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Veröffentlicht am 28.05.2026

Eine Betrügerin mit Stil

Die Queen von Mayfair
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Quinn Le Blanc ist hier der Star der Geschichte. Sie ist eine Frau, die äußerst gerissen und mit vielen schlauen Ideen ihren Weg geht. Sie spielt perfekt eine Rolle, die die meisten Männer von ihr erwarten, ...

Quinn Le Blanc ist hier der Star der Geschichte. Sie ist eine Frau, die äußerst gerissen und mit vielen schlauen Ideen ihren Weg geht. Sie spielt perfekt eine Rolle, die die meisten Männer von ihr erwarten, nur um dann ihre Falle überraschend zuschnappen zu lassen. Eine Betrügerin mit Herz, auf das sie aufpassen muss, damit sie sich nicht plötzlich selbst in einer Schlinge verfängt.
Diese geistreiche Heldin sucht ihresgleichen.
Als sie sich einen reichen Duke angeln will, gerät ihr Leben gehörig aus den Fugen. Denn mit ihm verstrickt sie sich immer mehr in ein Netz, aus dem es kein Entrinnen zu geben scheint.

Mir gefiel die Geschichte rund um Schein und Sein ausgesprochen gut. Ich fühlte mich in die Regencyzeit versetzt, mit all den Bällen, schönen Kleidern und Gepflogenheiten. Zudem waren die Charaktere allesamt bildlich gezeichnet. Besonders Quinn mit ihrer spritzigen Art hat mich begeistert. Besonders die Dialoge und die detaillierten Beschreibungen fand ich gelungen.
Die Handlung nahm nach und nach Fahrt auf und wurde immer spannender.
Dazu trug auch das gelungene Setting bei.

Das Buch hat einen goldenen Farbschnitt und das Cover ist außergewöhnlich anders gestaltet. Beides passt richtig gut zusammen.
Insgesamt kann ich das Buch allen Fans empfehlen, die gern historische Bücher lesen und mutige Frauen feiern.

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Veröffentlicht am 28.05.2026

Überraschende Dystopie, die nachhallt

Die unendliche Sehnsucht der Haushaltsgeräte
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Scout, ein kleiner Saugroboter, der bei dem älteren Ehepaar Edie und Harold seinen Dienst verrichtet, ist hier der kleine Star des Buches. Nach und nach erfragt er fast schon philosophisch, was hinter ...

Scout, ein kleiner Saugroboter, der bei dem älteren Ehepaar Edie und Harold seinen Dienst verrichtet, ist hier der kleine Star des Buches. Nach und nach erfragt er fast schon philosophisch, was hinter allem steckt - und scheint dabei selbst echte Gefühle zu entwickeln.

Als Edie stirbt, und Adrian, ein Klavierschüler von ihr, in Harolds Leben tritt, verändert sich vieles.

Die Geschichte erzählt von Haushaltsgeräten, die den Bewohnern das Leben erleichtern sollen. Dreh- und Angelpunkt ist dabei Scout, der eigentlich nur dafür da ist, das Haus sauber zu halten. Zwar kommt er dieser Aufgabe nach, er belauscht jedoch die Gespräche und möchte unbedingt mehr über die Menschen wissen, was den meisten anderen Haushaltsgeräten missfällt. Schließlich hat jeder von ihnen seinen Dienst zu verrichten. Nicht mehr und nicht weniger.

Die Dialoge sind gut gelungen zwischen den Geräten. Man spürt förmlich, wie sich Scout mehr und mehr hervor tastet, um die Menschen besser zu verstehen. Das hat mir gefallen.

Doch das Buch wandelt sich nach und nach in eine bedrückende Dystopie. Wer eine Geschichte erwartet, die witzig und voller Wärme ist, dürfte enttäuscht werden. Zwar weist die Handlung leise Zwischentöne auf, ist immer wieder äußerst gefühlvoll, aber die Geschichte dreht sich auch in eine ganz andere Richtung. Big brother is watching you, kann man da kryptisch andeuten.

