Cover-Bild Too Late

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14,90
inkl. MwSt
  • Verlag: dtv Verlagsgesellschaft
  • Themenbereich: Belletristik - Liebesroman: Romantische Spannung
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 464
  • Ersterscheinung: 22.03.2019
  • ISBN: 9783423790444
Colleen Hoover

Too Late

Roman
Katarina Ganslandt (Übersetzer)

#lovehell

Die Hölle – nichts anderes ist die Beziehung von Sloan zu dem Drogenboss Asa Jackson. Gäbe es nicht ihren kranken Bruder, den Asa finanziell unterstützt, wäre sie von heute auf morgen auf und davon. Für Asa wiederum ist Sloan das Beste, das ihm jemals passiert ist: Sloan ist seine einzige Liebe, eine wahre Obsession, seine allergrößte Leidenschaft, und er ist davon überzeugt, dass es sich umgekehrt genauso verhält.
Doch dann taucht der Undercover Cop Carter auf …

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.11.2019

in vielerlei Hinsicht vollkommen anders als die bisherigen Werke von Colleen Hoover und das nicht unbedingt auf positive Art und Weise

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Too Late ist heftig, krass und auch ein bisschen krank. Es enthält Gewalt, Drogenkonsum bzw. – missbrauch, Vergewaltigungen sowie Mord und ist daher definitiv nichts für schwache Nerven. Es ist kein schlechtes ...

Too Late ist heftig, krass und auch ein bisschen krank. Es enthält Gewalt, Drogenkonsum bzw. – missbrauch, Vergewaltigungen sowie Mord und ist daher definitiv nichts für schwache Nerven. Es ist kein schlechtes Buch und durchaus mitreißend, doch es gehört zweifellos nicht zu den besten Werken von Colleen Hoover.
Das liegt im Endeffekt vor allem am Aufbau der Geschichte. Es gibt im Grunde drei aufeinander folgende Showdowns und somit mehrere Stellen, an denen das Buch eigentlich zu Ende ist – und sich so anfühlt – die Handlung dann aber trotzdem fortgesetzt wird. Die Geschichte um Sloan fühlt sich also bereits abgeschlossen an, obwohl man noch bis zu 150 Seiten vor sich hat. Hinzu kommt ein Prolog, der mittendrin unvermittelt auftaucht und so für Verwirrung sorgt. Es wird unweigerlich der Eindruck erweckt als hätte die Autorin das Buch nicht von Anfang bis Ende durchdacht, was im Prinzip stimmt, wie man später im Nachwort erfährt. Colleen Hoover hat das Buch nämlich zunächst kapitelweise online veröffentlicht, nach dem eigentlichen Ende dann doch weiter daran geschrieben und schließlich alles so belassen. Vielleicht ist das Ergebnis in Bezug auf diese spezielle Geschichte nicht ganz unrealistisch, da auch in der Realität nicht immer alles so schnell vorüber ist, wie man es sich möglicherweise wünschen würde, allerdings ist es auf jeden Fall gewöhnungsbedürftig, um nicht zu sagen seltsam, und als Leser kann man zukünftig gern darauf verzichten.

Außerdem unterscheidet sich Too Late schon allein inhaltlich deutlich von anderen Werken der Autorin und des Genres. Während die meisten New Adult Romane, abgesehen von den in der Regel enthaltenen erotischen Szenen, relativ harmlos sind und problemlos von Jugendlichen gelesen werden können, würde man eine Altersbeschränkung wie es sie bei Filmen gibt hier tatsächlich für angebracht halten. Es gibt viele explizite Sexszenen, die in den meisten Fällen schwierig zu beurteilen und alles andere als anregend sind, denn die überwiegende Mehrheit der Intimkontakte scheint nicht gerade einvernehmlich zu sein. Unabhängig von der rechtlichen Möglichkeit der Strafverfolgung ist jeder Geschlechtsverkehr zwischen Asa und Sloan quasi eine Vergewaltigung. Sloan wehrt sich nicht (mehr) und sagt auch nicht (mehr) ausdrücklich nein, das liegt aber nicht etwa daran, dass sie damit einverstanden ist, sondern vielmehr daran, dass sie sich permanent vor Asa fürchtet und um ihr Leben oder wenigstens ihre körperliche Unversehrtheit besorgt ist. Sie weiß inzwischen aus Erfahrung, dass sie es nicht schafft sich erfolgreich gegen Asa zur Wehr zu setzen und lässt ihn gewähren, weil sie es ansonsten nur schlimmer und schmerzhafter für sich macht und es andernfalls noch länger dauern würde. Einige dieser Szenen sind also wirklich kaum zu ertragen.

