Profilbild von SillyT

SillyT

Lesejury Star
offline

SillyT ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit SillyT über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.06.2020

Einfach grandios

Vengeful - Die Rache ist mein
0

Achtung: Band 2 – inhaltliche Spoiler zu Band 1 könnten vorhanden sein.

Die schöne Marcella genießt ihr Leben an der Seite eines der berüchtigsten Männer der Stadt, dem Mafiaboss Marcus. Doch als dieser ...

Achtung: Band 2 – inhaltliche Spoiler zu Band 1 könnten vorhanden sein.

Die schöne Marcella genießt ihr Leben an der Seite eines der berüchtigsten Männer der Stadt, dem Mafiaboss Marcus. Doch als dieser genervt von Marcella ist, bringt er sie kurzerhand um, nur dass ihm dies nicht ganz gelang, denn Marcella kommt im Krankenhaus wieder zu sich, als eine Extra-Ordinäre, eine EO mit unheimlichen Kräften. Denn alles, was Marcella berührt, wird vernichtet.
Zur gleichen Zeit ist Victor Vale auf der Suche nach einem Heilmittel, denn seit seinem letzten Tod, bei dem ihn Sydney wieder erweckte, leidet er unter Anfällen.
Und auch Eli Ever lebt, allerdings unter wirklich furchtbaren Umständen, denn seitdem er vor fünf Jahren in ein Gefängnis für EOs kam, wird er von einem grausamen Arzt als Versuchskaninchen missbraucht.
Meine Meinung
Auch der zweite Band mit den roten und schwarzen Tönnen verpasst dem Inhalt gleich die passende Stimmung – düster und brutal und passt ganz hervorragend zu seinem Vorgänger.
Dieses Mal gelang es mir auch wesentlich schneller ins Buch zu finden, da mir zum einen die Personen größtenteils vertraut waren, zum anderen weil ich durch Band 1 wusste, mit welchen Sprüngen Autorin V. E. Schwab innerhalb des Buches arbeitet. Ich würde allerdings sagen, dass Band 1 unbedingt bekannt sein muss, um den Nachfolger zu verstehen.
V. E. Schwab schreibt sehr bildreich, so dass man sich die dargestellten Szenen und die Charaktere lebhaft vorstellen kann. Das macht sie aber ohne ausschweifend zu werden, so dass man als Leser genug Raum für eigene Fantasien erhält. Auch sonst schreibt sie fesselnd und abwechslungsreich und die Geschichte wurde zu keiner Zeit langweilig.
Es wird wieder actionreich und das schon von Beginn an. Wir treffen hier auf neue Charaktere, aber natürlich auch auf viele Altbekannte, die mir, trotz ihrer düsteren Art, doch sehr ans Herz gewachsen sind. Die Geschichte ist knallhart und teilweise auch brutal, die EOs erhalten ihre Fähigkeiten, in dem sie vorher sterben und die Arten, wie sie ihr Leben verlieren, sind schon sehr grausam. Hier wird es auf jeden Fall nicht langweilig und man erfährt doch so einiges mehr, was man zwar im ersten Band bereits erahnte, nun aber detaillierter beschrieben bekommt.
Unterteilt ist das Buch in mehreren großen Abschnitte, die wiederum aus einzelnen Kapiteln bestehen, die aber in der Zeit und in der Perspektive hin- und herwechseln. Dabei erfährt man in der Überschrift zwar, in welcher Zeit man sich befindet, immer gemessen an der Gegenwart. Trotzdem wird in den Kapiteln schnell klar, wer gerade handelt und kann sich so langsam ein Gesamtbild zusammensetzen.
Die Perspektiven wechseln, so dass es in diesem Buch nicht den einen Protagonisten gibt, sondern gleich mehrere Charaktere wichtige Rollen spielen. Der Mittelpunkt bleiben aber hier Victor und Eli.
Eli befindet sich in Haft und das, was man ihm hier antut, war wirklich erschreckend. Tatsächlich hatte ich hier ganz schnell Mitleid mit Eli, den ich zuvor eigentlich überhaupt nicht mochte. Ganz geschickt hat mich die Autorin hier über Elis Vergangenheit aufgeklärt und durch die gegenwärtigen Ereignisse habe ich ihn dann auch viel intensiver spüren und verstehen können.
Nach wie vor ist Victor mein Favorit, dabei kann ich gar nicht ausmachen, woran das liegt, denn auch Victor ist eigentlich kein Engel. An Victors Seite befinden sich Mitch und Sydney und natürlich der Hund Dol. Sie sind schon eine interessante Mischung und bringen ganz viel Abwechslung ins Geschehen.
Neu hinzugekommen ist Marcella und die hat es auch ganz schön in sich. Insgesamt sind die Charaktere voller Facetten und in jedem Punkt durchdacht. Wirklich grandios!
Mein Fazit
Für diejenigen, die Band 1 schon mochten, ist Band 2 ein absolutes Muss. V. E. Schwab beeindruckt mich hier mit ihrer Art des Erzählens, mit der Art, wie sie die Geschichte aufbaut, ohne dabei den Überblick zu verlieren und letzten Endes ein logisches Gesamtbild erschafft. Ich kann Vengeful, bzw. zuerst Vicious absolut empfehlen, denn diese Geschichten sind durch und durch etwas besonderes. Highlight!

