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Veröffentlicht am 11.01.2026

Die Schönnheit des Zerfalls

Zwischen den Welten
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Die Szene-Fotografin und Künstlerin Annie Bertram entführt in diesem Bildband an Orte, die einmal voller Leben waren. Von prunkvoll bis schauerlich, lassen diese sich auf den Fotos entdecken. Annie Bertram ...

Die Szene-Fotografin und Künstlerin Annie Bertram entführt in diesem Bildband an Orte, die einmal voller Leben waren. Von prunkvoll bis schauerlich, lassen diese sich auf den Fotos entdecken. Annie Bertram versteht ihr Handwerk. Großes Augenmerk legt sie dabei auf Italien. Palazzo oder Villa, die Stille des Verfalls besitzt ihre eigene Schönheit. Aber auch Leipzig zum Beispiel findet Erwähnung. Richtig gruselig wird es, wenn eine ehemalige Anstalt besucht wird. Die Rollstühle zeugen von einem Leben, das sicher nicht angenehm war. Man malt sich aus, was dort vorgegangen sein könnte.

Ich mag Lost Places und finde es oft schade, wie diese verfallen. Jedoch entsteht an diesen Plätzen ein eigenes Leben. Die Natur holt es sich zurück, die Gebäude zerstört der Fraß der Zeit, sie verlieren aber nie an Interessantheit, sondern haben etwas Faszinierendes und Spannendes. Ich finde, dass sie äußerst magisch sind und davon zeugen, dass nichts für die Ewigkeit ist.

Außerdem finden sich noch passende Zitate im Buch, die zu den Fotos passen.

Das Buch ist in einzelne Themen unterteilt: Paläste und Villen, Kirchen, Klöster und Waisenhäuser, Psychiatrien und Krankenhäuser, Europäische Industriekultur, Kinos, Theater und Ballsäle und Volksbäder und Thermen.

Das Lektorat sollte für den nächsten Druck überarbeitet werden; dieses tut den Bildern aber keinen Abbruch.

Das Buch hat die Maße 28.7 x 1.8 x 28.8 cm.

Wer sich für Lost Places interessiert, wird mit diesem Bildband viel Freude haben. Er eignet sich auch gut zum Verschenken.

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Veröffentlicht am 07.01.2026

Eine nette Geschichte, die mich leider nicht gepackt hat

Miss Swans zauberhafte Pension für magische Gäste
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Sera betreibt mit ihrer Tante eine Pension, in der sich immer wieder Gäste verirren, die Hilfe brauchen und auf ihre Weise besonders sind. Sie hat ihre Magie jedoch verloren, weil sie ein Ritual durchgeführt ...

Sera betreibt mit ihrer Tante eine Pension, in der sich immer wieder Gäste verirren, die Hilfe brauchen und auf ihre Weise besonders sind. Sie hat ihre Magie jedoch verloren, weil sie ein Ritual durchgeführt hat, das verboten war. Sera hat das Zeug, eine sehr mächtige Hexe zu sein. Wird sie wieder zu ihrer alten Stärke zurückfinden, da die Gilde ihr nicht gerade wohlgesonnen ist?

Und da ist auch noch Luke, ein Historiker, der so ganz anders ist als Sera, als die manchmal chaotische Pension. Er möchte lieber die Flucht ergreifen, was dann doch nicht so einfach ist.

Irgendwie bin ich ein wenig enttäuscht von dem Buch. Der Schreibstil war für mich teilweise unzugänglich und schwierig. Mir hat es an Tiefe gefehlt, und so richtig konnte ich mit den Figuren nicht mitfühlen. Auch wenn ich Sera mochte, reichte das nicht aus, mit allem warm zu werden.

Es gab ein paare nette Ideen, aber auch die haben die Geschichte an sich nicht aufgewertet.

Sicher gibt es LeserInnen, die das Buch bestimmt mögen, leider gehöre ich nicht dazu.

Das Cover ist bestechend schön gestaltet und hat mich deswegen neugierig gemacht.

Mir war das Buch zu langatmig.

Leider nur 2 Sterne.