Trotz der häuslichen Gewalt, die Sloan überdies beinahe tagtäglich erlebt, wird sie jedoch nicht als Opfer dargestellt, da sie sich der Gefahr bewusst ist und sie tapfer erträgt. Sie ist eine starke, clevere und vor allem aufopferungsvolle Protagonistin. Obwohl sie in Asas Nähe manchmal in Lebensgefahr schwebt, bleibt sie ihrem Bruder zuliebe bei ihm und hält durch. Sein Wohlbefinden ist ihr nämlich wichtiger als ihre eigene Sicherheit. Sloan ist also stark genug zu bleiben und nicht etwa zu schwach, um ihn endlich zu verlassen. Zudem hat sie, ungeachtet all seiner Taten, noch immer Gefühle für Asa bzw. den Mann, in den sie sich damals verliebt hatte, wenngleich sie ihn längst nicht mehr so liebt wie früher. Ihre insofern teils widersprüchlichen Gedanken bezüglich Asa sind allerdings durchaus nachvollziehbar.

Asa ist dagegen einfach nur ein kranker, kontrollsüchtiger Narzisst und obschon er ohne Zweifel eine schwere Kindheit hatte, reicht das bei Weitem nicht aus, um ihm als Leser so viel Verständnis entgegen zu bringen wie Sloan und bisweilen sogar Luke/Carter es tun. Sloan hatte ebenfalls keine leichte Kindheit, ist nun aber trotzdem keine sadistische, gewissenlose und gewalttätige Kriminelle. Asa zeigt nie auch nur einen Funken Reue oder Einsicht und ist zu keinerlei Mitgefühl fähig. Egal, was er tut, er ist stets überzeugt im Recht zu sein. Er bildet sich wirklich ein Sloan zu lieben, geilt sich jedoch gleichzeitig an ihrem Schmerz auf. Er nutzt es schamlos aus, dass sie sich ihm zu Dank verpflichtet fühlt, und behandelt sie wie seine persönliche Sklavin. Sloan hat somit nur dann Zeit für sich selbst, wenn sie an der Universität ist oder sonntags ihren Bruder besucht.

Darüber hinaus betrachtet Asa Sloan als seinen alleinigen Besitz, reduziert sie auf ihren Körper und macht sie zum Objekt seiner Befriedigung, wann immer es ihm beliebt, ohne Rücksicht auf ihre Wünsche oder Gefühle. Sie hat ihm jederzeit für Sex zur Verfügung zu stehen und natürlich treu zu sein, wohingegen er es mit jeder Frau treibt, die sich nicht schnell genug in Sicherheit bringen kann – und er findet das vollkommen in Ordnung. Deshalb hat es ihn logischerweise total genervt, als Sloan es eine Zeit lang gewagt hat nachts Pyjamas zu tragen, weil es ihm selbstverständlich viel zu mühsam ist, „ihr immer erst die Hose runterschieben zu müssen“, wenn er mitten in der Nacht plötzlich Sex will. Was immer er Sloan antut, er tut es aus „Liebe“ und glaubt tatsächlich, er würde weiterhin bedingungslos von Sloan geliebt werden. Alle gegenteiligen Hinweise werden ignoriert oder so verbogen, dass sie zu seinem abartigen Weltbild passen, sodass er gar nicht wahrnimmt, wie unglücklich sie seinetwegen ist.

Luke/Carter ist in jeder erdenklichen Hinsicht das genaue Gegenteil von Asa und vom ersten Moment an unfassbar liebenswert. Er respektiert Sloan und will, dass es ihr gut geht. Er nimmt nicht nur, sondern ist auch in der Lage Sloan etwas zurückzugeben. Er gibt ihr beispielsweise Halt und Zuneigung, wie sie es zuvor noch nie erlebt hat. Er weckt Gefühle in ihr, von denen sie nicht mehr gedacht hatte sie je wieder zu fühlen. Mit Ausnahme des Geheimnisses seiner wahren Identität – es ist relativ schnell klar, dass es sich bei ihm um einen Undercover Cop bei der Drogenfahndung handelt – ist er von Beginn an absolut aufrichtig zu ihr, was ihn nebenbei bemerkt wesentlich sympathischer macht als den Kollegen, der keine Skrupel hat Frauen für seinen Job zu benutzen.

