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Veröffentlicht am 30.09.2025

Die Donnerstagshochzeit und der Trauzeuge in Todesangst …

Der Donnerstagsmordclub und der unlösbare Code (Die Mordclub-Serie 5)
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Der schwarzhumorige Prolog ist faszinierend verstörend, macht neugierig und schnell Sinn!

Dann geht es direkt los: Joyce beginnt zu erzählen, süß, liebenswert verschroben und amüsant. Anschließend landet ...

Der schwarzhumorige Prolog ist faszinierend verstörend, macht neugierig und schnell Sinn!

Dann geht es direkt los: Joyce beginnt zu erzählen, süß, liebenswert verschroben und amüsant. Anschließend landet man aus Elizabeths Sicht schnell mitten im Geschehen – auf der Hochzeit von Joyce Tochter. Während der Feier wendet sich der Trauzeuge des Bräutigams an Elizabeth, denn er kennt ihren Ruf bzw. den des Donnerstagsmordclubs und will nicht zur Polizei …

Es geht um sein Cold Storage-Unternehmen, einen streng geheimen Code und zwei einflussreiche Leute, die ihn bedrohen - aber eigentlich ist es viel komplizierter …

Connie, die Kriminelle, die mittlerweile nicht im Gefängnis ist, und Ibrahims Ratschläge auf total verdrehte Art anwendet, ist auch wieder mit von der Partie!

In einer weiteren Nebenhandlung geht es um eine Frau, die angemessen unangemessen auf häusliche Gewalt reagiert …

Ich liebe diese Reihe!!! Band fünf ist, wie die Vorgänger, voller Witz, Wärme, wunderbar schrulliger Figuren und kniffeligen Fällen, die vielschichtig und persönlich sind. Ich finde zwar auch, dass es nicht nonstop nervenaufreibend spannend zugeht, doch da die bunten Geschehnisse ungemein unterhaltsam und ereignisreich sind, wird es nie langweilig!!!

Zudem hatte ich den Eindruck, dass die Charaktere dieses Mal teilweise noch skurriler bzw. der Humor manchmal noch düster-ironischer ist - auf geniale Weise - mit viel Scharfsinn bzw. Verständnis für die menschliche Natur.

Bsp.: “Ich fand bei der Feier schon, dass du plötzlich munterer wirkst«, sagt Joyce. »Ich hätte wissen müssen, dass Mord im Spiel ist.” Und: “Paul hat Soziologie studiert, aber Nick hat einen richtigen Abschluss, glaube ich. Mathematik vielleicht?”

Die herrlich eigentümlichen Figuren, die amüsante Dynamik zwischen ihnen, der geistreiche Erzählstil, der brillante britische Humor und das komplexe, rätselhafte Geschehen voller Hürden sowie überraschender Wendungen sind absolut mitreißend!

“Der Donnerstagsmordclub und der unlösbare Code” ist für mich die perfekte Mischung aus Cosy-Crime, kurios vergnüglichem Humor und packender Handlung!

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Veröffentlicht am 26.09.2025

kreativ, bewegend & spannend, aber für mich nicht immer stimmig.

Glory of Broken Dreams (Devil's Dance 1)
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Charlie, eine junge Tänzerin, die nach einigen Fehltritten einen Neuanfang sucht, möchte sich ganz auf ihre Karriere konzentrieren, um groß rauszukommen. Da sie als mittelmäßig gilt bzw. sich selbst so ...

Charlie, eine junge Tänzerin, die nach einigen Fehltritten einen Neuanfang sucht, möchte sich ganz auf ihre Karriere konzentrieren, um groß rauszukommen. Da sie als mittelmäßig gilt bzw. sich selbst so sieht, nimmt sie eine Stelle als Varietétänzerin im sagenumwobenen Hotel Lichtenstein an - einem Ort, an dem Wünsche wahr werden können …

Auch der junge Willem, ein verschlossener Showboxer, ist neu im Hotel, um die Gäste zu unterhalten. Anders als Charlie strebt er keinen Ruhm an – sein Beweggrund bzw. Wunsch ist zutiefst persönlich und von seiner dunkelschwarzen Vergangenheit geprägt.