Der Schreibstil ist angenehm zu lesen, auch bildlich. Was mir nicht so gut gefiel, dass manches nicht logisch und nachvollziehbar war

Insgesamt gefiel mir die Geschichte, weil sie anders war, und auch wenn sie aufgrund der farbenfrohen Covers etwas anderes vermuten ließ. Zudem macht sie begreiflich, was geschehen kann, wenn man einer KI eine freie Hand lässt - oder sie einfach alle Entscheidungen übernimmt. Sehr bedrohlich entwickelte sich daher das Szenario.

3,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 07.04.2026

Klassischer Who done it?-Fall für die jüngere Generation

Missing Page - Tödliche Worte
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Antonia, genannt Toni, hat einen Platz bei einem Schreib-Workshop eines berühmten Bestsellerautors in Schottland erhalten. Richard Giffard, exzentrischer Krimiautor und wie sich vor Ort herausstellt, kein ...

Antonia, genannt Toni, hat einen Platz bei einem Schreib-Workshop eines berühmten Bestsellerautors in Schottland erhalten. Richard Giffard, exzentrischer Krimiautor und wie sich vor Ort herausstellt, kein Sonnenschein, will sein Vermögen und Erbe an den Gewinner oder die Gewinnerin verschenken. Neben Toni sind noch andere Schreibtalente vor Ort, die mit Textarbeiten sich die Gunst des Schriftstellers verdienen wollen.

Zudem tummeln sich noch einige Bedienstete um sie, die nichts davon wissen, dass einer der Schreiberlinge ihr Erbe, das sie eigentlich für ihre jahrelange harte Arbeit erhalten sollen, bekommen wird. Oder etwa doch?

Umgeben von einem heftigen Unwetter, einer Leiche und argem Misstrauen untereinander, versucht Toni den Fall zu lösen. Ganz nach ihrer Mutter, die eine Kommissarin war. Doch kann sie sich selbst trauen? Schließlich schlafwandelt sie und wird bald zur Hauptverdächtigen.

Missing Page – Tödliche Worte ist ein Krimi der spannenden Art. Die Autorin versteht es, falsche Fährten zu legen, mit Überraschungen aufzuwarten und die Rätsel so zu verpacken, dass so gut wie alle auf der Liste landen, wer den Mord ausgeführt haben könnte.

Die bunt zusammengewürfelte Truppe ist undurchsichtig und gut in den Charaktereigenschaften beschrieben. Allein schon die Dialoge bestechen, sodass die bildliche Vorstellungskraft steigt.

Dazu noch das Setting eines heftiges Unwetters, das alles lahmlegt und der Umstand, dass dort jemand umgeht, der es offenbar auf sie abgesehen hat.

Ermittlungen mit Logik und Scharfsinn, eingebettet in einen Young Adult-Roman.
Das sind auch die klassischen Zutaten einer Krimigeschichte von Agatha Christie. Man spürt den Einfluss aus den alten Erzählungen, angefangen von Hercule Poirot bis zu Doyles Sherlock Holmes.
Der Schreibstil ist richtig gut und ein Pageturner. Das Buch wartet mit einem schönen Cover und insgesamt mit einer passenden Gestaltung auf.

Alles in allem ein Krimi, der zum Miträtseln einlädt und bis zum Ende die Spannung aufrecht hält.

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Veröffentlicht am 06.04.2026

Verbotene Liebe

Birthday Girl
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Die 19jährige Jordan zieht mit ihrem Freund Cole zu dessen Vater Pike. Beide haben ihre Wohnung verloren und sind froh, bei ihm unterzukommen. Was Cole nicht weiß: Jordan ist Pike schon einmal im Kino ...

Die 19jährige Jordan zieht mit ihrem Freund Cole zu dessen Vater Pike. Beide haben ihre Wohnung verloren und sind froh, bei ihm unterzukommen. Was Cole nicht weiß: Jordan ist Pike schon einmal im Kino begegnet. Und irgendwie hat es zwischen den beiden gefunkt.

Zwischen beiden steht ein Altersunterschied von 20 Jahren. Und da ist noch Cole, der sicher nicht damit zurechtkäme, dass sein Vater in seine Freundin verliebt ist.

"Birthday Girl" erzählt eine nicht alltägliche Liebesgeschichte, entgegen aller Konventionen. Jordan ist eine sympathische junge Frau, die Landschaftsarchitektur studiert. Sie wurde immer wieder von Menschen enttäuscht, mag 80er Jahre Musik und ältere Filme.