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Veröffentlicht am 06.01.2026

Von Jägern und Gejagten

Heartless Hunter. Der rote Nachtfalter, Band 1
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Rune ist eine Hexe. Seit einem für sie prägenden Ereignis setzt sie sich dafür ein, Hexen zu retten. Sie glaubt, dass sie so einen Fehler aus der Vergangenheit wieder gut machen kann. Die Hexe betreibt ...

Rune ist eine Hexe. Seit einem für sie prägenden Ereignis setzt sie sich dafür ein, Hexen zu retten. Sie glaubt, dass sie so einen Fehler aus der Vergangenheit wieder gut machen kann. Die Hexe betreibt ein gefährliches Katz- und Mausspiel, um an Informationen zu kommen, welche ihr ermöglichen sollen, ihre Zauberschwestern in Sicherheit zu bringen und vor dem sicheren Tod zu bewahren. Die Maus stellt in diesem Fall Gideon Sharpe dar, ein Hexenjäger, der unbedingt alle Hexen lieber tot als lebendig sehen will. Er ist Rune seit zwei Jahren auf den Versen, weiß natürlich nicht, wer sie ist, denn sie ist nur als Roter Nachtfalter bekannt. Er hat aber einen Verdacht.

Rune ahnt nicht, dass der eiskalte und gut aussehende Hexenjäger sie zu seiner Beute auserkoren hat. Und so entwickelt sich ein betörendes und spannendes Spiel zwischen den beiden, bei dem man nicht ahnt, wer am Ende Sieger oder Verlierer ist, wer Jäger und wer die Beute.

Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen. Sehr positiv ist, dass das Buch nie wirklich langweilig wurde, und somit auch nicht die Handlung. Es war unterhaltsam, wie sich die beiden verdächtigen und versuchen, sich gegenseitig auszuhorchen oder wie Gideon Beweise sucht, um Rune zu überführen.

Beide Charaktere sind interessant, geradezu zerrissen und nachfühlbar dargestellt. Man spürt, dass man öfter nicht hinter die Fassade schaut, was da wirklich geschieht und sich erst einmal eine vorgefertigte Meinung bildet.

Da die Geschichte aus beiden Perspektiven geschrieben wurde, aus Runes und Gideons, lässt den Leser viel mehr in die Tiefe der beiden Seelen eintauchen. Und spannend ist auch die Komponente, dass man nie weiß, wem man selbst als Leser trauen kann, denn die unterschiedlichen Figuren scheinen alle ihre Geheimnisse zu haben.

Die Beschreibung der Hexenrituale gefiel mir ausgesprochen gut.

Einen Stern ziehe ich ab, weil ich manche Handlungen nicht immer nachvollziehen konnte. Das tat insgesamt dem Lesevergnügen keinen allzu großen Abbruch. Dennoch wünsche ich mir für den zweiten Band, dass sich hier mehr tut und es darf auch wieder so viel Spannung entstehen. Zudem hoffe ich, dass die Hexenwelt, in der sich da bewegt wird, noch mehr beschrieben wird.

Interessante Charaktere und eine Story, die durchaus zu fesseln weiß.

4 Sterne.

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Veröffentlicht am 30.12.2025

Zwischen Stille und dem Mut für Veränderungen

Die Stille der Rauhnächte
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Ich muss zugeben, dass ich mich bisher kaum mit den Rauhnächten beschäftigt habe, auch wenn ich den Begriff kannte.

Es handelt sich um 12 besondere Nächte zwischen Dezember und Januar. Die Autorin Christine ...

Ich muss zugeben, dass ich mich bisher kaum mit den Rauhnächten beschäftigt habe, auch wenn ich den Begriff kannte.

Es handelt sich um 12 besondere Nächte zwischen Dezember und Januar. Die Autorin Christine Rechl versteht es, die Atmosphäre, die Bräuche und das Innehalten in dieser Zeit näher zu bringen. Die Selbstreflexion, die hier zelebriert wird, tut einfach gut. Das Leben ist so hektisch, oft verliert man sich und seine Wünsche aus den Augen. Umso schöner ist es, einfach innezuhalten und sich zu fragen, was man ändern möchte. Denn oft steht man sich selbst im Weg oder hat Furcht, dies zu tun. So sammelt man auch positive Energie für die nächste Zeit und ist mit sich im Reinen.