Die Prämisse ist geheimnisvoll sowie wunderbar einfalls- und ereignisreich gestaltet. Willem und einige Nebenfiguren fand ich sehr interessant, auch wenn ich Willem und Charlie als Paar nicht so sehr mochte.

Charlie war mir insgesamt zu naiv, obwohl sie auch anders sein kann und sich weiterentwickelt. Die Beziehung zu Willem ging in eine Richtung, die ich stellenweise ein bisschen stereotyp sowie sehr gefühlsbetont fand (was sicher beabsichtigt ist, aber für mich etwas zu viel des Guten war). Ich hatte den Eindruck, dass einige Handlungsstränge rund um Charlie die Bedeutung von Selbstermächtigung und Unabhängigkeit hervorheben, weshalb ich ihr Verhalten Willem gegenüber manchmal als unstimmig empfand.

Der eindrückliche Schreibstil, der von psychologischem Feingefühl geprägt ist, die Magie und die verschiedenen gesellschaftskritischen Untertöne haben mich restlos begeistert. Die eine oder andere dramatische Begebenheit fand ich nicht ganz überzeugend gestaltet, weshalb diese Szenen für mich ein wenig an Wirkung eingebüßt haben. Die Wendung zum Ende hin war wirklich unerwartet, hat mich aber auch etwas ratlos zurückgelassen – ich hatte das Gefühl, dass entscheidende Elemente ins Leere laufen, hoffe aber, dass Band zwei meine vielen offenen Fragen beantwortet!

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Veröffentlicht am 25.09.2025

Wunderbar!!!

Cozy baking time
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Die übersichtliche Gestaltung und die gemütlich wirkenden Fotos der vielen verschiedenen Leckereien sind großartig – da bekommt man richtig Appetit und Lust direkt loszulegen!

Die Vielfalt ist wunderbar: ...

Die übersichtliche Gestaltung und die gemütlich wirkenden Fotos der vielen verschiedenen Leckereien sind großartig – da bekommt man richtig Appetit und Lust direkt loszulegen!

Die Vielfalt ist wunderbar: es gibt Fruchtiges, Nussiges, Schokoträume, Winterliches (klassische sowie außergewöhnliche Adventsleckereien), Cheesecake, Mohnkuchen, Rüblitorte, Gebäck mit Marzipan und einiges mehr!

Die Tipps (Hacks, Tricks, Infos für vegane Varianten) am Anfang des Buches sind gerade für Backeinsteiger: innen sicher sehr hilfreich, aber auch für Fortgeschrittene, die aus der Übung sind oder eben noch nicht alle Kniffe kennen.

Die Rezeptseiten (Zutatenliste & Zubereitungsschritte) sind klar gestaltet, zudem sind die Anleitungen leicht verständlich sowie knackig verfasst!

Der Schreibstil ist in jedem Bereich jung, “persönlich” und gewitzt! Ich liebe ja auch die “guten alten” Backbücher von meiner Mutter, wegen der tollen Rezepte, aber die kommen meiner Meinung nach oft nüchtern bis formal mit umfassenden Anleitungen daher, was auf mich wenig motivierend wirkt.

Ich denke, dass für alle Bedürfnisse etwas dabei ist: von leicht und schnell umzusetzen für Backanfänger: innen, über etwas anspruchsvoller in der Zubereitung für Geübte, bis hin zu eher aufwendig - für Leute mit Geduld bzw. Erfahrung. Auch die Zutaten dürfen in jedem herkömmlichen Supermarkt zu finden sein.

Ich habe die Croissant Cookies (die Dank einer “Abkürzung” wirklich leicht zu machen sind), den Apfelkuchen mit Mandelstreuseln und den Schoko-Karamell-Poke-Cake ausprobiert (der herrlich dekadent köstlich ist) – alles ist gelungen, obwohl ich ganz schön aus der Übung war!

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Veröffentlicht am 22.09.2025

Atmosphärisch, spannend, wendungsreich

Geheimnisse des Nil, Band 2 - Where the Library Hides
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Band zwei steht Band eins in Sachen Spannung in nichts nach – ich würde sogar sagen, dass der 2. Teil noch nervenaufreibender ist!

Es geht wieder abenteuerlich, magisch, emotional, dramatisch, ereignis- ...

Band zwei steht Band eins in Sachen Spannung in nichts nach – ich würde sogar sagen, dass der 2. Teil noch nervenaufreibender ist!

Es geht wieder abenteuerlich, magisch, emotional, dramatisch, ereignis- und wendungsreich zu!

Der atmosphärisch ausgeschmückte, lebendige Schreibstil ist mitreißend, die Figuren, auch alle Nebencharaktere, sind toll gezeichnet, und die Handlung bietet einige Überraschungen!

Das Ägypten Flair ist greifbar und ich empfand die, geschickt nebenbei in die Geschichte einfließende, Gesellschaftskritik bezüglich der Imperialisten im späten 19 Jahrhundert sehr gelungen.

Die Liebesgeschichte zwischen Inez und Whit hat mich persönlich nicht besonders angesprochen, die spezielle Dynamik zwischen den beiden wirkte auf mich etwas überstrapaziert, da sie meiner Erfahrung nach seit vielen Jahren in zahlreichen Jugendbüchern vorkommt. Zudem empfand ich einige emotionale Stellen irgendwie als ein bisschen “melodramatisch”.

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Veröffentlicht am 18.09.2025

Dranbleiben lohnt sich!

The Mother – Sie hat den Mord nicht begangen. Doch wie soll sie es beweisen?
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Nach viel Alkohol und einem nächtlichen Ehestreit findet Heather ihren Mann am Morgen erstochen auf der Couch vor. Sie gilt schnell als die einzige ernstzunehmende Verdächtige und wird schließlich zu einer ...

Nach viel Alkohol und einem nächtlichen Ehestreit findet Heather ihren Mann am Morgen erstochen auf der Couch vor. Sie gilt schnell als die einzige ernstzunehmende Verdächtige und wird schließlich zu einer langen Gefängnisstrafe verurteilt. Als sie nach zehn Jahren vorzeitig auf Bewährung entlassen wird, steht sie vor einem Scherbenhaufen: sie wird, dank der sensationsheischenden Medienberichte seit ihrer Verhaftung bzw. erneut seit ihrer Entlassung, als eiskalte niederträchtige Mörderin betrachtet, sie darf ihre beiden Söhne nicht sehen und sie hat keinen Job. Doch dann hat sie immerhin ein bisschen Glück im Unglück ...

Heather hat nur ein Ziel: den Mord an ihrem Mann aufklären, um wieder gesellschaftsfähig zu sein und ihre Söhne sehen zu dürfen. Es gibt allerdings skrupellose Leute, die vor nichts zurückschrecken, um genau das zu verhindern – überraschenderweise gibt es einige Verbündete, die ihr tatkräftig zur Seite stehen, aber es ist kompliziert …

Das Geschehen wird ausdrucksstark und intensiv, auf zwei Zeitebenen aus Heathers Sicht, geschildert: Die Ohnmacht bzw. die Verzweiflung der Protagonistin kommt hautnah an! Sie wird direkt verdächtigt und festgenommen, man sucht nach Beweisen für ihre Schuld, ignoriert Hinweise, die in eine andere Richtung deuten. Die überwältigende Mehrheit wendet sich schnell gegen sie – einige Familienmitglieder, alle Freunde, sämtliche Ermittelnde sowie Medien. Die Stimmungsmache gegen sie scheußlich: Die traurige Tendenz, dass viele sich leicht aufhetzten lassen, es lieben ein Feindbild präsentiert zu bekommen, auf das sie ihren Frust projizieren können, und, dass es bequemer ist, eine naheliegende Lösung zu akzeptieren, statt nach Lücken in dieser zu suchen, wird bewegend dargestellt.

Die Charaktere sind interessant und verfügen über Tiefe. Die Handlung kommt für meinen Geschmack eher langsam in Gang - für mich wurde es erst nach gut hundert Seiten spannend, aber dann so richtig! Heathers Nachforschungen sind ereignis- sowie wendungsreich gestaltet – absolut packend!

“The Mother” ist ein emotionsgeladener, scharfsinniger und raffinierter Thriller voller entsetzlicher Erkenntnisse und erschütternder Enthüllungen - dranbleiben lohnt sich!

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