicht wirklich überzeugend und wirkte sehr konstruiert.

Grayson war mir sehr sympathisch, wenn ich ihn auch manchmal etwas naiv fand. Aber er ist ein netter Kerl und man merkt wie sehr er seine Heimat und seine Arbeit mit den Tieren liebt.Olivia war mir leider total unsympathisch. Sie ist unglaublich egoistisch und ich fand ihr Verhalten Grayson aber auch Debbie gegenüber einfach nur unmöglich.

Mein Lieblingscharakter der Geschichte war eindeutig Debbie. Sie ist so eine herzensgute und fröhliche Person. Da geht die Sonne auf, sobald sie in der Geschichte erscheint.

Fazit:
Die Geschichte von Olivia und Grayson ist für mich ein netter Liebesroman mit Wohlfühlcharakter. So ganz begeistern konnte er mich allerdings leider nicht.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 03.02.2025

Enttäuschendes Finale der Trilogie

Die Glücksfrauen – Das Geheimnis der Rosen
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Auf der Rosenfarm von Annis Enkeltochter in Tansania angekommen, machen sich June und Sandra gemeinsam mit Wendy auf die Suche nach Annis Vergangenheit und versuchen das Rätsel um Luises Schuld zu lösen.
1938: ...

Auf der Rosenfarm von Annis Enkeltochter in Tansania angekommen, machen sich June und Sandra gemeinsam mit Wendy auf die Suche nach Annis Vergangenheit und versuchen das Rätsel um Luises Schuld zu lösen.
1938: die Zustände in Deutschland werden immer schlimmer und auch Anni kann davor nicht mehr die Augen verschließen. Durch einen schrecklichen Betrug zur Flucht gezwungen, wächst sie über sich hinaus und beschließt endlich gegen die Herrschaft der Nazis zu arbeiten.

Mit „Das Geheimnis der Rosen“ präsentiert uns Anna Claire nun das Finale ihrer Glücksfrauen-Trilogie. Leider bleibt dieser dritte Teil weit hinter meinen Erwartungen zurück. Die Dialoge wirken oft hölzern und unecht. Auch sonst ist die Sprache recht einfach gehalten, mit vielen teils unzusammenhängenden Aufzählungen, was meinen Lesefluss immer wieder störte.
Auch die vielen „erhobenen Zeigefinger“ mit denen der Roman aufwartet, sei es eine Belehrung über Fair-Trade Handel, gesunde Ernährung und viele weitere Themen haben mich wirklich geärgert, da dies nichts mit der eigentlichen Handlung und dem Thema des Buches zu tun hatte.

Die Auflösung, auf die ich seit den ersten Seiten des ersten Bandes hingefiebert habe, war dann leider sehr enttäuschend. Luises große Schuld war für mich sehr konstruiert, nicht nachvollziehbar und ich konnte sie mir auch logisch vom Ablauf der Geschichte her nicht erklären. Auch das Ende von Annis Geschichte war für mich nicht plausibel, hier blieben einfach wesentliche Fragen offen. Ein paar Kapitel mehr hätten dem Buch sicher nicht geschadet, so wirkt es fast, als hätte man schnell zum Ende kommen müssen und dann keine Zeit mehr gefunden, die losen Enden sinnvoll zu verknüpfen.

Zu den Charakteren bleibt noch zu sagen, dass ich die Großmütter wirklich toll und ihre Geschichten viel interessanter fand, als die Gegenwartsgeschichten, die sich leider zu oft mit den Beziehungsproblemen der Ekelinnen beschäftigten und recht oberflächlich bleiben.

Fazit:
Insgesamt ist die Trilogie leider von Band zu Band schlechter geworden. Die Idee dahinter finde ich wirklich toll und spannend. Die Umsetzung bleibt aber leider weit hinter ihren Möglichkeiten zurück.

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  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 07.12.2024

Zurück im Café Alba - ein gelungener zweiter Teil

Café Alba
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Café Alba – Zeiten in goldenem Glanz, der zweiter Band der Café Alba Saga, beginnt etwa zwanzig Jahre nach dem Ende von Band eins. Isabella, Francescas Tochter, ist erwachsen geworden und hat ihr Studium ...

Café Alba – Zeiten in goldenem Glanz, der zweiter Band der Café Alba Saga, beginnt etwa zwanzig Jahre nach dem Ende von Band eins. Isabella, Francescas Tochter, ist erwachsen geworden und hat ihr Studium der Betriebswirtschaftslehre als Jahrgangsbeste abgeschlossen. Jetzt kann sie es kaum erwarten, in den Familienbetrieb einzusteigen und ihre Ideen einzubringen.
Trotz allen Erfolges, gibt es auch Neider, die Mutter und Tochter das Leben schwer machen und versuchen, ihre Existenz zu zerstören. Besonders dramatisch wird die Situation, als ein vermeintlicher Freund zum Verräter wird.

Emilia Lombardi nimmt den Leser auch in diesem zweiten Teil der Saga mit auf eine köstliche Reise in die Backstube des Café Alba. In 14 recht langen Kapiteln erzählt sie diesmal vor allem Isabellas Geschichte, die sich ihren Platz in der von Männern dominierten Geschäftswelt erkämpft und dabei glücklicherweise immer auf die Hilfe ihrer Familie, vor allem ihrer Mutter Francesca, zählen kann. Der Schreibstil ist, wie auch im ersten Band, sehr anschaulich und das Buch lässt sich gut lesen. Leider hält sich die Spannung in Grenzen, da vieles vorhersehbar ist und die Intrigen sehr dem ersten Band ähneln.

Die Charaktere haben mir wieder gut gefallen, wenn ich auch Isabella und Francesca manchmal sehr naiv fand und ich ihre (Nicht-)Handlungen dann schwer nachvollziehen konnte. Insbesondere Isabella wirkte auf mich sehr ambivalent. Auf der einen Seite ehrgeizige, mutige und bestimmt auftretende Geschäftsfrau und auf der anderen Seite ein naives Mädchen, dass in Liebesdingen sehr unreif wirkt. Am besten hat mir die Entwicklung von Carla, Isabellas Oma gefallen. Sie ist hat mich am Ende der Geschichte wirklich sehr beeindruckt.

Fazit:
Café Alba – Zeiten in goldenem Glanz ist ein gelungener Folgeband, der aber im Grunde nicht viele neue Ideen im Vergleich zum ersten Teil bietet. Trotzdem hat es Spaß gemacht, bei der Erfindung von Mon Cherie und Co. dabei zu sein und in die schokoladenköstliche Atmosphäre des Cafés einzutauchen.


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Veröffentlicht am 18.10.2024

Interessante historische Geschichte mit schwierigen Charakteren

Palais Heiligendamm - Ein neuer Anfang
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Heiligendamm 1912: Das Hotel Palais Heiligendamm ist der ganze Stolz der Familie Kuhlmann. Gegen den Willen ihrer Eltern versucht Elisabeth im Hotelbetrieb mitzumischen und ihre Ideen einzubringen. Dabei ...

Heiligendamm 1912: Das Hotel Palais Heiligendamm ist der ganze Stolz der Familie Kuhlmann. Gegen den Willen ihrer Eltern versucht Elisabeth im Hotelbetrieb mitzumischen und ihre Ideen einzubringen. Dabei beweist sie erstaunliches Geschick. Als das Hotel durch fehlendes kaufmännisches Geschick in eine gefährliche Schieflage gerät, ist die Familie gezwungen einen ungeliebten Investor ins Boot zu holen, um eine Zwangsversteigerung zu verhindern. Wird Elisabeth mit seiner Hilfe das Hotel retten können? Als der erste Weltkrieg ausbricht scheint alles verloren und Elisabeth muss mehr denn je um ihr Glück kämpfen.

Palais Heiligendamm ist eine Trilogie von Michaela Grüning, die im ersten Teil „Ein neuer Anfang“ in der Zeit vor und während des ersten Weltkriegs spielt. Die einzelnen Kapitel sind recht lang und innerhalb eines Kapitels wird immer wieder die Perspektive zwischen Elisabeth, Paul und Minna gewechselt. Auch dadurch wird die Spannung stehts aufrecht erhalten und es fällt schwer, das Buch aus der Hand zu legen.

Mit den Charakteren der Familie Kuhlmann tue ich mich etwas schwer. So richtig sympathisch war mir eigentlich nur Johanna, die älteste Tochter und vielleicht der älteste Sohn Friedrich, wobei man von ihm nicht viel erfährt.
Heinrich Kuhlmann, der Vater, ist ein idealistischer Träumer, der sich der Realität verschließt und das Hotel, auch wegen seines fehlenden kaufmännischen Geschicks, in den Ruin treibt. Mutter Ottilie ist eine egoistische, kaltherzige Person, die sich nur für Äußerlichkeiten und Standesdünkel interessiert. Paul, der designierte Hotelerbe, interessiert sich nicht für das Hotel. Er ist ein Künstler und lebt in seiner eigenen Welt. Immer geht er den Weg des geringsten Widerstandes und schafft es nicht, für seine Belange einzustehen. Luise, die jüngste Kuhlmann-Tochter wirkt wie ein verwöhntes Kleinkind, naiv und unreif.

So, nun zu Elisabeth: Anfangs mochte ich sie sehr gern, eine starke Frau, die weiß was sie will und kann und versucht, sich in der Männerwelt durchzusetzen. Kein leichtes Unterfangen in der damaligen Zeit. So ehrgeizig, zielstrebig und mutig Elisabeth ist, wenn es um die Leitung des Hotels geht, so sehr versagt sie, wenn es um ihr Privatleben und ihre große Liebe geht. Dieses ambivalente Verhalten hat mich im Laufe des Buches immer mehr genervt und irgendwann konnte ich Elisabeths Handlungen und Denkweise überhaupt nicht mehr nachvollziehen. Natürlich habe ich immer wieder auf ihr persönliches Happy End gewartet, darauf, dass sie endlich über ihren Schatten springt, aber es bleibt abzuwarten, ob das am Ende wirklich gelingen wird.

Ganz anders dagegen Julius von Falkenhayn und Minna, meine beiden Lieblingscharaktere des Buches. Julius ist ein grundanständiger, blitzgescheiter junger Mann, mit dessen Hilfe Elisabeth die Rettung des Hotels gelingt. Schnell offenbart er Elisabeth seine Gefühle und auch wenn er Geheimnisse zu haben scheint, unterstützt er Elisabeth immer und ist stets loyal.
Minna, das Hausmädchen der Kuhlmanns, wächst im Laufe der Geschichte über sich hinaus. Sie beginnt ihren Traum zu verwirklichen und wird für Elisabeth zu einer wichtigen Vertrauten.

Fazit:
Palais Heiligendamm ist ein interessanter historischer Roman, in dem man viel über die damalige Zeit erfährt. Ich habe das Buch, trotz der manchmal schwierigen Charaktere, gern gelesen und freue mich schon auf die Fortsetzung, da das Buch am Ende viele Fragen offen lässt.

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