Die wundervolle Liebesgeschichte zwischen Luke/Carter und Sloan ist trotz der zunehmend schnelleren Entwicklung einer der besten Aspekte dieses Romans. Mit diesem Paar zeigt Colleen Hoover wie eine gesunde Beziehung und ein respektvoller Umgang miteinander aussehen. Der Unterschied zu der missbräuchlichen Beziehung zwischen Asa und Sloan könnte demzufolge kaum offensichtlicher sein.

Die Handlung ist durchgängig fesselnd und wird überraschenderweise aus drei verschiedenen Ich-Perspektiven geschildert, denen von Sloan, Luke/Carter und Asa. Bei den Kapiteln aus Asas Sicht ist man in der Regel allerdings froh, wenn sie wieder vorbei sind. Einerseits sind sie zwar interessant, andererseits verdeutlicht aber jedes Wort und jede seiner abstoßenden Ansichten nur, was für ein verabscheuungswürdiges Exemplar der Gattung Mensch er ist.

Das (endgültige) Ende ist etwas zu kitschig geraten, dafür sind die jeweiligen Höhepunkte so spannend, dass man das Buch in diesen Momenten unmöglich aus der Hand legen kann. Weniger schön sind hingegen die erkennbaren Schwächen des us-amerikanischen Justizsystems, die die Autorin erneut aufzeigt. Es ist wahrlich erschreckend, wie leicht ein Mörder dort mit seiner Tat davonkommen kann und wie schnell ein gefährlicher Verbrecher wieder auf freien Fuß gesetzt wird.

FAZIT
Too Late ist in vielerlei Hinsicht vollkommen anders als die bisherigen Werke von Colleen Hoover und das nicht unbedingt auf positive Art und Weise. Wer lediglich nach einer gefühlvollen und eher leichten Liebesgeschichte sucht, sollte lieber die Finger davon lassen, denn für dieses Buch sowie die darin enthaltenen Themen muss man eher hart im Nehmen sein.

Veröffentlicht am 28.03.2019

Düster, gewaltig, grandios!

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"Jeder weiß, dass es gefährlich ist, zu sehr zu lieben. Aber ich konnte nicht anders."

Too Late - zu spät. Man liest die ersten Sätze, die erste Seite, das erste Kapitel - eh man sich versieht hat einen ...

"Jeder weiß, dass es gefährlich ist, zu sehr zu lieben. Aber ich konnte nicht anders."

Too Late - zu spät. Man liest die ersten Sätze, die erste Seite, das erste Kapitel - eh man sich versieht hat einen dieses Buch vollkommen in seinen Bann gezogen und es ist zu spät, man kann es nicht mehr aus der Hand legen.

Colleen Hoover, dieser Name sagt bestimmt sehr vielen Lesern von Liebesromanen etwas. Sie ist bekannt für ihre wunderschönen und fantastischen Jugendromane, die ich allesamt gelesen und ins Herz geschlossen habe. Von Too Late, einem zuerst eher nebensächlichen Projekt ihrerseits, hatte ich schon vor einiger Zeit ab und an mal gehört, aber es ist bei mir irgendwann immer wieder untergegangen. Letzten Herbst sah ich dann, dass Too Late auf Deutsch als Taschenbuch erscheinen wird und von da an konnte ich es kaum erwarten. Die Handlung und das Thema des Romans unterschieden sich sehr von dem, was sie üblicherweise schrieb, was das Warten auf das Buch besonders spannend machte. Ich wusste absolut nicht was mich da erwartet, egal, wie viele Vermutungen ich anstellte. Egal, was ich mir ausgemalt hatte - letztendlich übertraf diese Story meine Vorstellungen.