Wir müssen lernen, Ballast abzuwerfen und keine Ausreden zu suchen, alles so zu belassen, wenn wir insgeheim Dinge ändern möchten. Und dieser Wechsel fängt im Inneren an, bevor das Äußere an der Reihe ist. Oder man erkennt, dass manche Wege nicht geändert werden müssen, denn nicht alles bedarf einer Änderung.

Das Herausfinden ist das Spannende und Schöne.

Das Buch ist daher auf besondere Weise gestaltet.

Anfangs ist ein leeres Feld zu sehen, in dem man seinen Namen, oder wenn man es an jemand anderen verschenkt, einen anderen Namen, eintragen kann. So wird es persönlich.

Neben dem Inhaltsverzeichnis findet man eine kurze Anleitung bezüglich des Inhaltes.

Die Ausführungen beginnen mit der Tradition der Rauhnächte und wie man diese mit eigenen Ideen und Anregungen für sich nutzen kann.

Die Geschichte „Die wunderbare Hütte“ hat mir sehr gefallen. Sie schildert eindrucksvoll, wie wichtig es ist, nachzudenken und sich mit sich selbst zu beschäftigen, um gestärkt in das neue Jahr zu gehen.


Im vorletzten Teil lassen sich eigene Gedanken, Wünsche und Empfindungen, auch zu den einzelnen Rauhnächten, verewigen. Zudem können im letzten Abschnitt für die einzelnen Monate des kommenden Jahres Überlegungen und Gefühle eingetragen werden.

Die immer wieder eingestreuten schönen Bilder von Natur und Tier bestechen, die das Ganze in behaglichen Farbgebungen abrunden. Auch der Schreibstil überzeugt.

Ich habe bereits Einiges, was mich bewegt, in das Buch eingetragen. Es eignet sich auch wunderbar zum Verschenken.

„Die Stille der Rauhnächte“ ist ein liebevoller, spiritueller, magischer und Mut machender Begleiter zwischen den Jahren.

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Veröffentlicht am 23.11.2025

Berührende Weihnachtsgeschichte, die das Herz erwärmt

Die Schneeschwester
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Es wird die Geschichte von Julian erzählt. Er hat seine Schwester Juni verloren, was besonders seine Eltern mitnimmt. Sie sind ein Schatten ihrer selbst geworden und vergessen, das bald das Weihnachtsfest ...

Es wird die Geschichte von Julian erzählt. Er hat seine Schwester Juni verloren, was besonders seine Eltern mitnimmt. Sie sind ein Schatten ihrer selbst geworden und vergessen, das bald das Weihnachtsfest und Julians Geburtstag ansteht.

Doch eines Tages tritt ein Lichtblick in sein Leben: Hedvig. Das quirlige Mädchen bietet ihm ihre Freundschaft an, und lädt ihn in ihre schöne und behagliche Villa Mistel ein. Julian fühlt sich zum ersten Mal seit langer Zeit lebendig und freut sich auf Weihnachten. Doch er ahnt nicht, dass Hedvig ein Geheimnis hütet, das alles verändern wird.

"Die Schneeschwester" ist eine berührende, traurige und doch hoffnungsvolle Geschichte für jedes Alter. Die Illustrationen sind einfach nur wunderschön. Es werden viele Themen und Empfindungen angesprochen, wie Trauer, Freundschaft, Selbstzweifel oder Wut.

Maja Lunde hat eine Handlung geschaffen, die herzerwärmend, traurig, aber auch voller Hoffnung und Spannung ist.

Die Zeichnungen bestechen durch ihren Detailreichtum und gehen ans Herz.

"Die Schneeschwester" kann ich allen wärmstens empfehlen, die gern Weihnachtsgeschichten lesen, die etwas besonderes sind.

5 Weihnachtssterne.

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