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Veröffentlicht am 15.02.2026

War es Unfall oder versuchter Mord?

Das Signal
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Sehr emotional startet man in Ursula Poznanskis neuesten Thriller: Viola wacht im Krankenhaus auf, schwerverletzt nach einem Unfall, an den sie keine Erinnerungen hat. Und bei welchem sie einen Teil ihres ...

Sehr emotional startet man in Ursula Poznanskis neuesten Thriller: Viola wacht im Krankenhaus auf, schwerverletzt nach einem Unfall, an den sie keine Erinnerungen hat. Und bei welchem sie einen Teil ihres linken Beins verlor. Als wäre das nicht bereits belastend genug erwartet sie daheim eine Pflegerin, die glatt aus einem Psychothriller stammen könnte und ihr bei allen so beliebter Ehemann behandelt sie auffallend abweisend. Durch ihre vorerst eingeschränkten Bewegungsmöglichkeiten ist es Viola zwar nicht möglich, selbst zu spionieren, doch dank einiger heimlich angebrachter Tracker kann sie schnell einige Lügen aufdecken, für die sie nun nach Erklärungen sucht.
Anfangs tat ich mich schwer mit dem Buch, was primär an der Darstellung von Violas Charakter lag. Womit ich nicht das psychische Loch meine, in welches sie zunächst fällt. Dass ihr Ehemann Adam ein skrupelloser Narzisst ist wird beim Lesen schnell klar. Was mich jedoch störte war die Tatsache, dass Viola von Beginn an WEISS, dass Adam toxisch für sie ist. Sie selbst beschreibt ihn so. Und trotzdem drehen ihre Gedanken sich erstmal darum, ob und wie sie ihm gefallen, in sein nach Perfektion strebendes Schema passen würde. Die Frau ist mitte 30 und denkt zunächst nur daran, es ihrem Ehemann recht zu machen, von dem sie WEISS, dass er ein Narzisst ist?! Aus dem Grund kann ich das Buch, zumindest den Anfang betreffend, auch nicht mit einem Hitchcock vergleichen, hierfür hätte es mehr Perfidie benötigt.
Interessant wurde es für mich, als Viola anfing, Beweise zu sammeln, Schlussfolgerungen zu ziehen und zudem ihre Erinnerungen allmählich zurück kehrten. Wer hat hier welche Geheimnisse und war es wirklich bloß ein Unfall, oder wollte sie jemand ermorden? Leider macht sie alles nur mit sich aus, da sie niemandem vertraut. Im Nachhinein vielleicht auch ganz gut so, auch wenn sie in einigem daneben lag. Im Großen und Ganzen fand der Thriller dann auch einen gelungenen Abschluss.
Ein Thriller, der nach und nach immer mehr Geheimnisse offenbart und Fragen aufwirft, die zum Miträtseln einladen.

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Veröffentlicht am 15.02.2026

Fantastisches Abenteuer über Freundschaft und das Anderssein

Starminster - Stadt in den Wolken
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Astrid führt ein Leben, welches bei den Lesenden sofort alle Alarmglocken im Kopf schrillen lässt: Eingesperrt in einem Schuppen hat sie noch nie den Himmel oder die Sterne in echt gesehen. Von ihrer Mutter ...

Astrid führt ein Leben, welches bei den Lesenden sofort alle Alarmglocken im Kopf schrillen lässt: Eingesperrt in einem Schuppen hat sie noch nie den Himmel oder die Sterne in echt gesehen. Von ihrer Mutter wird sie stets vertröstet, die Welt da draussen sei zu gefährlich. Nur bei ihrer Mutter sei sie sicher. Das sieht die fremde Frau anders, die plötzlich bei Astrid in der Tür steht, ihre Flügel ausbreitet und Astrid verspricht, bald ebenso fliegen zu können wie sie. Dafür müsse sie nur mit nach Oberlondon kommen und zur Starminster-Schule gehen.
Das Buch hat richtig Spaß gemacht. Es gibt ein London über dem London, welches nur für die Menschen mit Flügeln, sogenannte Librae, sichtbar ist. Dort ist auf den ersten Blick alles irgendwie anders, doch bei genauerem Hinsehen gibt es auch hier einige Probleme und viel zu verbessern. Astrids Zwiespalt, ihre Mutter gegen die neugewonnene Freiheit einzutauschen, wird einfühlsam beschrieben. Zudem möchte man gemeinsam mit Astrid herausfinden, warum ihre Mutter sie überhaupt versteckt hielt, da muss doch mehr dahinter stecken. Ihre Abenteuer mit den anderen Kindern, unter denen sie schnell Freunde findet, entwickeln sich derart, dass man beim Lesen staunend Neues entdeckt, sich über unfaires Verhalten aufregt und mit Astrid mitfiebert, als es darum geht, dass mehrere Kinder spurlos verschwinden. Die natürlich gerettet werden müssen.
Mit ihren 11 Jahren ist Astrid bereits erstaunlich selbstständig, mutig und einfallsreich, was dem Roman positiv zugute kommt. Starminster ist ein erfrischendes Urban Fantasy Abenteuer über Freundschaft, Ausgrenzung, Zusammenhalt und den Traum vom Fliegen in und über London.