Auf der ersten Seite taucht man dank des flüssigen Schreibstils, wie man ihn von Colleen Hoover kennt, sofort in die Handlung ein. Sloan, eine junge Studentin, führt eine Beziehung zu dem Drogenboss Asa Jackson. Doch was er als seine größte und einzig wahre Liebe betrachtet, ist für sie die Hölle. Allein die Tatsache, dass Asas dreckiges Geld den Pflegeheimplatz ihres jüngeren Bruders ermöglicht, zwingt sie zum Bleiben. Was beide nicht wissen ist, dass die Polizei dem Kartell auf die Schliche gekommen ist, und bereits an der Zündschnur für die Sprengung arbeitet - Undercover-Cop Carter soll dabei mithelfen. Er mimt den Mittelsmann zwischen Asa und dessen Kunden, doch die Ermittlungen haben noch nicht mal richtig begonnen, da begegnet er Sloan. Das Knistern zwischen den beiden ist nicht zu übersehen, jedoch entwickelt sich die Situation rasch zu einem hochgefährlichen Versteckspiel um Leben oder Tod in einem hauchdünnen Netz aus Lügen und Verbrechen.

"Die Liebe findet dich in der Tragödie."

Die mal längeren, mal kürzeren Kapitel sind aus der Sicht von Sloan, Carter und Asa geschrieben, weshalb man als Leser oft nicht mehr weiß, was man jetzt denken und fühlen soll. Die Spannung ist greifbar und die Stimmung schlägt von einem Wort auf das andere um. Man muss immer auf der Hut sein, Vermutungen braucht man gar nicht erst anstellen. Was als nächstes kommt, ist bis zur letzten Seite ungewiss.

Die Hauptcharaktere sind alle drei einzigartig und echt. Sie entspringen förmlich den Seiten und man kann sie in Gedanken vor sich sehen. Alles, was sie fühlen, habe ich auch gefühlt. Ich habe gelacht, geweint, war schockiert, war gerührt. Das war mehr als nur eine Achterbahnfahrt der Gefühle, das war ein Rausch. Ein Rausch mit extrem hoher Suchtgefahr. Man zittert, die Gedanken überschlagen sich, dein Herz ist vollkommen überlastet, aber trotzdem geht immer noch mehr. Lesen auf eigene Gefahr.

"Die falsche Liebe zieht einen runter wie ein schwerer Anker. Die richtige schenkt einem Flügel."

Zum Thema Gefahr: Das Thema dieses Buches dessen Umsetzung ist nichts, was man öfter mal irgendwo liest. Es ist rau, es ist düster, es haut einen um. Wer sich nicht wirklich sicher ist, ob er damit umgehen kann, der sollte vorsichtig sein. Wenn man es allerdings einmal gelesen hat, bekommt man es so schnell nicht mehr aus dem Kopf, denn es ist einzigartig. Colleen Hoover damit etwas Gewaltiges geschaffen.

Hat sich der Kauf dieses Buches gelohnt? Ohne Widerrede.
Würde ich es nochmal lesen? Definitiv. Mehrmals.

Die Worte gehen dir unter die Haut, die Story legt dich in Fesseln und lässt dich so schnell nicht wieder los, du gehst an dein Limit. Wenn du damit umgehen kannst, dann lass dir dieses Buch definitiv nicht entgehen.

Veröffentlicht am 16.11.2020

Too Late - Colleen Hoover

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Die Hölle – nichts anderes ist die Beziehung von Sloan zu dem Drogenboss Asa Jackson. Gäbe es nicht ihren kranken Bruder, den Asa finanziell unterstützt, wäre sie von heute auf morgen auf und davon. Für ...

Die Hölle – nichts anderes ist die Beziehung von Sloan zu dem Drogenboss Asa Jackson. Gäbe es nicht ihren kranken Bruder, den Asa finanziell unterstützt, wäre sie von heute auf morgen auf und davon. Für Asa wiederum ist Sloan das Beste, das ihm jemals passiert ist: Sloan ist seine einzige Liebe, eine wahre Obsession, seine allergrößte Leidenschaft, und er ist davon überzeugt, dass es sich umgekehrt genauso verhält.
Doch dann taucht der Undercover Cop Carter auf …
(Klappentext)


