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Veröffentlicht am 25.07.2019

Tolles Sommerbuch!

First Comes Love
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Der Klappentext:
Gray ist ein cooler Typ. Er läuft nur mit seinem iPod auf den Ohren rum und interessiert sich nicht sonderlich für das, was um ihn herum passiert. Dylan ist das pure Gegenteil: Sie sprüht ...

Der Klappentext:
Gray ist ein cooler Typ. Er läuft nur mit seinem iPod auf den Ohren rum und interessiert sich nicht sonderlich für das, was um ihn herum passiert. Dylan ist das pure Gegenteil: Sie sprüht vor Energie, steckt voller Ideen und vor allem will sie aus jedem Tag etwas Besonderes machen. Die beiden könnten nicht unterschiedlicher sein – und doch bemerken sie einander, lernen sich kennen, freunden sich an und verlieben sich schließlich ineinander. In Dylans klapprigem Auto erkunden sie die Wüste in der Sommerhitze, sie schreiben eine Ode auf einen Kaktus und adoptieren einen zotteligen Hund.
Doch irgendwann ist der Sommer zu Ende. Gray winkt ein Sportstipendium an einem weit entfernten College. Und auch Dylan hat Pläne: Sie will die Welt sehen und weiter jeden Tag wie ein Wunder erleben. Die beiden erleben, wie leicht es ist, sich zu verlieben – und wie viel schwerer es sein kann, sich zu verzeihen und wiederzufinden, wenn man sich einmal verloren hat.

Der Schreibstil:
Das Buch lässt sich super locker leicht lesen. Es wird nicht viel drum herum geredet. Trotzdem enthält es viele philosophische Gedanken, die verfolgt und ausdiskutiert werden. Ein bisschen ungewöhnlich fand ich, dass oft zum Ende des Kapitels hin nur noch gesagt wurde, was gesagt wurde. Klingt komisch, bedeutet aber, dass einfach nicht alles über wörtliche Rede mit dem Leser geteilt wird. Zudem gibt es viele metaphorische Beschreibungen.
Hauptsächlich wird aus der Perspektive von Gray erzählt, sodass Dylan lange ein Geheimnis bleibt.

Die Charaktere:
Zuerst lernt der Leser Gray kennen. Gray, der nichts vom Leben erwartet, in einer seltsamen Lethargie gefangen ist und sich sehr schnell und sehr vorurteilsbehaftet eine Meinung über andere Bildung. Für jeden hat er seine eigene Schublade. Nur für Dylan nicht. Sie trägt weite Hosen, das passt zu ihrem mageren Körper. Oder ist der nicht doch schön? Dylan ist eher das Gegenteil von ihm. Sie denkt nicht so viel nach, nutzt den Moment, lebt in den Tag hinein. Ich mochte ihre unkomplizierte Art, habe aber auch Gray lieben gelernt. Er geht etwas überlegter an Dinge heran und hat Gründe für seine Zurückgezogenheit. Es war schön die beiden zusammen zu erleben. Beide geben so viel her. Sie haben ihre Ängste und Träume, wissen um die Realität, aber auch um das Besondere.
An Grays harte Einstellung gegenüber anderen Menschen musste ich mich erst gewöhnen, aber letztlich ist Dylan da und es passt irgendwie:)

Zur Geschichte allgemein:
Anfangs wusste ich nicht so ganz, wo das Ganze hinführen sollte. Klar, Gray und Dylan sind ziemlich unterschiedliche Charaktere, aber wie inszeniert man zwischen ihnen eine realistische Liebesbeziehung? Im Laufe der Geschichte habe ich dann gemerkt, dass die Liebesgeschichte zwischen den beiden gar nicht das Wichtigste für die Handlung ist. Die passiert nämlich eher in einem Nebenstrang.
Das, was die Geschichte wirklich vermitteln will und das, was Dylan und Gray für sich selbst entdecken, sind die wirklich wichtigen Dinge im Leben (jedenfalls aus ihrer Sicht). So leben die beiden völlig frei. Jeden Tag geschieht was Neues, Aufregendes. Mit neuen Bildern für den Leser und Dylan als geheimnisvollen Pol, der sich nicht gänzlich durchschauen lässt.
Die Gedanken der beiden werden zu einem großen Teil des Inhalts. So beinhaltet das Buch nicht die typische Tiefe, denn es geht nicht all zu sehr um Gefühle, stattdessen gehen die beiden auf einen Seelenroadtrip.
So blieb alles aufregend, neu. Eine regelrechte Erkundungsreise, die der Leser miterleben durfte.
Ganz realistisch war es vielleicht nicht, dennoch war das Ende sehr vielversprechend.
Ich hätte mir nur gewünscht, dass man noch etwas mehr über Dylan erfährt, etwas tiefer in sie eindringt. Gray habe ich verstanden, bei Dylan konnte ich nur vermuten.
Aber es wird ja anscheinend noch einen weiteren Band geben:)