Pike ist ein etwas altmodisch denkender Kerl, der auf dem Bau arbeitet und öfter mal Besitz ergreifend wird, aber viel Herz hat. Er wurde ebenfalls enttäuscht, fühlt sich aber mit Jordan wohl, als wäre sie seine Seelenverwandte, die zudem noch sehr attraktiv ist. Genau wie er.

Die beiden versuchen, ihre Gefühle zu unterdrücken, bis es ihnen immer schwerer fällt.

Das Buch liest sich sehr angenehm, und es dauert lange, ehe es Fahrt aufnimmt. Dafür ist es aber bis dahin realistisch und langsam erzählt.

Das tut der Handlung somit keinen Abbruch, sondern steigert die Vorfreude. Ich fand es schön, wie sich Jordan und Pike trotz ihrer für viele verbotenen Liebe annähern. Es wird auch ziemlich heiß zwischen den beiden.

Die Geschichte ist ein Pageturner, welche sich schnell weg liest und Spaß macht.

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Veröffentlicht am 29.03.2026

Gegensätze ziehen sich an

The Iced Caramel Coffee Agreement
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Eleanore, die offenbar noch nie einen Freund hatte, bekommt plötzlich Herzklopfen, als sie auf Dex trifft. Sie ist groß, trägt eine Brille, hat ein kleines Bäuchlein und ist auch sonst nicht Aufsehen erregend. ...

Eleanore, die offenbar noch nie einen Freund hatte, bekommt plötzlich Herzklopfen, als sie auf Dex trifft. Sie ist groß, trägt eine Brille, hat ein kleines Bäuchlein und ist auch sonst nicht Aufsehen erregend. Und das möchte sie auch gar nicht sein. Sie besucht andauernd das Grab ihrer verstorbenen Mutter und hadert mit sich und ihrem Selbstbewusstsein. Sie würde gern mehr aus sich herausgehen, aber dazu fehlt ihr schlicht und ergreifend der Mut.
Dex ist ein ausgebrannter Musiker, der sich langsam zugrunde richtet. Er lebt das Motto Sex, Drugs und Rock 'n Roll praktisch und versucht dennoch, seine Richtung im Leben zu finden. Seine berühmten Eltern, die Rockstars waren, dienen ihm als Vorbild. Doch langsam kommt er immer mehr vom Weg ab.

In der Kleinstadt Lower Whilby, wo Eleanore lebt, besucht Dex seinen Bruder James, der ein Café führt. Ab diesem Zeitpunkt verändert sich sein Leben - und auch das von Eleanore.

Die Liebesgeschichte zwischen Eleanore und Dex entwickelt sich langsam und bedächtig. Das fand ich total schön. Die beiden könnten nicht gegensätzlicher sein, und gerade das macht den Reiz aus. Keine scheinbar perfekte Menschen, die innerlich und äußerlich bestechen. Gerade die Unebenheiten machen jemanden interessant. Hinter die Fassade blicken, denjenigen herausfordern, andere Aspekte des Lebens dem Gegenüber zu zeigen, das ist spannend.
Eleanore gefiel mir als weiblicher Hauptcharakter sehr gut. Mit ihrer scheuen Art musste sie erst von Dex aus ihrem Schneckenhaus gelockt werden. Die Autorin macht anhand ihres Charakters deutlich, dass es auf die inneren Werte ankommt.

Dex habe ich auch von Anfang an gemocht. Man spürt, dass hinter seiner Fassade eine sensible Seele wohnt. Seine Verbitterung ist greifbar, aber nicht aussichtslos.

Auch das Thema Musik spielt eine Rolle in Form des alljährlich stattfindenden Springtide-Festivals.

Das Cover ist hübsch gestaltet. Allerdings hätte hier besser für Dex eine Figur gepasst, die mehr wie ein Rocker aussieht.

Der Schreibstil ist leicht und angenehm.

Ich möchte das Buch allen empfehlen, die gern über den Tellerrand hinausschauen, und Geschichten mögen, in denen die Protagonisten Ecken, Kanten und Rundungen haben.

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