Ich bin ein großer Fan von Colleen Hoovers Büchern und natürlich wollte ich auch "Too Late" lesen. Nur habe ich schon auf den ersten Seiten gemerkt, dass dieses Buch anders ist als ihre bisherigen Werke. Vor allem auch düsterer und mit einer bedrückenderen Stimmung. Und auch wenn ich so gespannt darauf war, hatte ich nach circa 90 Seiten ein kein gutes Gefühl beim Lesen und musste ich erstmal damit pausieren. Es hat dann etwas länger gebraucht, bis ich wieder danach gegriffen habe, und auch dann habe ich mich schwer damit getan.
Sloan ist in einer ausweglosen Situation, eigentlich will sie nur weg, ganz weit weg von ihrem Freund Asa. Aber sie kann nicht, weil sie abhängig von ihm ist und es nicht nur um sie geht. Denn Sloan kommt aus ärmlichen Verhältnissen, ihre Mutter ist drogenabhängig und hat sie nie richtig um sie ihre Kinder gekümmert. Weil Stephen aufgrund seiner Behinderung auf einen Heimplatz angewiesen ist und Sloan das Geld dafür nicht aufbringen kann, bleibt sie bei Asa, obwohl sie schon länger nicht mehr wirklich liebt. Sie schämt sich und hasst sich dafür, solange sie jedoch studiert und kein eigenes Einkommen hat, sieht sich keine andere Möglichkeit.
Und Asa ist nicht mehr der Mann, in den sie anfangs naiv und unerfahren verliebt hat. Erst später hat sich sein wahrer Charakter gezeigt, er verdient nicht nur sein Geld mit Drogen, sondern er hat eine kranke, irre und unberechenbar gefährliche Art an sich. Besonders gegenüber Sloan ist er extrem besitzergreifend und richtig besessen von ihr.
In der Uni begegnet Sloan auf einmal Carter, zu dem sie sich vom ersten Moment an hingezogen fühlt und sofort die Chemie zwischen ihnen stimmt. Er ist nett, hat den gleichen Humor wie sie und sie würde gerne Zeit mit ihm verbringen. Aber genau das ist für sie wegen Asa eigentlich unmöglich und ist sehr riskant. Was Sloan zunächst nicht weiß ist, dass Carter ein Undercover-Cop und er mit seinem Partner Dalton Asa Drogengeschäft auffliegen lassen und ihn hinter Gitter bringen will.
Zitat Sloan : "Ich sehe ihn an, und er erwidert meinen Blick mit einem Lächeln, das mir einen Stich versetzt. Carter verkörpert alles, was ich mir wünsche, und zugleich auch alles, was ich im Moment gar nicht gebrauchen kann, und das tut körperlich weh."
Trotzdem fängt Sloan an sich in ihn zu verlieben und jede gemeinsame Minute mit Carter oder jeder Blick zu ihm birgt das Risiko. Denn beide wissen, dass Asa nicht zögern würde ihn umzubringen, falls er es herausfinden sollte und eigentlich darf auch Carter die Mission nicht gefährden.
Das Buch wird aus der Sicht von Sloan, Carter und Asa erzählt und die den Kapiteln aus Asas Perspektive fand ich sehr gut geschrieben, jedoch waren sie für mich nicht leicht zu ertragen. Wie abartig, rücksichtslos und widerlich er ist, sein Umgang mit Sloan und seine kranke Besessenheit.
Zitat Asa : "Nach allem, was ich für sie getan habe - nach allem, was ich für sie tue -, kann ich bloß hoffen, dass sie eine verdammt gute Erklärung dafür hat, dass ich mich die letzten Stunden so aufregen musste. Wenn es mich nicht gäbe, wäre sie ein NICHTS."
Im Gegensatz zu Asa mochte ich Sloan und Carter gerne und habe einfach nur gehofft, dass sie es irgendwie bald schaffen Sloan von Asa zu befreien und ihn sicher im Gefängnis zu wissen. Nur ein kleiner Teil von Sloan hält Asa im Kern doch noch ein wenig gut und sie hat Mitleid mit ihm, dass ihn ein Trauma in der Kindheit jetzt zu diesem Menschen gemacht hat, der sie auf seine krankhafte Art liebt. Dennoch weiß sie, dass Asa kein Gewissen hat und ihn als gefährlich zu beschrieben, deutlich untertrieben ist und zudem ist er öfters emotional instabil.
Die Handlung insgesamt mochte ich eher weniger, weil Sloan durch Asa so viel Schreckliches durchmachen muss und das nicht angenehm zu lesen war. Und vor allem nach dem Ende hat es mir überhaupt nicht mehr gut gefallen und ich hätte es besser gefunden, wenn es mit dem Ende geendet hätte und nicht noch mehr danach passiert wäre. Wie immer war der Schreibstil großartig, Colleen Hoover schreibt so fesselnd und berührend, jedoch konnte sie mich leider mit diesem Buch nicht so sehr begeistern.