Fazit:
Das Buch hat zwar einige Schwächen, was die Tiefe betrifft, aber es ist auf jeden Fall eine aufregende Sommergeschichte mit vielen weitertragenden Gedanken. Der wichtigste ist wohl, dass man Liebe und Freude an alle weitergeben sollte. Egal, ob man jemanden kennt, oder nicht.
Ich mochte den Schreibstil, die unterschiedlichen Charaktere und die originellen Themen, die besprochen wurden. Eine sehr schöne Geschichte für einen kleinen Ausflug:)

4 von 5 Sterne von mir.

Veröffentlicht am 25.07.2019

Sehr spannend, emotional, sexy

ENDGAME Buch 1
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Hier einmal für euch der Klappentext:
Das Schicksal riss meinen Vater mit kalter Grausamkeit in den Abgrund. Er verlor alles: sein Geld, seinen Ruf und seine Gesundheit. Ohne die teure medizinische Betreuung ...

Hier einmal für euch der Klappentext:
Das Schicksal riss meinen Vater mit kalter Grausamkeit in den Abgrund. Er verlor alles: sein Geld, seinen Ruf und seine Gesundheit. Ohne die teure medizinische Betreuung erwartete ihn der Tod.
Doch ich war gewillt, alles zu tun, um ihn zu retten. Und deshalb, verzweifelt wie ich war, betrat ich den Herrenclub.
Dort begegnete ich Gabriel Miller. Dieser gefährliche Mann liebte es, mich leiden zu sehen. Er sah, dass ich etwas besaß, das für einige Männer von Wert war: meine Jungfräulichkeit …

Klingt schon mal krass oder?

Der Schreibstil:
Oh Gott ich liebe ihn! Von der ersten Seite an war ich total gefesselt und konnte gar nicht mehr aufhören, zu lesen. Die Autorin schreibt wunderbar gedankentragend. Dass heißt bei mir so viel wie: Viel spielt sich in den Gedanken der Figuren ab. In diesem Falle sind das die von Avery, aus deren Perspektive erzählt wird. Emotional, mit viel Wortgewandtheit, Spannung und spielerisch liest man von dieser tollen Hauptprotagonistin. Dazu nutzt die Autorin viele Metaphern, die den Schreibstil an die Geschichte anpassen. Es ist ein Spiel, ein Match, ein Hin und Her, bis zur Aufgabe oder – zum Gewinn.
Ich fand ihn ganz wunderbar:)

Die Charaktere:
Avery ist Hauptprotagonistin und Fixpunkt der Geschichte. Ziemlich plötzlich musste sie in der Realität Fuß fassen und das merkt man auch. Avery ist keine, die blind umherrennt und sich alles schön redet. Sie ist realistisch und zupackend. Sie weiß, was sie tun muss und dann zieht sie es auch durch. Das mochte ich an ihr, ebenso wie ihr starkes Bewusstsein. Sie macht sich viele Gedanken, überlegt logisch und strategisch, weiß, worauf sie sich einlässt. Die Vernunft sitzt immer auf ihrer einen Schulter. Auf der anderen… da ist der kleine Teufel, den Gabriel heraufbeschworen hat. Zwischen diesen beiden Seiten schwankt sie hin und her, bleibt aber überlegend und mit ihren Überlegungen am Boden der Tatsachen. Ich fand es super, dass mit- und nachvollziehen zu können. So kam nie plötzlich eine Situation, in der ich mich stutzig fragte, warum zum Teufel sie das nun tun. Das nimmt ihr die typische Naivität, die man bei so vielen Protagonistinnen findet. Stattdessen ist lässt sich ihr Verhalten durch Unerfahrenheit und ihre verzwickte Situation erklären.