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Veröffentlicht am 02.02.2026

Fesselnde Romantic Suspense

Firewatch
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Würdest du den Mörder deines besten Freundes daten? Das ist zumindest Robins Plan, um ihm ein Geständnis zu entlocken. Vor einem Jahr verschwand Aaron spurlos während seines Sommerjobs, und Kian war der ...

Würdest du den Mörder deines besten Freundes daten? Das ist zumindest Robins Plan, um ihm ein Geständnis zu entlocken. Vor einem Jahr verschwand Aaron spurlos während seines Sommerjobs, und Kian war der einzige, der damals in Reichweite war. Also muss Kian der Mörder sein, ganz klar.

Spinnst du?? Das ist ein Selbstmordkommando!

Haley, Robins beste Freundin, ist gegen Robins Pläne, doch er lässt sich nicht davon abbringen. Und tatsächlich entdeckt Robin nicht nur verdächtige Geheimnisse an Kian, sondern verliert auch sein Herz an ihn. So war das nicht geplant!
Die Kombination aus Thriller und knisternder Romantik ist Colin Hadler überzeugend gelungen. Schon Aarons Ferienjob, die sogenannte Firewatch, wird in Rückblenden packend beschrieben, auch wenn der Job selbst eher langweilig klingen mag: Den ganzen Tag allein in einem Turm im Wald hocken, um Waldbrände zu vermeiden? Nunja, Aaron ließ zumindest nichts anbrennen.
Neben der gelungenen Thrillerhandlung, die mit einigen Überraschungen aufwartet, hat mir insbesondere die Darstellung von Robins Charakter sehr gefallen. Als Ich-Erzähler bietet er Einblicke in seine Emotionen, und die fahren Achterbahn, wenn er sich nicht mehr sicher ist, ob er auf sein Hirn, sein Herz oder seine beste Freundin hören soll.
Auch meinen Emotionen hat Colin Hadler eine Fahrt in der Achterbahn bescheren können. Begeistert habe ich mitgerätselt, mitgefiebert und die wildesten Spekulationen aufgestellt, nur um diese irgendwann wieder wie einen Jenga-Turm zum Einsturz zu bringen. Die Kombination mit Romance (ja, es gibt auch ein paar heiße Szenen) lässt den Thriller an keiner Stelle in die Kitsch-Kiste rutschen, vielmehr macht es die Handlung emotional nur umso packender.
Leute: Lest. Das. Buch! Ihr werdet es nicht bereuen.

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Veröffentlicht am 02.02.2026

Furchtlos gegen alte und neue Feinde

Irida 2. Irida und das Rätsel der Ruine
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Die Aussenseiter-Clique rund um Irida macht ihrem Namen alle Ehre: Mutig verfolgen die Furchtlosen auch im zweiten Band des fantastischen Abenteuers ihr Ziel, die Anderswelt vor dem Angriff der bösen Trolle ...

Die Aussenseiter-Clique rund um Irida macht ihrem Namen alle Ehre: Mutig verfolgen die Furchtlosen auch im zweiten Band des fantastischen Abenteuers ihr Ziel, die Anderswelt vor dem Angriff der bösen Trolle zu schützen. Dabei entdecken sie neue historische Geheimnisse, müssen gegen magische Feinde bestehen, sich mit Gegnern verbünden und allen Mut zusammennehmen, um die Menschen zu retten, an deren Stelle die Troll-Wechselbälger einst getreten sind.
Diesmal entdecken sie zunächst weitere Geheimnisse vor Ort, die es in sich haben, bevor es in die Ferne geht. Gleichzeitig werden die getarnten Trolle, denen ihre Schulkameradin Linnea sich angeschlossen hat, immer skrupelloser.
Der zweite Band zieht im Vergleich zum ersten nochmal gewaltig an Spannung an. Die historischen Sagen und Details, welche diesmal relevant werden, haben es ziemlich in sich. Neben dem Zusammenhalt der Clique kann auch Linnea als Charakter sehr überzeugen. Zwar stellt sie die Ziele der bösen Trolle infrage, doch kann Irida ihr wirklich vertrauen, wenn es darauf ankommt?
Für eine gewaltige Überraschung sorgt im Laufe des Romans ein gewisses Kaninchen, dessen Hintergründe ebenso geklärt werden wie die Szenen mit den Feen. Da die Handlung inhaltlich an den ersten Band anschließt, sollte dieser zum besseren Verständnis bekannt sein.
Spannende Abenteuer, historische Geheimnisse, skrupellose Gegner, Zusammenhalt unter Freunden und eine magische Rettungsaktion in Norwegen konnten mich diesmal restlos überzeugen.

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Veröffentlicht am 02.02.2026

Fiktive Biographie mit Romantasy-Anklang

Kleopatra
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Auf das Buch hatte ich mich so gefreut. Ich mag die Möglichkeit, historische Persönlichkeiten über eine fiktive Biographie kennenzulernen. Frühere Berichte über Kleopatra sind überwiegend von privilegierten ...

Auf das Buch hatte ich mich so gefreut. Ich mag die Möglichkeit, historische Persönlichkeiten über eine fiktive Biographie kennenzulernen. Frühere Berichte über Kleopatra sind überwiegend von privilegierten Männern der feindlichen Seite verfasst, entsprechend hoch waren meine Erwartungen, die Frau mal aus nicht-mysogyner Perspektive dargestellt zu bekommen.

Männern fällt es nunmal schwer, in mir die begnadete Heerführerin zu sehen; es war einfacher über meine Schönheit zu schreiben, als über meinen Intellekt. (Zitat S. 384)

Es wäre so schön gewesen, hätte die Autorin sich die Mühe gegeben, nicht genau den Fehler zu begehen, den sie in ihrem Roman anprangert. Sie lässt Kleopatra retrospektiv ihr Leben erzählen von dem Beginn ihrer Krönung zur Pharaonin, was stilistisch zunächst unterhaltsam zu lesen ist. Was ich jedoch im gesamten Buch vermisse ist das Bild der beeindruckenden Regentin, der Führerin eines Landes, ihre wirtschaftspolitischen Leistungen. Der Aufbau ihres Regentenstabes. Stattdessen das Bild einer Frau, die auf Intrigen hereinfällt, sich nach ihrem Geliebten sehnt und ihren Kindern beim Spielen zuschaut. Zwar sind ihre (fiktiven?) geheimen Ausflüge unters Volk, um Kranke zu heilen, ganz interessant zu lesen. Doch ihre wirklichen Leistungen als Regentin kommen hier kaum zum tragen, obwohl diese doch einen erheblichen Part der Person ausmachen. Ich bekam das Bild einer Regentin, die Unmengen an Zeit für Ausflüge und Träumereien zu haben scheint. Ihre Bildung wird höchstens mal nebenbei erwähnt. Dafür stürzte sich die Autorin mit Begeisterung wiederholt in ausgiebige Beschreibungen von Kleopatras Outfits, Frisuren und Schmuck, wie es in Romantasy oftmals schwerpunktmäßig thematisiert wird. Dadurch hat das Buch vermehrt einen Romantasy-Charakter erhalten, die einst mächstigste Frau der Welt wird regelrecht verkitscht. Zudem kommt im Buch ein wirklich unnötiger Übersetzungsfehler vor, der vermeidbar gewesen wäre. Der lateinische Ausspruch ALEA IACTA EST (Der Würfel ist gefallen) wird auf S. 193 falsch mit der Übersetzung zu ALEAE IACTAE SUNT (Die Würfel sind gefallen) übersetzt. Jeder Asterix-Fan hätte das besser hinbekommen!
Wer eine fiktive Biographie lesen will, welcher der einst mächstigsten Regentin auch in Bezug auf ihre wirtschaftspolitischen und rechtssprechenden Leistungen gerecht wird, wird enttäuscht sein. Wen eine romantisch-verklärte Darstellung mit Romantasy-Einschlag nicht stört wird sich gut unterhalten fühlen.

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