Fazit :
Mochte ich leider nicht ganz so gerne, die Handlung und das Geschehen nach dem Ende haben mir nicht wirklich gut gefallen. Und ich fand die Kapitel aus Asa Sicht und seinen Charakter nur schwer zu ertragen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.10.2020

Too late

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Wow, was ist das denn für ein krasses Buch.
Dieses Werk ist etwas ganz anderes als viele erwarten bei Colleen Hoover.
Ich bewundere ihr Talent und ihr Können. Wahnsinn, wie facettenreich ihr Schreibstil ...

Wow, was ist das denn für ein krasses Buch.
Dieses Werk ist etwas ganz anderes als viele erwarten bei Colleen Hoover.
Ich bewundere ihr Talent und ihr Können. Wahnsinn, wie facettenreich ihr Schreibstil ist.
Dieses Buch ist definitiv nichts für schwache Nerven und weißt einige düstere, harte und nicht jugendfreie Szenen auf. Die ganze Handlung ist nicht vorhersehbar und absolut spannend. Genau das macht es für mich so unfassbar grandios.
Sicher kam bei mir beim Lesen der Gedanke auf, warum einige Stellen im Buch etwas anders oder gewöhnungsbedürftig waren. Aber am Ende des Buches versteht man dies so unfassbar gut uns genau das hat diese Seiten die ich gelesen habe sehr besonders gemacht.

Ich liebe das Cover, es ist kein typisches und das ist so passend. Die Farben harmonieren gut mit einander und direkt kam bei mir im Kopf was möchte diese Frau uns erzählen?!

Man bekommt als Leser die Story aus drei Sichtweisen erzählt.  Ich kann euch sagen, diese drei können unterschiedlicher nicht sein. Absolut facettenreich und besonders.
Asa ist krass. Dieser Mann hat mir das ein oder andere Mal mit seinem Verhalten echt Angst eingejagt. Ich bewundere die Autorin dafür, wie authentisch sie ihn gestrickt hat. Jeden Charakterzug hab ich ihr abgekauft. Asa ist echt krank. Dieser Typ besitzt eine narzistische Ader und ist psychisch eine Wucht. Seine Besessenheit war teilweise echt beängstigend. Aber ich war auch erstaunt wie strategisch und intelligent er an manche Sachen heran geht. Man könnte ihn auch als durchtrieben bezeichnen. Die Autorin hat hier einen echt krassen Charakter geschaffen und ich ziehe meinen Hut vor diesem Talent.
Sloan konnte ich anfangs nicht wirklich einschätzen. Ich dachte echt sie ist Asa absolut hörig und etwas naiv, aber das Blatt in meinem Kopf hat sich schnell gewandelt. Sie ist mir unglaublich ans Herz gewachsen und manchmal wollte ich sie in den Arm nehmen. Teilweise fragte ich mich wie viel sie noch ertragen muss. Ich konnte ihre innere Zerrissenheit und Wut absolut nachempfinden. Gegenüber Asa rutscht sie unfassbar schnell in eine Opferrolle, was ich ihr aber echt nicht verdenken kann. Angst spielt dabei eine entscheidende Rolle.
Carter ist der Held dieser Story. Er ist zielstrebig und kämpft für Gerechtigkeit. Definitiv hat er sein Herz am rechten Fleck und setzt sich für Sloan ein. Nur wird ihm das gelingen und sie aus diesem Teufelskreislauf befreien?

Das Ende ist etwas ganz anderes und das macht es so besonders. Man spürt förmlich, das die Autorin vor Ideen sprühte und dieser ganzen Story ein würdevolles Ende bieten wollte.

Definitiv erlebt man in diesem Buch eine absolute Achterbahnfahrt. Die aufgegriffenen Themen sind keine leichte Kost. Aber ich bewundere Colleen Hoover wie einzigartig sie diese umgesetzt hat. Definitiv verständlich und verleihen  der Story eine düstere Note.

