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Shilo_

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.03.2023

Authentisch und nachvollziehbar

Besser allein als in schlechter Gesellschaft
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Der hundertste Geburtstag von Teta Jele, die in einem norditalienischen Pflegeheim lebt, steht kurz bevor.
Ihre 60jährige Nichte Adriana darf sie wegen der Pandemie nicht besuchen. Sie lebt in Berlin und ...

Der hundertste Geburtstag von Teta Jele, die in einem norditalienischen Pflegeheim lebt, steht kurz bevor.
Ihre 60jährige Nichte Adriana darf sie wegen der Pandemie nicht besuchen. Sie lebt in Berlin und so bleiben ihr nur Telefonate mit ihrer Tante, die sie einst aufzog. Bei diesen wird Teta Jeles Leben nochmals in Erinnerung gerufen.
In diesem Roman, der von der Tante der Autorin handelt, erlebt der Leser ihre Kindheit und Jugend in Zagreb, die Inhaftierung in ein Lager und die Rettung durch Giorgio, dessen Frau sie schließlich aus Dankbarkeit wird. Es ist das Bildnis einer Frau, die das Leben annahm, so wie es kam und es auch so loslassen will.
Mit einem leichten und humorvollen Stil erzählt Adriana Altaras eine bewegende Geschichte voller Tiefgang.
Sie stimmt nachdenklich und doch konnte ich mir das Lachen so manches Mal nicht verkneifen.
Mein Fazit:
Ein wunderbares Buch, das ich mit bestem Gewissen weiter empfehlen kann. 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 08.03.2023

Spannend bis zur letzten Seite

Abschied unter kalter Sonne
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Dieser Roman beschreibt die Planung einer Flucht aus dem Ostblock in den Westen am Anfang der 1970er Jahre.
Angelika und Gabriel, ein gut situiertes und angesehenes Ehepaar, leben mit ihrer 12jährigen ...

Dieser Roman beschreibt die Planung einer Flucht aus dem Ostblock in den Westen am Anfang der 1970er Jahre.
Angelika und Gabriel, ein gut situiertes und angesehenes Ehepaar, leben mit ihrer 12jährigen Tochter Lenka und den Zwillingen Thomas und Jan in Bratislava. Obwohl es ihnen gut geht und sie einen sehr netten Freundeskreis haben, beschließen sie, über Österreich nach Westdeutschland zu fliehen. Dieses soll über einen fingierten Urlaub bei italienischen Freunden statt finden.
Doch die letzten Tage vor ihrer Flucht sind voller Dramatik und Gefahren. Wem dürfen sie sich anvertrauen? Werden sie überwacht? Kann ihr Plan überhaupt gelingen?
Gleichzeitig plant auch Gabriels jüngere Schwester ihre Flucht aus dem Überwachungsstaat. Sie will sich Freunden anschließen, um endlich in Freiheit leben zu können.
Diese Geschichte ist bis zur letzten Seite unglaublich fesselnd. Authentisch und nachvollziehbar sind die Protagonisten mit ihren Ängsten dargestellt. Die Handlung ließ mich bis zum Schluss mitfiebern. Unvorhersehbare Wendungen machten es mir unmöglich, das Buch aus der Hand zu legen, denn ich wollte ja unbedingt wissen, ob es überhaupt zu einem glücklichen Ende kommen kann. Durch den leichten und flüssigen Schreibstil von Heny Ruttkay flogen die Seiten nur so dahin.
Mein Fazit:
Eine fesselnde Lektüre, die ich bedingungslos weiterempfehlen kann. 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 06.03.2023

Absolut lesenswerte Fortsetzung

Schloss Liebenberg. Hinter dem falschen Glanz
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Adelheid, die weiterhin als zweites Hausmädchen tätig ist, gelangt an einen den Fürsten sehr belastenden Brief. Kurz darauf wird sie von einem Fremden angesprochen, der ihr für Informationen aus dem Fürstenhaus ...

