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Veröffentlicht am 30.01.2022

Penny und die Provence

Mord auf Provenzalisch
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Penny fühlt sich inzwischen sehr wohl in der Provence. Ihr Bauernhaus wird renoviert, mit ein paar Problemen, davon lässt sich die resolute Engländerin nicht abhalten.
Mit ihren neuen Freunden wird gut ...

Penny fühlt sich inzwischen sehr wohl in der Provence. Ihr Bauernhaus wird renoviert, mit ein paar Problemen, davon lässt sich die resolute Engländerin nicht abhalten.
Mit ihren neuen Freunden wird gut gegessen und geplaudert. Pennys französisch klappt mittlerweile echt gut.

Ihre leichte Verliebtheit in den Bürgermeister von St. Merlot findet keinen Fortschritt, mag er sie mehr, oder doch nicht. Eine Verabredung zum Essen wird ständig verschoben.

Bei einer Galerie Eröffnung in Avignon bricht ein Künstler zusammen. Pennys detektivischer Ehrgeiz ist wieder erwacht.
Der Mord in ihrem Pool liegt lange genug zurück, so dass sie ihre Nase erneut in Angelegenheiten steckt, die sie besser der Polizei überlässt. Kommissar Reyssens mag es gar nicht, wenn diese Engländerin sich in seine Angelegenheiten einmischt.

Doch die Neugierde ist größer und schnell befindet sich Penny in einem Kunstskandal und ein Mord erschüttert sie zutiefst.
Nun sollte sie besser mit ihren Schnüffeleien aufhören, sonst könnte es böse enden.

Hinter Serena Kent steckt das Autorenehepaar Deborah Lawrenson und Robert Rees. Mit ihrem ersten Band über die Engländerin Penelope Kite, die sich in der Provence niedergelassen hat, haben sie eine schöne Reihe begonnen. Mit Penny und der Provence lässt sich viel schreiben.
Ich fände es allerdings merkwürdig, wenn jedes Mal ein Mord passiert. Dies wäre zu übertrieben.
Ansonsten hat mir die Fortsetzung gut gefallen. Es gibt eine gute Prise Humor und Dramatik. Die Landschaft ist reizvoll beschrieben und macht Lust auf eine Reise.

Es wird wieder viel gegessen und getrunken. Allen Vorsätzen zum Trotz, das Gewicht nicht zu vermehren, futtert Penny ordentlich. Die Bäckereien sind einfach verlockend und die Restaurants bieten köstliche Spezialitäten.

Die Charaktere sind unterschiedlich und vielseitig. Sie bieten viel Abwechslung.
Wer Cosy Crime mag, ist hier genau richtig.
Den ersten Band muss man nicht unbedingt gelesen haben, es kommen kleine Wiederholungen vor, die den Leser nicht stören, wenn er Band 1 kennt.

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Veröffentlicht am 28.01.2022

Vermisste Tiere und eine gelangweilte Agatha

Agatha Raisin und der tote Göttergatte
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Ach, wenn es doch so einfach wäre, einen Mann zu angeln. Agatha jammert James hinterher. Die Ehe ist futsch, die Scheidung schneller über die Bühne, als Agatha ja gesagt hatte.
Alles Jammern hilft ihr ...

Ach, wenn es doch so einfach wäre, einen Mann zu angeln. Agatha jammert James hinterher. Die Ehe ist futsch, die Scheidung schneller über die Bühne, als Agatha ja gesagt hatte.
Alles Jammern hilft ihr nichts. Die Detektei lief nicht gut, also ist das Personal davon. Langweilige vermisste Tiere, davon hat Agatha die Nase voll.
Dann wird eine Schülerin vermisst und Agatha stellt neues Personal ein.
Schwupps gibt es wieder viel zu tun und Agatha hat keine Zeit mehr an James zu denken.