Ein ganz anderes aber so besonderes Buch. Ich bin froh, das ich mir mit diesem Werk meine Lesestunden versüßt habe.

Absolut verdiente 5 von 5 Sterne

Veröffentlicht am 03.10.2020

Definitiv kein Buch für Zwischendurch

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Zuallererst muss ich einmal erwähnen, dass mir der Schreibstil der Autorin Colleen Hoover wirklich sehr gut gefällt. Ich habe schon viele Romane und auch den Thriller von ihr gelesen und sie schafft es ...

Zuallererst muss ich einmal erwähnen, dass mir der Schreibstil der Autorin Colleen Hoover wirklich sehr gut gefällt. Ich habe schon viele Romane und auch den Thriller von ihr gelesen und sie schafft es immer auf eine einzigartige Art und Weise die Bücher authentisch und doch super emotional darzustellen. Zudem bringt sie auch oft wichtige Themen mit ein und das auf eine ganz natürliche Art, aber trotzdem so das einem die Ernsthaftigkeit stets bewusst ist.



Das Cover von „Too Late“ finde ich wirklich schön und die Farben haben toll zusammengepasst, allerdings verhält es sich hier meiner Meinung nach genauso wie bei dem Cover von „Verity“ der Autorin. Denn auch dort hat das Cover den Eindruck nach einer Liebesgeschichte vermittelt und dadurch war man irgendwie noch ergriffener und auch geschockter von dem Inhalt des Romans.



Gleich am Anfang des Romans ist man direkt im Geschehen drinnen und das komplett ohne Vorwarnung. Gefühlt wurde man quasi ins kalte Wasser geschmissen.

Doch genau durch diesen abrupten Anfang konnte ich die Hauptprotagonistin Sloan gut verstehen und habe einfach nur mit ihr gelitten. Denn in „Too Late“ geht es um die Collegestudentin Sloan, die in einer furchtbaren Beziehung mit ihrem Freund Asa ist. Oft hat ihr Freund sie einfach so schlecht behandelt, dass ich mich einfach nur noch fragen konnte wie man das aushält. Beim Lesen habe ich mich stets gefragt warum Sloan nicht einfach geht. Aber je mehr man gelesen hat, desto klarer wurde mir: weil es eben nicht so einfach ist. Sloan hat niemand anderen den sie um Hilfe bitten könnte, sie hat kein Zuhause in das sie einfach so zurückkehren könnte. Und letztendlich sind sie und ihr Bruder auf Asas Geld angewiesen, welches er ihr zur Verfügung stellt solange sie bei ihm bleibt. Zudem lebt sie auch bei Asa. Theoretisch ist sie finanziell komplett von ihm abhängig. Doch Asa sieht nicht den Schmerz und Frust von Sloan und ist der festen Überzeugung, dass die beiden füreinander geschaffen sind.

Asa verdient sein Geld allerdings mit zwielichtigen Geschäften und hat stets seine Boten um sich. Doch als zwei neue Jungs sich der Gruppe anschließen, ist plötzlich nichts mehr so wie es mal war. Einer der Jungen, Carter, und Sloan kommen sich immer näher und können der Anziehung irgendwann nicht mehr standhalten. Man wird in einen Strudel voller wirrer Ereignisse, Empfindungen und Plot Twists gezogen, dem man nicht mehr so schnell entkommen kann.



Normalerweise mag ich es eigentlich nicht wirklich wenn ein Roman aus zu vielen Sichten geschrieben ist und hier waren es drei Verschiedene. Sloans, Asas und Carters Sicht. Allerdings brauchte ich auch alle drei Perspektiven um die Handlung verstehen zu können. Tatsächlich habe ich mich während des Lesens oft gefragt, wie das passieren konnte und ehrlicherweise war es auch enttäuschend. Die Charaktere dort haben mich enttäuscht oder wohl eher der Fakt das es diese Charaktere halt eben nicht nur in Romanen gibt. Mich haben Handlungen, Worte und Aktionen dort einfach nur angewidert und irgendwie auch wachgerüttelt.



„Too Late“ ist definitiv kein Buch für Zwischendurch und auch keine leichte Kost. Allerdings kann ich es trotzdem empfehlen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere