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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.11.2020

kleine Lebewesen in perfekter Organisation

Das Ameisenkollektiv
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Das großformatige Sachbuch über Waldameisen mit 3D Illustrationen kann Kinder und Erwachsene gleichermaßen begeistern. Die Begeisterung des Autors für diese kleinen Tiere ist spürbar und viel Liebe zum ...

Das großformatige Sachbuch über Waldameisen mit 3D Illustrationen kann Kinder und Erwachsene gleichermaßen begeistern. Die Begeisterung des Autors für diese kleinen Tiere ist spürbar und viel Liebe zum Detail hat er hier ein Buch geschaffen, dass Einblick in alle Lebensbereiche der Waldameisen gibt.
Die einzelnen Kapitel: Die Waldameise, Nestgründung, der Nestbau, die Kundschafter, Straßenbildung, Ernährung, Arbeitsteilung und Nestwechsel sind in weitere Unterkategorien eingeteilt, so dass man schnell etwas zu dem jeweiligen Thema finden und gezielt nachlesen kann, aber auch am Stück gelesen kann das Buch fesseln. Der Lebenszyklus einer Waldameise kann hier eindrucksvoll begleitet und nachvollzogen werden.
Alle Seiten sind toll illustriert, die einzelnen Bilder passen sehr gut zu den kurzen verständlichen Texten. Die Vergrößerungen und Querschnitte sind super gemacht. Einige Bilder gehen über eine Doppelseite und sind besonders beeindruckend.
Das Buch habe ich geschenkt bekommen und obwohl ich mich zuvor nicht sonderlich für Ameisen interessierte, gefiel es mir sehr gut und ich habe es gerne gelesen und schaue immer mal wieder hinein.

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Veröffentlicht am 22.11.2020

schnell, frisch, lecker

Super fresh
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Das neue Kochbuch von Donna Hay ist sehr modern aufgemacht. Es kommt wie ein großformatiges Taschenbuch mit Softcover daher und lässt sich, nach anfänglicher Überraschung darüber, sehr gut händeln. Die ...

Das neue Kochbuch von Donna Hay ist sehr modern aufgemacht. Es kommt wie ein großformatiges Taschenbuch mit Softcover daher und lässt sich, nach anfänglicher Überraschung darüber, sehr gut händeln. Die Seiten sind schwarz mit weißer Schrift, das sieht sehr edel aus und lässt sich dennoch gut lesen. Die Fotos sind sehr schön und ansprechend, sie machen direkt Lust auf das Nachkochen.
Die Autorin hat für dieses Buch gesunde, nährstoffreiche Gerichte, die sich einfach und schnell umsetzen lassen, zusammengestellt. Die Auswahl, die ich bisher nachgekocht habe, war lecker, in kurzer Zeit zubereitet und sah auch sehr ansprechend aus.
Die Rezepte sind in folgende Kapitel unterteilt: aus Pfanne und Ofen, Ruck-Zuck-Dinner, einfach ausgetauscht, die big bowl, quick fix, ab in den Tiefkühler, Süßes, Glossar und Register. Die Überschriften sind weitestgehend selbsterklärend und treffend. Man findet unter den Kategorien schnelle, gesunde Gerichte, die auch etwas hermachen, wenn „Koch“ mal beeindrucken möchten. Die Inspirationen für den Tiefkühler fand ich für stressige, lange Arbeitstage sehr hilfreich.
Ein paar Kleinigkeiten fand ich leider nicht ganz so gelungen: Das Buch riecht auch nach einiger Zeit des Gebrauches noch immer sehr nach Chemie. Die Rezepte sind jeweils für 2 oder 4 Personen, diese Angabe findet sich immer im kleingedruckten am Ende des Rezeptes, das ist nicht so übersichtlich. Nährwertangaben und durchschnittliche Zubereitungszeiten wurden nicht angegeben. Darauf wurde wohl verzichtet, da die Rezepte alle gesund und schnell sein sollen, doch ist es für Diabetiker oder Menschen mit Allergien immer schön, wenn solchen Daten irgendwo übersichtlich mit aufgeführt sind.
Fazit: ein ansprechendes modern aufgemachtes Kochbuch, das mich noch eine Weile weiter inspirieren wird.

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Veröffentlicht am 21.11.2020

deutsch-deutsche Geschichte

Die vergessene Heimat
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Deana Zinßmeister hat in diesem Buch ihre eigene Familiengeschichte aufgearbeitet. Der Erzählstil ist angenehm und fesselnd, die Charaktere sind gut ausgearbeitet.

Durch die Demenzerkrankung des Vaters ...

Deana Zinßmeister hat in diesem Buch ihre eigene Familiengeschichte aufgearbeitet. Der Erzählstil ist angenehm und fesselnd, die Charaktere sind gut ausgearbeitet.

Durch die Demenzerkrankung des Vaters (2014) kommen Fakten aus der Vergangenheit hoch, die in der Familie weitestgehend unbesprochen waren, vornehmlich geht es hierbei um die Flucht der Eltern aus der DDR 1961. Das Demenzkranke vieles aus der Vergangenheit gut erinnern und plötzlich zu Tage fördern ist nichts Ungewöhnliches, hier führte es dazu, dass sich die Familie mit der Vergangenheit auseinandersetzte.
Es gibt zwei Handlungsstränge, die abwechselnd erzählt werden: ein Teil berichtet über die Vorbereitung der Flucht und deren Ausführung, der anderen Teil, der viel Raum einnimmt, berichtet über die Demenzerkrankung des Vaters und wie die Betroffenen damit umgehen. Durch die kurzen Kapitel und die eingängige Sprache lässt sich das Buch gut lesen und man kommt gut voran. Besonders der historische Anteil war sehr spannend und hat mir gut gefallen. Auch die Beschreibung des Lebens in der DDR, sowie hinterher als Neuankömmlinge in der BRD war informativ. Die Auswirkungen der Demenzerkrankungen und der Umgang mit dem Vater nahm beträchtlichen Raum ein. Aufgrund eigener Erfahrungen in meiner Familie fand ich diesen Teil auch interessant und gut gemacht. Beide Handlungsstränge sind sehr realistisch, es ist der Autorin gut gelungen, ihre Familiengeschichte für Dritte interessant zu erzählen.
Zwei kleine Kritikpunkte gab es: Aus dem Klappentext geht nicht hervor, dass die Demenzerkrankung und die damit einhergehenden Probleme so stark thematisiert werden. Mir gefiel es, aber es könnte für andere Leser besser deklariert sein, da es nicht unbedingt zu erwarten war. Zum Schutz der Angehörigen hat die Autorin teils auf Nennung von Namen Familienangehöriger verzichtet und sie mit dem Verwandtschaftsgrad deklariert, dies kann den Lesefluss stören.
Eine sehr persönliche, spannende Geschichte zu zwei wichtigen Themen, die gut informiert und unterhält, ich kann die Lektüre empfehlen.

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Veröffentlicht am 21.11.2020

überzogene Komödie

Die Liebe Geld
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Die neue Komödie von Daniel Glattauer ist wie ein Theaterstück geschrieben. Die 110 Seiten hat man schnell gelesen, dass ist auch schon alles, was ich hier positiv anmerken kann. Schade, nach den vielversprechenden ...

Die neue Komödie von Daniel Glattauer ist wie ein Theaterstück geschrieben. Die 110 Seiten hat man schnell gelesen, dass ist auch schon alles, was ich hier positiv anmerken kann. Schade, nach den vielversprechenden Ankündigungen über Sprachwitz, boulevardeske Situationen und komödiantische Dialoge hatte ich auch erwartet so etwas zu bekommen.

Es geht um einen Kunden, der nicht an sein Geld kommt, obwohl es auf seinem Konto eingebucht ist. Die Betreuerin erklärt ihm, dass es auf Geschäftsreise sei, für ihn arbeitet und ihm gut gehe. Da könnte man nichts machen. Für den notwendigen Einkauf bekommt er eine kleine Hilfe, die anderen größeren Anschaffungen, die anstehen, werden ihm als unwichtig ausgeredet oder vertagt. Um dies durchzusetzen, geht man sogar soweit und mischt sich in das Privatleben des Kunden ein. Die Ehefrau, die von all dem nichts ahnt, findet unterdessen Geld im Haus und geht damit ohne jegliche Absprache auf eine Art und Weise um, die sich mir nicht erschließt.

Mir gefiel es leider gar nicht, zu überzogen und platt waren mir diese konstruierte Handlung und die Dialoge. Manche Leser haben angemerkt, dass dies die Realität in der deutschen Bankenwelt ist, ich habe es so zum Glück noch nie erlebt und hoffe auch, dass der Tag nie eintreffen wird.

Schade, diesmal hat Glattauer meinen Humor so gar nicht getroffen.

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Veröffentlicht am 21.11.2020

sehr vorhersehbar

All das Ungesagte zwischen uns
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Die Autorin schreibt in diesem Buch über erste Liebe, zweite Chancen und die zerstörerische Kraft von Lügen. Diese Themen hat sie auch gut untergebracht, leider ist die Geschichte sehr schnell vollständig ...

Die Autorin schreibt in diesem Buch über erste Liebe, zweite Chancen und die zerstörerische Kraft von Lügen. Diese Themen hat sie auch gut untergebracht, leider ist die Geschichte sehr schnell vollständig vorhersehbar und zieht sich dadurch etwas. Einzig der gute Erzählstil hielt mich beim Lesen bei der Stange. Durch die abwechselnden Perspektiven von Morgan, der jungen Mutter und Clara, der pubertären Tochter, erzählt Hoover, wie ein Unfall ein scheinbar glückliches Leben, das aber auf Lügen basierte, vollständig umkrempelt. Mit keiner der Protagonisten konnte ich mich anfreunden, beide blieben mir zu blass und trafen unverständlichen Entscheidungen. All die Missverständnisse, die im Laufe der Geschichte die Mutter – Tochter -Beziehung belasteten, hätten durch eine vernünftige Kommunikation, zeitnah ausgeräumt werden können, insofern war der Buchtitel hier absolut angebracht.
Die beiden Freunde der Protagonisten waren kleine liebenswerte Lichtblicke.
Nach dem guten Anfang habe ich belebende Wendungen vermisst, auch einige der witzigen Nebencharaktere hätten gerne ab und an mal zur Unterhaltung auftauchen können. Leider wurde die an sich gute Grundidee nur sehr gradlinig und langweilig umgesetzt.
So blieb ich nach Schließen des Buches etwas enttäuscht zurück, von der vielgepriesenen Autorin hatte ich einfach mehr erwartet.
Eine nette Geschichte für einen gemütlichen Nachmittag auf dem Sofa, die leider keinen bleibenden Eindruck hinterlässt. Von mir gibt es drei gut gemeinte Sterne.

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