Herrlich war es, der eigensinnigen Agatha zu zuschauen. Gewohnt aufdringlich recherchiert sie, um am Ende im Rampenlicht stehen zu können.
Den Lob heimst sie am liebsten alleine ein. Doch ihre Angestellten sind ihr sympathisch, also stellt sie sich auch mal hinten an.
Die Suche nach dem vermissten Mädchen gestaltet sich schwierig. Eine knifflige Angelegenheit, kommt auch noch ein eifersüchtiger Mann hinzu.
Sehr amüsant fand ich den Blick auf die eigenwillige Art der Wahrheitssuche.
Die Fragen, die gestellt wurden, waren sehr speziell. Der Polizist Bill hatte seine Mühe, Agathas Verhalten zu tolerieren.

Dieser Krimi hat mir besonders gut gefallen. Die neuen Figuren sind interessant und amüsant.
Die Reihe hat ihren Reiz und verliert ihn nicht. Es hat mir Spaß gemacht und ich kann das Buch gut empfehlen.

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Veröffentlicht am 27.01.2022

Es wird chaotisch und sehr lustig

Die Schule der magischen Tiere 12: Voll das Chaos!
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Ein Brief bringt Unruhe in die magische Zoohandlung. Mister Morrison und Miss Cornfield reisen ab. Sie wissen nicht, dass sich im Bus ein paar Kinder mit ihren magischen Tieren versteckt haben.
In der ...

Ein Brief bringt Unruhe in die magische Zoohandlung. Mister Morrison und Miss Cornfield reisen ab. Sie wissen nicht, dass sich im Bus ein paar Kinder mit ihren magischen Tieren versteckt haben.
In der Zoohandlung herrscht nach kurzer Zeit voll das Chaos.

Diesmal spielt die Geschichte nicht in der Wintersteinschule. Das Abenteuer wurde verlegt. Das Chaos entsteht bei Mr. Morrison daheim. Die Erdmännchen machen Eisbär Murphy verrückt.
Die Presse sucht die Schlange und das Geheimnis der magischen Zoohandlung ist in Gefahr.
Die Kinder mit ihren magischen Tieren halten zusammen und versuchen das Unheil aufzuhalten.

Hier kommt jede Spaß und Spannung auf. Was die Kinder erleben, ist mal was ganz anderes, als der Schulalltag.
Es ist schön, dass sie gemeinsam an dem Chaos arbeiten. Da wird den jungen Lesern wieder gezeigt, Freundschaft ist wichtig und auf andere zugehen. Auch teilen, etwas von sich abgeben ist hilfreich und freundlich.
Margit Auer schreibt detailreich und farbenfroh. Die Bilder von Nina Dulleck passen wie immer toll ins Buch.

Es wird sehr interessant und die Kinder machen eine verblüffende Entdeckung.

Die Reihe der magischen Tiere geht weiter. Da haben junge Leser noch viel Spaß dran.
Die Bücher sind einfach zu lesen, die Schrift ist etwas größer, so kommen auch die Kleinen gut durch das Buch. Auch zum Vorlesen sind die magischen Tiere gut geeignet, durch die Bilder wirkt die Geschichte sehr lebendig.


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Veröffentlicht am 26.01.2022

Too much violence

Too Late
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"Too late" war zunächst als privates Projekt von Colleen Hoover geplant. Nach Anfragen der Verwandten und Freunden hat die Autorin die Geschichte häppchenweise im Internet gepostet. Die Nachfrage wuchs ...

"Too late" war zunächst als privates Projekt von Colleen Hoover geplant. Nach Anfragen der Verwandten und Freunden hat die Autorin die Geschichte häppchenweise im Internet gepostet. Die Nachfrage wuchs und das Buch entstand.

Der Ausflug in die Thriller Region ist Colleen Hoover gelungen. Sie kann auch anders als rosarot und bittersüß.
Drogen, Sex, Gewalt, scharfe Worte, normal gehört eine Trigger Warnung rein. Zumindest ist dies bei den aktuellen Büchern mit Kraftausdrücken und Gewalt so.