Adelheid, die weiterhin als zweites Hausmädchen tätig ist, gelangt an einen den Fürsten sehr belastenden Brief. Kurz darauf wird sie von einem Fremden angesprochen, der ihr für Informationen aus dem Fürstenhaus sehr viel Geld anbietet.
Inzwischen werden die Anschuldigungen gegen Fürsten massiver und die Eulenburg-Affäre nimmt einen dramatischen Verlauf an.
In diesem zweiten Band der Schloss Liebenberg Trilogie haben die Protagonisten sich weiter entwickelt. Adelheid, die den Tod ihrer Mutter der Fürstin anlastet, sinnt auf Rache. Doch wie weit wird sie gehen?
Die spannende Handlung ist geprägt von Lügen, Intrigen und Verrat. Haushofmeister Opitz wird weiterhin an Adelheid und Hedda übergriffig und verbreitet Angst und Schrecken unter der Dienerschaft.
Auch in diesem Band hat die Autorin die einzelnen Charaktere eindrucksvoll und authentisch gezeichnet. Die Ereignisse der Eulenburg-Affäre sind penibel recherchiert. Sehr gut wurden reale und fiktive Personen und Geschehen miteinander verknüpft. Jetzt warte ich ungeduldig auf den dritten Teil, denn ich will unbedingt wissen, wie es weiter geht.
Mein Fazit:
Eine mitreißende Fortsetzung, die ich sehr gerne weiter empfehle. 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 02.03.2023

Menschlichkeit in dunklen Zeiten

White Bird - Wie ein Vogel
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Im April 1943 endet Saras geborgene und glückliche Kindheit abrupt. Die Nazis besetzen Teile von Frankreich und verschleppen die jüdischen Schüler mitten aus dem Unterricht. Sara gelingt es, zu fliehen.
Julien, ...

Im April 1943 endet Saras geborgene und glückliche Kindheit abrupt. Die Nazis besetzen Teile von Frankreich und verschleppen die jüdischen Schüler mitten aus dem Unterricht. Sara gelingt es, zu fliehen.
Julien, ein durch eine Polioerkrankung körperlich behinderter Mitschüler, dem Sara bisher keine Beachtung geschenkt und ihn gemieden hatte, findet sie und bringt sie zu seiner Familie, die sie monatelang versteckt. Zwischen Julien und Sara entwickelt sich eine tiefe Freundschaft. Wenn da nicht ein älterer Schüler wäre, der mit den Nazis kollaboriert und ihnen auf die Spur kommt.
Dieser mitreißende Roman wird aus der Sicht der jungen Sara erzählt. Die Handlung ist voller Dramatik, zeigt aber auch, dass Menschlichkeit und Zuwendung auch in dunkelsten Zeiten möglich ist und Kraft schenkt, die schlimmsten Ereignisse zu überstehen.
Sehr positiv fand ich die Bilder/Zeichnungen, die jedem Kapitel voran gingen und einen kleinen Einblick auf das folgende Geschehen gaben.
Durch den leichten und flüssigen Schreibstil der Autorin flogen die Seiten nur so dahin.
Mein Fazit:
Diesen fesselnden und bewegenden Roman kann ich jedem ans Herz legen. 4 Sterne und eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 02.03.2023

Ein mitreißender Roman

Josses Tal
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Angelika Rehse erzählt in ihrem Debütroman die Geschichte von Josef, der 1925 unehelich von seiner Mutter Helene geboren wird. Er wächst bei ihr und seinen Großeltern auf. Er ist eine Schande für die Familie. ...

Angelika Rehse erzählt in ihrem Debütroman die Geschichte von Josef, der 1925 unehelich von seiner Mutter Helene geboren wird. Er wächst bei ihr und seinen Großeltern auf. Er ist eine Schande für die Familie. Vom Großvater misshandelt, erfährt er keine Nähe und Liebe in der Familie. Als nach dem Umzug nach Dorotheental der junge Nachbar Wilhelm Josef vor einer Prügelattacke rettet, hat er in ihm einen Beschützer und Freund gefunden. Zum ersten Mal in seinem Leben erfährt Josef durch Wilhelm und seiner Familie Zuneigung. Wilhelm wird für Josef zu einem Halbgott, für den er alles tun würde. Und Wilhelm, ein überzeugter Nazi und SA-Mann, weiß dies mit den Jahren sehr gut auszunutzen.
Dieser Roman erzählt die Lebensgeschichte eines Jungen, der durch die Lieblosigkeit und Kälte innerhalb der eigenen Familie empfänglich für Freundlichkeit und Anerkennung und dadurch manipulierbar wurde. Es ist eine Geschichte, die in jedem Punkt nachvollziehbar und authentisch auf den Leser herüber kommt. Die Handlung ist voller Spannung und so konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es weiter geht. Durch den leichten und lockeren Schreibstil flogen die Seiten nur so dahin.
Mein Fazit:
Ein sehr aufwühlender, mitreißender und fesselnder Roman, den ich mit bestem Gewissen weiter empfehlen kann. 5 wohlverdiente Sterne.

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