Veröffentlicht am 07.06.2020

Beängstigendes Thema

Leben
0

Als der Kruger Nationalpark plötzlich geschlossen wird, weiß man noch nicht, was da wirklich hintersteckt. Doch als Mark Brenner diesen überfliegt, wird schnell klar, was los ist: überall liegen verendete ...

Als der Kruger Nationalpark plötzlich geschlossen wird, weiß man noch nicht, was da wirklich hintersteckt. Doch als Mark Brenner diesen überfliegt, wird schnell klar, was los ist: überall liegen verendete Tiere, ganze Herden sind plötzlich verstorben, ob Nashorn, Antilope oder Elefanten. Doch nicht nur im Kruger Nationalpark geschieht dies, sondern überall auf der Welt, Tiere aller Arten sterben und auch bedrohte Arten verschwinden plötzlich ganz. Doch als dann auch bei den Menschen eine merkwürdige Krankheit ausbricht, bei der diese unheimlich schnell altern und die Leber versagt, scheint es immer wahrscheinlicher, dass auch die Menschheit bedroht ist. Pharmareferent Fabian Nowack ist einer der Erkrankten und das, was er herausfindet, ist mehr als erschreckend.
Meine Meinung
Dieses Cover machte mich gleich neugierig, die Sanduhr, durch die das Leben verrinnt, passt hier wirklich hervorragen zum Inhalt.
Dieser Inhalt hat es dann auch noch ganz schön in sich, denn betrachtet man unsere aktuelle Situation, bekommt man beim Lesen so manches Mal eine Gänsehaut. Chapeau, Herr Laub, das ist ihnen wirklich gut gelungen. Uwe Laub schreibt sehr fesselnd und von der ersten Seite an schafft er es, den Leser mitten ins Geschehen seiner Geschichte zu ziehen. Man kann sich hier die Ereignisse bildlich vorstellen, ohne das der Autor vom Wesentlichen abschweift. Dadurch wird auch die Spannung von Beginn an hoch gehalten und kann sich im Laufe des Buches auch immer mehr steigern. Erschreckende Szenen, die mir so manch eine Gänsehaut bereiteten und auch einige Ideen innerhalb der Geschichte zeigen, dass das, was hier erzählt wird, alles andere als unwahrscheinlich ist. Uwe Laub hält unserer Gesellschaft den Spiegel vor und schildert absolut realistisch, wie sich die Menschen untereinander verhalten würden, sollte es jemals wirklich ernst werden und die Menschheit vom Aussterben bedroht sein. Auf mich wirkte all das absolut durchdacht und vor allem beängstigend glaubwürdig. Ein absoluter Pageturner, den ich Freitag Abend begonnen und Samstag am Nachmittag beendet habe.
Aufgebaut ist der Thriller in drei großen Abschnitten, von denen zwei die gegenwärtige Situation darstellen und eine uns ein halbes Jahr in die Vergangenheit führt. Alle drei Abschnitte und die Entwicklungen dahinter fand ich plausibel und glaubwürdig erzählt.
Innerhalb des Thrillers spielen unterschiedlichste Figuren eine wichtige Rolle. Da wäre z. B. Pharmareferent Fabian Nowack, ein junger, eher unscheinbarer Mann, der hier plötzlich mitten im Geschehen ist und dessen Entwicklung mir unheimlich gut gefallen hat. Aus einem eher farblos wirkenden Mann wird ein mutiger Held, mit dem ich schnell mitgefiebert habe. Neben ihm spielen aber viele weitere Charaktere wichtige Rollen, begonnen mit Mark Brenner, dessen Auftraggeber und dessen Absichten erst im letzten Abschnitt deutlich werden und dessen Vorhaben mich erschrecken an eine reale Figur erinnern, bzw. an das, was manch einer diesem realen Menschen nachsagen. Genau dies lässt mich nachdenklich zurück, vieles ist gar nicht so weit hergeholt und gerade die Frage: wie wäre die Menschheit wirklich, wenn sie vom Aussterben bedroht wäre, lassen mich immer wieder über das Gelesene grübeln.
Mein Fazit
Spannend, glaubwürdig, erschreckend realistisch, mit Leben hat Uwe Laub mich fesseln können und lässt mich auch nachdenklich zurück. Der Autor erzählt wirklich so realistisch und mit Blick auf das aktuelle Geschehen kann man wohl durchaus sagen, dass er die Menschen und deren Verhalten in seinen Beschreibungen ziemlich gut trifft. Das Buch war mein erstes Buch des Autors, aber die anderen stehen zum Glück schon im Regal. Absolute Leseempfehlung!

Veröffentlicht am 07.06.2020

Spannendes Thema

Verrat
0

Als Kommissar Matthias Kammowski aus seinem Urlaub zurückkehrt, wartet nicht nur ein neuer Fall auf ihn, sondern auch eine neue Kollegin. Gar nicht so leicht für den Kommissar, der eigentlich lieber alles ...

Als Kommissar Matthias Kammowski aus seinem Urlaub zurückkehrt, wartet nicht nur ein neuer Fall auf ihn, sondern auch eine neue Kollegin. Gar nicht so leicht für den Kommissar, der eigentlich lieber alles im Alleingang macht. Doch nichts desto trotz muss es weitergehen, denn der Mordfall ist äußerst brisant: ausgerechnet der Geschäftsführer eines katholischen Klinikunternehmens wird in einem Hotelzimmer aufgefunden, erwürgt. Was zunächst nach einem missglückten Sexabenteuer aussieht, nimmt ungeahnte Ausmaße an.
Meine Meinung
Bei diesem Krimi sprach mich zunächst eher der Klappentext an, als das Cover, ausserdem muss ich ja zugeben, dass mich auch der Name “Fitzek” genauso neugierig machte.
Der Einstieg fiel recht leicht, denn Dr. Fitzek verfügt über einen sehr leichten Schreibstil, der sich flüssig lesen lässt. Trotzdem blieb ich hier mehr Zuschauer und habe den Krimi mit einem Maß an Abstand gelesen, ohne mitzufiebern. Was jetzt aber nicht heißt, dass es langweilig war, denn der Inhalt der Geschichte ist durchaus sehr brisant. Vor allem, wenn man bedenkt, dass die Autorin hier durchaus auch ein Maß an Fakten mit in ihren Krimi einarbeitet. Gerade diese Mischung aus Realität und Fiktion machten das Lesen spannend.
Trotzdem ist es jetzt kein Buch mit unheimlich viel Thrill und Action und bleibt auch eher unblutig, so dass auch nicht so nervenstarke Leser hier spannende Lesestunden haben werden.
Ein wenig schwieriger gestaltete sich hier den Überblick über die vielen unterschiedlichen Charaktere und deren Funktionen zu behalten. Zwar befindet sich am Ende des Buches ein Überblick über die Charaktere und deren Rolle im Krimi, allerdings habe ich diesen erst entdeckt, als ich das Buch beendet hatte. Doch auch hier gilt, einmal ein wenig Durchblick und es wird spannender.
Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und jeder auf seine Art und Weise authentisch. Zwar waren die Kommissare ein wenig stereotyp: der eigenbrötlerische Kommissar und die Neue, was sie mir aber nicht weniger sympathisch machten. Auch Journalistin Christine war eine starke Persönlichkeit, die neuen Schwung mit in den Krimi brachte.
Spannend wurden die Einblicke die man durch die Charaktere aus dem Bereich des Gesundheitswesens erhielt. Das hier schon länger nicht alles glatt läuft, ist wohl bekannt, hier wird aber noch einmal etwas deutlicher, was so hinter den Kulissen so vor sich geht.
Mein Fazit
Ein unaufgeregter Krimi mit vielen spannenden Momenten und hin und wieder kleineren Längen. Trotzdem bekommt der Leser hier interessante Einblicke bei denen man eine unterhaltsame Mischung aus Fiktion und Realität erhält. Die Kommissare sind interessante Figuren, über die man gerne mehr erfahren möchte. Gelungener, solider Krimi.

Veröffentlicht am 03.06.2020

Tolle Atmosphäre

Das Dorf der toten Seelen
0

Kurz nach ihrem Abschluss an der Filmhochschule in Stockholm macht Alice Lindstedt ihren Traum wahr: sie dreht, gemeinsam mit ihrer Crew, einen Dokumentarfilm über die Stadt Silvertjärn. Silvertjärn ist ...

Kurz nach ihrem Abschluss an der Filmhochschule in Stockholm macht Alice Lindstedt ihren Traum wahr: sie dreht, gemeinsam mit ihrer Crew, einen Dokumentarfilm über die Stadt Silvertjärn. Silvertjärn ist ein kleiner Bergbauort, in dem vor beinahe 60 Jahren alle Einwohner auf einmal spurlos verschwanden. Alice fühlt sich mit dem Ort verbunden, denn ihre Großmutter wuchs in Silvertjärn auf. Alice und ihre Crew machen sich auf den Weg und bauen ihre Zelte mitten auf dem Marktplatz auf. Doch es dauert nicht lang, bis die ersten unheimliche Dinge geschehen: Schritte im Erdgeschoss der verlassenen Schule, unheimliches Lachen über die Walkie Talkies und das Gefühl, nicht alleine zu sein. Was ist damals in Silvertjärn geschehen? Und was hat es mit den unheimlichen Geräuschen auf sich.
Meine Meinung
Das Cover sieht unheimlich und düster aus und machte mich auf den ersten Blick neugierig. Mit dem wirklich spannenden Klappentext gab es nur eins: ich musste dieses Buch lesen.
Camilla Sten, Tochter von Viveca Sten, hat mit “Das Dorf der toten Seelen” ein spannendes und vor allem unheimlich atmosphärisches Debüt geschrieben. Dabei ist ihr Stil direkt und klar und man bekommt eine wirklich gute Vorstellung von dem verlassenen Ort Silvertjärn.
Die Handlung spielt auf zwei Zeitebenen, bei der der Leser zum einen Alice und ihr Filmteam in der Gegenwart begleitet und zum anderen miterlebt, was damals in Silvertjärn wirklich geschah. Beide Zeitebenen haben etwas für sich. Während man in der Vergangenheit mehr über die Bewohner Silvertjärns und das, was damals wirklich geschah, erfährt, bekommt man in der Gegenwart immer wieder passende Gänsehautmomente geliefert.
Absolut punkten konnte die Autorin bei mir mit ihrer Darstellung des verlassenen Ortes Silvertjärn. Gerade wenn man selbst noch ein gewisses Faible für Lost Places hat, kann man sich den Ort wirklich hervorragend vorstellen. Man konnte den leicht schimmeligen Geruch in der Luft förmlich riechen und hörte gemeinsam mit den Protagonisten die unheimlichen Geräusche. Ich fühlte mich einfach live dabei in Silvertjärn.
Der Beginn ist noch ruhig, doch so nach und nach steigert sich die Spannung und man wird allein schon durch die unheimliche Atmosphäre an die Seiten gefesselt. Natürlich möchte man auch wissen, was mit den Bewohner des Ortes damals geschehen ist und auch wenn ich irgendwo auch eine Ahnung hatte, was einst geschah, so wurde es dennoch nicht langweilig, denn drumherum passierte einfach unheimlich viel.
Erzählt wird in der Gegenwart in der Ich-Perspektive aus der Alices Sicht, in der Vergangenheit ist es ein Erzähler, der aus der Sicht von Elsa, Alice Urgroßmutter berichtet.
Protagonistin Alice lernt man durchaus gut kennen, doch lange Zeit konnte ich sie doch auf Abstand halten. Sie ist nicht unbedingt der Sympathieträger schlechthin, denn trotz der spürbaren Gefahr verfolgt sie ihre Ziele. Trotzdem fand ich sie sehr glaubhaft und authentisch. Ebenso die weiteren Charaktere, von denen mir die meisten zwar nicht ans Herz wuchsen, von denen ich aber immer mehr wissen wollte. Alles in allem sind die Charaktere richtig gut gelungen und ihre Handlungen jederzeit nachvollziehbar.
Mein Fazit
Für mich war “Das Dorf der toten Seelen” ein rundum gelungenes Debüt, dass ich an einem freien Tag komplett verschlungen habe. Man erkundet gemeinsam mit den Protagonisten den verlassenen Ort Silvertjärn und sieht diesen lebhaft vor sich. Die Atmosphäre ist wirklich unheimlich und machte für mich den ganz besonderen Reiz an der Geschichte aus. Ein kleiner Kritikpunkt ist hier der Klappentext, der mit dem Tod eines der Teammitglieder etwas wiedergibt, was in der Handlung erst recht spät geschieht. Wer es gerne unheimlich und atmosphärisch mag, sollte die Reise nach Silvertjärn wagen.

Veröffentlicht am 01.06.2020

Guter Einstieg in eine neue Serie

Schatten der Ewigkeit - Zwillingsblut
0

Kit Sune ist eine Gestaltwandlerin und arbeitet bei den Alias, eine Einheit, die die Sterblichen vor den Alias, den Übernatürlichen, beschützen soll. Doch bei einem Einsatz stirbt Kits Partner und sie ...

Kit Sune ist eine Gestaltwandlerin und arbeitet bei den Alias, eine Einheit, die die Sterblichen vor den Alias, den Übernatürlichen, beschützen soll. Doch bei einem Einsatz stirbt Kits Partner und sie wird nach Edinburgh versetzt. Hier wird ihr ein neuer Partner, Keagan, an die Seite gestellt. Aber es scheint, als würden die grausamen Morde nicht abnehmen und alle Ermordeten scheinen in gewissem Maße mit Kit in Verbindung zu stehen. Der Daimon Nakir scheint davon überzeugt, dass Kit mehr über die Vorfälle weiß und beginnt nachzuforschen. Ob er mit seiner Vermutung richtig liegt?
Meine Meinung
Das Cover ist wirklich toll und passt hervorragend zur Geschichte, gemeinsam mit dem Klappentext erweckte es meine Neugierde.
Carolin Wahl beginnt ihre Geschichte gleich ohne Umschweife und so muss man sich als Leser erst einmal zurechtfinden, um was es denn hier geht. Doch dank des sehr bildhaften und leichten Schreibstils fiel es mir dann doch recht leicht, schnell Zugang zu finden. Ausgezeichnetes Kopfkino wurde mir hier geboten mit ganz vielen Fabelwesen und einer spannenden Story.
Diese hat mir wirklich gut gefallen, denn hier vermischt die Autorin unsere Welt mit vielen fantastischen Figuren. Kit ist ein Fuchsgeist, dabei gibt es aber noch einige andere Fabelwesen, wie Daimonen, Vampire etc. Eine wirklich spannende Mischung, die für viel Abwechslung sorgte.
Zunächst nahm sich die Autorin ein wenig Zeit, ihre Charaktere vorzustellen, doch dann nahm die Geschichte Schwung auf und es wurde spannend. Neben den Fantasyelemente gab es hier auch Ermittlungsarbeiten, bei denen der Leser miträtseln und Vermutungen anstellen konnte. Es bleibt zwar vom Tempo über einen gewissen Teil noch ruhig, doch im letzten Teil gab es dann auch noch einiges an Action.
Erzählt wird das ganze aus zwei unterschiedlichen Perspektiven und zwar durch den Fuchsgeist Kit und durch den Daimon Nakir. Während der Geschichte treffen die beiden dann aufeinander, die Perspektiven wechseln sich aber weiterhin ab. So blieb es interessant und man konnte sich einen guten Überblick verschaffen.
Kit ist eine sehr sympathische Protagonistin, mit der ich gleich schon von Beginn an mitfühlen konnte. Sie muss einige Verluste ertragen und auch wenn sie nach aussen nicht gerne ihre Gefühle zeigt, so durfte ich doch immer wieder miterleben, wie es wirklich in ihr aussah.
Nakir scheint zunächst das genaue Gegenteil von Kit zu sein. Düster, fast schon bedrohlich, doch hinter ihm steckt viel viel mehr. Seine nach aussen hin eher kalte Art steht im Gegensatz zu dem, wie loyal er gegenüber seiner Familie ist. Das brachte einen spannenden Kontrast und ließ hinter die Fassaden blicken.
Natürlich spielen hier noch eine Menge interessanter Nebenfiguren eine Rolle, wie z. B. Kits Mitbewohnerin Lelja oder der neue Partner Keagan. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass man sie sich genauso gut vorstellen kann und jeder einzelne lebendig beschrieben wurde.
Mein Fazit
Ein gelungener Einstieg in eine neue Reihe, der Lust auf mehr macht. Die Charaktere sind mir schnell ans Herz gewachsen und gerade mit Protagonistin Kit konnte ich mitfühlen. Aber auch Nakir ist ein mehr als spannender Charakter, von dem ich gerne mehr lesen möchte. Vielleicht noch ein wenig oberflächlich, aber bei Reihen kommt ja immer so nach und nach mehr dazu, so dass man sich immer tiefer in der Welt verlieren kann. Von mir gibt es eine Leseempfehlung an alle Urban Fantasy Fans.