Mir hat die Geschichte nicht ganz so gut gefallen. Meine Bewertung fällt trotzdem nicht allzu negativ aus. Das Buch ist gut, für mich ist die Thematik nicht sympathisch genug. Die Charaktere haben mich nicht überzeugt. Zur Story passen sie sehr gut.
Ich konnte jedoch die Aktionen nicht nachvollziehen, Sloanes Verhalten war mir zu überzogen. Ihre Beziehung zu Asa fand ich recht übertrieben. Asa ist extrem dominant und fackelt nicht lange. Sloane möchte weg von ihm, schafft es nicht.
Er lügt und betrügt, sie kuscht und leidet erbärmlich. Einziger Lichtblick war Luke, der hat seine Rolle gut gespielt. Zwar nicht der perfekt Job, zumindest ausbaufähig.
Das Milieu ist treffend gewählt, die Handlungen passen dazu.

Es ist deutlich spürbar, dass dies ursprünglich ein Schreibexperiment war. Die Zusammenfassung zu einem Buch ist nicht optimal gestaltet. Der Schreibstil ist gewohnt sehr gut. Die Kapitel haben als Überschrift den Namen, wer gerade erzählt.
Dieses Umschalten schafft Colleen Hoover bestens.

Wer zum ersten Mal ein Buch von Colleen Hoover liest, sollte nicht zu "Too late" greifen. Da gibt es bessere Werke zum anfangen. Fans der Autorin werden auch "Too late" gut finden.
Ich bin nicht 100%ig überzeugt, dennoch wohlgesonnen.

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Veröffentlicht am 25.01.2022

Ein Panzer, der sich nicht knacken lässt

Der Panzer des Hummers
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"Der Panzer des Hummers" von Caroline Albertine Minor, wohnhaft in Kopenhagen,
ist eine Geschichte über drei Geschwister die sehr verschieden sind.
Niels, Ea und Sidsel leben ihr Leben ohne besondere ...

"Der Panzer des Hummers" von Caroline Albertine Minor, wohnhaft in Kopenhagen,
ist eine Geschichte über drei Geschwister die sehr verschieden sind.
Niels, Ea und Sidsel leben ihr Leben ohne besondere Ambitionen.
Ea lebt in Amerika mit ihrem Freund Hector und seiner Tochter Coco. Aus einem Gedanken heraus sucht sie den Kontakt zur toten Mutter. Die Seherin Beatrice schafft es, doch wer antwortet, ist nicht die Mutter, der ungeliebte Vater meldet sich.

Niels ist Plakatierer und wurschtelt sich so durch.
Sidsel ist alleinerziehend, ihre Tochter Laura ist sechs Jahre alt.

Die Kapitel zeigen immer an, von wem gerade die Rede ist. Dies ist sehr wichtig, da der Lesefluss anstrengend ist. Zu Beginn ist ein Namenauflistung der wichtigsten Personen. Dort habe ich oft hin geblättert, da die Namen teilweise schwer zu merken waren.

Zusammenhanglos dümpelt die Geschichte vor sich hin. Die Erzählungen über die Geschwister haben kaum einen Zusammenhang.
Wie die Geschwister zueinander stehen, wird mäßig gut erzählt.
Es ist eine unvergorene Suppe, die leise vor sich hin kocht. Die Mischung will sich nicht verbinden. Es ist ein abstruser Mix aus Lebenserzählungen und eine aneinander Reihung von Situationen.

Die kurzen Einblicke ins Jenseits brachten mir zunächst Interesse. Die tote Mutter kommt zu Wort, aber nicht besonders gut zu Geschichte passend. Die Wortwahl der toten Mutter ist seltsam und schwer verständlich.

Ich hatte mir mehr vom Buch versprochen, meine Erwartungen waren zu hoch. Insgesamt gebe ich 3 Sterne, mich überzeugt es nicht und hat mich eher verwirrt als gut unterhalten.
Diogenes Fans kommen sicher voll auf ihre Kosten.


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