Gabriel, oh Gabriel (Smiley mit Herzaugen)! Ich liebe ihn. Auch, wenn man nichts von seinen Gedanken direkt erfährt, so lässt er selbst dennoch manchmal etwas durchblicken. Ähnlich wie bei Avery sitzen auch bei ihm zwei Stupsis auf den Schultern. Allerdings bin ich mir noch nicht ganz sicher wie diese beiden genau zu definieren sind. Trotzdem merkt man, wie diese beiden Seiten miteinander ringen. Einerseits ist er der starke, unnachgiebige, gefährliche Geschäftsmann, der vielleicht auf Rache aus ist… andererseits sagt er manchmal Dinge zu Avery…, die auch sie rätseln lassen, was es mit ihm auf sich hat. Wie Avery auch (was ich übrigens an ihr wieder sehr gut finde), habe ich schon meine Theorie, was er verbirgt, aber im Großen und Großen bleibt er geheimnisvoll. Und gut aussehend… mit schönen Augen… Gentlemanlike… mit Tiefe… mit Gefühlen… mit einer guten Seele?…
Ich bin schon so gespannt darauf, mehr von ihm zu erfahren:)

Zur Geschichte allgemein:
Von der ersten Seite an war ich komplett in der Geschichte drin. Die ganze Handlung spielt mit einer unheimlich prickelnden Spannung. Einerseits fiebert man mit, ist gespannt, was Gabriel, was Avery macht. Ganz einfach die Zukunftsspannung. Was passiert? Dann ist da aber noch diese Spannung, die entsteht, weil teilweise Sachen erwähnt und gemacht werden, die für uns Leser vielleicht als total ungewöhnlich, gefährlich oder nur in unseren dunkelsten Träumen realistisch erscheinen. Diese Spannung bewirkt, dass man auch als Leser nicht zwischen zwei Seiten steht und nicht weiß, was man davon halten soll. Finde ich das gut? Abstoßend? Warum klingt es dann trotzdem so gut? Die Autorin spielt hier sowohl mit den Figuren als auch mit dem Leser und lässt Letzteren so mitfühlen, als täte er selbst etwas Verbotenes. Erfüllt sich vielleicht seine dunkelsten Träume.
Ansonsten geht die Geschichte in guten Tempo voran, es wird nicht auf der Stelle getreten, alles ist logisch und nachvollziehbar, die Charaktere bekamen allesamt Farbe, keiner war nur ein Hintergrundgeräusch, und der Leser bekommt letztlich das, was er will, und trotzdem bleibt noch genug Freiraum, um auch die Spannung auf den nächsten Teil hoch zu halten.

Fazit:
Mir hat dieses Buch wirklich sehr gut gefallen. Die Emotionen und Gedanken der Protagonistin waren super nachvollziehbar und haben die Geschichte sehr aufregend gemacht. Alles lässt sich super flüssig und leicht lesen. Durch die Spannung kann man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen und es beinhaltet genau die richtige Menge Faszination und Verliebtheit, die der Leser braucht, um mit den Figuren mitzufiebern.
Eine totale Empfehlung von mir und definitiv ein Buch, das jeder lesen kann, der in Dark Romance hineinschnuppern will.

5 von 5 Sterne gibt es von mir.

Veröffentlicht am 18.07.2019

Gut für Zwischendurch

The Offer
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Klappentext:
Nicole ist stolze alleinerziehende Mutter einer Fünfjährigen und verlässt sich schon lange nicht mehr auf Männer. Doch als sie ihre Wohnung verliert, bleibt ihr nichts anderes übrig, als dem ...

Klappentext:
Nicole ist stolze alleinerziehende Mutter einer Fünfjährigen und verlässt sich schon lange nicht mehr auf Männer. Doch als sie ihre Wohnung verliert, bleibt ihr nichts anderes übrig, als dem wohlhabenden Bram McGregor zu vertrauen und in eines seiner Apartments zu ziehen. Der Haken an der Sache: Der schottische Bad Boy wohnt gleich nebenan und macht ihr das Leben ziemlich schwer. Doch gerade seiner störrischen und mysteriösen Art kann sich Nicole nicht entziehen…

Der Schreibstil:
Am Anfang fiel es mir ein wenig schwer in den Schreibstil hineinzufinden. Es wirkte ein wenig abgehackt, teilweise waren die Zeiten verwirrend, am Anfang wird noch viel gelabert und ganz allgemein hätte ich mir manchmal ein paar Andeutungen anstatt Behauptungen mehr gewünscht. Zudem kamen mir zu wenige Gefühle rüber. Da hätte ich mir doch gewünscht, dass man als Leser noch mehr mitfühlen darf.
Das klingt alles erst einmal ziemlich negativ, es ist aber gar nicht so schlimm. Das Buch lässt sich flüssig lesen, es hat durchaus Phasen, in denen man es nicht weglegen will und mir hat es sehr gefallen, wie die Geschichte angegangen wurde.

Die Charaktere:
Was Nicola angeht war ich ehrlich gesagt stellenweise immer wieder verwirrt. Einerseits ist sie mit Reichtum aufgewachsen und konnte sich teure Modestücke leisten, andererseits dreht sie aber auch jeden Cent um und gibt ihr Bestes, um ihre Tochter versorgen zu können. Das fand ich sehr beeindruckend, weil es doch ein gewaltiger Sprung ist. Innerhalb ihres Charakters jedoch konnte ich nicht ganz nachvollziehen, wie sich diese beiden Seiten vereinigen lassen. Vor allem, weil beide immer wieder durchscheinen. Aber das ist nur ein kleiner Kritikpunkt. Ansonsten fand ich Nicola wirklich toll. Sie kümmert sich liebevoll um ihre Tochter und kämpft wie eine Bärin für sie. Gleichzeitig schafft sie es, ihre Freunde nicht zu vernachlässigen, zu arbeiten und vor allem, sich immer wieder aufzurappeln. Erst nach ihrer Scheidung, dann nach dem Jobverlust und schließlich noch Avas Krankheit. Das zeigt, wie stark Nicola ist. Super konstant bleibt sie dabei trotz Liebesgeschichte und allem drum und dran in ihrer Mutter, was ich sehr schön, weil realistisch fand.

Bram, tja Bram versucht sich wirklich. Bei ihm konnte man eine super Entwicklung mitverfolgen. Er arbeitet an sich und zeigt in diesem Buch sowohl seine besten als auch seine schlechtesten Seiten. So gesehen hat er mir sehr gefallen.
Mein einziger Kritikpunkt: zu Anfang hat er irgendwann mal einen Teil übersprungen, denn ich hatte die gesamte Geschichte über das Gefühl, ihn nicht vollständig zu kennen. Es gab so viele Meinungen über ihn, so viel, was er über sich gesagt hat, aber ich habe in seinen Taten nicht alles finden können und musste mich dann von dem Eindruck anderer von ihm überzeugen lassen. Das war aber nur ein Gefühl, denn jetzt am Ende war er vollständig.

Zur Geschichte allgemein:
Anfangs war ich wenig überzeugt von der Geschichte, denn es fing sehr klischeebehaftet an und dann wurde da auch noch von sexueller Spannung geredet, von der ich aber nichts spüren konnte.
Ansonsten fand ich den Aufbau recht spannend und süß. Nicola bleibt in ihrer Rolle als Mutter und vernachlässigt die auch nicht für ihre Beziehung zu Bram. Ihr Leben läuft und war gut nachvollziehbar. Bei Bram weiß ich jetzt noch nicht genau, wie er sein Geld verdienen will. So war es mir innerhalb der Handlung auch ein wenig unverständlich, dass er zwar Geld ausgeben kann (und zwar nicht gerade wenig), gleichzeitig aber irgendwie nichts verdient und auch nur bei irgendwelchen Sitzungen zugegen ist, die nie erfolgreich sind…
Die Beziehung zwischen Ava und Nicola und später auch zu Bram fand ich wirklich süß erzählt. Es waren immer wieder wirklich tolle, erfrischende Szenen mit ihr.
Vom Aufbau her war ich auf jeden Fall von Nicolas Taten begeistert. Sie findet wirklich wieder zu neuem Mut und fasst Fuß in ihrem neuen Leben. Die Liebesgeschichte zwischen Bram und ihr fand ich okay. Mir wäre es noch lieber gewesen, wenn sie noch ein wenig mehr miteinander geredet hätten. Zumindest ein Date hätten sie ja vielleicht ganz züchtig verbringen können… Dadurch blieben die beiden leider irgendwie auf einem Level, während die Geschichte in allen anderen Bereichen fortschritt.

Fazit:
Ein gutes Buch für Zwischendurch, das eine wirklich schöne Geschichte mit einer alleinerziehenden Mutter erzählt, denn die kleine Ava gerät nie in den Hintergrund. Das fand ich schön, weil es einfach realistisch wirkte.
Ein paar Schwächen waren da, aber die sind zu verschmerzen. Mir hätte es gefallen, wenn die Liebesbeziehung noch etwas tiefer (durch einfaches Reden) geworden wäre.

4 von 5 Sterne von mir.

Veröffentlicht am 17.07.2019

Leider schwach

Wild Souls - Mit dir für immer
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Ihr solltet den ersten Band auf jeden Fall gelesen haben, da sie nahtlos aneinander anschließen!

Klappentext:
Sawyer Dixon wollte nur eins: weit weg noch einmal von vorn anfangen! Und als sie Finn Hollis ...

Ihr solltet den ersten Band auf jeden Fall gelesen haben, da sie nahtlos aneinander anschließen!

Klappentext:
Sawyer Dixon wollte nur eins: weit weg noch einmal von vorn anfangen! Und als sie Finn Hollis kennenlernt, scheint dieser Traum in Erfüllung zu gehen. Noch nie war Sawyer so glücklich, noch nie fühlte sie sich so frei wie mit Finn. Doch als sich herausstellt, dass Finn mehr über Sawyers Vergangenheit weiß, als ihr lieb ist, merkt sie, dass sie nicht länger davonlaufen kann, wenn sie eine gemeinsame Zukunft mit ihm haben will. Auch wenn das bedeutet, sich ein letztes Mal all dem zu stellen, was sie für immer vergessen wollte …

Schreibstil:
Den Schreibstil fand ich ehrlich gesagt nur okay. Es ließ sich flüssig lesen, aber mir fehlten ein paar Emotionen und auch das Gefühl richtig mitgerissen zu werden. Eher plätscherte die Geschichte ein wenig dahin. Die wirklich spannenden Szenen waren schnell abgehandelt, alles andere wurde in die Länge gezogen. Wenn man bedenkt, dass viele Zeitraffungen vorgenommen wurden, dann ist da leider was im Ablaufplan schiefgegangen.

Die Charaktere:
Im ersten Band wurde uns Sawyer schon als unerfahren und Neuankömmling in der normalen Welt vorgestellt. Ich hatte ein bisschen die Hoffnung, dass sie sich aber nach dem ersten Band wesentlich mehr weiterentwickelt. Stattdessen bleibt sie ziemlich auf ihrer Stufe, es wird nur davon geredet, dass sie stark und rebellisch ist. Handlungen die dem entsprechen habe ich nicht wirklich gefunden.
Eher beugt sie sich wieder einem Mann. In Gegenwart von Finn bleibt sie weiterhin unterwürfig und zurückhaltend bis schüchtern. Es war keine Entwicklung zu sehen und ich hätte mir definitiv öfters gewünscht, dass sie etwas tut, ohne dass Finn seinen Senf dazu gibt. So war sie für mich keine wirklich eigenständig denkende Person und ich habe sie als Leserin eher aus der Ferne betrachtet, als mich in sie einzufühlen.
Dieser Eindruck wurde noch durch ihre verquirlte Logik bestärkt. Da ist einfach viel zu viel fanatastisches an ihr hängen geblieben, weshalb sie quasi einfach nur an Gott zu glauben braucht und schon ist alles gut (Gott wird dann ein bisschen durch Kunst ersetzt).

Von Finn hatte ich doch tatsächlich etwas Großes erwartet, nachdem es im Klappentext angedeutet wurde. Tatsächlich aber bleibt er so oberflächlich wie schon im ersten Band. Eigentlich liebt er nur Sawyer und will mit ihr schlafen. Keine Ahnung, was ihn sonst noch so ausmacht.
Seine Verbindung mit Critter war zwischendurch mal ganz knuffig mitzuverfolgen, hat ihn aber leider auch ein wenig zum Mitläufer gemacht. Auch ihn konnte ich somit nicht richtig fassen.

Die anderen Charaktere blieben fein in ihren Rollen. So groß was gemacht haben sie nicht.

Zur Geschichte allgemein:
Ich habe ein wenig gebraucht, um wieder in die Geschichte hineinzufinden. Es geht nahtlos weiter und zwar nicht gerade spannend. Es plätschert ein wenig, dann kommt ein bisschen Spannung, dann wieder nichts, dann wieder eine kleine Hebung, bis das Ende dann wie erwartet ausläuft. Dazwischen stehen Sawyer und Finn mit ihrer Liebe, die für mich immer noch ein wenig aus dem Nichts kommt. Da ist einfach zu wenig Tiefe. Es wird sich zu sehr auf der unschuldigen Sawyer ausgeruht, was ich sehr schade fand. Ohnehin steht bei ihnen aber sowieso alles fest, sodass ihre Liebe nicht den größten Teil der Geschichte einnimmt. (Zwischendurch fragt man sich dann immer nur, warum sie nicht verhüten. Aber keine Sorge: Es gibt eine Erklärung.)
Ansonsten sind die Höhepunkte der Geschichte immer sehr orientierungslos dahergekommen. Ich wusste manchmal wirklich nicht, ob was das sollte. Es wirkte einfach oft aus der Luft gegriffen, weil so zufällig, oder unlogisch, denn ein paar Fehler waren leider drin.
Auch Outskirts verliert leider an Charme. Es wird so gut wie gar nicht mehr zum Thema. Ich hatte während des Lesens leider keinerlei Vorstellung mehr von diesem Ort, der im ersten Teil noch so schön beschrieben wurde. Show don’t Tell sage ich nur.
Positiv anmerken kann ich die allgemeine Thematik, die ich sehr interessant fand. Mitzuverfolgen, wie so eine religiöse Fanatikergruppe vorgeht, war gruselig und spannend zugleich.

Fazit:
Für mich leider ein enttäuschendes Finale der Dilogie. Die Handlung war weder spannend noch gut erzählt, die Charaktere bleiben flach und von der unsterblichen Liebe zwischen Finn und Sawyer ist nicht viel zu spüren. Man liest viele leere Worte und steht am Ende mit einem gebastelten Bild dar, dass jede Menge Lücken und Schatten aufweist.
Leider keine Empfehlung von mir.

2 von 5 Sterne von mir.

Veröffentlicht am 16.07.2019

Tolle Charakter

Idol - Gib mir dein Herz
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Klappentext:
Sophie Darling kann ihr Glück kaum fassen, als sie für ihren Flug nach London ein Upgrade in die erste Klasse erhält – bis sie ihren Sitznachbarn kennenlernt. Gabriel Scott ist zwar der attraktivste ...

Klappentext:
Sophie Darling kann ihr Glück kaum fassen, als sie für ihren Flug nach London ein Upgrade in die erste Klasse erhält – bis sie ihren Sitznachbarn kennenlernt. Gabriel Scott ist zwar der attraktivste Mann, den sie seit Langem gesehen hat, leider aber auch der unverschämteste. Und das ist noch nicht alles: Während des Flugs findet sie heraus, dass er niemand anders ist als der Manager der Rockband Kill John. Und somit womöglich bald ihr neuer Chef.

Schreibstil:
Den Schreibstil der Autorin fand ich angenehm wunderbar. Das Buch ließ sich super schön flüssig und leicht lesen und hatte dennoch Tiefe, Spannung und konnte viele Emotionen rüber bringen. Die sich abwechselnden Perspektiven haben super für die Geschichte gepasst und waren auch an die Protagonisten angepasst.

Die Charaktere:
Die erste Szene des Buches: Gabriel und Sophie im Flugzeug. Die könnt ihr schon in der Leseprobe lesen und die wird euch sehr viel über die Charaktere verraten. Ich fand es super, dass sie sich so treu blieben und sich nicht geändert haben. Stattdessen haben sie ihre Stärken und Schwächen mit dem anderen verwoben und manches so ausgeglichen. Sie wurden zu richtigen Personen, mit jede Menge Details, Ecken und Kanten und wurden innerhalb der Handlung bis ins Kleinste erforscht.

Sophie redet viel und nimmt die Welt nicht ganz so ernst. Das fand ich sehr cool, weil sie so recht unkompliziert an alles heranging. Dazu ist sie nicht bereit, Tatsachen einfach so hinzunehmen. Das gilt auch für Gabriel Scott, dem sie schnell ihre Aufmerksamkeit widmet und versucht, ihn aus seinem Schneckenhaus hervorzulocken. Das Ganze lässt sich super aus ihren Perspektiven mitverfolgen und zeigt immer wieder, dass Sophie immer an das Gute in einem Menschen glaubt und schon lange vor Gabriel weiß, wo der Hase lang läuft. Trotzdem bleibt sie zurückhaltend und zweifelt auch manchmal, sodass sie nicht unrealistisch mutig wurde.

Gabriel gefiel mir sehr gut, weil er lernfähig war. Wer will nicht gerne einen Mann, der über seine Taten nachdenkt und die richtigen Schlüsse daraus zieht? Ich fand ihn in seiner Art total interessant, aber natürlich muss sich er sich ein wenig öffnen, damit das mit Sophie klappt. Das tut er nach und nach und in kleinen Schritten. Seine Gründe sind dabei nicht immer ganz logisch (im Handlungszusammenhang schon, aber halt irgendwie männlich verwirrtXD), an ihnen lässt es sich aber arbeiten.
Seine beste Eigenschaft: er streitet sich, danach ist Sophie weg, er bereut, er denkt nach und dann kämpft er. So bekam die Geschichte auch keine Längen und schwankte nicht all zu sehr auf und ab, denn er lernt tatsächlich aus seinen Taten und versucht es danach besser zu machen:)

Zur Geschichte allgemein:
Diese Geschichte lebt wirklich von ihren Charakteren. Klar, es passiert auch was drumherum und auch nichts Uninteressantes, aber im Groben geht es sehr darum, dass man da dieses Geheimnis „Gabriel Scott“ lüften will. Und das tut Sophie innerhalb der Geschichte. Nach und nach entfernt sie alle Hüllen, packt ihn aus und lässt uns Leser sein Innerstes sehen. Gabriel selbst steuert nur einen kleinen Teil dazu bei.
Das hat mir aber sehr gefallen, weil es der Geschichte unheimlich viel Tiefe gibt und man am Ende wirklich das Gefühl hatte: Zwischen denen kann es jetzt laufen. Dazu gab es natürlich viele heiße Szenen, die aber in einem gesunden Maß eingebaut wurden.
Ansonsten gibt es da noch Kill John. Diese wunderbaren Jungs, die mit jedem Band mehr Hintergründe preisgeben. So bin ich schon unheimlich auf ihre Geschichten gespannt, fand sie aber in diesem Buch auch wunderbar. Sie hatten Zeit, sich zu zeigen und haben im Handlungsverlauf mitgewirkt. Das war sehr cool, denn tatsächlich hat die Geschichte noch mehr Spannung zu bieten, als nur die zwischen Gabriel und Sophie. Es ist also nichts eintönig und nur schnulzig. Ich konnte auch lachen, mitbangen und rätseln.

Fazit:
Eine wirklich sehr gelungene Liebesgeschichte, die mit großartigen Charakteren aufwartet, von denen man weitaus mehr erfährt, als die Lippengröße. Die Auseinandersetzung zwicshen ihnen ist ein großer Bestandteil der Geschichte und verleiht ihr sehr viel Tiefe. Noch dazu gibt es viel Spannung, heiße Szenen, eine tolle Nebenbesetzung und einen sehr angenehmen Schreibstil. Was wünscht man sich mehr?
Eine absolute Empfehlung von mir! Gerade als Steigerung zum ersten Teil:)

Liebe Grüße